Das berufliche Bildungswesen in Baden-Württemberg beeindruckt durch ein vielschichtiges Bildungsangebot, das in einer sehr allgemeinen Betrachtung neben einer beruflichen Ausbildung auch den Erwerb aller Schulabschlüsse des allgemein bildenden Schulwesens ermöglicht. Das sehr umfangreiche und vielfältige Bildungs- und Schulabschlussangebot an den Beruflichen Schulen im Ostalbkreis wird im zweiten, Ende Juli im Kreistag vorgestellten Bildungsbericht deutlich. 

Die Beruflichen Schulen vereinen eine Vielzahl an Schularten unter einem Dach. Die höchste Schülerzahl aller Schulformen weist die klassische "Berufsschule" auf. Wobei auch die anderen Schularten wie "Berufsfachschule", "Berufskolleg" oder "Fachschule" keinesfalls in ihrer Schülerzahl zu vernachlässigen sind. Darüber hinaus stellen nicht nur in Baden-Württemberg die beruflichen Gymnasien eine wichtige Option beim Erwerb des Abiturs dar. Generell lässt sich sagen, dass die Zahl der erworbenen Schulabschlüsse im Ostalbkreis gestiegen ist und der meist erworbene Schulabschluss in den Beruflichen Schulen die Fachhochschulreife war. Dies sind weitere Aspekte der vergleichsweise hohen Vielschichtigkeit der Beruflichen Schulen.

Der zweite Bildungsbericht berichtet von insgesamt 28 Beruflichen Schulen im Ostalbkreis, die sich u. a. auf die Standorte Aalen, Ellwangen, Lorch, Mutlangen und Schwäbisch Gmünd verteilen. Acht der Schulen befinden sich in öffentlicher, 14 in privater und sechs in einer gesonderten Trägerschaft. Unter "gesonderter Trägerschaft" werden die Schulen für die Berufe des Gesundheitswesens gefasst, die eine Sonderstellung einnehmen und weder dem öffentlichen noch dem privaten Bereich zugeordnet werden. Im Schuljahr 2016/17 besuchten 13.098 Schüler die Beruflichen Schulen im Ostalbkreis. Die große Mehrzahl (83 Prozent) wurde dabei an Schulen in öffentlicher Trägerschaft unterrichtet. Leicht höher als in Baden-Württemberg ist im Landkreis der prozentuale Anteil der Schüler, die an privaten Schulen unterrichtet werden. Dieser beträgt im Ostalbkreis 13,4 Prozent, im Land sind es jedoch "nur" 11,4 %. Ein Grund für den höheren Anteil an privaten Schülern ist dabei sicher das Bildungsangebot von Institutionen wie der Bildungsakademie St. Loreto, an der u. a. Erzieher ausgebildet werden. 

Die größte Berufliche Schule im Ostalbkreis ist die Technische Schule Aalen, an der im Schuljahr 2016/17 3.140 Schüler unterrichtet wurden. Es folgten das Kreisberufsschulzentrum Ellwangen mit 1.849 Schülern sowie die Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd mit 1.730 Schülern. Andererseits gibt es unter den Beruflichen Schulen im Ostalbkreis auch kleinere spezialisierte Fachschulen wie die "Fachschule für Landwirtschaft – Akademie für Landbau und Hauswirtschaft Kupferzell", die einen Standort in Aalen hat, der im Schuljahr 2016/17 von 16 Schüler besucht wurde. 

Im Vergleich zu den Zahlen des ersten Bildungsberichts (Schuljahr 2008/09) sank die Zahl der Schüler an den Beruflichen Schulen um 1,1 Prozent. Hinter diesem bescheidenen Rückgang verbirgt sich jedoch eine erhebliche Verlagerung der Schülerströme. Zwar besuchen mit 5.691 auch weiterhin die meisten Schüler an Beruflichen Schulen die Schulform "Berufsschule". Seit dem letzten Bildungsbericht sank deren Zahl jedoch um fast 14 Prozent. Auf der anderen Seite stiegen die Schülerzahlen an den Berufskollegs um mehr als 20 Prozent und an den Beruflichen Gymnasien um fast 16 Prozent. Die Hauptursachen des Rückgangs an Berufsschülern dürften Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt sein: Wenn die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge sinkt, geht die Anzahl der Berufsschüler zurück.

Auch um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzutreten, ist es deshalb wichtig, die angehenden Auszubildenden bei der Berufswahl zu unterstützen. Deshalb bestehen im Ostalbkreis am Übergang von der Schule in den Beruf Maßnahmen wie das Projekt ZUKUNFT, die das Ziel verfolgen, Schüler auf ihrem Weg in den Beruf zu begleiten. Zudem ist der Ostalbkreis eine von 15 Modellregionen des Landes Baden-Württemberg zur Neugestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf. Ziel der Reform ist es u. a., die Berufsorientierung an den allgemein bildenden Schulen zu verstärken und die Unterstützung junger Menschen mit Förderbedarf über eine duale Ausbildungsvorbereitung (AVdual) an den öffentlichen Beruflichen Schulen auszubauen. Als Indiz für den Erfolg dieser Aktivitäten verweist der Bildungsbericht auf eine weitaus höhere Übergangsquote von der Schule direkt in eine Ausbildung sowie eine im Vergleich zu anderen Landkreisen in Baden-Württemberg geringe Vertragsauflösungsquote.

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Vollsperrung der B 29 in Fahrtrichtung Stuttgart im Bereich zwischen Lorch-Ost und Lorch-West

Wegen Brückeninstandsetzungsarbeiten ist die B 29 in Fahrtrichtung Stuttgart ab der Anschlussstelle Lorch-Ost bis zur Anschlussstelle Lorch-West vom 27. August 2018, 4:00 Uhr, bis 30. August 2018, voraussichtlich 12:00 Uhr, für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.

Eine Umleitung in Fahrtrichtung Stuttgart ist ab der Anschlussstelle Lorch-Ost über die L 1154 - K 3334 zur Anschlussstelle Lorch-West eingerichtet und ausgeschildert.

Aufgrund der hohen Verkehrsmenge muss sowohl bei der Ausfahrt von der B 29 wie auch im weiteren Verlauf der Umleitungsstrecke mit erheblichen Beeinträchtigungen gerechnet werden.

Publiziert in Behörden
Die Schwäbische Alb ist erdgeschichtlich so vielseitig wie kaum eine Landschaft in Mitteleuropa. Zur Vermittlung dieses einzigartigen Naturraums und des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb dient eine Wanderausstellung des Geoparks, die vom 27. August 2018 bis einschließlich 26. Oktober 2018 zu den üblichen Öffnungszeiten im Landratsamt in Schwäbisch Gmünd, Haußmannstraße 29, im Erdgeschoss besichtigt werden kann.

Die Ausstellung möchte die geologischen und landschaftlichen Besonderheiten vor Auge führen, den Blick für geologische Phänomene vor Ort schärfen und durch das Aufzeigen von unbekannten Zusammenhängen überraschen. Was hat die schwarze Zugsalbe, die viele aus ihrer Kindheit kennen mit 180 Mio. Jahre alten Meeresbewohner zu tun? Wie haben unscheinbare braune Kügelchen, die man heute noch vielerorts im Waldboden finden kann, den Erfolg der metallverarbeitenden Industrie auf der Alb buchstäblich ins Rollen gebracht? Oder woher stammen die schwäbischen Natursteine, die dem Berliner Olympiastation und dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof ihr unverwechselbares Gesicht haben? 

"Man sieht nur was man weiß." Im Sinne dieses Zitats von Goethe entlässt die Ausstellung den Besucher mit einem aufmerksamen Blick für die geologischen Besonderheiten und die allgegenwärtigen Spuren unserer Geschichte auf der Schwäbischen Alb.

Zur Vermittlung der Themen dient ein Zeitstrahl aus Teppichsegmenten, der sich aus einem Ammoniten entwickelt und dem entlang die geologischen Epochen seit der Jurazeit bis heute abgetragen sind. Auf Roll-Ups werden wichtige erdgeschichtliche Vorgänge in jeder Epoche dargestellt und mit Hilfe von auf Stelen angebrachten Touch- und Riechobjekten wirkungsvoll unterstützt.

Bei Fragen steht der Tourismus beim Landratsamt Ostalbkreis unter Tel. 07361 503-1761oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerne zur Verfügung. Mehr Informationen zum Geopark Schwäbische Alb finden Sie unter https://www.geopark-alb.de .

Publiziert in Schwäbisch Gmünd
Ob mit der Familie oder mit Gleichaltrigen, ob in Vereinen, Museen oder der Kirchengemeinde – mit verschiedenen Menschen oder an verschiedenen Orten ist es möglich, sich auszutauschen und sich zu bilden. Diese sogenannten non-formalen und informellen Lernwelten prägen überwiegend unsere Freizeit. Das damit verbundene Lernen geht dabei vor allem selbstgesteuert und selbstbestimmt durch die eigenen Interessen vonstatten. Im Ostalbkreis bieten Einrichtungen und Vereine den Kindern und Jugendliche ein vielfältiges Angebot um Bildung bei Spiel, Sport und Geselligkeit zu erfahren. 

Der zweite Bildungsbericht des Ostalbkreises berichtet von über 40 Bibliotheken, 53 Museen, neun Musikschulen und über 350 Sportvereinen. Hinzu kommen die Medien des Kreismedienzentrums sowie die Angebote der Jugendorganisationen. Das Interesse der Bewohner des Ostalbkreises an musikalischen und sportlichen Angeboten ist jedenfalls ungebrochen. So besuchten im Jahr 2016 fast 8.700 Personen eine öffentliche Musikschule und 120.000 Personen waren Mitglied in einem Sportverein. Über 35.000 Mitglieder der Sportvereine waren dabei im Jahr 2016 im kindergarten- und schulrelevanten Alter, 18,3 Prozent waren über 60 Jahre alt.

Bibliotheken und Büchereien haben demgegenüber rückläufige Besucherzahlen zu registrieren. So zeigt sich etwa, dass seit dem Beginn der 2010er-Jahre die Zahl der Besucher und Entleihungen zurückging. Auf jeden Einwohner des Ostalbkreises entfielen im Jahr 2016 dennoch noch über fünf Entleihungen, was in etwa der Quote der Baden-Württemberger entspricht. Die fleißigsten Leser im Ostalbkreis, die Abtsgmünder, übertreffen diese Quote mit 11,1 Entleihungen pro Einwohner deutlich. Die Nachfrage nach elektronischen Medien stieg in den letzten Jahren zudem an. Dies führte dazu, dass die Bibliotheken und Büchereien ihre Angebote im digitalen Bereich in den letzten Jahren dem veränderten Nutzungsverhalten anpassten. Besonders das Kreismedienzentrum des Ostalbkreises hat dabei seinen digitalen Medienkatalog ausgebaut. So standen im Jahr 2016 2.758 didaktische Medien online zum Streamen und zum Herunterladen bereit. 

Auch in den Ferien sind Vereine und Jugendorganisationen aktiv. Fast 350 Jungen und Mädchen nutzen etwa in den letzten Jahren die Freizeiten des Kreisjugendrings, welchem zwischenzeitlich 36 verschiedene Jugendorganisationen angehören, in der Zimmerbergmühle. Aber auch Museen bieten viele unterschiedliche Ferienangebote. Die Zahl dieser Angebote nahm dabei in den letzten Jahren schrittweise zu. Wurden im Jahr 2004 noch 48 Einzelveranstaltungen von Museen des Ostalbkreises angeboten, waren es im Sommer des Jahres 2017 bereits 144 Einzelveranstaltungen.

Publiziert in Behörden
Das Bildungsbüro des Landratsamts Ostalbkreis hat Ende Juli den zweiten Bildungsbericht publiziert. Darin wird die Gesamtentwicklung des Bildungswesens im Kreis von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter beschrieben. Im Bereich der frühkindlichen Betreuung, Erziehung und Bildung lässt sich im Ostalbkreis ein vielfältiges Angebot an Betriebsformen, Betreuungsangeboten und pädagogischen Profilen finden. 

Dem Bildungsbericht ist zu entnehmen, dass im Jahr 2017 255 Einrichtungen von 11.251 Kindern besucht wurden. Seit dem letzten Bildungsbericht ist dies ein Anstieg um 2 Prozent. Daran lässt sich erkennen, dass in den nächsten Jahren wieder mit einem Anstieg der Bevölkerungszahl zu rechnen ist und somit die ursprünglichen Bevölkerungsprognosen nicht zutreffen werden. Vor allem nahm die Anzahl der betreuten Kinder im U3-Bereich zu, sodass im Jahr 2017 die Betreuungsquote mit 21,9 Prozent deutlich höher lag als noch im Jahr 2010 (11,4 Prozent). Ebenso stieg die Zahl der Einrichtungen seit dem Jahr 2010 um 2 Prozent an. Die Personalausstattung hierfür entspricht dem Niveau des Landes Baden-Württemberg und liegt bei 7,5:1 in den Kindertageseinrichtungen und bei 2,9:1 in den Krippen.

Eine Veränderung der Betreuungslandschaft aufgrund gesellschaftlicher und demographischer Prozesse lässt sich vor allem bei der Entwicklung der Gruppenangebote feststellen. Besonders deutlich stieg seit dem Jahr 2010 die Zahl der Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten (plus 22 Prozent) und die Ganztagesbetreuung (plus 67 Prozent) sowie das Gruppenangebot für Kinder unter drei Jahren. 

Auf eine besondere Herausforderung verweist der Bildungsbericht im sprachlichen Bereich. 23 Prozent, also fast ein Viertel der Kinder, weist ein Jahr vor der Einschulung einen intensiven Sprachförderbedarf auf. Das klingt viel, im Vergleich zur Vergleichszahl des Landes Baden-Württemberg ist die Quote aber deutlich geringer. Und es zeigt sich, dass seit dem ersten Bildungsbericht die Zahl der Kinder, die einen Sprachförderbedarf aufweisen, nochmals fiel. Die gute Entwicklung kann wohl auch auf die zahlreichen Maßnahmen in Ostwürttemberg zurückführt werden, die in den letzten Jahren entstanden, wie z. B. die Weiterbildung von Sprachförderkräften im Rahmen des Regionalverbunds Sprachförderung der Städte Aalen, Schwäbisch Gmünd, Ellwangen und Heidenheim. 

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Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum hat das Land Baden-Württemberg über das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ein umfassendes Förderangebot für die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Gemeinden und Dörfer geschaffen. In diesem Jahr profitierten 43 Projekte im Ostalbkreis von einer Gesamtfördersumme in Höhe von 3,626 Mio. Euro.

Schwerpunktmäßig sollen Hilfen bei der Gebäudesanierung und -umnutzung im Ortskernbereich, bei der Sicherung der Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen, bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und beim Aufbau und Erhalt von gemeinschaftlichen Aktivitäten, wie z. B. Dorfgemeinschaftshäusern, angeboten werden. Projektträger und Zuwendungsempfänger können somit Kommunen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen sein. Von den 43 Projekten im Ostalbkreis sind 19 private Maßnahmen, zwölf gewerbliche und zwölf kommunale Maßnahmen. Landrat Klaus Pavel freut sich über die erfolgreiche Förderung und besonders über den Umstand, dass einige dringliche und strukturell bedeutsame Projektanträge kürzlich noch aus sogenannten Rückflussmitteln bedient werden konnten.

Der Fokus des Landes lag in diesem Jahr auf der Innenentwicklung und der gezielten Förderung von Wohnraum. Insgesamt wurden landesweit 67 Mio. Euro Fördergelder ausgegeben. Von knapp 2.000 Projektanträgen zielte jeder zweite auf die Schaffung oder die Modernisierung von Wohnraum ab. Auch im Ostalbkreis ist knapp die Hälfte der bewilligten Anträge diesem Bereich zuzuordnen. Studien zum Thema Wohnraumbedarf gehen weiterhin auch im Ländlichen Raum von einem steigenden Wohnraumbedarf aus. Daher steht die Schaffung von zeitgemäßem und bezahlbarem Wohnraum weiterhin im Fokus. "Wie bereits im vergangenen Jahr, setzen wir auch in diesem Jahr die Hälfte unserer Fördermittel im Förderschwerpunkt Wohnen ein. Gute innerörtliche Bausubstanz muss erhalten bleiben. Baufällige Gebäude können für Neues Platz machen. Mit unserer Förderung beabsichtigen wir, über 1.000 Wohneinheiten durch die Umnutzung leerstehender Gebäude und Baulückenschlüsse zu schaffen oder zu modernisieren. Beibehalten wurde der Förderzuschlag von 5.000 Euro für Wohnbauprojekte mit innovativen Holzbaulösungen", hatte Minister Peter Hauk anlässlich der Programmentscheidung betont.

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Donnerstag, 16 August 2018 06:00

Neuer "Lernort Bauernhof" in Tannhausen

Als neuer "Lernort Bauernhof" im Ostalbkreis hat sich der Ausbildungsbetrieb Agrar & Energie Bosch in Tannhausen qualifiziert. Der Kreisvorsitzende des Bauernverbandes Ostalb, Hubert Kucher, überreichte kürzlich das Hofschild von "Lernort Bauernhof" an Judith Krauß und Katja Abele vom Betrieb Agrar & Energie Bosch. 

"Lernort Bauernhof" heißt Lernen mit allen Sinnen, praxisnah und spannend. In altersgerechten Projekten gewähren Bachelor of Science Judith Krauß und Diplom-Agraringenieurin Katja Abele einen realen Einblick in die heimische Landwirtschaft. Auf dem modernen Aussiedlerhof mit Schweinezucht, Biogasanlage und Ackerbau dürfen Kinder und Jugendliche selbst mit anpacken und lernen somit auch den Wert regionaler Lebensmittel schätzen. Alle Anbieter von "Lernort Bauernhof" im Ostalbkreis mit ihrem Angebot für Kindergärten, Schulklassen, Kindergeburtstagen oder Hofführungen sind im Regionalvermarkterportal des Ostalbkreises unter www.regionalvermarkter-ostalb.de, Menüpunkt "Lernort Bauernhof" oder im Landesportal unter https://www.lob-bw.de veröffentlicht. Anmelden können sich Schulklassen für einen Hofbesuch direkt bei den Lernort Bauernhof-Betrieben.

INFO: Die Entfremdung von Kindern und Jugendlichen von den natürlichen Lebensgrundlagen erfordert den Ausbau von Bildungspartnerschaften zwischen Landwirten und Lehrkräften. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg wurde deshalb die Dachmarke "Lernort Bauernhof in Baden-Württemberg" mit einem landesweiten Qualifizierungskonzept für Landwirte und Lehrkräfte ins Leben gerufen. Im Anschluss an ihre Qualifizierung erhalten die "Lernort Bauernhof–Betriebe" ihr Hofschild, welches die Betriebe als offizielle Partner des Projektes "Lernort Bauernhof in Baden-Württemberg" auszeichnet. 

Publiziert in Ellwangen
Die anhaltende trockene Witterung der letzten Wochen lässt die Pegel der Bäche und Flüsse im Landkreis dramatisch fallen. Darauf wurde bereits in der Pressemitteilung vom 3. August 2018 hingewiesen. Nach den aktuellen Wettervorhersagen soll die Trockenheit noch länger anhalten.

Mit dem Niedrigwasser und dem temperaturbedingten Sauerstoffmangel stellt sich für die Flora und Fauna der Gewässer eine zunehmende Stresssituation ein. Diese Problematik wird zum Beispiel an einzelnen Fischsterben deutlich. Besonders stark betroffen sind die kleineren Gewässer mit ohnehin geringer Wasserführung. Zum Teil fielen einige Gewässerabschnitte schon trocken.

Grundsätzlich darf Wasser in geringen Mengen aus Flüssen und Bächen im Rahmen des Gemeingebrauches entnommen werden, aber nur solange das Wasser für private Zwecke genutzt wird und die Entnahme dem Gewässer nicht schadet. Bei den derzeitigen niedrigen Wasserständen ist bei solchen Entnahmen in ihrer summarischen Wirkung von einer Schädigung der Gewässer auszugehen. Das Landratsamt weist deshalb darauf hin, dass diese Wasserentnahmen nicht mehr vom Gemeingebrauch gedeckt und damit an allen Gewässern im Ostalbkreis zu unterlassen sind. 

Wasserentnahmen für gewerbliche Zwecke sind genehmigungspflichtig. Zuständig ist das Landratsamt, Geschäftsbereich Wasserwirtschaft, für große Industriebetriebe das Regierungspräsidium Stuttgart. In den Zulassungen wird geregelt, dass die Wasserentnahme nur bis zu einem bestimmten Schwellenwert erfolgen darf. Auf diese Weise wird die Erhaltung der ökologischen Grundfunktionen eines Gewässers gewährleistet. Wird unberechtigt Wasser entnommen, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. 

Weitere Informationen zur Wasserentnahme können beim Landratsamt Ostalbkreis, Geschäftsbereich Wasserwirtschaft, Telefon 07961 567-3410, eingeholt werden.

Publiziert in Behörden
Das Bildungsbüro des Landratsamts Ostalbkreis hat kürzlich den zweiten Bildungsbericht publiziert. Darin wird die Gesamtentwicklung des Bildungswesens im Kreis von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter beschrieben. Im Bereich der allgemein bildenden Schulen wird insbesondere das Thema "Übergänge" betrachtet. Die höchste Übergangsquote kann inzwischen auch im Ostalbkreis das Gymnasium verzeichnen.

Übergänge im Schulwesen sind für Kinder sind oft wegweisend für deren weitere Bildungsbiographie. Dabei erfuhr in Baden-Württemberg besonders die Gestaltung des Übergangs von der Grundschule in die weiterführende Schulen in den letzten Jahren eine besondere Aufmerksamkeit. Verschiedene Reformen wie etwa die Abschaffung der – verbindlichen – Grundschulempfehlung wurden teils sehr emotional diskutiert und führten auch im Ostalbkreis zu weitreichenden Entwicklungen. 
Lange Zeit entschied die verbindliche Grundschulempfehlung über die weitere Schulbiographie der Schüler. Seit dem Schuljahr 2012/13 ist die Grundschulempfehlung nicht mehr verbindlich und die Rechte und Verantwortung der Eltern wurden dadurch gestärkt. Eltern können seither in eigener Verantwortung entscheiden, auf welche Schulform ihr Kind nach der Grundschulzeit wechseln soll. 

Grundschulempfehlung verliert an Einfluss

Durch die Stärkung des Elternwillens wurde vielerorts die Vermutung geäußert, dass die Wechselquoten auf die Realschulen und vor allem die Gymnasien steigen werden. Tatsächlich stiegen im Ostalbkreis die Übergangsquoten auf die Gymnasien deutlich an, wie die Ergebnisse des neuen Ostalbkreis-Bildungsberichts belegen. Die im Bildungsbericht dargestellten Zahlen zeigen auch, dass durch die Abschaffung der Verbindlichkeit auch die Bildungsempfehlung an Einfluss verloren hat. Denn für das Schuljahr 2016/17 fällt beispielsweise auf, dass in Aalen und Ellwangen mehr SchülerInnen an einem Gymnasium angemeldet wurden, als Bildungsempfehlungen für das Gymnasium ausgesprochen wurden. Dies trifft ebenfalls auf die Realschule zu, die deutlich häufiger als weiterführende Schule gewählt wird, als noch im Rahmen der Bildungsempfehlung empfohlen wurde. 

Realschulen im Ostalbkreis weiterhin beliebt

Demgegenüber ist der Unterschied zwischen Bildungsempfehlung und Anmeldeverhalten bei den Werkrealschulen besonders ausgeprägt. Zwar wird die Werkrealschule seitens der LehrerInnen noch relativ häufig empfohlen, als Schulform für die weiterführenden Schulen stellt sie für die Grundschüler und deren Eltern kaum noch eine Option dar. Die Ergebnisse des zweiten Bildungsberichts des Ostalbkreises zeigen etwa, dass zum Schuljahr 2016/17 5,2 Prozent der 2.694 Viertklässler des Ostalbkreises auf eine Werkrealschule, deren Anzahl rückläufig ist, wechselten. Das sind fast 20 Prozent weniger als noch zu Zeiten, als die verbindliche Grundschulempfehlung über die Schulform an der weiterführenden Schule entschied. Auf die neu eingeführten Gemeinschaftsschulen gingen 15,6 Prozent und auf eine Realschule 36,8 Prozent. Gymnasien gewannen hingegen deutlich an Zugkraft. 43,8 Prozent der Grundschüler entschieden sich für die Fortsetzung der Schulkarriere an einem Gymnasium. Die Gymnasialquote ist dabei seit dem Schuljahr 2013/2014 relativ konstant. Das heißt, der Höhepunkt könnte – zumindest vorübergehend – erreicht sein. In Baden-Württemberg wechselten bereits zum Schuljahr 2001/02 die meisten Schüler nach der Grundschule auf ein Gymnasium.

Allerdings war es im Ostalbkreis lange Tradition, dass die meisten SchülerInnen nach der Grundschule auf eine Hauptschule wechselten. Dies war bis zum Schuljahr 1999/2000 der Fall. Dann wechselten die meisten Kinder auf eine Realschule. Die Gymnasien übernahmen hingegen erst ab dem Schuljahr 2013/14 die Pole-Position, als 40,2 Prozent der Grundschulkinder nach der vierten Klasse auf ein Gymnasium wechselten. Relativ stabil verhalten sich hingegen schon seit vielen Jahren im Ostalbkreis die Übergangszahlen auf eine Realschule. Und auch zum Schuljahr 2016/17 wechselte noch in etwa jeder dritte Viertklässler nach der Grundschulzeit auf eine Realschule. Dass die Realschule auch weiterhin eine große Rolle bei den SchülerInnen im Ostalbkreis spielt, kann wohl auch mit den Anschlussmöglichkeiten der Beruflichen Schulen erklärt werden. 

Attraktive Anschlussoption für Realschüler ist immer die Ausbildung gefolgt vom Übergang in eine Berufliche Schule

Über 40 Prozent der Abgänger aus den Realschulen wechseln in eine duale Ausbildung, das ist weit höher als der Landesdurchschnitt. Die Zahlen des Bildungsberichts belegen aber auch, dass im Schuljahr 2016/17 523 der neu eingetretenen SchülerInnen der Beruflichen Gymnasien von einer Realschule kamen. Die Anzahl entspricht 34,7 Prozent der SchülerInnen, die im Schuljahr davor die Abschlussklasse einer Realschule im Ostalbkreis besucht haben. Das bedeutet also, dass im Ostalbkreis jeder dritte Realschüler nach der 10. Klasse an ein Berufliches Gymnasium wechselt. Somit setzen sich die Klassen an den Beruflichen Gymnasien zu einem großen Teil aus ehemaligen RealschülerInnen zusammen. Die anderen Schüler der Beruflichen Gymnasien stammen dem Bildungsbericht des Ostalbkreises zufolge aus allgemein bildenden Gymnasien, zweijährigen Berufsfachschulen sowie zu einem kleineren Teil auch aus Werkrealschulen. 

Anzahl der Klassenwiederholungen ging in den letzten zehn Jahren um mehr als 30 Prozent zurück

Die meisten Wiederholer sind in den letzten zehn Jahren in den Realschulen in Klasse 9 zu verzeichnen. Schaut man sich das Berichtsjahr 2015/2016 an, so liegen dort die meisten Wiederholungen bei den Realschulschülerinnen und -schülern der achten Klasse. Gefolgt von den Haupt- und WerkrealschülerInnen der Klasse sieben. In den Gymnasien sind im Schuljahr 2016/2017 ebenfalls die meisten Klassenwiederholungen in der siebten Klasse festzustellen, allerdings mit einem geringeren prozentualen Anteil. Zukünftig ist mit einer noch niedrigeren Zahl an Klassenwiederholungen zu rechnen, denn an Gemeinschaftsschulen gibt es schon auf Grund der Einführung der unterschiedlichen Lern-Niveaus beispielweise das Sitzenbleiben nicht mehr. 

Seit dem Schuljahr 2011/2012 liegt die Quote derjenigen, die die Schule mit dem Abitur verlassen, über der Quote der SchülerInnen, die mit einem Hauptschulabschluss abgehen.
Allerdings ist bei allen Schulabgängern im Schuljahr 2015/2016 die Mittlere Reife der meist erworbene Schulabschluss. Ausländische SchülerInnen erwerben im Ostalbkreis weiterhin deutlich seltener das Abitur als deutsche SchülerInnen.

INFO:

Der 2. Bildungsbericht des Ostalbkreises steht im Download zur Verfügung. Anregungen zum Bildungsbericht nimmt das Bildungsbüro gerne telefonisch oder per E-Mail entgegen (Tel. 07961 503-1684, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ). Diese werden in die Diskussion im Rahmen der Bildungskonferenz am 24. Oktober 2018 im Aalener Landratsamt eingebracht.

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Nach neunmonatiger Ausbildung konnten jetzt 13 Frauen und 14 Männer aus der Hand von Landrat Klaus Pavel in einer kleinen Feierstunde ihre Urkunden als neue Obst- und Gartenfachwarte entgegennehmen.

Beim nunmehr zehnten Fachwartekurs im Altkreis Aalen kamen sogar Teilnehmende aus dem angrenzenden Landkreis Schwäbisch Hall und aus Bayern zur Ausbildung nach Ellwangen. In den vergangenen neun Monaten wurden intensive Kennnisse und Fertigkeiten rund um den Gartenbau vermittelt. Ein Schwerpunkt der Ausbildung lag dabei auf dem fachgerechten Schnitt von Obstbäumen und der Pflege von Streuobstbeständen. Das eigenständige Veredeln von Obstbäumen faszinierte viele Kursteilnehmende besonders. 
An der Ausbildung sind mehrere Organisationen und Institutionen beteiligt: Die Obst- und Gartenberatung des Landratsamts Ostalbkreis, der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Aalen (KOGV Aalen) und der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft (LOGL). Einige Mitglieder des Fachwartvereins Aalen e.V. sind ebenfalls als Ausbilder bei den Praxiseinheiten aktiv.

Landrat Pavel und Vertreter der anderen Organisationen waren sich bei ihren Grußworten einig: „Das Lernen endet nicht mit dem Abschluss des Kurses. Dort wurden nur die Grundlagen gelegt, auf denen jeder Fachwart nun nach seinen eigenen Neigungen und Fähigkeiten weiter aufbauen und sein Wissen vertiefen sollte. Die Weitergabe dieses Wissens an andere und das Engagement für Streuobst und Hobbygartenbau im allgemeinen sind wichtige Aufgaben. Jeder sollte seinen Beitrag dazu leisten, die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, das Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit Natur und Umwelt und die wunderschöne Kulturlandschaft hier im Ostalbkreis zu erhalten.“ Die Obst- und Gartenbauvereine und die Gemeinden freuen sich auf die Unterstützung durch die neuen Fachwartinnen und Fachwarte.

Der nächste Fachwartekurs beginnt voraussichtlich im Herbst 2019. Nähere Informationen dazu werden rechtzeitig veröffentlicht.

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