Donnerstag, 18 Oktober 2018 08:00

Kino am Kocher: Programm ab 18.10.2018

Foxtrot
18. Oktober, Donnerstag 20:00 Uhr
19. Oktober, Freitag 22:30 Uhr
21. Oktober, Sonntag 20:00 Uhr
22. Oktober, Montag 19:00 Uhr

Israel, D, F 2017, 108 Min.
Regie Samuel Maoz,
Frei ab 12 Jahren
Mit Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonatan Shiray, Gefen Barkai, Dekel Adin, Shaul Amir, Itay Exlroad*

Ein Klopfen an der Tür verändert das Leben des wohlsituierten Tel Aviver Architekten Michael und seiner Frau Dafna. Die Nachricht vom Tod ihres 19-jährigen Sohnes Jonathan, der gerade seinen Militärdienst leistet, wirft Leben, Psyche und Ehe des Paars aus der Bahn. Getrieben von tiefer Trauer und Verständnislosigkeit entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut, geprägt von Unsicherheiten und Traumata. Doch plötzlich nimmt die Geschichte eine unvorhersehbare Wendung, die das Schicksal der ganzen Familie in eine neue Richtung lenkt. FOXTROT, der neue Kinofilm
des Regisseurs Samuel Maoz – von der Kritik gefeiert, beim Filmfestival in Venedig mit dem Großen Preis der Jury, dem Silbernen Löwen, ausgezeichnet, wurde in Israel sehr kontrovers diskutiert.

Silberner Löwe Venedig 2017


Egal was kommt
19. Oktober, Freitag 20:00 Uhr
20. Oktober, Samstag 20:00 Uhr
23. Oktober, Dienstag 20:00 Uhr

D 2018, 122 Min.
Regie Christian Vogel
Frei ab 6 Jahren

Dies ist keine Fortsetzung von »Weit«! Alle, denen »Weit«, einer der beliebtesten Filme in unserem Kino im letzten Jahr, ein wenig zu glatt und konfliktarm war, erfahren in diesem Dokumentarfilm, dass eine Weltreise, noch dazu allein und auf dem Motorrad, alles andere ist als ein gemütlicher Sonntagsspaziergang im Schwarzwald. Trotzdem bleibt der Film in seiner Grundaussage rundum positiv und macht Sehnsucht nach den traumhaften Orten dieser Erde, die wir mit diesem mutigen otorradpiloten erleben dürfen. Der Fernsehjournalist Christian Vogel ist 34 Jahre alt, als er 2015 seinen Job und seine Wohnung kündigt, um sich einen lange gehegten Traum zu erfüllen: Er will die Welt auf seinem Motorrad umrunden. Obwohl der Abschied von der Familie und insbesondere
seiner neuen Freundin nicht leicht fällt, bricht er auf ins Ungewisse, wobei sein selbstgewähltes Abenteuer ihn in 22 Länder wie die USA und Kanada, aber auch nach China, Russland, Pakistan, Indien und in den Iran führt. Sich immer neuen Herausforderungen stellend reist er durch Wälder und Wüsten und rastet an Stränden und im Gebirge, wobei er sein eigenes Roadmovie mit der Kamera festhält und mit Graphic-Novel-Elementen vermischt.


Democracy – Im Rausch der Daten
24. Oktober, Mittwoch 20:00 Uhr

D/F/B/NL 2015, 104 Min.
Regie David Bernet
Keine Altersbeschränkung
Prädikat besonderswertvoll

*Wem gehören unsere leichtfertig im Internet preisgegebenen Daten? Wer soll sie wie schützen? Was wiegt schwerer – die Privatsphäre jedes Einzelnen oder die kommerziellen Interessen der Unternehmen? Daten gelten als das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat Macht. Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft, für die Demokratie? Mit DEMOCRACY – IM RAUSCH DER DATEN eröffnet uns Regisseur David Bernet einen erstaunlichen Einblick in den Gesetzgebungsprozess auf EU-Ebene. Eine fesselnde und
hochbrisante Geschichte über eine Handvoll Politiker, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen. Jan Philipp Albrecht und Viviane Reding versuchen das vermeintlich Unmögliche und stellen sich einem harten, fast undurchdringlichen politischen Machtapparat, in dem Intrigen, Erfolg und Scheitern so nahe beieinander liegen. Zweieinhalb Jahre hat David Bernet den Gesetzgebungsprozess begleitet und zu einem erstaunlichen Dokumentarfilm verdichtet, der die komplexe Mächte-Architektur sowie den Zustand der heutigen Demokratie mit Spannung und Sinnlichkeit erlebbar macht.

Am 25. Mai 2018 ist die DSGVO, die Datenschutz-Grundverordnung, in Kraft getreten. Kooperation mit der VHS Aalen im Rahmen der Reihe »Demokratie in Gefahr?«

Publiziert in Aalen
Mittwoch, 10 Oktober 2018 15:00

Kino am Kocher: Programm ab 11.10.2018

Die Frau, die vorausgeht
11. Oktober, Donnerstag 20:00 Uhr (OmU)
12. Oktober, Freitag 22:30 Uhr
14. Oktober, Sonntag 20:00 Uhr
15. Oktober, Montag 19:00 Uhr

USA 2017, 106 Min.
Regie Susanna White
Frei ab 12 Jahren
Mit Jessica Chastain, Sam Rockwell, Michael Greyeyes, Ciarán Hinds

Im Frühjahr 1889 reist die verwitwete Malerin Catherine Weldon, dargestellt von Jessica Chastain, von New York nach Dakota, um im Reservat niemand Geringeren als Sitting Bull zu porträtieren – zum Unwillen der Soldaten, die sie der Spionage verdächtigen. Schlimmer noch: Sie muss erleben, wie die Armee die Indianer mit hinterlistigen Intrigen vernichten will. Eine wahre Geschichte, die sich so oder ähnlich zugetragen hat, Catherine Weldon hat es wirklich gegeben (ihr richtiger Vorname ist Caroline), zwei ihrer vier Ölgemälde von Sitting Bull hängen in amerikanischen Museen. Die Gespräche zwischen ihr und dem Häuptling nehmen im Film einen großen Raum ein.

Drehbuchautor Steven Knight vermittelt interessante Einsichten in die Kultur der Ureinwohner und das Leid, das sie erdulden mussten; er zeigt Sitting Bull als zwar machtlosen, aber immer noch stolzen Mann. Catherine hingegen ahnt, dass sie ihre Beobachterrolle aufgeben und sich engagieren muss, um eine Katastrophe zu vermeiden.


Foxtrot
12. Oktober, Freitag 20:00 Uhr
13. Oktober, Samstag 20:00 Uhr
16. Oktober, Dienstag 20:00 Uhr

Israel, D, F 2017, 108 Min.
Regie Samuel Maoz,
Frei ab 12 Jahren
Mit Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonatan Shiray, Gefen Barkai, Dekel Adin, Shaul Amir, Itay Exlroad

Ein Klopfen an der Tür verändert das Leben des wohlsituierten Tel Aviver Architekten Michael und seiner Frau Dafna. Die Nachricht vom Tod ihres 19-jährigen Sohnes Jonathan, der gerade seinen Militärdienst leistet, wirft Leben, Psyche und Ehe des Paars aus der Bahn. Getrieben von tiefer Trauer und Verständnislosigkeit entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut, geprägt von Unsicherheiten und Traumata. Doch plötzlich nimmt die Geschichte eine unvorhersehbare Wendung, die das Schicksal der anzen Familie in eine neue Richtung lenkt. FOXTROT, der neue Kinofilm
des Regisseurs Samuel Maoz – von der Kritik gefeiert, beim Filmfestival in Venedig mit dem Großen Preis der Jury, dem Silbernen Löwen, ausgezeichnet, wurde in Israel sehr kontrovers diskutiert.

Silberner Löwe Venedig 2017


Mercedes Sosa – Die Stimme Lateinamerikas
13. Oktober, Samstag 22:30 Uhr (JÜRGEN SPECIAL- OmU)
14. Oktober, Sonntag 17:00 Uhr

Argentinien 2014, 110 Min.
Regie Rodrigo H. Vila
Keine Altersbeschränkung
Mit Chico Buarque de Hollanda, David Byrne, Milton Nascimento u.a.

Eine bewegende Dokumentation über das Leben und Wirken einer der bekanntesten lateinamerikanischen Sängerinnen mit einer großen Fangemeinde in Deutschland. Mercedes Sosa, die Stimme Lateinamerikas: Das Porträt einer großen Musikerin und ein Kapitel lateinamerikanischer Politik. Vilas Film lässt Mercedes Sosas musikalisches Genie, ihre vielschichtige Persönlichkeit und ihre Rolle als Stimme des Volkes im Widerstand gegen die diktatorischen Regime in Lateinamerika wieder ufleben. Mercedes Sosa begründete 1963 zusammen mit anderen jungen argentinischen Künstlern das Manifest des »Nuevo Cancionero«, des »Neuen Liedermachers«, das Teil der politischen Bewegung gegen die Diktaturen in Lateinamerika wurde.

Jürgen Special


Madame Aurore und der Duft von Frühling
14. Oktober, Sonntag 11:00 Uhr (FRAUEN-FILM-FRÜHSTÜCK)

F 2017, 90 Min.
Regie Blandine Lenoir
Keine Altersbeschränkung
Mit Agnès Jaoui, Pascale Arbillot, Thibault de Montalembert, Sarah Suco, Lou Roy-Lecollinet

Aurore, die bald Großmutter wird, lebt von ihrem Mann getrennt, war bislang jedoch immer ganz glücklich mit ihrem Leben und ihren beiden erwachsenen Töchtern Sarah und Lucie. Doch nun hat sie ihren Job verloren, leidet an den Wechseljahren und alles in allem könnte es besser in ihrem Leben laufen. Zunehmend sieht sie sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Doch da trifft sie zufällig ihre große Jugendliebe Christophe wieder und beschließt, sich nicht länger vom Schicksal herumschubsen zu lassen, sondern ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es ist Zeit für einen Neustart! Dabei helfen Aurores Freundin Mano und ihre beiden Töchter sehr…

Frauen-Film-Frühstück in Kooperation mit der VHS Aalen und dem Büro für Chancengleichheit


Kindheit
17. Oktober, Mittwoch 20:00 Uhr (KOOPERATION)

Norwegen 2017, 89 Min.
Regie Margreth Olin
Keine Altersbeschränkung*

Ein idyllischer Ort mitten im Wald – Lebenswelt einer Gemeinschaft von Kindern. Kurz vermittelt sich sogar der Eindruck, dass sie hier ganz auf sich gestellt sind. Doch das Gelände gehört zu einem Kindergarten, der ganz ohne verquere Vorstellungen von frühkindlicher Bildung auskommt. Es gilt das Prinzip, dass Kinder von ganz allein lernen. Ein idyllischer Ort mitten im Wald – Lebenswelt einer Gemeinschaft von Kindern. Kurz vermittelt sich sogar der Eindruck, dass sie hier ganz auf sich gestellt sind. Doch das Gelände gehört zu einem Kindergarten, der ganz ohne verquere Vorstellungen von frühkindlicher Bildung auskommt. Es gilt das Prinzip, dass Kinder von ganz allein lernen. Mit allem, was der Wald hergibt, werden Fantasiefiguren gebaut, Steckenpferde eschnitzt, ganze Küchen eingerichtet. Sie haben keine andere Aufgabe, als zu spielen – mit den anderen und mit der Natur. Die Kinder vor Margreth Olins Kamera sind zwischen einem und sieben Jahren alt. Sie spielen, basteln, feiern Geburtstag, tragen ihre Konflikte aus – immer liebevoll begleitet von den Erzieherinnen und Erziehern, die eben gerade nicht erziehen, sondern den Kindern stattdessen erlauben, sich zu entfalten. KINDHEIT dokumentiert einen Blick auf Kinder und einen Umgang mit ihnen, der selbstverständlich sein könnte, inzwischen aber als Ausnahme auffällt. Kompetenzerwerb und Schulwissen sind bereits in den meisten Kindergärten Thema. KINDHEIT zeigt dagegen einen Ort, an dem die Kinder von den Erwachsenen so weit wie möglich in Frieden gelassen werden. Was es bedeutet zu wachsen, lernt man hier in den Wäldern. Ein stiller Protest sei ihr Film, sagt Margreth Olin. Still vielleicht, aber äußerst wirksam. Man sieht Erziehungsinstitutionen danach mit anderen Augen.

Nach dem Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Kooperation mit P.A.T.E. e.V.

Publiziert in Aalen
Mittwoch, 12 September 2018 09:00

Kino am Kocher: Programm ab 13.09.2018

Landrauschen
13. September, Donnerstag 20:00 Uhr
14. September, Freitag 22:30 Uhr
16. September, Sonntag 20:00 Uhr
17. September, Montag 19:00 Uhr

D 2018, 102 Min.
Regie Lisa Miller
Frei ab 12 Jahren
Mit Kathie Wolf, Nadine Sauter
Gewinner Max Ophüls Festival, Queer-gestreift Konstanz, ARC Festival Mainz

Nach Jahren des wilden Lebens, mit Ende 20, zwei Hochschulabschlüssen, aber ohne Geld und erfüllenden Job, befindet sich Toni in einer Sinnkrise. Eine Erbschaftsangelegenheit dient als willkommener Grund, ihr kosmopolitisches Leben zu verlassen und wieder in ihr Heimatdorf zu fliehen, dessen Enge sie ursprünglich hinter sich lassen wollte. Doch dieser Neuanfang geht gründlich schief. Als Praktikantin für den Heimatteil einer Lokalzeitung fühlt sie sich weit unter Wert verkauft und zu Hause nehmen ihr die übergriffigen Eltern jede Luft zu atmen. Zum Glück trifft sie auf die lebenslustige Rosa. Mit ihr sieht die Welt der Heimat auf einmal anders aus. Bei wilden Mopedfahrten und nächtlichen Streifzügen fühlt sich Toni wieder lebendig. Doch die Beziehung wird immer explosiver, je mehr Rosa sich zu der schönen Toni hingezogen fühlt, die sich nur um sich selbst zu drehen scheint. Der Film umreißt die Identitätsfindung zweier Frauen in einem Dorf, das sich selbst mit einer immer komplexer werdenden Welt konfrontiert sieht.

»Liebevoller, anarchischer Heimatfilm aus Schwaben« (Südwestpresse)


Am Strand
14. September, Freitag 20:00 Uhr
15. September, Samstag 20:00 Uhr
18. September, Dienstag 20:00 Uhr
19. September, Mittwoch 20:00 Uhr

England 2017, 110 Min.
Regie Dominic Cooke
Frei ab 12 Jahren
Mit Saoirse Ronan, Billy Howle, Anne Marie-Duff, Adrian Scarborough,
Emily Watson, Samuel West

Florence Ponting und Edward Mayhew lernen sich im Jahr 1962 auf einer politischen Versammlung in Oxford kennen. Auf den ersten Blick verbindet die beiden nicht viel: Florence stammt aus einer
wohlhabenden,angesehenen Familie, sie spielt Geige und träumt von einer Karriere in einem Streichquartett. Edward hingegen interessiert sich eher für Rock 'n' Roll, hat einen Abschluss in eschichte und möchte Schriftsteller werden. Dennoch verlieben sich die beiden ineinander und heiraten auch schon bald. Seine Flitterwochen verbringt das frisch verheiratete Paar am Strand von Chesil Beach im englischen Dorset. Obwohl – oder vielleicht gerade weil – die Gefühle der beiden füreinander außerordentlich stark und aufrichtig sind, bereitet ihnen die bevorstehende ochzeitsnacht Probleme, weil ihre Erwartungen an dieses Ereignis sehrunterschiedlich sind …AM STRAND ist die Verfilmung des 2007 erschienenen, gleichnamigen Romans von Bestseller-Autor Ian McEwan (»Abbitte«), der hierzu auch das Drehbuch schrieb.

»Ein zärtlicher und kostbarer Film, sehr gut gespielt, mit einem klugen Blick darauf, wie naiv und ungeduldig man mit Anfang 20 ist.«n THE GUARDIAN

Publiziert in Aalen
Donnerstag, 06 September 2018 15:00

Kino am Kocher: Programm ab 06.09.2018

Die brillante Mademoiselle Neïla
06. September, Donnerstag 20:00 Uhr (OmU)
07. September, Freitag 22:30 Uhr
09. September, Sonntag 20:00 Uhr
10. September, Montag 19:00 Uhr

Frankreich 2017, 95 Min.
Regie: Yvan Attal
Mit Carmélia Jordana, Daniel Auteuil, Yasin Houicha, Nozha Khouadra

Neïla Salah hat es – trotz ihres nordafrikanischen Migrationshintergrunds – geschafft. Sie darf an der renommierten Pariser Assas Law School studieren. Doch gleich am ersten Tag des Semesters
kommt sie zu spät. Der Hörsaal ist rappelvoll, und Professor Pierre Mazard, bekannt für seine spitze Zunge, ist nicht bereit, die Störung einfach so hinzunehmen: Wie sie heiße, ob Neïla der Vorname sei oder der Nachname, warum sie zu spät komme, warum sie sich nicht entschuldige. Mazard ist ein frauenfeindlicher und rassistischer Mistkerl, das merkt man sofort. Doch diesmal haben seine verbalen Ausfälle Folgen: Jemand hat den Zwischenfall aufgenommen und auf YouTube gestellt, der Dekan der Universität muss handeln. Mazard wird vor die Wahl gestellt: Entweder er nimmt seinen Hut. Oder er hilft Neïla, den alljährlichen Rhetorikwettbewerb zu gewinnen. Neïla ist davon zunächst gar nicht begeistert: Der zynische alte Mann hat sie zu sehr beschämt. Doch dann
sieht sie die Chance, von dem versierten und eloquenten Rhetoriker all das zu lernen, was sie später einmal als Rechtsanwältin wissen muss.


Landrauschen
07. September, Freitag 20:00 Uhr
08. September, Samstag 20:00 Uhr
11. September, Dienstag 20:00 Uhr

D 2018, 102 Min.
Regie Lisa Miller
Frei ab 12 Jahren
Mit Kathie Wolf, Nadine Sauter
Gewinner Max Ophüls Festival, Queer-gestreift Konstanz, ARC Festival Mainz

Nach Jahren des wilden Lebens, mit Ende 20, zwei Hochschulabschlüssen, aber ohne Geld und erfüllenden Job, befindet sich Toni in einer Sinnkrise. Eine Erbschaftsangelegenheit dient als illkommener Grund, ihr kosmopolitisches Leben zu verlassen und wieder in ihr Heimatdorf zu fliehen, dessen Enge sie ursprünglich hinter sich lassen wollte. Doch dieser Neuanfang geht gründlich schief. Als Praktikantin für den Heimatteil einer Lokalzeitung fühlt sie sich weit unter Wert verkauft und zu Hause nehmen ihr die übergriffigen Eltern jede Luft zu atmen. Zum Glück trifft sie auf die lebenslustige Rosa. Mit ihr sieht die Welt der Heimat auf einmal anders aus. Bei wilden Mopedfahrten und nächtlichen Streifzügen fühlt sich Toni wieder lebendig. Doch die Beziehung wird immer explosiver, je mehr Rosa sich zu der schönen Toni hingezogen fühlt, die sich nur um sich selbst zu drehen scheint. Der Film umreißt die Identitätsfindung zweier Frauen in einem Dorf, das sich selbst mit einer immer komplexer werdenden Welt konfrontiert sieht.

»Liebevoller, anarchischer Heimatfilm aus Schwaben« (Südwestpresse)

Am Samstag, 8.9.2018, sind die Regisseurin Lisa Miller, die Hauptdarstellerin Nadine Sauter sowie die Produktionsassistentin Anja Staudacher im Kino am Kocher anwesend.


The Rolling Stones – Olé, Olé, Olé
08. September, Samstag 22:30 Uhr 
09. September, Sonntag 17:00 Uhr

GB 2017, 101 Min.
Regie Paul Dugdale
Frei ab 6 Jahren
Mit Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Ronnie Wood

In »The Rolling Stones Olé, Olé, Olé!: A Trip Across Latin America« begleitet Regisseur Paul Dugdale die Rolling Stones auf ihrer großen Konzertreise durch Südamerika Anfang 2016, die ihren öhepunkt in dem allerersten Auftritt der legendären Rockband in der kubanischen Hauptstadt Havanna fand. Dabei verwendet Dugdale jedoch nicht nur Mitschnitte der verschiedenen Konzerte in Ländern wie Argentinien, Uruguay und Peru, sondern streut auch Backstage-Aufnahmen und Gespräche zwischen den Musikern ein und zeigt Bilder der jeweiligen Länder und Städte, um eine Art Kontext für die folgenden Auftritte zu bieten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf den langwierigen und zähen Verhandlungen mit der kubanischen Regierung, die nötig waren, um dort
auftreten zu dürfen, und die bis zuletzt immer wieder zu scheitern drohten sowie auf dem finalen Konzert in Havanna.

Publiziert in Aalen
Mittwoch, 08 August 2018 15:00

Kino am Kocher: Das Programm ab 10.08.2018


Tanz ins Leben
10. August, Freitag 20:00 Uhr
11. August, Samstag 20:00 Uhr
14. August, Dienstag 20:00 Uhr

GB 2017, 111 Min.
Regie Richard Loncraine
Frei ab 6 Jahren
Mit Imelda Staunton, Timothy Spall, John Sessions, Celia Imrie, Joanna
Lumley, David Hayman, Josie Lawrence, Indra Ové

Nach 35 Ehejahren organisiert Sandra Abbott die Ruhestandsparty ihres Mannes Mike, der als hoch dekorierter Polizeibeamter einen Adelstitel trägt. Während der Feier auf dem Abbott-Landsitz erfährt die Lady, dass Mike und ihre Freundin Pamela seit fünf Jahren miteinander ins Bett gehen. Enttäuscht verlässt Sandra den untreuen Gatten und zieht zu ihrer älteren Schwester Bif nach London – und damit in eine völlig andere Welt. Denn wo Sandra verkrampft und blasiert auftritt, genießt die unkonventionelle Bif das Leben in vollen Zügen. Bif schleppt ihre stocksteife Schwester zu einem Senioren-Tanzkurs, wo die frisch Getrennte den charmanten Charlie kennenlernt …


The Happy Prince
10. August, Freitag 22:30 Uhr
12. August, Sonntag 20:00 Uhr
13. August, Montag 19:00 Uhr
15. August, Mittwoch 20:00 Uhr

GB/D 2017, 105 Min.
Regie Rupert Everett
Frei ab 12 Jahren
Mit Rupert Everett, Colin Firth, Colin Morgan, Edwin Thomas, Emily
Watson, Franca Abategiovanni, Alister Cameron

1897: Der wegen seiner Homosexualität verurteilte Schriftsteller Oscar Wilde wird aus dem Gefängnis entlassen. Weil das Stigma, ein Schwuler zu sein, immer noch an ihm haftet, flüchtet er nach Paris ins Exil. Dort ertränkt der sensible Künstler seine Sorgen in Alkohol. Er säuft und feiert wie ein Bekloppter, bis er auf einmal mit leeren Taschen dasteht. Sein Liebhaber Lord Alfred Douglas, den jeder nur Bosie nennt, überredet ihn, gemeinsam mit ihm für einen längeren Zeitraum nach Neapelzu reisen. Wildes Freunde Reggie Turner und Robbie Ross warnen ihn vor dem jungen
Bosie, der vorgibt, viel reicher zu sein als er ist. Als Oscar Wildes Ehefrau Constance die finanzielle Unterstützung des Dichters beendet, droht der finanzielle Ruin …


Maria by Callas
11. August, Samstag 22:30 Uhr 
12. August, Sonntag 17:00 Uhr

F 2017, 113 Min.
Regie und Buch Tom Volf
Frei ab 6 Jahren
Mit Maria Callas, Eva Mattes (Deutsche Synchronisation), Fanny Ardant
(französisches Original)

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere in den 50er Jahren war Maria Callas die unangefochtene Herrscherin der Opernwelt. Primadonna assoluta,La Divina – die Göttliche … die Medienwelt und ihre zahllosen Fans überschlugen sich darin, sie in jeder Beziehung anzuhimmeln. Ihre Stimme, ihr Gesicht, ihr Outfit: Sie wirkte stilbildend, wurde aber auch mit Haut und Haaren von der Öffentlichkeit vereinnahmt. Tom Volf erforscht in seiner vierjährigen Recherche den Mythos Maria Callas und versucht, der Starsopranistin über eine beeindruckende Menge an Bild-, Ton- und Textmaterial näherzukommen, ohne sie vom Podest zu stoßen. Das Ergebnis ist eine hoch interessante, stellenweise sehr spannende Auseinandersetzung mit einer Persönlichkeit, die augenscheinlich alles tut, sich der Entschlüsselung zu entziehen. Vor allem ist der Film eine große Liebeserklärung.

Publiziert in Aalen