Der Weg zu einem autonom fahrenden Rennwagen gestaltet sich von spannend über verzweifelnd bis hin zu purer Euphorie. Jens Hertfelder gewährt Einblicke in die Tag- und Nachtschichten des Formula-Student-Rennteams „E-Motion“ der Hochschule Aalen. Zudem stellt Timm von Bergen, Mitarbeiter des Virtual Automation Lab der Hochschule Esslingen, am Montag, 10. Dezember, das Konzept eines neuartigen Transportsystems, den sogenannten AirFeeder, vor. Vortragsbeginn ist um 17.30 Uhr in der Aula der Hochschule Aalen (Campus Beethovenstraße).

Der Bedarf an individualisierten Produkten begleitet von der Forderung kurzer Lieferzeiten stellt die Produktion der Zukunft vor große Herausforderungen. Voraussetzung dafür ist ein hohes Maß an Flexibilität in der Produktion mit wandlungsfähigen Produktionslinien, die weitgehend autonom individualisierte Produkte in sehr kurzer Zeit herstellen können. Eine wichtige Komponente einer solchen wandlungsfähigen Fabrik sind fahrerlose Transportsysteme, die eine flexible Verknüpfung der ortsfesten Bearbeitungsstationen ermöglichen sollen. Allerdings ist die Flexibilität durch ungünstige Wege, Hindernisse und der aus Sicherheitsgründen gemäßigten Transportgeschwindigkeit begrenzt.

Deshalb hat das Virtual Automation Lab der Hochschule Esslingen ein neuartiges Transportsystem entworfen – den autonomen Indoor-Flugroboter „AirFeeder“. Dieser soll den Kleinteile-Transport zwischen Bearbeitungsstationen über den Luftweg ermöglichen. Grundlage dafür ist die Anbindung an einen Edge-Cloud-Server, auf dem die benötigten Informationen zusammenlaufen.

Im zweiten Teil des Vortrags präsentiert Jens Hertfelder vom E-Motion Rennteam der Hochschule Aalen den Rennwagen, mit dem das Team in Zukunft an der autonomen Klasse „Driverless“ in der Formula Student teilnehmen will. Hierzu müssen Algorithmen programmiert werden, damit der Rennwagen vollautonom durch den Parcours fahren und sich auf der Strecke orientieren kann. Eine zentrale Rolle spielen Software und Fahrerassistenzsysteme.

Das vollständige Programm und weitere Informationen zu den geplanten Veranstaltungen des „Industriedialogs“ der Hochschule Aalen gibt es unter www.hs-aalen.de/i40dialog. Der Vortrag kann auch im Live-Stream verfolgt werden unter www.medienzentrum.htw-aalen.de/aalenlive.html. Die Teilnahme ist kostenlos.

Publiziert in Wirtschaft
In einer digitalen Welt brauchen Unternehmen mehr Tempo und Beweglichkeit um Innovationen zu beschleunigen. Darin waren sich die Mitglieder des IHK-Forschungs- und Innovationsausschusses einig. Impulse hierfür gaben  Frank Opletal, CTO der Voith Paper Holding und Dr. Matthias Maute, Innovationsmanager des Geschäftsbereichs Automotive Electronics der Robert Bosch GmbH bei  der Ausschusssitzung am 20. November 2018 bei Voith Paper in Heidenheim.

Der Forschungs- und Innovationsausschuss ist ein zentrales Beratungsgremium der IHK Ostwürttemberg. Mit seinen 23 Mitgliedern aus Wirtschaft und Wissenschaft tagte der Ausschuss vergangenen Dienstag bei Voith Paper in Heidenheim. Wie sich traditionelle Unternehmen im digitalen Zeitalter wandeln müssen, um Impulse für völlig neue Innovationen zu bekommen war Thema des Gremiums. Dominic Lutz, Vorsitzender des IHK-Forschungs- und Innovationsausschusses: „Innovationen durch digitale Technologien wie etwa IoT-Plattformen (kurz für Internet of Things), künstliche Intelligenz oder die Blockchain verändern etablierte Geschäftsmodelle schnell. Wie das geht müssen wir in unseren erfolgreichen Traditionsunternehmen schneller lernen und verstehen. Wir brauchen andere Spielregeln, um neue Geschäftsmodelle zu schaffen, sowie neue Produkte und Dienstleistungen schneller als zuvor auf den Markt zu bringen“.

Als eine Reaktion auf diese Erkenntnis geht Voith mit neuen agilen Prozessen, Methoden und Konzepten in Richtung zukunftsfähige Innovation - man beschäftigt sich mit neuen Geschäftsmodellen und Simulationen.
Ein separates Foresight Team betreibt Technologie Scouting für Fertigungsmethoden und Materialien. „Das Team hat die Freiheit, in alle Richtungen zu denken und mit Externen zusammen zu arbeiten. Alle Einfälle zu einem bestimmten Thema werden zunächst zugelassen, egal ob diese auf den ersten Blick absurd erscheinen oder nicht“, so Frank Opletal, CTO der Voith Paper Holding. Diese Ideen werden dann in einem strukturierten Produktentstehungsprozess kanalisiert und sortiert um anschließend zu entschieden, welche davon mittels „Agile-Stage-Gate“- oder „SCRUM“- Prozessen weiterentwickelt werden.  

Der Innovationsmanager Dr. Matthias Maute erläuterte, dass die Robert Bosch GmbH im Geschäftsbereich Automotive Electronics von einer innovationsfreudigen Startup-Kultur profitieren will. So hat Bosch ein internes Startup-Programm ins Leben gerufen, dass nicht nur den Kulturwandel im Technologiekonzern befördern, sondern gerade bei der Entwicklung von neuen digitalen Geschäftsfeldern mehr Geschwindigkeit und Agilität zulassen soll. Die Entscheidung, aus welcher Idee sich ein Start-Up entwickeln kann, ist bei Bosch in mehrere Schritte unterteilt. Als erstes präsentieren Mitarbeiterteams ihre Ideen dem Bereichsvorstand. Nach der Entscheidung aus welcher Idee ein Geschäft generiert werden kann, entwickeln die Teams im sogenannten „InnoLab“ Prototypen. Dieses bietet  auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern ein Elektroniklabor, ein Chemie- und ein Mechaniklabor mit entsprechender Ausstattung. Im nächsten Schritt werden die Teams dabei unterstützt, ein Start-up aufzubauen und ihre Ideen erfolgreich umzusetzen.

Welchen Einfluss Kosten auf Innovationen haben und wie diese bereits in der Ideen- und Konzeptphase ermittelt werden können, berichtete der Geschäftsführer der 4Cost GmbH in Berlin Joachim Schöffer. Mit dem parametrischen Ansatz können bereits Ideen zuverlässig ermittelt und so Transparenz im Innovationsprozess geschaffen werden.

Publiziert in Wirtschaft
Am 20. November 2018 ehrte die Arnulf Betzold GmbH bei ihrer traditionellen Jubilarfeier neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre langjährige Verbundenheit und Treue zum Unternehmen. Nicole Mattern, Ulrich Lange, Kristian Hahn, Monika Henke, Hanna Jarosch, Karl-Heinz Buchstab, Michael Spang und Bernd Sturm wurden für ihre 10-jährige und Melanie Dambacher für ihre 25- jährige Betriebszugehörigkeit ausgezeichnet.

Um 10 Uhr überreichten die Geschäftsführer Albrecht und Ulrich Betzold sowie Personalleiterin Tina Betzold den Jubilaren die verdienten Urkunden und Blumensträuße. „Wir sind sehr stolz auf unsere Mitarbeiter und möchten ihnen von ganzem Herzen für ihre Treue und ihr Engagement danken. Und natürlich hoffen wir, dass noch viele weitere Jahrzehnte folgen werden.“, sagte Tina Betzold. Zur Feier des besonderen Anlasses ging es im Anschluss an die Ehrung gemeinsam mit der Geschäftsführung in den Landgasthof Hirsch in Neunheim.


Den Onlineshop finden Sie hier: https://www.betzold.de/ 

Publiziert in Ellwangen
Am 19. November 2018 feiert der geschäftsführende Gesellschafter der C. F. Maier Firmengruppe in Königsbronn und Präsident der IHK Ostwürttemberg Markus Maier seinen 60. Geburtstag.

Markus Maier trat 1987 als Geschäftsleitungsmitglied in die elterliche Firmengruppe ein. 1996 übernahm der Diplom-Ingenieur die Verantwortung für heute zehn Firmen in sechs Ländern mit insgesamt rund 1.000 Mitarbeitern. Markus Maier war 1998 Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg. Seit dem Jahr 2000 ist er Mitglied der IHK-Vollversammlung, ab 2015 als Vizepräsident. Darüber hinaus ist er in verschiedenen weiteren Bereichen ehrenamtlich tätig. Seit 1993 ist er Mitglied des Bezirksrats der AOK Ostwürttemberg; von 2005 - 2007 wirkte er als alternierender Vorsitzender auf der Arbeitgeberseite, seither ist er Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses. Zudem ist er bereits seit 2004 Mitglied des Aufsichtsrats der Heidenheimer Volksbank e.G., ab 2011 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Außerdem engagiert er sich seit 2008 im Kuratorium der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Aalen, und ist ebenfalls Kuratoriumsmitglied bei der Königsbronner Bürgerstiftung.

Seit dem 14. September 2017 ist Markus Maier Präsident der IHK Ostwürttemberg. Sein Credo: Ein starker Standort, attraktiv für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter, muss das Ziel der IHK-Arbeit sein. Dazu gehört für ihn eine Reihe von Schwerpunkten wie die Fachkräftesicherung durch eine gute duale Ausbildung und bedarfsgerechte Angebote der Hochschulen. Auch gilt es, die Infrastruktur insgesamt sowie die digitale insbesondere ebenso wie den Technologietransfer und die Innovationsförderung weiter zu entwickeln.

Publiziert in Wirtschaft
Am landesweiten Studieninformationstag lädt auch die Hochschule Aalen herzlich ein, die Hochschule und ihre Studiengänge näher kennenzulernen. Zu sehen sind die Räume und die modern ausgestatteten Labore der Studiengänge, die wiederum ein spannendes und interessantes Programm vorbereitet haben. Schüler und Studieninteressierte können Hochschulluft schnuppern und mit Studierenden und Professoren ins Gespräch kommen.

Am Studieninformationstag sind Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg eingeladen, die Hochschule Aalen und ihre Studiengänge näher kennenzulernen. Über 60 Studienangebote gibt es derzeit an der Hochschule – verteilt auf die Fakultäten Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau und Werkstofftechnik, Optik und Mechatronik, Elektronik und Informatik sowie Chemie.

Im Gespräch mit Mitarbeitern und Professoren können die Teilnehmer herausfinden, welches Studium für sie geeignet ist. Neben verschiedenen Einblicken in die Fachbereiche der Hochschule haben die Studieninteressierten auch die Gelegenheit, sich direkt mit aktuellen Studierenden auszutauschen. Zudem beraten Mitarbeiter der Hochschule unter anderem zu den Themen Studienwahl und -organisation, Bewerbung und Zulassungsvoraussetzungen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Los geht es am Mittwoch, 21. November 2018, um 9 Uhr im Aula- und Hörsaalgebäude der Hochschule (Campus Beethovenstraße) mit der offiziellen Begrüßung. Danach folgt das Programm in den Studiengängen. Mehr gibt es unter www.hs-aalen.de. Das detaillierte Programm zum Studieninformationstag wird vor Ort aushängen.

Publiziert in Aalen
Schwäbisch Gmünd (sv). Laura Ehinger trat Anfang November die Nachfolge der Stelle von Michael Schlichenmaier in der Wirtschaftsförderung an. Als Digitalisierungsbeauftragte und Stellvertreterin von Wirtschaftsförderer Alexander Groll wird sie künftig die Themen nachhaltige Mobilität,  Breitbandausbau sowie Digitalisierung und Smart City verantworten und die damit verbundenen Projekte betreuen.

Laura Ehinger war zuvor in der Wirtschaftsförderung in Kornwestheim tätig und sammelte hierbei in den verschiedenen Bereichen der Wirtschaftsförderung umfangreiche Berufserfahrung. Da ihr wichtig war sich nach ihrem Bachelor, den sie 2016 erlangte, noch weiter in Richtung Wirtschaftsförderung und Management zu bilden, machte sie in den vergangen zwei Jahren, zusätzlich zur Arbeit in Vollzeit, berufsbegleitend ihren Master. Von Oktober 2016 bis Oktober 2018 studierte Laura Ehinger Business Development mit dem Wahlfach Public Management an der Steinbeis Hochschule in Stuttgart studiert. Es geht in dem Masterstudiums darum sich Herausforderungen anzunehmen, bei Bestehendem Potentiale zu erkennen, Maßnahmen abzuleiten und diese aktiv weiterzuentwickeln. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss freut sie sich jetzt auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen in Schwäbisch Gmünd. Sie wird bestehende Projekte weiterentwickeln und zukünftig neue Projekte rund um die Themen Digitalisierung und Smart City, für die Breitband die Grundlage ist, initiieren und vorantreiben.

Publiziert in Schwäbisch Gmünd
Wer kennt nicht die beeindruckenden Aufnahmen von Wärmebildkameras mit Häusern im Winter, auf denen die Schwächen einer thermischen Isolierung an den Fenstern sichtbar gemacht werden? Oder die Aufnahmen der Sicherheitstechnik in Flughäfen, bei denen die Passagiere auf erhöhte Temperatur untersucht werden? Das LaserApplikationsZentrum (LAZ) der Hochschule Aalen erhält nun eine moderne Hochgeschwindigkeitskamera der Firma InfraTec, um mit Wärmebildern die Temperaturverteilung auch bei schnellen Laserprozessen sichtbar zu machen.

Die hochpräzise Messtechnik wird von den Forschern am LAZ zur Optimierung innovativer Laserprozesse, wie beispielsweise dem 3D-Druck oder dem Laserlöten, eingesetzt. „Durch die vielen Einsatzmöglichkeiten der Hightechkamera entstehen unserem LaserApplikationsZentrum ganz neue Möglichkeiten Vorgänge in der Laserbearbeitung zu beobachten, zu analysieren und zu optimieren,“ so Professor Dr. Harald Riegel, Leiter des LaserApplikationsZentrums und Forscher im strategischen FH-Impulsprojekt SmartPro (Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien für energieeffiziente Produkte der Zukunft).

Auf den optimalen Wärmefluss kommt es an

Weshalb benötigt eine Forschungszentrum, das sich mit Lasermaterialbearbeitung befasst eine Wärmebildkamera? Bei allen Laserprozessen wird die Laserstrahlung an der Materialoberfläche absorbiert und in Wärme umgewandelt. Je nachdem, wie schnell die Wärme abfließt, hat das Auswirkungen auf den Bearbeitungsprozess und das Ergebnis. Da man den Wärmefluss mit bloßem Auge nicht sehen kann, hilft den Forschern die Wärmebildkamera weiter. Markus Hofele, Doktorand am LAZ: „Eine zu hohe Bearbeitungstemperatur kann die Bauteileigenschaften negativ beeinflussen, was wir natürlich verhindern möchten.“ Beispielsweise beim Hochtemperaturlaserlöten muss die Fügestelle sehr präzise und gleichmäßig auf ca. 1.200 Grad Celsius erhitzt werden, während das restliche Bauteil kühl bleiben soll. „Die Wärmebildkamera macht für uns sichtbar, wie sich das Bauteil beziehungsweise die Fügestelle erwärmt und an welche Stellen der Laserstrahl geführt werden muss, um eine optimale Durchwärmung des Bauteils sicherzustellen und die thermische Belastung der umgebenden Zonen zu reduzieren“, erklärt der junge Forscher.

Filmaufzeichungen bis zu 5.000 Hertz

Mit dem Hochleistungsgerät kann bei voller Auflösung mit 300 Hertz Bildfrequenz, also dreihundert Bilder pro Sekunde, aufgezeichnet werden. Im Teilbildmodus sogar bis zu enorm hohen 5.000 Hertz. Im Vergleich dazu: Bei aufwendig produzierten Kinofilmen betragen die Bildwechselfrequenzen 48 Hertz und bei Computerspielen 60 bis 240 Hertz. Durch Laserschutzfenster und Schutzgläser ist die Kamera gegen Laserstrahlung und Spritzer aus der Laserbearbeitung geschützt und kann deshalb in unmittelbarer Nähe zu den Laserstrahlen eingesetzt werden.

Optimale Ergebnisse beim 3D-Druck

Auch beim Pulverbett-basierten 3D-Druck, oft auch selektives Laserschmelzen genannt, leistet die Kamera wichtige Dienste, um die Ergebnisse zu optimieren. Bei diesem 3D-Druck-Verfahren wird das jeweilige Bauteil aus Metallpulver Schicht für Schicht gedruckt. Dabei kann es bei filigranen Strukturen zu Überhitzungen infolge eines Wärmestaus kommen. Um ein Bauteil reproduzierbar und fehlerfrei herzustellen, ist es wichtig, dass die Temperatur in einem geeigneten Bereich, dem Prozessfenster, liegt. Denn bleibt das Bauteil zu warm, können die nachfolgend aufgetragenen Schichten nicht mehr erstarren und es kommt zu Unebenheiten an der Bauteiloberfläche. „Aber durch die Kamera erkennen wir Hitzestaus und können sie nachhaltig beseitigen“, erklärt Markus Hofele.

Werkstoffprüfung ohne das Bauteil zu zerstören

Zusätzlich nutzen die Forscher des LAZ die Kameraaufnahmen zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung während des Herstellprozesses. Dabei wird das zu prüfende Bauteil mit einer Wärmequelle in einer bestimmten Frequenz bestrahlt. Den entstehenden Wärmestrom stellt die hochauflösende Kamera präzise dar. Fehlstellen unterhalb der Materialoberfläche stören den Wärmefluss und können durch die Kamerabilder online aufgespürt werden, bzw. am Ende des Druckprozesses kann eine Freigabe im Fall einer fehlerfreien Herstellung sofort gegeben werden.

Die Wärmebildkamera wurde innerhalb des Forschungsprojekts FlexLight4.0 („Flexibles Licht als Enabler von hochfunktionalisierten, adaptiven optischen Elementen und Sensoren für Realtime Messungen bei I4.0 Applikationen“) beschafft und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. In diesem Forschungsvorhaben wird eine komplette digitale Fertigungskette zur Herstellung von Bauteilen aus Metallen und Keramik aufgebaut werden, die auf Licht als Werkzeug mit flexiblen und anpassungsfähigen Eigenschaften basiert.

Publiziert in Wirtschaft
Die jüngsten Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage im Herbst 2018 zeigen: Die regionale Wirtschaft bewertet die aktuelle Lage überwiegend positiv. Sie erwartet aber in den kommenden zwölf Monaten auf hohem Niveau leicht schwächere Auftragseingänge aus dem Ausland. Trotzdem überwiegt bei den Betrieben der Optimismus beim Blick nach vorn. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Ostwürttemberg bei über 400 Unternehmen aus allen Branchen, Größenklassen der Region.

Die Geschäfte der regionalen Wirtschaft laufen auch in diesem Herbst weiterhin sehr gut. Sowohl Inlands- als auch Auslandsnachfrage sind weiterhin auf hohem Niveau. Besonders gut läuft es in der Bauwirtschaft und im Transportgewerbe. Ihre aktuelle Geschäftslage bewerten 55 Prozent der befragten Unternehmen in Ostwürttemberg mit „gut“. 44 Prozent urteilen mit „befriedigend“ und lediglich 1 Prozent sieht sich in einer aktuell schlechten Lage. Demnach liegt der IHK-Geschäftslageindikator (Differenz zwischen guten und schlechten Lageurteilen) mit rund 54 Prozentpunkten unverändert weit im positiven Bereich. „Der regionalen Wirtschaft geht es weiterhin sehr gut. Der steigende private Konsum, der Bauboom und anhaltend günstige Finanzierungsbedingungen stützen auch aus dem Binnenmarkt die Konjunktur“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle. Auch der Blick in die Zukunft fällt weiter überwiegend optimistisch aus. Während knapp 28 Prozent (Frühjahr 2018: 30 Prozent) der Befragten mit einer weiteren Verbesserung ihrer Geschäfte rechnen, gehen rund 60 Prozent der Unternehmen mindestens von einer Fortsetzung der sehr guten Konjunktur aus. Knapp 15 Prozent (Frühjahr 2018: 8 Prozent) erwarten Rückgänge im Geschäftsverlauf.

Auch die betrieblichen Investitionen bleiben eine wichtige Stütze, insbesondere werden diese eingesetzt für Ersatzbedarf und Rationalisierung. „Erfreulich sind auch die beabsichtigten Investitionen in Digitalisierungsmaßnahmen, Innovationen und Kapazitätserweiterungen“, sagt Michaela Eberle. So seien die Investitionspläne der regionalen Wirtschaft im Vergleich zum Frühsommer auf unverändert hohem Niveau. 26 Prozent der Betriebe planen höhere Ausgaben in den nächsten zwölf Monaten, 45 Prozent wollen das bisherige Niveau aufrechterhalten, nur 14 Prozent planen, diese Investitionen zurückzufahren.

„Die Unruhe auf den Weltmärkten, vor allem der nahende Brexit und der Zollstreit zwischen USA und China, scheinen die Betriebe nun offenbar zu spüren“, erklärt die IHK-Chefin. So ist der Anteil der Industrieunternehmen, die steigende Auftragseingänge aus dem Ausland verzeichnen, seit Jahresbeginn 2018 von 32 Prozent auf 17 Prozent zurückgegangen. Knapp verdoppelt auf 12 Prozent hat sich die Zahl der Betriebe, die mit einer zurückgehenden Auslandsnachfrage rechnen.

Auch der Fachkräftemangel ist ein Dämpfer für viele Betriebe im Land. 57 Prozent aller antwortenden Unternehmen sehen darin ein Geschäftsrisiko. Der Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt: im Landesdurchschnitt ist die Arbeitslosenquote im September gegenüber dem Vorjahr von 3,4 auf 3,1 Prozent gesunken, in Ostwürttemberg sogar auf 3,0 Prozent. Gleichzeit werden die Fachkräfte rar. Die Beschäftigungspläne lassen vermuten, dass sich dieser Engpass weiter verschärft: So wollen 20 Prozent der Betriebe ihre Belegschaft vergrößern. Nur 12 Prozent planen, weniger Personal zu beschäftigen als zuvor. Knapp sieben von zehn Betrieben wollen ihren Personalbestand unverändert lassen, haben aber Ersatzbedarf, wenn Mitarbeiter den Betrieb verlassen. „Wir werden deshalb unsere Bemühungen um die Präsentation des Standorts und unser Engagement mit vielen Partnern bei der dualen Berufsausbildung weiter intensivieren“, so Michaela Eberle.

Blick in die Branchen:

In der Industrie sind weiterhin die Kapazitäten stark ausgelastet, die Auftragsbücher gut gefüllt und die Umsätze steigen. Die Zuversicht für die kommenden zwölf Monate ist allerdings leicht gedämpft durch die etwas schwächeren Zuwächse beim Auftragseingang aus dem In- und Ausland. Die steigenden Investitionen der Betriebe selbst weisen aber auch auf Optimismus hin.

In der Bauwirtschaft laufen die Geschäfte so gut wie nie zuvor: knapp 90 Prozent der Betriebe geht es gut, 10 Prozent bewerten ihre Situation als befriedigend, unzufrieden ist derzeit kein Bauunternehmen. Die Mehrheit geht davon aus, dass die Geschäfte auf gleichem oder besserem Niveau weiterlaufen.

Von dieser Situation profitiert auch der industrie- und baugewerbenahe Großhandel, der nur leicht schwächere Geschäfte meldet als noch im Frühsommer. Im Einzelhandel melden zwei Drittel der Betriebe befriedigende und ein Viertel gute Geschäfte. Vor dem Hintergrund von Umsatzeinbußen bleiben die Erwartungen verhalten.

Die Zufriedenheit der Dienstleister ist weiterhin groß. Besonders gefragt sind Architektur- und Ingenieurdienstleistungen sowie Informations- und Kommunikationstechnik-Anbieter, die von der Digitalisierung der Wirtschaft profitieren. In allen anderen Dienstleistungsbranchen ist die Zahl der Betriebe mit wachsendem Auftragsvolumen zurückgegangen, was die Erwartungen für die kommenden Monate etwas trübt.

Die Sommermonate sind für viele Hotels und Gastronomiebetriebe positiv verlaufen: Eine verbesserte Gewinnentwicklung hat die Zufriedenheit auf hohem Niveau weiter steigen lassen. Hauptsorge der Branche ist der akute Fachkräftemangel – rund neun von zehn Betrieben sind betroffen.

Der vollständige Konjunkturbericht mit Branchendetails und Vergleichswerten steht im Internet auf www.ostwuerttemberg.ihk.de zum Download bereit.

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Im Rahmen der landesweiten Frauenwirtschaftstage zum Thema "Digitale Zukunft mit Frauen gestalten" hatten die Kontaktstelle Frau und Beruf sowie die Wirtschaftsförderung des Ostalbkreises ins Aalener Landratsamt eingeladen. 30 Personen erarbeiteten am vergangenen Freitag im Kreishaus voller Elan digitale Netzwerkstrategien. 

Anne Nitschke, Beraterin der Kontaktstelle Frau und Beruf im Ostalbkreis, begrüßte die Teilnehmenden und gab einen kurzen Überblick über Netzwerken in der digitalen Welt und der Arbeit der Kontaktstelle Frau und Beruf. Unternehmen und Selbständige wie auch Personen im Angestelltenverhältnis oder auf Arbeitssuche müssten in einer durch die Digitalisierung komplexer und schneller werdenden Welt auf verschiedenen Ebenen reagieren. Einen Außenauftritt, der dem eigenen Kern entspricht, sowie die richtigen Netzwerke zu haben, seien hierfür wichtig. Im privaten Umfeld, so Nitschke, sei die Nutzung digitaler Netzwerke fester Bestandteil, häufig werde sie im Unternehmenskontext aber semiprofessionell durchgeführt, wobei die Zahl steigt. Fragen des Datenschutzen müssten geklärt werden, Know-how aufgebaut und die Einbindung und Wahrnehmung der Zielgruppen stärker in den Blick genommen werden. Da 70 Prozent aller Stellen über Netzwerke besetzt werden, komme dem Thema digitales und analoges Netzwerken eine große Bedeutung zu und sei damit für die Berufswege- und Karriereplanung essentieller Bestandteil.

Dr. Julia Schönborn und Julia Gänzler, Kommunikationsberaterinnen aus Heidelberg, machten im interaktiven Impulsvortrag die Bedeutung des Netzwerkens im allgemeinen aber insbesondere auch des digitalen Netzwerkens deutlich und beantworteten im Nachgang in zwei sich anschließenden Workshops viele individuelle Fragen. Carolin Morlock, Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf, verwies zum Abschluss auf die folgenden Veranstaltungen der Kontaktstelle Frau und Beruf, die für die eigene berufliche Weiterentwicklung und die professionelle Vernetzung genutzt werden können. Die Veranstaltungen sind unter http://frau-beruf.info zu finden.

INFO: 

Die 14. Frauenwirtschaftstage in Baden-Württemberg sollten ein Zeichen dafür setzen, Frauen noch stärker in die Gestaltung des digitalen Wandels einzubinden, denn "unsere Wirtschaft braucht gut qualifizierte Frauen als Fachkräfte und in Führungspositionen", so Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut. Vom 18. bis 20. Oktober fanden 80 Veranstaltungen an rund 50 Orten in Baden-Württemberg statt.

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Wie wichtig der Technologietag Leichtbau Regional als lokale Veranstaltung neben einer zentralen Konferenz in Stuttgart sei, betonte Dr. Wolfgang Seeliger, Geschäftsführer der Landesagentur Leichtbau BW, in seiner Begrüßung. Das Thema Leichtbau müsse in die Fläche getragen werden, um das große Potential für die Herausforderungen der Zukunft wie den Klimawandel auszuschöpfen und Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand in der Region zu sichern.

Die Experten, die in spannenden Fachvorträgen die vielfältigen Möglichkeiten und branchenübergreifenden Anwendungen des modernen Leichtbaus aufzeigten, kamen aus Unternehmen der Region und der Hochschule Aalen. Denn das Motto lautete „Anwendungsnah aus der Wirtschaft und Forschung für die Wirtschaft und Forschung“. Zahlreiche Teilnehmer waren der Einladung der IHK Ostwürttemberg, der Hochschule Aalen sowie der Landesagentur Leichtbau BW und weiterer regionaler Partner in das Technologiezentrum Leichtbau (TZL) gefolgt, das im Forum Gold und Silber in Schwäbisch Gmünd beheimatet ist.

Der Leiter des TZL, Dr. Wolfgang Rimkus, erläuterte den Impuls-Charakter dieser Veranstaltung und betonte: „Automobile Megatrends wie die E-Mobilität forcieren den Leichtbau. Dieser nimmt als Effizienztechnologie auch eine zentrale Rolle in der Automobilbranche ein.“ Rimkus ist sich sicher, dass intelligenter Leichtbau in der Automobilbranche dazu führen wird, die Gewichtsspirale neuer Fahrzeugmodelle umzukehren. Die Topologieoptimierung, also die Gestaltung von Bauteilen nach dem Vorbild der Natur, ist eines der wichtigsten Elemente des modernen Leichtbaus.

Diese und weitere aktuelle Fragestellungen und Zukunftstrends wurden in acht Impulsvorträgen näher beleuchtet. Der Einsatz und die Potentiale von Kernmaterialien für den Einsatz im Leicht- und Sandwichbau wurden anschaulich von Dominic Lutz, Mitglied der Geschäftsführung der Gaugler & Lutz oHG, erläutert. Vor allem in Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und Elektromobilität hätten Leichtbauwerkstoffe in Kombination mit 3D-Druck als neuem Fertigungsverfahren enormes Potential – insbesondere bei geringen Stückzahlen, so Jörg Egelhaaf von der Franke GmbH. Eine Herausforderung seien bisher in einigen Bereichen noch  die extrem aufwändigen Zertifizierungsprozesse zur Zulassung sicherheitsrelevanter Bauteile.

Um die Potenziale moderner Leichtbautechnologien wie 3D-Druck voll ausschöpfen zu können, bedarf es viel Know-how. Zu dessen Erarbeitung trägt auch die Hochschule Aalen mit ihren zahlreichen Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft bei. Dazu gehört auch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kooperationsnetzwerk SmartPro mit über 50 Partnern, die Grundlagen für smarte Produkte erarbeitet. Professoren und Mitarbeiter präsentierten Forschungsinhalte, beispielsweise intelligente Leichtbau-Technologien und die Entwicklung und Qualitätsanalyse smarter Leichtbau-Materialien oder innovativer Materialverbunde mit kohlefaserverstärkten Kunststoffen sowie 3D-Druck-Metall.

Mit 3D-Druck könnten aufgrund hoher Freiheitsgrade leichtere Bauteile energie- und ressourceneffizient gefertigt werden, die sich durch herkömmliche Zerspanungsarbeiten nicht herstellen ließen, so Prof. Dr. Markus Merkel. Die Anwendung des 3D-Drucks und geeignete Auswahlkriterien dafür, wann er Vorteile gegenüber klassischen Technologien bringt, sowie zukünftige Herausforderungen erläuterten führende Anbieter von Simulations-Software.

Alexander Bartels von der Bosch Automotive Steering GmbH zeigte außerdem den Einsatz der Topologie- und Formoptimierung am Beispiel eines LKW-Lenkgehäuses. Er stellte eindrucksvoll dar, dass auch hier noch signifikante Gewichts- und Materialeinsparungen möglich sind.

Info:

Das Technologiezentrum Leichtbau ist eine Kooperation der Hochschule Aalen, der Hochschule für Gestaltung sowie der Stadt Schwäbisch Gmünd und dem Forschungsinstitut für Edelmetalle (fem).

www.hs-aalen.de/tzl

Im Kooperationsnetzwerk SmartPro, das vom BMBF im Rahmen von „FH Impuls“ gefördert wird, forscht die Hochschule Aalen gemeinsam mit über 50 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, um Grundlagen für maßgeschneiderte und zukunftsweisende smarte Produkte zu schaffen. Ziele sind Energie- und Ressourceneffizienz. In engem Zusammenspiel werden smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien erarbeitet und Impulse generiert: für das Herzstück smarter Produkte – Energiewandler und -speicher, umrahmt von Leichtbau- und 3D-gedruckten Komponenten – und für die Region.

www.hs-aalen.de/smartpro

Leichtbauseminare für Auszubildende und Ausbilder

Die Leichtbau BW und die IHK Ostwürttemberg machen Auszubildende, Ausbilder und Leichtbauinteressierte fit für den Leichtbau. Im IHK-Bildungszentrum in Aalen besteht das Angebot, die Grundlagen des Leichtbaus sowie die Anwendung von Leichtbautechnologien zu erlernen. Sechs 3D-Drucker bieten im sogenannten Fused Deposition Modeling (FDM) als Rapid Prototyping-Verfahren neue Möglichkeiten der additiven Fertigung. Dadurch können komplexe Freiformen gestaltet und gefertigt werden. Die Teilnehmer werden mit einer 3D-CAD-Software geschult. Dabei entwerfen sie ein 3D-Teil nach Leichtbaubedingungen und stellen dieses im Anschluss auf den 3D-Druckern her. Das nächste Seminar findet vom 10. – 14. Dezember 2018 statt. Weitere Infos unter www.ostwuerttemberg.ihk.de, Seitennummer 3982548.

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