Baubürgermeister Julius Mihm fuhr mit Interessierten am Tag des offenen Denkmals mit dem Fahrrad durch die Stadt.
Schwäbisch Gmünd (sv). Im Rahmen des Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, führte Baubürgermeister Julius Mihm mit einer Fahrradtour durch erhaltenswerte Stadtquartiere. Die Rundtour führte zu Quartieren, die außerhalb der Schwäbisch Gmünder Altstadt gelegen sind. Ungefähr 30 Teilnehmer aus allen Altersgruppen erfuhren im wahrsten Sinne mit dem Rad die Stadt. Nach dem Start am Vogelhof/Nepperberg mit einem Abstecher über die Südstadt, Oststadt und abschließendem Halt in der Becherlehenstraße entdeckten sie verschiedene Beispiele für Gewerbe- und Industriearchitektur, Nachverdichtung und Mietwohnungsneubau.
Publiziert in Schwäbisch Gmünd
Schwäbisch Gmünd (Arbeitskreis Mobilität und Verkehr). Wenn der Reifen platt ist, haben passionierte Fahrradfahrer meist ein kleines Notfallset dabei, um erste Hilfe zu leisten. Aber oft reichen die kleinen Sets nicht aus, um zum Beispiel einen Kettenriss zu reparieren. Manch ein Gelegenheitsfahrer hat erst gar kein Werkzeug dabei. Für diesen Fall haben sich die Agenda 21 anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Fahrrads eine Lösung ausgedacht. 
Ab sofort steht ein Rad-Notfallkoffer des Arbeitskreis Mobilität und Verkehr auch auf dem Kalten-Feld zur Verfügung. Durch den Ersten Bürgermeister Dr. Joachim Bläse wurde am Dienstag, 28. August, den Verantwortlichen des Franz-Keller-Hauses vom Schwäbischen Alb Verein der Koffer übergeben. Der Rad-Notfallkoffer wurde entwickelt, damit der Radfahrer auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten beziehungsweise abseits von Rad-Fachgeschäften Hilfe zur Selbsthilfe findet. Im Rad-Notfallkoffer befindet sich alles für eine einfache und schnelle Reparatur: Werkzeug, Flickzeug, Kabelbinder und vieles mehr.

Das Werkzeug ist verteilt auf mehreren Ebenen, die herausnehmbar sind. Es finden sich Kleinteile wie: Gummihandschuhe, Reifenheber, die neben dem Flickzeug vorhanden sind. Die Anordnung aller Teile erleichtert die Vollständigkeitskontrolle. 

Die Idee eines „Notfallkoffers“ entstand Anfang 2017 mit einem Service für die touristischen Anlaufstellen rund um die Stadt. Daraufhin meldeten sich auch Stellen außerhalb der Stadt. Die Planung und Umsetzung der Idee übernahm die Gmünder Agenda 21 Arbeitskreis mit dem Sprecherteam. Die Werkzeuge sowie der Kofferinhalt wird stetig weiterentwickelt und passt sich dem Fahrradmarkt entsprechend an. 

Mit der Gestaltung und Herstellung eines in Handarbeit gefertigten Prototypen setzt man nun die Erfahrungswerte ein für eine Serienfertigung. Dazu befindet sich im Koffer ein Tagebuch für Anregungen und sonstige Mitteilungen.

Ausgestattet ist der „Agenda-Rad-Notfallkoffer" im Deckel mit Flickzeug, Gummihandschuhen und Reifenhebern und im inneren auf der oberen Ebene mit: Schraubendreher, Kettennieter, Isolierband und Zange. Untere Ebene: Schraubenschlüssel Inbussatz und Bits für Spezialgrößen und einen Hammer. 

Aufgrund der vielen verschiedenen Radschläuche mit unterschiedlichen Größen und Ventilen wurde auf Ersatzschläuche verzichtet, dafür ist das Flickzeug als universelles Material vorhanden. Zur Minimierung des Verlustrisikos empfiehlt der Agenda Arbeitskreis den Rad-Notfallkoffer gegen Hinterlegung eines Pfandes auszugeben. Die Benutzer des Koffers geben ein Pfand ab und dafür ist die Nutzung dann kostenlos. Zur Remstal Gartenschau 2019 sollen noch weitere Rad-Notfallkoffer hinzukommen. 
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