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Am Montag, 18. Juni 2018, fand in der Agentur für Arbeit Aalen der 3. „Frauenaktionstag“, eine Veranstaltung speziell für Frauen, die sich gerade in einer beruflichen Orientierungsphase befinden, statt. Dieser wurde in Kooperation zwischen Sabine Kunert, Leiterin des Regionalbüros für berufliche Fortbildung Ostwürttemberg, den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt Daniela Masur vom Jobcenter Ostalbkreis und Barbara Markus von der Arbeitsagentur Aalen, organisiert.

Nach Begrüßung und gemeinsamem Frühstück folgte der Vortrag zum Thema „Mut zum Konflikt - wie Sie in Beruf und Privatleben profitieren“. Anschließend bestand die Möglichkeit, sich in den Workshops „Farb- und Stilberatung“ und „Einblicke in das Bewerbungsverfahren aus Arbeitgebersicht“ zu informieren und auszutauschen.

Parallel dazu gab es ein durchgehendes Rahmenprogramm mit Bewerbungsmappencheck, Vor-Ort-Fotografie für Bewerbungsfotos und individuellen Beratungen rund um das Thema „Beruflicher Wiedereinstieg“.

Rund sechzig Frauen waren den Einladungen der Organisatorinnen gefolgt und erlebten einen informativen Vormittag. So äußerte sich Frau Z. begeistert über die wertvollen Anregungen für ihre nächsten Vorstellungsgespräche und Frau W. möchte die Tipps bei ihren Bewerbungsschreiben umsetzen.

Publiziert in Behörden
In Ostwürttemberg waren mit 7.295 Arbeitslosen im Berichtsmonat Juli 228 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen lag im Juli des Vorjahres um 1.330 Personen oder 15,4 Prozent deutlich höher. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk liegt unverändert bei 2,9 Prozent. In BadenWürttemberg nahm die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht zu. Hier stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an.

 

Ostalbkreis  Juli 2018  Juni 2018 Juli 2017
Arbeitslosenzahl 4.653 4.418 5.310
Arbeitslosenquote in % 2,7 2,5  3,0 
SGB III (Arbeitslosenversicherung) 2.372 2.098 2.596
SGB II (Grundsicherung 2.281 2.320 2.714

 

 

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Berichtsmonat in den Landkreisen unterschiedlich entwickelt. 2.642 Personen waren im Kreis Heidenheim arbeitslos gemeldet. Das sind 7 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 20,3 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote des Monats Juli ging um 0,1 Prozentpunkt auf 3,6 Prozent zurück. Agenturchef Elmar Zillert bewertet diese Zahlen positiv, denn „damit trotzt der Kreis Heidenheim dem für einen Juli normalerweise üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit und setzt den positiven Trend der letzten Monate fort.“

Im Ostalbkreis stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um 235 auf 4.653. Dies bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vormonat um 5,3 Prozent. Im Vorjahr waren zum gleichen Termin aber 12,4 Prozent mehr Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote im Ostalbkreis stieg saisonbedingt um 0,2 Prozentpunkte und lag zum Ende des Berichtsmonats bei 2,7 Prozent.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in diesem Monat ist fast ausschließlich auf die Entwicklung der Gruppe der unter 25-Jährigen zurückzuführen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Juni um 230 Personen auf 760 Arbeitslose an. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber Vormonat um 40,7 Prozent. Im Vorjahr waren mit 859 Personen zum gleichen Zeitpunkt 9,4 Prozent mehr Jugendliche in Ostwürttemberg arbeitslos gemeldet. Diese Entwicklung ist typisch für einen Juli. In diesem Monat endeten sehr viele Ausbildungsverhältnisse. Und der Übergang von einer Ausbildung ins Erwerbsleben klappt nicht immer nahtlos. Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig und liegen häufig auch bei den Jugendlichen selbst, die aufgrund der guten Arbeitsmarktlage nach der Ausbildung die Branche oder den Betrieb wechseln oder ein Studium bzw. eine Aufstiegsfortbildung anstreben. Doch Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur in Aalen, kennt seinen Arbeitsmarkt und gibt sich zuversichtlich. „Wir haben in nahezu allen Bereichen einen Mangel an Fachkräften. Die gut qualifizierten Ausbildungsabsolventen werden dringend gebraucht. Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass die Firmen der Region die gut ausgebildeten neuen Fachkräfte, die kein Studium bzw. Weiterqualifizierung anstreben, schon sehr bald aufnehmen werden.“

 

Die Entwicklung bei anderen Personengruppen zeigte sich hingegen eher stabil. So stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten im Berichtsmonat um 5 auf 440 Personen an. Bei den ausländischen Mitbürgern war eine Person mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Derzeit sind in Ostwürttemberg 1.995 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Positiv ist, dass sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 66 auf 2.191 verringerte. Der Rückgang dieser Personengruppe fiel mit 2,9 Prozent mehr als doppelt so hoch aus wie im Land. Trotzdem liegt ihr Anteil an allen Arbeitslosen mit 30,0 Prozent noch höher als im Land mit 28,6 Prozent.

Unterschiedlich verlief die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen. So nahm die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung gegenüber Juni um 320 Personen zu. Zum Ende des Berichtsmonats waren bei der Arbeitsagentur 3.581 Personen arbeitslos gemeldet. Im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV) war ein Rückgang zu verzeichnen. Hier waren 92 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Vormonat. 3.714 Arbeitslose waren in den Jobcentern zum Stichtag registriert.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Juli weiterhin dynamisch. So wurden in der Arbeitsagentur und den Jobcentern 2.479 Zugänge in Arbeitslosigkeit aber auch 2.258 Abgänge aus Arbeitslosigkeit verzeichnet. Erfreulich ist, dass die Zahl der neu gemeldeten Stellen in diesem Monat ordentlich zugelegt hat. 1.682 neue Stellen wurden der Arbeitsagentur und den Jobcentern gemeldet. Im Berichtsmonat standen den Vermittlungs- und Beratungsfachkräften 5.081 Stellenangebote zur Besetzung zur Verfügung. Mit 212 neu zu besetzenden Stellen meldete das verarbeitende Gewerbe die meisten Vermittlungsaufträge gefolgt vom Handel, der 133 neue Arbeitsstellen anzubieten hatte.

Auch der Ausbildungsmarkt zeigt noch eine große Dynamik. So wurden im laufenden Berichtsjahr von den Betrieben bisher 3.811 Ausbildungsstellen angeboten. Das sind 81 Ausbildungsangebote weniger als im Vorjahreszeitraum. Zum Ende des Berichtsmonats waren noch 1.384 Lehrstellen unbesetzt. Demgegenüber waren im Bisherigen Berichtsjahr 2.862 Jugendliche als Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung vorgemerkt. Dies sind 293 Bewerber oder 9,3 Prozent Ausbildungsinteressenten weniger als im Vorjahresvergleich.

„Der Trend der Vorjahre zum Bewerbermarkt setzt sich mit zunehmender Tendenz fort. Wir verzeichnen in diesem Jahr in Ostwürttemberg ein Drittel mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Dies freut die Ausbildungsinteressierten, wird aber zunehmend zum Problem für unsere Betriebe und unsere Region.

Deshalb müssen sich die Betriebe darauf einstellen, dass der künftige Fachkräftebedarf auf absehbare Zeit nicht mehr ausschließlich über Auszubildende gedeckt werden kann,“ so Elmar Zillert. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken werden die Arbeitsagentur und die Jobcenter an ihrem eingeschlagenen Kurs der marktorientierten Qualifizierung von Arbeitskräften festhalten. Dabei setzen wir sehr stark auf Qualifizierungsangebote, die zu einem beruflichen Abschluss führen. Aktuell nutzen 776 Personen ihre Chance, an den beruflichen Weiterbildungsangeboten teilzunehmen.

Publiziert in Wirtschaft