Donnerstag, 22 November 2018 15:00

Theater der Stadt Aalen: Programm ab 24.11.2018

Die Schönheit und das Biest

von Thilo Reffert

Weil ihr Vater eine Schuld auf sich geladen hat, geht das Mädchen Belle im Austausch für ihn auf ein verwunschenes Schloss zu dessen Herrn, dem Biest. Ihr Gastgeber ist weit weniger furchtbar als erwartet, aber was für ein Geheimnis hat er zu verbergen?  Können er und Belle vielleicht sogar Freunde werden? Wir erzählen den klassischen Märchenstoff mit viel Musik als freche Geschichte über Freundschaft und Vorurteile, Jungen und Mädchen, Sprache und Schönheit.

Termine: 25. November 2018 (Premiere) sowie 2., 9., 16., 27., 28. und 30. Dezember 2018 um 15 Uhr sowie am 31. Dezember um 18 Uhr und zum letzten Mal am 6. Januar 2019 um 15 Uhr - jeweils im Wi.Z.

Viel gut essen


von Sibylle Berg

Die Nerven liegen blank: Homo-Ehe, Migration, Bio-Gemüse, Euro- Krise, Feminismus – Reizthemen, die nicht nur die Stammtische und Internetforen zum Erbeben bringen. In der Gemengelage eines ständigen „Empört euch!“ monologisiert in „Viel gut essen“ ein moderner Jedermann, während er aus feinsten Zutaten für Frau und Sohn ein mehrgängiges Menü kocht. In ihrem neuesten Stück nimmt sich die vielfach ausgezeichnete Autorin Sibylle Berg der Gemütslage des deutschen (männlichen?) Mittelstands an. Gewohnt pointiert und böse-komisch lässt sie ihren Protagonisten über den Zustand unserer Gesellschaft klagen und führt uns die Funktionsweisen populistischen Denkens vor.

Termine: 24. November und 1. Dezember 2018 um 20 Uhr - jeweils im Alten Rathaus.

Mehr Informationen zu unseren Stücken und Angeboten erhalten Sie unter www.theateraalen.de.
Karten und Reservierungen: 07361 522 600 und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter www.reservix.de.

 

 

Publiziert in Aalen
Mittwoch, 07 November 2018 15:00

Kino am Kocher: Programm ab 08.11.2018

BlacKkKlansman
08. November, Donnerstag 20:00 Uhr
09. November, Freitag 22:30 Uhr
11. November, Sonntag 20:00 Uhr
12. November, Montag 19:00 Uhr

USA 2018, 136 Minuten
Regie Spike Lee
Frei ab 12 Jahren
Mit John David Washington, AdamDriver, Tropher Grace, Harry Belafonte Zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen, darunter der große Preis der Jury Cannes 2018

Die frühen 1970er-Jahre, eine Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche:
Der junge Polizist Ron Stallworth tritt als erster Afroamerikaner seinen Posten als Kriminalbeamter im Colorado Springs Police Department an.
Entschlossen, sich einen Namen zu machen, startet der unerschrockene Cop eine aberwitzige und gefährliche Mission: Den Ku-Klux-Klan zu infiltrieren und bloßzustellen. Stallworth gibt vor, ein eingefleischter Extremist zu sein, und nimmt telefonisch Kontakt zur lokalen Gruppe der Rassistenvereinigung auf. Es gelingt ihm tatsächlich, schnell in den inneren Kreis vorzudringen. Er imitiert die Sprache der hasserfüllten Rassisten so überzeugend, dass er sogar das Vertrauen des Klanführers gewinnt. Als die Undercover-Mission zunehmend komplexer wird, übernimmt Stallworths Kollege Flip Zimmerman Rons Rolle in den persönlichen Treffen. Dort erlangt er Insiderwissen über einen tödlichen Plan. Gemeinsam machen sich Stallworth und Zimmerman daran, die Organisation zu Fall zu bringen.
BlacKkKlansman erzählt eine Geschichte, die so absurd ist, dass man kaum glauben kann, dass sie sich in den 1970er-Jahren tatsächlich so zugetragen hat. Die Themen haben in unserer heutigen turbulenten Zeit nichts von ihrer Relevanz eingebüßt. Für seine Leistung wurde der Regisseur beim diesjährigen Filmfestival in Cannes mit dem Jurypreis ausgezeichnet.


Leave no Trace
09. November, Freitag 20:00 Uhr
10. November, Samstag 20:00 Uhr
13. November, Dienstag 20:00 Uhr

USA 2018, 109 Min.
Regie Debra Granik
Frei ab 6 Jahren
Mit Ben Foster und Thomasin McKenzie

Der Kriegsveteran und Witwer Will lebt mit seiner 13-jährigen Tochter Tom in den Wäldern von Oregon. Will und Tom ernähren sich von dem, was die Natur ihnen bietet. Ihr Wasser holen sie aus dem Fluss oder sie trinken Regenwasser, und sie schlafen in einem selbstgebauten Zelt. Nur gelegentlich begibt sich Will in die Stadt, um seine ihm verschriebenen Schmerzmittel auf dem Schwarzmarkt zu Geld zu machen, und sie somit dem Nötigsten aus der zivilisierten Welt zu versorgen. Eigentlich wollte Will seine Tochter von anderen Menschen fernhalten und mit ihr eine Existenz im Geheimen führen, doch eines Tages werden sie aufgrund eines kleinen Fehlers entdeckt. Ein Jogger macht die Behörden auf sie aufmerksam, die sie auffordern, sich eine neue Bleibe zu suchen. Weil Will sich weigert, werden sie von Polizei und Parkrangern in Gewahrsam genommen. Tom, die bislang von ihrem Vater unterrichtet wurde, soll eine normale Schule besuchen. In Tom schlummert schon eine Weile die Sehnsucht nach einem anderen Leben, doch Will kommt mit der neuen Situation nicht zurecht.
»Ich war schon immer an Menschen interessiert, die nicht konform sind, die einen Lebensstil finden, der nicht völlig konform mit der übrigen Gesellschaft ist«, so Regisseurin Debra Granik über ihren Film.


Michael Jackson’s This is It
10. November, Samstag 22:30 Uhr
11. November, Sonntag 17:00 Uhr 

USA 2009, 111 Min.
Regie Kenny Ortega
Frei ab 12 Jahren 

Dokumentarfilm über die Proben zum ausgefallenen Konzert »This is It«, mit dem der »King of Pop« Michael Jackson (1958–2009) sein Comeback anstrebte, bevor er 50-jährig starb. Das verwendete Videomaterial war nicht zur Veröffentlichung bestimmt und ist entsprechend weniger eingängig als ein »richtiger« Kino-Konzertfilm; gerade dadurch aber bietet er spannende Einblicke in Jacksons Arbeitsweise, besonders seine Interaktion mit Musikern, Tänzern, Toningenieuren, der Lichtregie und dem Konzertkoordinator. Eine Auseinandersetzung mit dem Mythos Michael Jackson findet nicht statt; vielmehr dürfte der Film als Dokument des »uneingelösten Versprechens« kräftig am Nimbus des tragischen Stars mitweben.

Publiziert in Aalen
Mittwoch, 10 Oktober 2018 15:00

Kino am Kocher: Programm ab 11.10.2018

Die Frau, die vorausgeht
11. Oktober, Donnerstag 20:00 Uhr (OmU)
12. Oktober, Freitag 22:30 Uhr
14. Oktober, Sonntag 20:00 Uhr
15. Oktober, Montag 19:00 Uhr

USA 2017, 106 Min.
Regie Susanna White
Frei ab 12 Jahren
Mit Jessica Chastain, Sam Rockwell, Michael Greyeyes, Ciarán Hinds

Im Frühjahr 1889 reist die verwitwete Malerin Catherine Weldon, dargestellt von Jessica Chastain, von New York nach Dakota, um im Reservat niemand Geringeren als Sitting Bull zu porträtieren – zum Unwillen der Soldaten, die sie der Spionage verdächtigen. Schlimmer noch: Sie muss erleben, wie die Armee die Indianer mit hinterlistigen Intrigen vernichten will. Eine wahre Geschichte, die sich so oder ähnlich zugetragen hat, Catherine Weldon hat es wirklich gegeben (ihr richtiger Vorname ist Caroline), zwei ihrer vier Ölgemälde von Sitting Bull hängen in amerikanischen Museen. Die Gespräche zwischen ihr und dem Häuptling nehmen im Film einen großen Raum ein.

Drehbuchautor Steven Knight vermittelt interessante Einsichten in die Kultur der Ureinwohner und das Leid, das sie erdulden mussten; er zeigt Sitting Bull als zwar machtlosen, aber immer noch stolzen Mann. Catherine hingegen ahnt, dass sie ihre Beobachterrolle aufgeben und sich engagieren muss, um eine Katastrophe zu vermeiden.


Foxtrot
12. Oktober, Freitag 20:00 Uhr
13. Oktober, Samstag 20:00 Uhr
16. Oktober, Dienstag 20:00 Uhr

Israel, D, F 2017, 108 Min.
Regie Samuel Maoz,
Frei ab 12 Jahren
Mit Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonatan Shiray, Gefen Barkai, Dekel Adin, Shaul Amir, Itay Exlroad

Ein Klopfen an der Tür verändert das Leben des wohlsituierten Tel Aviver Architekten Michael und seiner Frau Dafna. Die Nachricht vom Tod ihres 19-jährigen Sohnes Jonathan, der gerade seinen Militärdienst leistet, wirft Leben, Psyche und Ehe des Paars aus der Bahn. Getrieben von tiefer Trauer und Verständnislosigkeit entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut, geprägt von Unsicherheiten und Traumata. Doch plötzlich nimmt die Geschichte eine unvorhersehbare Wendung, die das Schicksal der anzen Familie in eine neue Richtung lenkt. FOXTROT, der neue Kinofilm
des Regisseurs Samuel Maoz – von der Kritik gefeiert, beim Filmfestival in Venedig mit dem Großen Preis der Jury, dem Silbernen Löwen, ausgezeichnet, wurde in Israel sehr kontrovers diskutiert.

Silberner Löwe Venedig 2017


Mercedes Sosa – Die Stimme Lateinamerikas
13. Oktober, Samstag 22:30 Uhr (JÜRGEN SPECIAL- OmU)
14. Oktober, Sonntag 17:00 Uhr

Argentinien 2014, 110 Min.
Regie Rodrigo H. Vila
Keine Altersbeschränkung
Mit Chico Buarque de Hollanda, David Byrne, Milton Nascimento u.a.

Eine bewegende Dokumentation über das Leben und Wirken einer der bekanntesten lateinamerikanischen Sängerinnen mit einer großen Fangemeinde in Deutschland. Mercedes Sosa, die Stimme Lateinamerikas: Das Porträt einer großen Musikerin und ein Kapitel lateinamerikanischer Politik. Vilas Film lässt Mercedes Sosas musikalisches Genie, ihre vielschichtige Persönlichkeit und ihre Rolle als Stimme des Volkes im Widerstand gegen die diktatorischen Regime in Lateinamerika wieder ufleben. Mercedes Sosa begründete 1963 zusammen mit anderen jungen argentinischen Künstlern das Manifest des »Nuevo Cancionero«, des »Neuen Liedermachers«, das Teil der politischen Bewegung gegen die Diktaturen in Lateinamerika wurde.

Jürgen Special


Madame Aurore und der Duft von Frühling
14. Oktober, Sonntag 11:00 Uhr (FRAUEN-FILM-FRÜHSTÜCK)

F 2017, 90 Min.
Regie Blandine Lenoir
Keine Altersbeschränkung
Mit Agnès Jaoui, Pascale Arbillot, Thibault de Montalembert, Sarah Suco, Lou Roy-Lecollinet

Aurore, die bald Großmutter wird, lebt von ihrem Mann getrennt, war bislang jedoch immer ganz glücklich mit ihrem Leben und ihren beiden erwachsenen Töchtern Sarah und Lucie. Doch nun hat sie ihren Job verloren, leidet an den Wechseljahren und alles in allem könnte es besser in ihrem Leben laufen. Zunehmend sieht sie sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Doch da trifft sie zufällig ihre große Jugendliebe Christophe wieder und beschließt, sich nicht länger vom Schicksal herumschubsen zu lassen, sondern ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es ist Zeit für einen Neustart! Dabei helfen Aurores Freundin Mano und ihre beiden Töchter sehr…

Frauen-Film-Frühstück in Kooperation mit der VHS Aalen und dem Büro für Chancengleichheit


Kindheit
17. Oktober, Mittwoch 20:00 Uhr (KOOPERATION)

Norwegen 2017, 89 Min.
Regie Margreth Olin
Keine Altersbeschränkung*

Ein idyllischer Ort mitten im Wald – Lebenswelt einer Gemeinschaft von Kindern. Kurz vermittelt sich sogar der Eindruck, dass sie hier ganz auf sich gestellt sind. Doch das Gelände gehört zu einem Kindergarten, der ganz ohne verquere Vorstellungen von frühkindlicher Bildung auskommt. Es gilt das Prinzip, dass Kinder von ganz allein lernen. Ein idyllischer Ort mitten im Wald – Lebenswelt einer Gemeinschaft von Kindern. Kurz vermittelt sich sogar der Eindruck, dass sie hier ganz auf sich gestellt sind. Doch das Gelände gehört zu einem Kindergarten, der ganz ohne verquere Vorstellungen von frühkindlicher Bildung auskommt. Es gilt das Prinzip, dass Kinder von ganz allein lernen. Mit allem, was der Wald hergibt, werden Fantasiefiguren gebaut, Steckenpferde eschnitzt, ganze Küchen eingerichtet. Sie haben keine andere Aufgabe, als zu spielen – mit den anderen und mit der Natur. Die Kinder vor Margreth Olins Kamera sind zwischen einem und sieben Jahren alt. Sie spielen, basteln, feiern Geburtstag, tragen ihre Konflikte aus – immer liebevoll begleitet von den Erzieherinnen und Erziehern, die eben gerade nicht erziehen, sondern den Kindern stattdessen erlauben, sich zu entfalten. KINDHEIT dokumentiert einen Blick auf Kinder und einen Umgang mit ihnen, der selbstverständlich sein könnte, inzwischen aber als Ausnahme auffällt. Kompetenzerwerb und Schulwissen sind bereits in den meisten Kindergärten Thema. KINDHEIT zeigt dagegen einen Ort, an dem die Kinder von den Erwachsenen so weit wie möglich in Frieden gelassen werden. Was es bedeutet zu wachsen, lernt man hier in den Wäldern. Ein stiller Protest sei ihr Film, sagt Margreth Olin. Still vielleicht, aber äußerst wirksam. Man sieht Erziehungsinstitutionen danach mit anderen Augen.

Nach dem Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Kooperation mit P.A.T.E. e.V.

Publiziert in Aalen