News und Events aus der Region

Dienstjubiläen sind eine schöne Gelegenheit, Mitarbeitern zu danken und sie zu motivieren. Mit der Verleihung einer Ehrenurkunde für langjährige Betriebszugehörigkeit können Unternehmen ihren Mitarbeitern besonderen Dank und Anerkennung aussprechen. Die IHK Ostwürttemberg bietet ihren Mitgliedsunternehmen mit der Ausstellung von Ehrenurkunden einen kostenlosen Service an. Für Arbeitsjubiläen bei einer Betriebszugehörigkeit von 10, 20, 25, 30, 40 oder 50 Jahren können Ehrenurkunden jederzeit online unter www.ostwuerttemberg.ihk.de, Seiten-Nr. 3314578 beantragt werden.

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Seit 1. August 2018 werden die ersten Auszubildenden im neuen Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“ ausgebildet. So können Betriebe, die Waren oder Dienstleistungen online vertreiben, ihre Fachkräfte im Bereich E-Commerce erstmals selbst ausbilden. Erstmals seit 2008 wurde damit bundesweit ein vollständig neuer kaufmännischer Beruf eingeführt. Erste Ausbildungsverträge wurden bei der IHK Ostwürttemberg bereits eingetragen.

„Das Online-Geschäft gehört heute und in Zukunft immer mehr zum Alltag vieler Menschen. Der neue Ausbildungsberuf deckt die vielfältigen Anforderungen im starken Online-Handel ab“, erklärt André Louis, Leiter des Geschäftsfeldes Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg. Handelsunternehmen biete sich damit eine Möglichkeit, ihrem wachsenden Fachkräftebedarf zu begegnen. Rund zehn Unternehmen aus der Region haben bereits signalisiert, dass sie den neuen Ausbildungsberuf in Zukunft ausbilden werden. Aktuell wurden für den Ausbildungsstart 2018 bereits vier Ausbildungsverträge in der Region geschlossen. „Für die meisten Unternehmen ist die Auswahl der Azubis für den diesjährigen Ausbildungsstart längst beendet; sie suchen aktuell schon für das nächste Jahr ihre Auszubildende“, erklärt André Louis und erwartet für 2019 eine deutliche Steigerung an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in dem neuen Beruf.

Der Beruf Kaufmann/-frau im E-Commerce eignet sich für Betriebe im Einzel-, Groß- und Außenhandel. Ausbildende Unternehmen können aber auch aus der Tourismus-, Dienstleistungs- oder der produzierenden Branche sein, wenn sie ihre Waren und Services online vertreiben.

In der dreijährigen Ausbildung lernen die angehenden E-Commerce-Experten Online-Vertriebskanäle auszuwählen und einzusetzen. „Die Aufgaben während der Ausbildung sind sehr vielfältig: Denn neben der Mitgestaltung und Bewirtschaftung von Waren- oder Dienstleistungssortimenten, unterstützen Kaufleute für E-Commerce ebenso die Beschaffung, wickeln Verträge im Online-Vertrieb ab und gestalten die Kundenkommunikation über verschiedene Kanäle. Je nach Interesse und Betrieb können die Ausbildungsschwerpunkte ganz unterschiedlich sein.

In IHK-Ausbildungsberufen bilden Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung aus. Von der Feststellung der Eignung des Ausbildungsbetriebs über die Vermittlung von Auszubildenden bis hin zu Fragen der Abschlussprüfung stehen die Ausbildungsberaterinnen und -berater der IHK Ostwürttemberg zur Verfügung. Sie unterstützen IHK-Ausbildungsbetriebe sowie deren Auszubildende während der gesamten Ausbildungszeit. Die Ansprechpartner sind zu finden auf www.ostwuerttemberg.ihk.de (Seitennummer 3295622). Ebenfalls auf der Homepage der IHK im Fokusthema des Monats werden die verschiedenen Themen rund um die Ausbildung präsentiert. Dort gibt es auch weitere und umfangreichere Informationen über den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann im E-Commerce.

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Für das kommende Ausbildungsjahr, das am 1. September 2018 beginnt, gibt es auf der IHK-Lehrstellenbörse noch freie Plätze in verschiedenen Ausbildungsberufen.

Über 170 freie Ausbildungsplätze in der Region bietet die Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg. So werden für das im Herbst beginnende neue Ausbildungsjahr noch Auszubildende in fast allen Branchen gesucht. Unter www.ihk-lehrstellenboerse.de ist das gesamte Angebot abrufbar. Interessenten an einer betrieblichen Ausbildung können sich auch an die Ausbildungsberater der IHK wenden, deren Kontaktdaten unter www.ostwuerttemberg.ihk.de, Seitennummer 3295622 zu finden sind.
Bis zum 30. Juni 2018 wurden 1.283 Lehrverträge bei der IHK Ostwürttemberg eingetragen. Im Vergleich zum Juni des letzten Jahres ist die Zahl mit 3,9 Prozent leicht gestiegen. „Mit der aktuellen Entwicklung können wir zufrieden sein. Viele Unternehmen sind jedoch noch auf der Suche nach Auszubildenden und haben daher ihre Anstrengungen nochmals verstärkt“, sagt André Louis, Leiter des Geschäftsbereichs Ausbildung bei der IHK Ostwürttemberg. „Wir arbeiten daran, die noch freien Ausbildungsplätze zu besetzen und suchen deshalb Jugendliche, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden.“
Weitere Informationen rund um die duale Berufsausbildung bei der IHK Ostwürttemberg, André Louis, Leiter Geschäftsfeld Ausbildung, Tel. 07321 324-185, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Für Weiterbildungsinteressierte plant die IHK Ostwürttemberg für den 25. September 2018 in Aalen und für den 11. Oktober in Heidenheim jeweils den Start der neuen berufsbegleitenden Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Weiterbildungsprüfung Geprüfte/-r Industriemeister/-in Fachrichtung Metall. Ein Vollzeitlehrgang startet am 13. August 2018 in Heidenheim.

Basis für diese Qualifikation ist in erster Linie eine abgeschlossene Ausbildung, die den Metallberufen zugeordnet werden kann und eine danach mindestens einjährige Berufspraxis in der Metallbranche. Teilnehmer ohne berufliche Ausbildung benötigen eine mindestens vierjährige Berufspraxis. Mit Bestehen der Gesamtprüfung erhalten die Teilnehmer die notwendigen Kenntnisse, in Betrieben unterschiedlicher Größe sowie in verschiedenen Bereichen und Tätigkeitsfeldern Sach-, Organisations- und Führungsaufgaben wahrzunehmen. Für diesen Lehrgang kann eine finanzielle Förderung nach dem „Aufstiegs-BaföG“ beantragt werden.

Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen bei der IHK Ostwürttemberg, Bianca Göhringer, Ludwig-Erhard-Straße 1, 89520 Heidenheim, Tel. 07321 324-174, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Das LaserApplikationsZentrum (LAZ) der Hochschule Aalen hat zwei hochflexible Sechs-Achs-Roboter von KUKA und einen 3D-Scanner der Firma Trumpf zur dreidimensionalen Laserbearbeitung von Bauteilen mit einem Gesamtwert von fast 400.000 Euro erhalten. Mit dieser modernen Anlage forschen die wissenschaftlichen Mitarbeiter des LAZ an berührungslosen Füge- und Oberflächenbearbeitungstechnologien auf komplexen 3D-Oberflächen.

Die beiden Roboter befinden sich in einer über 20 Quadratmeter großen Laserschutzelle mit modernster Sicherheitstechnik. Auf einem der Roboter ist ein 3D-Scanner der Firma Trumpf zur präzisen, schnellen und dreidimensionalen Bearbeitung von Bauteilen montiert. Der Scanner führt den Laserstrahl mittels beweglicher Spiegel hochdynamisch über das Werkstück. Eine Besonderheit ist dabei ein in den 3D-Scanner integriertes Pyrometer – ein Strahlungsthermometer, mit dem berührungslos die Temperatur im Laserspot gemessen und mit dem die Laserleistung mehrere zehntausend Mal pro Sekunde direkt geregelt werden kann. Dadurch lässt sich auf der Werkstückoberfläche die benötigte Temperatur für Füge- und Härteapplikationen exakt erreichen.

„Damit können wir speziell das innovative Laserstrahlkapillarspaltlöten voranbringen, bei dem der Laser als Wärmequelle genutzt wird“, sagt Markus Hofele, Doktorand am LaserApplikationsZentrum, „so kann die Energie hoch effizient und gezielt in die Bereiche des Werkstücks eingebracht werden, in denen sie benötigt wird“. Die Position des Roboters und des 3D-Scanners können miteinander verrechnet werden, sodass beide gleichzeitig bewegt werden und eine effiziente 9-Achs-Simultanbearbeitung komplexester Bauteilkonturen mit Freiformflächen möglich ist. Die aufwendige Steuerung der Roboter- und Scannerbewegungen wird bequem an einem Büroarbeitsplatz mittels CAD/CAM programmiert. Über eine direkte IT-Anbindung wird der Programmcode auf die Laserzelle übertragen.

Durch Wechseln der Bearbeitungsköpfe können die beiden Roboter auch für weitere Laserfertigungsverfahren eingesetzt werden. Beispielsweise wird im interdisziplinären und strategischen FH-Impulsprojekt „Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien für energieeffiziente Produkte der Zukunft“ (SmartPro) untersucht, in wie weit die Klebfestigkeit im Leichtbau durch eine Laservorbehandlung der zu fügenden Materialien gesteigert werden kann.

Die Roboterzelle wurde innerhalb des Forschungsprojekts FlexLight4.0 („Flexibles Licht als Enabler von hochfunktionalisierten, adaptiven optischen Elementen und Sensoren für Realtime Messungen bei I4.0 Applikationen“) beschafft und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. In diesem Forschungsvorhaben wird eine komplette digitale Fertigungskette zur Herstellung von Bauteilen aus Metallen und Keramik aufgebaut werden, die auf Licht als Werkzeug mit flexiblen und anpassungsfähigen Eigenschaften basiert.

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Hochschule Aalen: Ministerin Bauer lobt neue und erfolgreiche Anrechnungsdatenbank für Baden-Württemberg als „bundesweites Modell für mehr Durchlässigkeit im Bildungswesen“ / Zusage für weiteren Ausbau

Berufstätige, die studieren wollen, können im Job und in der Weiterbildung erworbene relevante Kompetenzen auf ein Studium in Baden-Württemberg anrechnen lassen. Damit dies künftig noch transparenter geschehen kann, soll die bundesweit einzigartige Anrechnungsdatenbank „andaba“ der Hochschule Aalen ausgebaut werden. Das teilten gestern die Auftraggeber und Finanzierungspartner – neben dem Wissenschaftsministerium sind das der Arbeitgeberverband Südwestmetall, die Industrie- und Handelskammer und künftig auch die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg (HAW BW e.V.) – anlässlich des Besuches von Ministerin Theresia Bauer an der Hochschule Aalen mit.

„Kompetenzen aus dem Beruf können auch für ein Studium wertvoll sein und angerechnet werden. Sie können damit – wie in einem Bonuspunkte-Programm – dazu beitragen, die Studienzeit zu verkürzen“, erklärte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bei ihrem Besuch an der Hochschule Aalen. Die Anrechnungsdatenbank sei ein exzellentes Modell, das Transparenz für Anrechnungsentscheidungen schaffe und zur Durchlässigkeit im Bildungswesen beitrage. „Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften im Land haben mit dieser Datenbank die Möglichkeit, das Thema Anrechnung effizient und qualitätsgesichert weiterzuentwickeln“, sagte Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider. „Bundesweit und auch außerhalb Deutschlands bekommen wir große Aufmerksamkeit mit der Datenbank – für uns ein Zeichen, dass wir ein gutes Tool entwickelt haben“, freute sich Projektleiter Prof. Dr. Ulrich Schmitt.

In der Datenbank werden Entscheidungen über Anrechnungen von beruflich erworbenen Kompetenzen und Weiterbildungszertifikaten qualitätsgesichert dokumentiert. Aktuell sind über 1.500 Entscheidungen aus verschiedenen Hochschulen und Studiengängen in der Datenbank eingetragen. Das Projekt des Landes sorgt bundesweit für Interesse und ist auch als Best-Practice-Beispiel beim Projekt „nexus“ der Hochschulrektorenkonferenz aufgeführt. Die Datenbank bietet erstmals die Möglichkeit, Entscheidungen zentral abrufbar zu haben. Damit wird der Aufwand bei wiederholt auftretenden Anrechnungsanträgen reduziert. Zudem unterstützt die Datenbank den Anrechnungsprozess selbst durch ein vereinfachtes Verfahren. So gelangen Anträge auf Anrechnung – beispielsweise im Fach Mechatronik an der Hochschule Aalen – zentral bei der Leitung des Zulassungs- und Anerkennungsamts an. Nach Prüfung der formalen und inhaltlichen Kriterien kann der Anrechnungsbescheid in einem vereinfachten Verfahren erfolgen. Das schlankere und transparente Verfahren nutzt Hochschulen wie Studierenden.

Studierende und Studienbewerber profitieren von der Datenbank, weil sie mit ihrer Unterstützung besser und treffsicherer beraten werden und die Anrechnungsfälle schneller entschieden werden können. Sie können sich zudem über die öffentliche Website zum Thema Anrechnung informieren. Auf ihr werden Anrechnungsentscheidungen von pauschalen Anrechnungsmodellen veröffentlicht, um die Transparenz für den Übergang zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu erhöhen. Die Datenbank unterstützt zudem die Studienberatung an der Hochschule. Gefördert wurde und wird das Projekt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, dem Arbeitgeberverband Südwestmetall und dem Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag mit insgesamt 300.000 Euro. Vor kurzem wurde die Verlängerung der Anschubfinanzierung des Projekts um ein Jahr beschlossen, finanziert durch die bisherigen Finanzpartner sowie durch die HAW BW e.V. und die Hochschule Aalen.

Zum Abschluss ihres Besuches an der Hochschule Aalen besichtigte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer auch das Innovationszentrum (INNO-Z) auf dem Burren. Das StAARt-UP!de-Team der Hochschule bot erstmals in den Räumen des INNO-Z eine Summer School für Studierende und externe Gründungsinteressierte an. In den vergangenen zwei Tagen vermittelten Referenten der Gründungsinitiative zusammen mit Experten aus der Region das notwendige Know-how für eine Gründung und boten Unterstützung bei der Ausarbeitung von Geschäftskonzepts. Die Ministerin informierte sich über die stAArt-UP!de-Initiative und die Gründungsförderung an der Hochschule Aalen und war sichtlich beeindruckt von den vielen tollen Ideen, die die Start-ups zum Leben erwecken. In Gesprächen mit Gründerinnen und Gründern sowie gründungsinteressierten Studierenden ermutigte Theresia Bauer diese, zu experimentieren und eigene Wege zu gehen.

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Rund 80 Teilnehmende waren der Einladung zum diesjährigen Treffen der SmartPro-Partnerschaft an die Hochschule Aalen gefolgt. In diesem Kooperationsnetzwerk forscht die Hochschule Aalen gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, um smarte Materialien und intelligente Technologien zu erarbeiten. Vier zentrale Anwendungsfelder werden erschlossen: Energiewandler und Magnetmaterialien, Batterietechnologien, hybrider Leichtbau und Additive Fertigung für Industrie 4.0. Neben der Wirtschaftlichkeit stehen bei SmartPro insbesondere Energie- und Materialeffizienz im Mittelpunkt – Herausforderungen von hoher gesellschaftlicher Relevanz.

Die SmartPro-Partnerschaft zielt auf die nachhaltige Stärkung des Kooperationsnetzwerks und der anwendungsorientierten Forschung in der Region ab. Im Fokus des Partnerschaftstreffens standen neben der gemeinsamen Arbeit an den vier langfristig angelegten Forschungsprojekten von SmartPro insbesondere der interdisziplinäre Austausch und Ideen für neue Projekte.

Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider freute sich, dass er neben den seit Projektbeginn beteiligten SmartPro-Partnern auch zahlreiche neue Industriepartner begrüßen konnte. Schneider betonte das wesentliche Ziel der SmartPro Partnerschaft, entscheidende Impulse zu generieren und in die Region hineinzutragen, aber umgekehrt auch beständig wertvolle Impulse aus den Unternehmen zu erhalten. Daher ist die Auswahl der Forschungsprojekte in SmartPro auf den Bedarf und zukunftsweisende Fragestellungen der regionalen Unternehmen ausgerichtet, insbesondere auch auf die Herausforderungen für den Mittelstand.

Um Innovationsimpulse zu einem hochaktuellen Fertigungsverfahren für das regionale produzierende Gewerbe zu geben, wurde 3D-Druck als Themenschwerpunkt für die Vorträge gewählt. So gaben der Industriepartner TRUMPF – einer der weltweit größten Anbieter von Werkzeugmaschinen – sowie Professoren und Mitarbeiter der Hochschule interessante Einblicke in aktuelle Trends, ihre erfolgreichen Forschungsaktivitäten und Impulse aus SmartPro. Neben intensiven Arbeitstreffen bot eine Postersession mit Get-together Gelegenheit zur intensiven Vernetzung und für weitere, themenübergreifende Diskussionen.

Als SmartPro-Sprecherin Prof. Dr. Dagmar Goll die Entwicklung der Partnerschaft sowie einige Highlights der im ersten Jahr erarbeiteten Forschungsergebnisse vorstellte, richtete sie gleichzeitig den Blick in die Zukunft. Die Themen Big Data, Data Analytics und Machine Learning – Methoden werden künftig noch stärker implementiert werden. Dies zielt darauf ab, Innovationspotenziale durch die Digitalisierung auszuschöpfen und industrielle Digitalisierungslösungen zu bieten. Damit leisten wir, Beiträge für die Zukunftssicherung der Region.

Info:

Die Hochschule Aalen hat sich mit SmartPro bundesweit in der Spitzengruppe der Fachhochschulen positioniert. Sie wird als eine von zehn Hochschulen in der Fördermaßnahme FH-Impuls des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund fünf Millionen Euro für zunächst vier Jahre gefördert. Weitere Mittel kommen aus der Wirtschaft. Insgesamt sind bereits mehr als 50 Partner an SmartPro beteiligt. Kernziele sind der nachhaltige Ausbau des regionalen Transfer- und Kooperationsnetzwerks sowie die Schärfung des Forschungsprofils (www.hs-aalen.de/smartpro).

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In Ostwürttemberg waren mit 7.295 Arbeitslosen im Berichtsmonat Juli 228 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen lag im Juli des Vorjahres um 1.330 Personen oder 15,4 Prozent deutlich höher. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk liegt unverändert bei 2,9 Prozent. In BadenWürttemberg nahm die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht zu. Hier stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an.

 

Ostalbkreis  Juli 2018  Juni 2018 Juli 2017
Arbeitslosenzahl 4.653 4.418 5.310
Arbeitslosenquote in % 2,7 2,5  3,0 
SGB III (Arbeitslosenversicherung) 2.372 2.098 2.596
SGB II (Grundsicherung 2.281 2.320 2.714

 

 

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Berichtsmonat in den Landkreisen unterschiedlich entwickelt. 2.642 Personen waren im Kreis Heidenheim arbeitslos gemeldet. Das sind 7 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 20,3 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote des Monats Juli ging um 0,1 Prozentpunkt auf 3,6 Prozent zurück. Agenturchef Elmar Zillert bewertet diese Zahlen positiv, denn „damit trotzt der Kreis Heidenheim dem für einen Juli normalerweise üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit und setzt den positiven Trend der letzten Monate fort.“

Im Ostalbkreis stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um 235 auf 4.653. Dies bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vormonat um 5,3 Prozent. Im Vorjahr waren zum gleichen Termin aber 12,4 Prozent mehr Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote im Ostalbkreis stieg saisonbedingt um 0,2 Prozentpunkte und lag zum Ende des Berichtsmonats bei 2,7 Prozent.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in diesem Monat ist fast ausschließlich auf die Entwicklung der Gruppe der unter 25-Jährigen zurückzuführen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Juni um 230 Personen auf 760 Arbeitslose an. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber Vormonat um 40,7 Prozent. Im Vorjahr waren mit 859 Personen zum gleichen Zeitpunkt 9,4 Prozent mehr Jugendliche in Ostwürttemberg arbeitslos gemeldet. Diese Entwicklung ist typisch für einen Juli. In diesem Monat endeten sehr viele Ausbildungsverhältnisse. Und der Übergang von einer Ausbildung ins Erwerbsleben klappt nicht immer nahtlos. Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig und liegen häufig auch bei den Jugendlichen selbst, die aufgrund der guten Arbeitsmarktlage nach der Ausbildung die Branche oder den Betrieb wechseln oder ein Studium bzw. eine Aufstiegsfortbildung anstreben. Doch Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur in Aalen, kennt seinen Arbeitsmarkt und gibt sich zuversichtlich. „Wir haben in nahezu allen Bereichen einen Mangel an Fachkräften. Die gut qualifizierten Ausbildungsabsolventen werden dringend gebraucht. Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass die Firmen der Region die gut ausgebildeten neuen Fachkräfte, die kein Studium bzw. Weiterqualifizierung anstreben, schon sehr bald aufnehmen werden.“

 

Die Entwicklung bei anderen Personengruppen zeigte sich hingegen eher stabil. So stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten im Berichtsmonat um 5 auf 440 Personen an. Bei den ausländischen Mitbürgern war eine Person mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Derzeit sind in Ostwürttemberg 1.995 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Positiv ist, dass sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 66 auf 2.191 verringerte. Der Rückgang dieser Personengruppe fiel mit 2,9 Prozent mehr als doppelt so hoch aus wie im Land. Trotzdem liegt ihr Anteil an allen Arbeitslosen mit 30,0 Prozent noch höher als im Land mit 28,6 Prozent.

Unterschiedlich verlief die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen. So nahm die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung gegenüber Juni um 320 Personen zu. Zum Ende des Berichtsmonats waren bei der Arbeitsagentur 3.581 Personen arbeitslos gemeldet. Im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV) war ein Rückgang zu verzeichnen. Hier waren 92 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Vormonat. 3.714 Arbeitslose waren in den Jobcentern zum Stichtag registriert.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Juli weiterhin dynamisch. So wurden in der Arbeitsagentur und den Jobcentern 2.479 Zugänge in Arbeitslosigkeit aber auch 2.258 Abgänge aus Arbeitslosigkeit verzeichnet. Erfreulich ist, dass die Zahl der neu gemeldeten Stellen in diesem Monat ordentlich zugelegt hat. 1.682 neue Stellen wurden der Arbeitsagentur und den Jobcentern gemeldet. Im Berichtsmonat standen den Vermittlungs- und Beratungsfachkräften 5.081 Stellenangebote zur Besetzung zur Verfügung. Mit 212 neu zu besetzenden Stellen meldete das verarbeitende Gewerbe die meisten Vermittlungsaufträge gefolgt vom Handel, der 133 neue Arbeitsstellen anzubieten hatte.

Auch der Ausbildungsmarkt zeigt noch eine große Dynamik. So wurden im laufenden Berichtsjahr von den Betrieben bisher 3.811 Ausbildungsstellen angeboten. Das sind 81 Ausbildungsangebote weniger als im Vorjahreszeitraum. Zum Ende des Berichtsmonats waren noch 1.384 Lehrstellen unbesetzt. Demgegenüber waren im Bisherigen Berichtsjahr 2.862 Jugendliche als Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung vorgemerkt. Dies sind 293 Bewerber oder 9,3 Prozent Ausbildungsinteressenten weniger als im Vorjahresvergleich.

„Der Trend der Vorjahre zum Bewerbermarkt setzt sich mit zunehmender Tendenz fort. Wir verzeichnen in diesem Jahr in Ostwürttemberg ein Drittel mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Dies freut die Ausbildungsinteressierten, wird aber zunehmend zum Problem für unsere Betriebe und unsere Region.

Deshalb müssen sich die Betriebe darauf einstellen, dass der künftige Fachkräftebedarf auf absehbare Zeit nicht mehr ausschließlich über Auszubildende gedeckt werden kann,“ so Elmar Zillert. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken werden die Arbeitsagentur und die Jobcenter an ihrem eingeschlagenen Kurs der marktorientierten Qualifizierung von Arbeitskräften festhalten. Dabei setzen wir sehr stark auf Qualifizierungsangebote, die zu einem beruflichen Abschluss führen. Aktuell nutzen 776 Personen ihre Chance, an den beruflichen Weiterbildungsangeboten teilzunehmen.

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