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Donnerstag, 09 August 2018 18:00

Positive Festival-Bilanz 2018

Gemeinsam mit den Festivalmachern zog Oberbürgermeister Richard Arnold eine positive Bilanz: Rund 12.500 Besucher waren in den dreieinhalb Festivalwochen nach Schwäbisch Gmünd gekommen, knapp 8.300 Karten wurden verkauft. Acht Konzerte waren restlos ausverkauft, für weitere vier gab es nur noch wenige Karten. Die Gesamtauslastung lag bei 93 Prozent. Dabei konnte sich das Festival wieder auf ein treues Stammpublikum verlassen: 88 Prozent der Karten wurden bereits vorab erworben – das viertbeste Vorverkaufsergebnis. Ausgewählte Konzerte wurden von charmanten Aktionen des Freundeskreises begleitet. Der Südwestrundfunk hat sieben Veranstaltungen mitgeschnitten.
„Es ist uns gelungen, die Sinne des Menschen auf vielfältige Art anzusprechen – das macht die besonderen Festivalmomente aus, die wir in diesem Jahr genießen durften“, freut sich Oberbürgermeister Richard Arnold. Durch diesen Erfolg wird die Bedeutung des Festivals Europäische Kirchenmusik bestätigt, das im Jahr der Remstal Gartenschau vom 5. Juli bis 4. August zum Thema „Alles im Fluss“ stattfinden wird.
Sinnliche Festivalmomente
Ein „Geschenk für den Hör-Sinn“ waren die jungen Stimmen des Kammerchores figure humaine Stuttgart unter der Leitung von Denis Rouger. Sie eröffneten am Freitag, 13. Juli, das 30. Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd im Heilig-Kreuz-Münster. Anschließend lud der Festival-Freundeskreis zum Umtrunk und zur Begegnung auf den Münsterplatz ein, bevor Martin Bukovsek als Artist „Carismo“ am Vertikaltuch das Publikum mit seiner atemberaubenden Akrobatik unterm Sternenzelt des Netzgewölbes verzauberte. Ein akustisches Naturereignis bot die Württembergische Philharmonie Reutlingen mit Richard Strauss’ „Eine Alpensinfonie“, die Neuen Vocalsolisten Stuttgart führten Dieter Schnebels „Utopien“ auf – eine Produktion, die das Festival dem 2017 verstorbenen Künstlerischen Leiter Dr. Ewald Liska widmete, und Vox Clamantis aus Estland gestaltete mit gregorianischen Gesängen, nordischen Kompositionen und Elektronik das Preisträgerkonzert für Prof. Dr. Godehard Joppich.
Fast überirdisch: Eine Sternstunde der Chormusik durfte das Publikum im Konzert mit dem Trinity College Choir Cambridge unter Stephen Layton erleben, die japanische Organistin Rie Hiroe begeisterte mit ihrem Solo-Recital im Heilig-Kreuz-Münster, und zu einem intensiven Akkord vereinten sich die Künste von Jazz-Legende Michel Godard und Parfumière Ursula S. Yeo im ersten Duftkonzert des Festivals. Aufgrund des Wetters musst das Klassik-Open-Air mit der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg und Chören der Region in das Heilig-Kreuz-Münster verlegt werden, was der Aufführung von Carl Orffs „Carmina Burana“ keinen Abbruch tat. Charmant, eloquent und zuweilen bissig kommentierte Klaus-Dieter Mayer das gut besuchte Konzert. Bis auf den letzten Platz der ausverkauften Wallfahrtskirche Hohenstadt drangen die brillanten Frauen-Stimmen des Leipziger Ensembles Sjaella – sie entführten das Publikum auf eine spannende Reise durch die geistliche und weltliche Vokalmusik. Auf die traumhaft schönen Kompositionen von Henry Purcell konzentrierte sich das Ensemble La Rêveuse aus Orléans.
Der Motettenchor Schwäbisch Gmünd brachte in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Schüler-Eltern-Lehrer-Chor des Rosenstein-Gymnasiums Heubach das berühmte Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy zur Aufführung – die Leitung hatte KMD Sonntraud Engels-Benz. Ebenfalls im Heilig-Kreuz-Münster sorgte die kanadische Organistin Isabelle Demers nach ihrem Solo-Recital für Begeisterungsstürme. Im zweiten Nachtkonzert des Festivals konnte man über die Effekte des Licht-Klaviers von Kurt Laurenz Theinert in der Johanniskirche staunen, am darauffolgenden Tag gab es barocke Kompositionen von Heinrich Schütz „in Surround“ mit dem Dresdner Kammerchor unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann im Heilig-Kreuz-Münster, und ausverkauft war auch das Konzert des italienischen Ensembles „La Compagnia del Madrigale“ im Kloster Lorch.
Stephanie Roser und Lukas Aue bewegten das Publikum mit starken sinnlichen Bildern der Tanz-Performance „Schwarzweiß“ nach Charlie Chaplin, im Kloster der Franziskanerinnen konnten sich die Festivalgäste trotz großer Hitze am „Zwiegespräch der Liebe“ für alpenländische Zither (Georg Glasl) und chinesische Griffbrettzither (Xu Fengxia) erfreuen, und mit großem Erfolg schufen die Gmünder Künstler von „Sandfiction – Experiment 4k“ ein interdisziplinäres Science-Fiction-Konzert nach dem Roman „Der Orchideenkäfig“ von Herbert W. Franke. Ganz im Zeichen der Orgelimprovisation stand der vierte Freitag mit dem Abschlusskonzert des Meisterkurses für Orgelimprovisation und im Nachtkonzert Buster Keatons Stummfilm „Der General“, den der junge Stuttgarter Organist Peter Schleicher kongenial begleitete. Die Bach-Experten des Ensembles „il Gusto Barocco“ rund um Jörg Halubek aus Stuttgart ließen das Festival in den Sommer ausklingen. Auf dem Programm stand die „Johannespassion“ in kleiner Besetzung – mit großem Beifall. Am Sonntag, 5. August, gestalteten die erstklassigen jungen Künstler Dominik Englert (Marimbaphon) und Josef Treutlein (Vibraphon) den ökumenischen Schlussgottesdienst zum Thema „Mit allen Sinnen“.
Nachwuchsförderung und Musikvermittlung
Einer sehr guten Resonanz erfreuten sich die Künstlergespräche, der Meisterkurs für Orgelimprovisation unter Leitung von Ansgar Wallenhorst (Ratingen), und der 14. Kompositionswettbewerb Zeitgenössische Geistliche Musik mit insgesamt 43 Einsendungen aus ganz Europa, Neuseeland, Kanada und den USA. Zahlreiche Gäste besuchten das Musikforum „Über das Hören“ in Kooperation mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Begeisterung und Neugier konnte man auch bei den Angeboten für Familien spüren: Am ersten Festivalsonntag gastierte die Kinderkantorei GioCoro Ditzingen unter Leitung von Sabine Segmiller und Andreas Gräsle mit dem Singspiel „Der Ohrwurm und die verschwundenen Töne“ in der Theaterwerkstatt Schwäbisch Gmünd, und knapp 300 Besucherinnen und Besucher kamen zum Familienkonzert im Garten der Weleda. Diesen galt es mit allen Sinnen zu erleben. Die Europa-Miniköche sorgten mit erfrischenden Cocktails und Häppchen für das leibliche Wohl und das Kapelsky Trio mit Sängerin Tamara für einen launigen Sommer-Picknick-Konzertabend für alle Generationen.
Medienresonanz
Vielfältig berichteten die Medien über das Festival Europäische Kirchenmusik 2018. Der Südwestrundfunk zeichnete sieben Konzerte für das Hörfunkprogramm SWR2 auf. Noch bis Anfang Oktober werden die Mitschnitte ausgestrahlt. Alle Sendetermine werden unter www.kirchenmusik-festival.de und in den lokalen Tageszeitungen veröffentlicht.
Kooperationen
Das Festivalprogramm 2018 wurde durch einen Vortrag und ein Philosophisches Café der Gmünder Volkshochschule sowie durch die eindrucksvolle Ausstellung „5 Sinne“ im Labor im Chor (Kulturzentrum Prediger) ergänzt. Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 26. August, geöffnet. Das Musikforum „Über das Hören“ fand in Zusammenarbeit mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart unter Leitung des Musikbeauftragten Detlef Dörner statt.

Veranstalter / Finanzierung
Das Festival Europäische Kirchenmusik wird veranstaltet vom Kulturbüro der Stadt Schwäbisch Gmünd. Der Veranstaltungsetat beträgt seit Jahren konstant 400.000 Euro.
Publiziert in Schwäbisch Gmünd
Vom 10. Mai bis 22. September können sich Besucherinnen und Besucher jeden Donnerstagabend auf ein Afterwork-Come-Together mit Live-Musik freuen.
Im Rahmen der Remstal Gartenschau 2019 suchen Schwäbisch Gmünd und Schorndorf die unendlich guten FeierAbendBands. Vom 10. Mai bis 22. September 2019 spielt an jedem Donnerstagabend eine der unendlich guten Bands zum FeierAbend Live! Und das je in Schwäbisch Gmünd und in Schorndorf. Die FeierAbendLive!-Besucher bewerten jeden Donnerstagabend die Band parallel in beiden Städten. Die beiden besten Bands spielen dann am Gartenschau-Abschlusswochenende in ihrer jeweiligen Gewinnerstadt. 

Lust, mit der eigenen Band dabei zu sein? Wenn die Band (mindestens drei Mitglieder) Material für mindestens zwei Stunden Gesamt-Spielzeit hat, dann ist sie vermutlich genau eine der Bands, die gesucht wird. Egal aus welcher Musikrichtung, die Band sollte einen ganzen Abend füllen können und einmal auf der großen Bühne im Remspark und ein zweites Mal auf der großen Bühne in Schorndorf am Schloss auftreten.

Die Band sollte sich spätestens bis zum 30. September über das Web-Formular mit Band-Vita, Setliste, Bandfotos und Links zu ihren Auftritten bewerben. Gerne kann die Band in einem kurzen, originellen Video auf kreative Art zeigen, was sie mit dem Remstal verbindet und warum genau SIE die „unendlich gute FeierAbendBand 2019“ ist. Anmeldungen unter: www.FeierAbend-Bands.de Bewerbungsschluss ist der 30. September 2018. Anschließend werden aus allen Bewerbern die beliebtesten Bands für die Veranstaltungsreihe ausgewählt und bekanntgegeben. Sollten sich mehr Bands melden, als es Donnerstage während der Remstal-Gartenschau gibt, trifft das Booking-Team die Auswahl und setzt sich entsprechend mit den Bands zur Termin-Absprache in Verbindung.
Das jeweilige Publikum wählt gemeinsam mit dem Veranstalter während der gesamten Gartenschau-Laufzeit die beliebteste, beste FeierAbendBand in Schwäbisch Gmu?nd und Schorndorf aus. Die „Unendlich guten FeierAbendBands 2019“ der beiden Städte spielen dann jeweils in der Gewinnerstadt das große Gartenschau-Abschluss-Konzert am 22. September 2019.

Weitere Informationen gibt es bei Ulrike Schwebel, Projektleitung Veranstaltung Gartenschau Schorndorf 2019, unter der Telefonnummer 07181/602-1016 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .
Publiziert in Schwäbisch Gmünd