Das jährlich im Dezember stattfindende Barbara-Kolloquium an der Hochschule Aalen ist für Gießerei-Experten eine Pflichtveranstaltung zum Austausch und zur Weiterbildung. Weit über 200 angereiste Vertreter der Gießereibranche und Studierende besuchten die Veranstaltung.

Bei seiner Begrüßung hob Rektor Professor Dr. Gerhard Schneider die Bedeutung von 3D-Druck und Elektromobilität für die Zukunft hervor. Die Hochschule trägt dem beispielsweise durch das Forschungsprojekt SmartPro Rechnung, das in Kooperation mit der Industrie Themen rund um die Elektromobilität und den Leichtbau behandelt. Im Anschluss stellte Professor Dr. Lothar Kallien den neuen Computertomographen des Gießereilabors vor. „Ohne Computertomograph ist der Gießer blind“, betonte er dessen Wichtigkeit für die Forschungsarbeiten.

Im ersten Teil des Programms trugen Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft Vorträge zu unterschiedlichen Gebieten vor. Dr. Christoph Dörr von Trumpf referierte über die Chancen, die durch den 3D-Druck im Formenbau für den Druckguss entstehen. Zum Einfluss der Elektromobilität auf die Gussproduktion und die Fertigungstechnologien äußerten sich Professor Dr. Lothar Kallien, Leiter des Gießereilabors, und Dr. Christian Wilhelm von der Firma Foundry Consulting and Solutions. Beendet wurde die Vortragsreihe von Dr. Thomas Niehoff von der Linde AG. Er stellte ein neues Verfahren zum Schmelzen von Aluminium vor. 

Anschießend gaben die Studierenden wie jedes Jahr einen kurzen Überblick über ihre Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten: Die Themen reichten von Salzkernen im Druckguss über das Kriechverhalten einer Zinklegierung bis hin zur Untersuchung verschiedener Trennmittel im Druckguss.

Auch dieses Jahr zeigte sich wieder, dass das Barbara-Kolloquium eine gute Kontakt-, Austausch- und Weiterbildungsmöglichkeit bietet und Studierenden einen Überblick über die Möglichkeiten in der Gießereibranche nach ihrem Abschluss aufzeigt. Entsprechend fand die Veranstaltung großen Anklang.

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Kleine Welt ganz groß: Das Mikroskop gehört zu den bahnbrechendsten Erfindungen der Menschheit. Viele grundlegende Fragen der Naturwissenschaft konnten mit Hilfe des Mikroskops geklärt werden, und viele Fortschritte in der Forschung sind ohne dieses Gerät undenkbar. Im Rahmen einer thematisch fokussierten Großgeräteinitiative finanziert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) insgesamt neuartige experimentelle Lichtmikroskope mit rund 14,5 Millionen Euro – unter den mehr als 50 Antragstellern gehört die Hochschule Aalen zu den 13 Finalisten, die gefördert werden. Mit dem „Kerr-Mikroskop“ möchten die Forscher der Hochschule Aalen neue Erkenntnisse in der Magnetforschung und Anwendung der künstlichen Intelligenz gewinnen.

Kleinste Strukturen darstellen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind – das Lichtmikroskop macht’s möglich und eröffnet der Wissenschaft auch heute noch neue Wege. Anfang dieses Jahres hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft dazu aufgerufen, hoch entwickelte, noch wenig etablierte Technologien aus dem Bereich der Lichtmikroskopie zu beantragen. Die Ausschreibung mit dem Titel „Neuartige, experimentelle Lichtmikroskope für die Forschung“ stieß in den Hochschulen und Universitäten auf große Resonanz: Es gingen insgesamt 50 Anträge ein. Eine von 13 geförderten Institutionen ist die Hochschule Aalen, die mit dem Antrag „Kerr Microscopy with Machine Learning Domain Detection for In-Situ Magnetic Materials Analysis” unter der Federführung von Prof. Dr. Gerhard Schneider in die Riege der „Geförderten“ gelangte. Eines dieser neuartigen Hochleistungslichtmikroskope wird voraussichtlich ab Mitte 2019 im Institut für Materialforschung an der Hochschule Aalen stehen und neue Erkenntnisse und Fortschritte in der Magnetforschung und Anwendung der künstlichen Intelligenz ermöglichen.

In Aalen wird erfolgreich an magnetischen Materialien für elektrische Maschinen, wie sie in der Energietechnik oder auch Elektromobilität eingesetzt werden, geforscht. Ziele der Forschung sind die Verringerung der Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen sowie die Erhöhung der Energieeffizienz. So kann beispielsweise die Reichweite von Elektrofahrzeugen gesteigert werden. Für diese gesellschaftlich relevanten Fragestellungen soll das neue Kerr-Forschungsmikroskop eingesetzt werden. Einzigartig ist hierbei die Kombination aus Aufbringung von magnetischen Feldern, Temperatur und mechanischer Belastung bei gleichzeitiger – sogenannter in-situ – optischer Abbildung der Strukturen und Analyse mittels maschineller Lernverfahren. Dieser Ansatz ist hochinnovativ und ermöglicht komplett neue Forschungsideen.

„Um Forschungsprojekte und neue Forschungsthemen vorantreiben zu können, muss die Forschungsinfrastruktur an der Hochschule ständig verbessert werden“, betont Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider. Dies umfasse auch eine technisch-apparative Ausstattung auf höchstem Niveau. „Dass wir die internationalen Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft in einem harten Wettbewerb überzeugen konnten, ist eine tolle Nachricht“, freut sich Schneider – und auf tiefe Einblicke in neue Dimensionen.

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Seit 30 Jahren ist Herbert Hass an der Hochschule Aalen. Der Laborbetriebsleiter kann es selbst kaum glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. „Jeder Tag an der Hochschule ist anders, das macht einfach Spaß. Und der Kontakt mit den Studierenden ist prima – da muss man flexibel sein“, sagt Herbert Hass und fügt lachend hinzu: „Die halten einem auf Trab.“ Hass ist einer der vielen Jubilare, die jetzt von Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider für ihre langjährige Mitarbeit ausgezeichnet wurden.

„Wir haben an der Hochschule eine super Truppe, die tagtäglich einen tollen Job macht“, betonte Rektor Schneider bei der feierlichen Ehrung im Blauen Labor des explorhino Science Centers und dankte den Mitarbeitern, Professoren und Lehrbeauftragten für ihr großes Engagement. Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Aufgaben – wie beispielsweise Heterogeniät der Studienanfänger, Internationalisierung, Forschung oder Stärkung des Gründergeists – werde an der Hochschule Aalen von den Professoren und Mitarbeitern sehr viel geleistet. „Durch Ihren Einsatz und Ihre Erfahrungen haben Sie die Weiterentwicklung der Hochschule maßgeblich mitgeprägt“, würdigte Schneider die zahlreichen Jubilare.

Prof. Dr. Günther Engel ist zwar schon seit 15 Jahren in Pension, aber der Hochschule ist er nach wie vor eng verbunden. Der emeritierte Chemieprofessor, der mehr als 30 Jahre an der Hochschule Aalen lehrte, wurde für seine zehnjährige Tätigkeit als Lehrbeauftragter in den Studiengängen Chemie und Angewandte Oberflächen- und Materialwisswenschaften ausgezeichnet. Forschen und Vorlesungen zu halten hat dem inzwischen 79-Jährigen immer besonders viel Freude bereitet. Seine große Leidenschaft für Chemie den Studierenden nahezubringen, das ist ihm heute als Lehrbeauftragter genauso wichtig wie damals. „Ich bin da ein bisschen als Missionar tätig“, sagt Prof. Dr. Günther Engel schmunzelnd und steckte sich sichtlich stolz die silberne Ehrennadel an sein Revers.

Geehrt wurden folgende Jubilarinnen und Jubilare: die langjährigen Professorinnen und Professoren Prof. Dr. Ulrich Schmitt (25 Jahre an der Hochschule), Prof. Dr. Michael Bauer (20), Prof. Dr. Anna Nagl (20), Prof. Dr. Juan Jose Güida (20), Prof. Dr. Jürgen Strauß (20), Prof. Dr. Dieter Ahrens (10), Prof. Dr. Karl-Christof Renz (10), Prof. Dr. Kerstin Rieder (10), Prof. Dr. Torsten Stein (10), Prof. Dr. Karsten Wendland (10), Prof. Dr. Joachim Albrecht (10).

Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Gabriele Beirle (40 Jahre an der Hochschule), Renate Schnepf (40), Herbert Hass (30), Gabriela Müller (25), Manfred Brucker (25), Ulrike Kuge (25), Markus Gruber (25), Petra Dörrer (25), Josef Hahn-Dambacher (20), Antje Discher (20), Ulrike Bretzger (20), Gabriele Hermann (20), Petra Konle (20), Susanne Gentner (20), Steffen Reck (10), Beate Schön (10), Monika Bühr (10), Roland Hartig (10), Melanie Lagler (10), Meta Lange (10), Ilka Diekmann (10), Stefanie Erhardt (10), Miriam Bischoff (10), Thomas Zeller (10).

Für 40 Jahre im öffentlichen Dienst wurden Prof. Dr. Wolf-Dieter Ruf, Prof. Dr. Jürgen Schneider, Gabriele Beierle und Renate Schnepf geehrt, für 25 Jahre im öffentlichen Dienst wurden geehrt: Prof. Dr. Thomas Hellmuth, Gabriela Müller, Manfred Brucker, Dieter Papkalla, Bodo Durian.

Als Lehrbeauftragte wurden geehrt: Carol Battista (20 Jahre an der Hochschule), Rita Kleppmann (20), Prof. Dr. Günther Engel (10), Hans-Martin Holl (10), Dietlind Seitz (10), Matthias Weber (10).

Außerdem verabschiedete Rektor Schneider Prof. Dr. Manfred Werner (seit 1989 an der Hochschule), Prof. Dr. Detlef Küpper (seit 2001 an der Hochschule), Franz Schäffer (seit 1987 an der Hochschule), Inge Beiler-Zabalek (seit 1998 an der Hochschule) und Bernd Dörband (seit 1992 an der Hochschule Aalen).

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Mit einem großen Festakt hat die Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Aalen das zehnjähriges Bestehen seiner Masterprogramme gefeiert. Studierende der ersten Stunde sowie zahlreiche Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft gratulierten zur Erfolgsgeschichte. Die Master International Marketing and Sales, Mittelstandsmanagement und Industrial Management haben sich inzwischen zu den beliebtesten Masterstudienprogrammen an der Hochschule entwickelt und gehören zu den erfolgreichsten Masterstudienangeboten in Baden-Württemberg. Mit Unterstützung von Zeiss und der Kreissparkasse Ostalb wurde den geladenen Gästen ein buntes Programm geboten.

"Wir feiern heute unsere „Verkaufsschlager““ – mit diesen Worten begrüßte Prorektor Prof. Dr. Markus Peter in einem unterhaltsamen Grußwort rund 100 geladene Gäste in der Aula der Hochschule Aalen zur Jubiläumsfeier anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Masterstudienprogramme Industrial Management und Management/International Business (heute zwei Master: International Marketing and Sales und Mittelstandsmanagement). Mit Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann und Alt-Rektor Prof. Dr. Dr. Ekbert Hering erwiesen einige prominente Gäste der Fakultät Wirtschaftswissenschaften die Ehre. In seiner Ansprache betonte der Dekan und damalige Studiendekan Prof. Dr. Ingo Scheuermann, wie wichtig die Schaffung neuer, attraktiver Masterstudienangebote gewesen sei. Habe die Fakultät Wirtschaftswissenschaften vor zehn Jahren mit der Gründung der beiden Master Industrial Management und Management/International Business mit je 15 wagemutigen Masterstudierenden noch Neuland an der Hochschule betreten, so gehören die Masterprogramme mit rund 300 Studierenden inzwischen zu den erfolgreichsten Studienprogrammen an der Hochschule Aalen. Sie haben sich zu Aushängeschildern mit sehr gefragten Absolventen in der Wirtschaft entwickelt, nicht zuletzt dank der zahlreichen Kooperationsprojekte mit der regionalen und internationalen Industrie.

Abwechslungsreiches Programm

Als Vertreter der Wirtschaft referierte Dr. Jörg Wissdorf, Geschäftsführer der Interflex Datensysteme GmbH, zum Thema Führung und Unternehmenskultur. Interflex Datensysteme wurde in diesem Jahr zu den Innovationsführern des Mittelstands gekürt. Wissdorf berichtete so aus erster Hand über die Bedeutsamkeit des Aufbaus einer starken Unternehmenskultur und gab den Führungskräften von morgen, den aktuellen Masterstudierenden und Alumni, wertvolle Tipps für den Berufsalltag mit auf den Weg. Aufgelockert wurde das Programm auch mit einem eindrucksvollen wissenschaftlichen Vortrag von Prof. Dr. Peter Gentsch zum Thema „Game Changer KI“ – wie die Künstliche Intelligenz (KI) nicht nur den Unternehmensalltag, sondern auch die Gesellschaft und das Privatleben nachhaltig verändert. Den Programmabschluss bildete eine musikalische Einlage der Dozentenband mit Prof. Dr. Markus Peter, Dr. Stephan Vossel und Katharina Peter. Beim anschließenden Sektempfang wurde dann nicht nur auf das Jubiläum und den Erfolg angestoßen, sondern auch weitere Zukunftsprojekte im Masterbereich diskutiert. Für 2019 gibt es Pläne, neue Masterprogramme – insbesondere zu digitalen Themen – an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften zu starten.

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Soziales Engagement ist im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet: Für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz sind jetzt Asu Rayamajhi, Tim Schneider und Tanja Mohr bei der internationalen Weihnachtsfeier der Hochschule Aalen mit Preisen geehrt worden. Das International Center, bestehend aus dem Akademischen Auslandsamt, dem Sprachenzentrum, dem gemeinnützigen Verein „International Society Aalen e.V.“ und dem Willkommensbüro für internationale Studierende in Ostwürttemberg (WISO), richtete die Feier aus.

Rund hundert Studierende, Mitarbeiter und Professoren hatten sich in der weihnachtlich dekorierten Cafeteria am Burren zur internationalen Weihnachtsfeier versammelt. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung mehrerer Preise an Aalener Studierende, die sich für den internationalen Austausch einsetzen. Die Nepalesin Asu Rayamajhi erhielt den mit tausend Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender. Die Masterstudentin im Studiengang Augenoptik und Psychophysik der Hochschule Aalen wurde für ihr außerordentliches soziales Engagement und ihre guten Studienleistungen ausgezeichnet. „Schon früh ist sie mir in Vorlesungen durch ihre engagierte Mitarbeit und das tiefgehende Interesse positiv aufgefallen“, sagt Professorin Dr. Ulrike Paffrath. Außerdem zeichne sie sich durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit für die Govinda Entwicklungshilfe e.V. und die Kulturküche in Aalen aus. In der Landeserstaufnahmestelle Ellwangen vermittelt die Masterstudentin Flüchtlingen die deutsche Sprache. Für die Organisation „Blind Rocks“, die sich für blinde und stark sehbehinderte Menschen in Nepal einsetzt, ist sie seit Beginn des Jahres deutschlandweite Ansprechpartnerin. Erst Ende November kehrte Asu Rayamajhi aus Nepal zurück – dort hatte sie bei Waisenkindern Augenuntersuchungen durchgeführt und sie mit Brillen versorgt.

Auch innerhalb der Hochschule Aalen ist Asu Rayamajhis soziales Engagement beeindruckend: Hier rief sie nach dem großen Erdbeben in Nepal 2015 eine Spendenaktion ins Leben und setzte sich für die Unterstützung der Überlebenden ein. Seit 2013 steht sie anderen ausländischen Studierenden mit Rat und Tat zur Seite und ist außerdem als Campus Scout tätig.

Bereits zum zweiten Mal vergab der gemeinnützige Verein „International Society Aalen e.V. (ISA)“ Preise an international engagierte Studierende der Hochschule Aalen. Tim Schneider hat für die Betreuung von vier internationalen Studierenden im Buddy-Programm den Preis „Buddy of the Year 2018 erhalten. Damit wurde der Technologiemangagment-Masterand auch für seine mehrfache Teilnahme am Buddy-Programm für geflüchtete Jugendliche ausgezeichnet. Tanja Mohr, Studentin der Internationalen Betriebswirtschaft, gewann den Preis „Ausland Erfahren und Teilen 2018“. Durch das Teilen ihrer Erfahrungen im Auslandssemester hatte sie Kommilitonen davon überzeugt, selbst während des Studiums ins Ausland zu gehen. Beide Preisträger können sich über ein Preisgeld in Höhe von jeweils 500 Euro freuen.

Eingerahmt wurden die Preisverleihungen von einem kulturellen internationalen Programm. Austauschstudierende aus Mexiko, Finnland und den USA boten Weihnachtslieder dar, eine Studentin aus Kolumbien stellte die Weihnachtsbräuche ihrer Heimat vor und zum Abschluss trat der Hochschulchor auf. Für das leibliche Wohl sorgten das Akademische Auslandsamt und das Studierendenwerk Ulm. „Es war eine äußert gelungen Veranstaltung, einfach richtig schön“, freut sich Pascal Cromm, Leiter des Akademischen Auslandsamts der Hochschule Aalen. „Wir durften drei besondere Studierende ehren und uns packende Laudationes anhören“, ergänzt seine Stellvertreterin Martina Kübler. „Dieses Format möchten wir gerne fortsetzen“, so Cromm.

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Mit mehr als 150 teilnehmenden Studierenden des Studienbereichs Gesundheitsmanagement der Hochschule Aalen und neun Unternehmen aus den unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsbranche war die Veranstaltung „Step In – Dein Schritt in eine gesunde Karriere“ ein voller Erfolg. Bei Fachvorträgen und im Dialog mit Unternehmensvertretern nutzten die Studierenden die Chance zu netzwerken.

Im Rahmen des Moduls „Stakeholdermanagement“ organisierten die Studierenden des dritten Semesters im Masterstudiengang Gesundheitsmanagement erstmals die Veranstaltung „Step In – Dein Schritt in eine gesunde Karriere“ unter der Leitung von Professor Dr. Anke Rahmel und Professor Dr. Tobias Nemmer.

Neun Unternehmen aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens, darunter unter anderem Krankenkassen, Träger von Gesundheitseinrichtungen und Beratungsunternehmen, waren bei der Veranstaltung vor Ort. Sie ermöglichten den Studierenden sich über die vielfältigen Berufsfelder und Karrierechancen in der Gesundheitsbranche zu informieren und wertvolle Kontakte für Werkstudententätigkeiten, Praktika, Abschlussarbeiten und ihren persönlichen Karriereeinstieg zu knüpfen.

Mit Ökotrophologin Carolin Nössler, Sportwissenschaftler Raimund Bosch und Finanzberater Dominik Saulér gewährten drei rennomierte Gastreferenten den Studierenden interessante Einblicke in die Ernährungswissenschaften, Sportwissenschaften und Karriereperspektiven. Ein umfangreiches Jobboard mit interessanten Stellenangeboten aus dem Gesundheitswesen, ein Stand des Akademischen Auslandsamts der Hochschule Aalen und ein Quiz für die Studierenden mit Fragen zu den Ausstellern rundeten das Veranstaltungsprogramm ab.

Das positive Feedback von Teilnehmern, Unternehmen und Professoren bestätigte den Studienbereich Gesundheitsmanagement als attraktiven und praxisnahen Kooperationspartner. Aufgrund des Erfolgs soll „Step In“ künftig zu einer nachhaltigen Veranstaltungsreihe des Studienbereichs Gesundheitsmanagement weiterentwickelt werden. Damit heißt es auch nächstes Jahr wieder: „Step In – Dein Schritt in eine gesunde Karriere“.

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Am 10. Dezember wird der Physik-Nobelpreis in Stockholm mit einer Besonderheit vergeben: Alle Preisträger manipulieren Licht. Donna Strickland erhält den ehrwürdigen Preis zusammen mit Gérard Mourou. Sie entwickelten eine Methode, mit der sich hochenergetische, ultrakurze Laserpulse erzeugen lassen. Mit ihren Arbeiten haben die Wissenschaftler die Laserphysik revolutioniert, so das Nobelpreiskomitee. Was das mit der Hochschule Aalen zu tun hat? Das zukunftsorientierte LaserApplikationsZentrum hat bereits 2017 einen Ultrakurzpulslaser (UKP) beantragt, um mit diesem nun nobelpreisprämierten Verfahren forschen zu können. Mit 1,6 Millionen Euro ist der Laser die bisher größte Einzelinvestition der Hochschule.

„Wir werden mit dem UKP-Laser Metalle hochpräzise ohne Wärmeeinfluss bearbeiten können. Transparente Materialien, wie beispielsweise Glas, lassen sich jetzt sogar innerhalb des Bauteils strukturieren oder schweißen“, erklärt Prof. Dr. Harald Riegel, Leiter des LaserApplikationsZentrums (LAZ) und Forscher im strategischen FH-Impulsprojekt SmartPro (Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien für energieeffiziente Produkte der Zukunft). Der Aalener Ultrakurzpulslaser wird aktuell fertiggestellt und Anfang 2019 im LAZ in Betrieb genommen. Sebastian Enderle, Masterstudent im Studiengang „Advanced Material and Manufacturing“, freut sich darauf, mit dem nobelpreisprämierten Verfahren forschen zu dürfen. „Die ultrakurzen Laserpulse eröffnen uns völlig neue Möglichkeiten, die wir nun für industrielle Anwendungen zugänglich machen werden“, sagt der Student begeistert.

Dass man Licht als Werkzeug nutzen kann, erkannten Physiker mit dem Aufkommen des Lasers bereits in den 60er Jahren. Im James-Bond-Film „Goldfinger“ von 1964 wird ein Laserstrahl gezeigt, mit dem sich Metall – und Geheimagenten – zerschneiden lassen. Doch das war erst der Beginn der physikalischen Anwendungen des Lasers.

Anfang der 1980er waren die Laserforscher allerdings vorerst an ihre Grenzen gestoßen: Die Erzeugung noch energiereicherer ultrakurzer Laserpulse gelang nicht mehr, ohne dabei Anlagenteile zu zerstören. Die Kanadierin Donna Strickland und ihr damaliger Doktorvater Gérard Mourou hatten die zündende Idee, die Pulse außerhalb des Lasergeräts zu verstärken. Dazu dehnten sie zuerst die Pulslänge (Pulsdauer), wodurch die Spitzenenergie des Pulses auf ein ungefährliches Niveau gesenkt werden konnte. Im Anschluss verstärkten sie das gedehnte Lichtbündel mit einem herkömmlichen Verfahren und führten ihm so Energie zu. Nach jahrelangen Versuchen gelang es ihnen schließlich, mit ihrem bahnbrechenden Verfahren ultra-kurze und energiereiche Laserpulse zu generieren, indem sie die verstärkten, gedehnten Laserpulse wieder komprimierten. Die Spitzenleistung dieser extrem kurzen Laserpulse reicht weit über den Gigawattbereich hinaus und ist größer als die Leistung mehrerer Kraftwerke. Die sogenannte chirped pulse amplification (CPA), also die Verstärkung ultrakurzer Pulse, war geboren.

Weit mehr Einsatzgebiete als Augenoperationen

Diese entscheidende Arbeit, ihre allererste wissenschaftliche Veröffentlichung überhaupt, publizierte Strickland 1985 im Alter von 26 Jahren. Sie ist nach Marie Curie (1903) und Maria Goeppert-Mayer (1963) erst die dritte Frau überhaupt, die mit einem Physik-Nobelpreis geehrt wird. Eine der bekanntesten Einsatzmöglichkeiten der ultrakurzen Bearbeitung ist beispielsweise die Augenoperation bei Fehlsichtigkeit. Heute ist die CPA die Standardtechnik für alle Anwendungen, in denen extrem hohe Laserpulsenergie benötigt wird. Im Maschinenbau werden so Metalle abgetragen. Im Gegensatz zur bisherigen Laserbearbeitungstechnologie, bei der stets Wärme in das Werkstück gelangt, ist nun aufgrund der extrem kurzen Einwirkzeit eine „kalte Lasermaterialbearbeitung“ möglich. Dabei werden kleinste Materialmengen exakt und rückstandsfrei abgetragen. Auf diese Weise werden beispielsweise sehr filigrane Löcher für Kraftstofffilter gebohrt. Auch wo Oberflächen präzise modifiziert und funktionalisiert werden müssen, kommt der Ultrakurzpulslaser zum Einsatz.

An der Hochschule wird allerdings auch an der Zukunft der Mobilität gearbeitet. Sebastian Enderle wird deshalb im Rahmen eines Forschungsprojekts Energiespeicher für Elektrofahrzeuge verbessern. In Vorarbeiten wurden gemeinsam mit dem Aalener Institut für Materialforschung mit Hilfe des Lasers bereits vielversprechende Ergebnisse erzielt. Der 25-Jährige arbeitet an diesem Forschungsprojekt und hat dafür sogar eine Anstellung bei Bosch im Allgäu eingetauscht. „Die Ultrakurzpulsbearbeitung wird der deutschen Industrie viele Wettbewerbsvorteile bieten, sofern wir sie nutzen. Mit dem Know-How, das ich in Aalen erwerbe, verschaffe ich mir und der Hochschule garantiert einen großen Vorsprung“, ist sich Enderle sicher. „Die ersten Ergebnisse mit einem Laser sind sehr positiv ausgefallen. Dadurch lassen sich die  Lithium-Ionen-Batterien in Zukunft sicherlich schneller laden“, ergänzt der Student begeistert.

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Der Studiengang Kunststofftechnik der Hochschule Aalen hat für das Kunststoffverarbeitungslabor eine neue Spritzgussmaschine erhalten. Die vollelektrische Maschine des Typs 520A der Firma Arburg GmbH ist auf dem neuesten technologischen Stand. Ein physikalisches Schäummodul, in dem ein hyperkritisches Fluid zum Kunststoff gemischt wird, ist ein wichtiges Ausstattungsmerkmal der Spritzgießmaschine. Durch die Schäumung werden Leichtbauteile vollautomatisch in einem kontrollierbaren Prozess für Großserien herstellbar.

Überlassen wurde die Maschine, deren Gesamtwert mehr als 350.000 Euro beträgt, als Dauerleihgabe von der Firma Arburg. Ziel der Kooperation zwischen Arburg und der Hochschule Aalen ist es, mit der neuen Maschine und der Sonderausstattung für das physikalische Schäumen die Forschungsaktivität im Bereich der geschäumten Leichtbauspritzgussteile zu erhöhen. Der neue Verarbeitungsprozess wird von den wissenschaftlichen Mitarbeitern im Kunststoffverarbeitungslabor zur Optimierung des Verfahrens sowie der Entwicklung von weiteren Anwendungsfeldern eingesetzt. „Durch das neue Verfahren entstehen in unserem Kunststoffverarbeitungslabor viele neue Möglichkeiten auf dem Gebiet des physikalischen Spritzgießens. Außerdem erweitert es die Lehrinhalte im Bachelorstudiengang Kunststofftechnik und den Masterstudiengängen Polymer Technology und Leichtbau“, freut sich Prof. Dr. Karl-Hans Leyrer, Leiter des Verarbeitungslabors Spritzgießen.

Optimale Ergebnisse beim Schäumprozess

Beim Spritzgießen werden thermoplastische Kunststoffe – sogenannte wiederaufschmelzbare Kunststoffe – mittels hohem Druck in das Werkzeug eingespritzt, um die Bauteile in Form zu bringen. Beim physikalischem Schäumen dagegen werden niedrigere Drücke benötigt und somit auch weniger Energie, um ein Bauteil herstellen zu können. Das komprimierte Gas wird dem geschmolzenen Kunststoff zugeführt und expandiert während des Einspritzens im Werkzeug. Damit wird eine feinporige Gefügestruktur im Bauteil erzeugt und Einfallstellen, die in Form von Vertiefungen an der Formteiloberfläche auftreten, beseitigt. Je nachdem, wie der Verarbeitungsprozess abläuft und optimiert wird, verändern sich die Zellstrukturen und die mechanischen Eigenschaften des gefertigten Bauteils. „In einem Forschungsvorhaben sollen weitere Anwendungsmöglichkeiten erarbeitet und die Prozessverständnisse vertieft werden“, erläutert Udo Grabmeier, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kunststoffverarbeitungslabor. Toll sei auch, dass die neue Maschine äußerst leise und, aufgrund der servoelektrischen Antriebe, sehr präzise arbeite. „Dadurch kann man sich während des Betriebs der Maschine in normaler Lautstärke unterhalten, was im Vergleich zu hydraulischen Maschinen meist nicht möglich ist“, sagt Grabmeier und lacht.

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Die Hugo Rupf-Stiftung zeichnet jedes Jahr Nachwuchskräfte aus der Region Ostwürttemberg aus, die über eine mindestens fünfjährige Berufserfahrung verfügen, sich stetig weiterbilden und sich zudem sozial engagieren. Diesjähriger Preisträger ist Michael Volkmann, der an der Graduate School Ostwürttemberg studiert.

In einer Feierstunde übergab Nikolas Palmarini, Vorsitzender des Vorstandes der Hugo Rupf-Stiftung und Enkel des Stiftungsgründers, im Gästehaus Eisenhof der Firma Voith ein Stipendium an Michael Volkmann. Der Stipendiat arbeitet als Projektleiter und Projektingenieur bei der Carl Zeiss SMT GmbH in Oberkochen. Bei seinen beruflichen Stationen konnte Volkmann bereits erste Projektleitungs- und Teilverantwortung übernehmen und qualifizierte sich für weitere Zukunftsaufgaben im Bereich Management und Führung weiter. Der diplomierte Physiker studiert seit 2018 den berufsbegleitenden MBA-Studiengang an der Graduate School Ostwürttemberg.

Hugo Rupf (1908 - 2000), der viele Jahre gemeinsam mit Hans Voith Geschäftsführer der Voith GmbH war, gründete 1977 die gleichnamige Stiftung. Neben der Förderung des Kultur-, Sozial- und Sportbereichs sah Hugo Rupf damals auch das wachsende Bedürfnis, eine Ausbildung für qualifizierte Führungskräfte zu schaffen, die im Management internationaler Unternehmen tätig werden können.

Die Graduate School Ostwürttemberg, mit ihrem kooperativen MBA-Studiengang zwischen der Hochschule Aalen und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim, wird jedes Jahr mit einer Förderung der Hugo Rupf-Stiftung bedacht. Diese wird im Rahmen eines Stipendiums vergeben.

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Damit neue Ideen und Technologien ihren Weg aus den Hochschulen in die Praxis finden, haben sich die Hochschulen Reutlingen und Aalen sowie die Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart im Projekt „Spinnovation“ zusammengeschlossen. Hier sollen die Studierenden die unternehmerischen Fähigkeiten und das Selbstvertrauen vermittelt bekommen, die sie für die Umsetzung ihrer Idee im oder nach dem Studium brauchen. Knapp eineinhalb Jahre nach dem Start konnten die drei Partnerhochschulen ihre Ziele weit übertreffen: Allein während des vergangenen Sommersemesters haben die drei Verbundpartner über 3000 Studierende für das Thema Gründen begeistert, woraus fast 400 konkrete Geschäftsideen entstanden sind.

Durch die fortschreitende Digitalisierung müssen sich nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen vermehrt mit der IT-Welt auseinandersetzen. Ältere, aber auch weniger technikaffine Menschen fühlen sich mit der fortschreitenden Technik im Alltag oftmals überfordert. So kam Stefan Maier auf die Idee, einen mobilen IT-Service aufzubauen. Mit IT-Themen beschäftigt sich der 34-jährige Aalener schon länger, schließlich ist er an der Hochschule Aalen für die IT in der Fakultät Elektronik und Informatik zuständig. Als die Gründungsinitiative der Hochschule Aalen stAArt-UP!de, im vergangenen Jahr einen Ideenwettbewerb veranstaltete, war dies für Stefan Maier der Anlass, seine Idee „MobitCar“ – die er schon lange im Kopf hatte – endlich auch konkret auszuarbeiten. Bei der Challenge 2017 gewann er in der Kategorie „Renditekönig“ und will nun mit dem Preisgeld seine Idee weiter vorantreiben.

Fest verankerte Lehrveranstaltungen

Denn genau dafür haben die drei Hochschulen Aalen, Reutlingen sowie die HdM im Jahr 2016 das Kooperationsprojekt „Spinnovation“ ins Leben gerufen und eine Förderung in Höhe von 1,8 Millionen Euro vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg erhalten. Inzwischen wurden zahlreiche Konzepte für Sensibilisierungs- und Begeisterungs-Workshops, Ideen- und Geschäftsmodell-Seminare, Gründerwettbewerbe, Bootcamps für Gründungsinteressierte, intensive Coachings in der Gründungsphase oder Summer Schools entwickelt und unter den Verbundpartnern ausgetauscht. An allen drei Hochschulen werden darüber hinaus im Curriculum fest verankerte Lehrveranstaltungen zum Thema Existenzgründung angeboten. Auch hier profitieren die Partner von den Erfahrungen und dem Know-how der jeweils anderen Hochschulen.

Frühzeitig positive Erfahrungen

Die Zahlen sprechen für sich: Allein im Sommersemester 2018 konnten in den unterschiedlichsten Formaten und Veranstaltungen an den drei Hochschulen insgesamt über 3000 Studierende erreicht und für das Gründungsthema sensibilisiert werden. Durch diese möglichst frühzeitigen, positiven Erfahrungen während des Studiums sollen die Studierenden dafür gewonnen werden, sich mit Innovationen und unternehmerischem Denken auseinanderzusetzen. Sie können in einem geschützten Rahmen ihre Ideen risikolos durchspielen und entwickeln. Und fast 400 Studierende haben dies auch getan und während des Sommersemesters aus ihrer Idee ein konkretes Geschäftsmodell entwickelt – und damit die Projektvorgaben bereits jetzt um ein Vielfaches übertroffen.

Zu den Semester-Highlights zählen die Projektpartner unter anderem den europaweiten Ideenwettbewerb EBMC, initiiert von der HdM, an dem die beiden anderen Hochschulen in der Jury und als Teilnehmer vertreten waren. Ein weiterer Höhepunkt ist auch die Veranstaltung „Start-up Stories“, zu der dieses Jahr Wissenschaftsministerin Theresia Bauer an die Hochschule Reutlingen kam.

„Spinnovation“:

Mit insgesamt acht Millionen Euro fördert das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg im Zeitraum von 2016 bis 2019 Projekte, die helfen, an den Hochschulen eine lebendige Gründungskultur zu etablieren sowie neue Studien- und Lehrkonzepte zu entwickeln. Diese sollen den Studierenden die Möglichkeit bieten, reale Innovations- und Gründungsprojekte zu erleben und umzusetzen. Das aus diesem Topf geförderte Projekt „Spinnovation“ ist eine Wortschöpfung aus „Spin-off“ und „Innovation“ und besteht aus dem Dreierverbund Hochschule Aalen, Hochschule Reutlingen und Hochschule der Medien Stuttgart. Insgesamt konnten an den drei Standorten seit dem Projektstart über 5000 Studierende für das Thema Gründen sensibilisiert werden, woraus knapp 700 konkrete Geschäftsideen entstanden sind. Mehr Infos unter www.spinnovation.info.

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