Die Arbeitslosigkeit ist in Ostwürttemberg im Berichtsmonat September in allen Bereichen zurückgegangen. So sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im Agenturbezirk um 437 auf 7.535. „Der urlaubs- und ferienbedingte Anstieg des Vormonats konnte zu einem großen Teil wieder kompensiert werden - die Sommerflaute ist überwunden,“ erklärt Elmar Zillert, Chef der Aalener Arbeitsagentur, die aktuelle Entwicklung. Im Vorjahresmonat waren noch 752 Personen
Ostalbkreis  September 2018 August 2018 September 2017
Arbeitslosenzahl  4.897  5.128  5.158 
Arbeitslosenquote in %  2,8  2,9 3,0 
SGB III (Arbeitslosenversicherung)  2.529  2.720  2.576 
SGB II (Grundsicherung)  2.368  2.408  2.582

 

 

Wir müssen bis ins Jahr 1991 zurückblicken, um niedrigere Arbeitslosenzahlen in einem Monat September zu entdecken. Die Arbeitslosenquote in Ostwürttemberg verbesserte sich gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie um 0,4 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert. Die Entwicklung in Ostwürttemberg verlief im Berichtsmonat parallel zum Landestrend. Auch hier sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf nun 3,1 Prozent.

„Erfreulich ist, dass alle Personengruppen von dieser Entwicklung profitieren konnten,“ so Zillert. Besonders die Gruppe der unter 25-Jährigen zeichnet verantwortlich für den starken Rückgang der Arbeitslosigkeit in unserer Region. Mit 843 arbeitslos gemeldeten jungen Erwachsenen lag ihre Zahl um 158 Personen oder anders ausgedrückt um 15,8 Prozent niedriger als noch im August. Positiv ist festzustellen, dass sich im Berichtmonat im Agenturbezirk die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 73 (3,3 Prozent) verringert hat. Im Land ging die Arbeitslosigkeit dieses Personenkreises lediglich um 1,9 Prozent zurück. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen in Ostwürttemberg arbeitslos gemeldeten Personen lag im Berichtszeitraum bei 28,5 Prozent. Der Wert für Baden-Württemberg lag bei 27,9 Prozent. Auch bei den ausländischen Arbeitslosen ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Ihre Zahl ging um 105 auf 2.045 zurück. Das entspricht einem Minus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist in beiden Landkreisen zu verzeichnen. Im Kreis Heidenheim reduzierte sich die Arbeitslosenzahl um 206 Personen auf 2.638. Das entspricht einem Minus zum Vormonat von 7,2 Prozent und einem Rückgang um 15,7 Prozent gegenüber dem September 2017. Dementsprechend sank auch die Arbeitslosenquote im Kreis Heidenheim gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte. Vor einem Jahr lag die Quote mit 4,3 Prozent noch 0,7 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert. Etwas schwächer ausgeprägt war der Rückgang bei den Arbeitslosen im Ostalbkreis ausgeprägt. 231 Menschen waren hier weniger arbeitslos gemeldet als im August. Dies bedeutet ein Minus von 4,5 Prozent zum Vormonat. Im Vorjahresvergleich sank die Arbeitslosenzahl um 5,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote des Ostalbkreises liegt aktuell bei 2,8 Prozent.

Betrachten wir die Rechtskreise, so nahm die Arbeitslosigkeit im Bereich des Arbeitslosengeldes I (diese Kunden werden durch die Arbeitsagentur betreut) gegenüber dem Vormonat im Agenturbezirk um 7,5 Prozent auf 3.789 Personen ab. Der Rückgang schlägt im Kreis Heidenheim mit 8,6 Prozent und im Ostalbkreis mit 7,0 Prozent zu Buche. Im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV, das sind Kunden die durch die Jobcenter betreut werden) waren im Agenturbezirk 3.746 Personen arbeitslos gemeldet. Ihre Zahl lag um 128 niedriger als im Vormonat. Der Rückgang erfolgte vorwiegend im Kreis Heidenheim mit einem Minus von 6,0 Prozent. Im Ostalbkreis reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 1,7 Prozent.

Die Betriebe sind nach der Urlaubszeit wieder verstärkt an der Einstellung von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern interessiert. Dies dokumentiert auch die im Berichtsmonat wieder stark gestiegene Anzahl offener Arbeitsstellen. 1.235 neue Stellenangebote haben die Firmen der Arbeitsagentur und den Jobcentern zur Besetzung gemeldet. Das sind 135 Stellen mehr, als noch im Vormonat. Mit 179 neu gemeldeten Arbeitsstellen bestand im Berichtsmonat die größte Nachfrage an Arbeitskräften im verarbeitenden Gewerbe. Großer Bedarf an Personal bestand auch im Handel. Hier wurden 121 neue Vermittlungsaufträge erteilt. Im Berichtsmonat standen den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagentur und der Jobcenter 4.845 Stellen zur Besetzung zur Verfügung. „Wir gehen davon aus, dass sich diese positive Entwicklung des Arbeitsmarktes auch im Oktober fortsetzt und die Arbeitslosenzahlen ihren Sinkflug fortsetzen,“ beendet Elmar Zillert seine Ausführungen.

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Dienstag, 18 September 2018 10:00

19.09.2018: Workshop für Berufsrückkehrerinnen

Sie möchten nach der Familien- oder Pflegezeit wieder ins Arbeitsleben zurückkehren? Eine Herausforderung, die sich lohnt! 

Die Agentur für Arbeit Aalen bietet hierzu am 19. September 2018 eine Informationsveranstaltung für Berufsrückkehrende an. Von 9:30 bis 11:30 Uhr beantwortet Barbara Markus, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, unter anderem die folgenden Fragen:

Wie gelingt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Welche Perspektiven bietet der regionale Arbeitsmarkt? Welche Beratungs- und Unterstützungsangebote können Berufsrückkehrende in Anspruch nehmen? Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Die Veranstaltung findet in der Agentur für Arbeit Aalen, Julius-Bausch-Straße 12, Raum 035 statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Weitere Informationen erhalten Sie bei Barbara Markus unter Tel.: 07361/575 385.
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Die Zahl der Arbeitslosen in Ostwürttemberg ist im aktuellen Berichtsmonat saisonbedingt um 677 auf 7.972 Personen angestiegen. Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen fiel mit 9,3 Prozent sowohl im Vergleich zu Baden-Württemberg, als auch zum Durchschnitt der letzten 5 Jahre, stärker aus als erwartet.

 

Ostalbkreis  August 2018  Juli 2018  August 2017 
Arbeitslosenzahl  5.128 4.653 5.645 
Arbeitslosenquote in % 2,9 2,7 3,2
SGB III (Arbeitslosenversicherung) 2.720  2.372  2.902 
SGB II (Grundsicherung) 2.408  2.281  2.743

 

 

„Und trotzdem können wir konstatieren, dass wir seit über 27 Jahren keine so niedrige Zahl an Arbeitslosen in einem August hatten, wie in diesem Jahr“, kommentiert Elmar Zillert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Aalener Arbeitsagentur, die aktuelle Arbeitsmarktsituation. Die Hauptursachen für diesen Anstieg in den Sommermonaten sind wie in jedem Jahr die Zahl von Absolventinnen und Absolventen, die nach Beendigung ihrer Ausbildung/ihres Studiums nicht unmittelbar in eine Anschlussbeschäftigung einmünden. Auch auslaufende Zeitverträge und ein in der Urlaubszeit verhaltenes Einstellungsverhalten der Betriebe sind ursächlich für den Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Berichtsmonat“, so Zillert.

Letzteres spiegelt sich auch in den rückläufigen Zahlen der neu zur Besetzung gemeldeten Arbeitsstellen wider. Mit 1.100 neu gemeldeten Stellen liegen wir im Berichtsmonat in der Region um 11,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. BadenWürttemberg hat im Vergleich zum August des Vorjahres nur einen Rückgang von 7,4 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt standen den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagenturen und der Jobcenter in Ostwürttemberg im Berichtsmonat August 4.813 gemeldete Arbeitsstellen für Vermittlungsaktivitäten zur Verfügung.

Auch wenn sich die Zahlen der neu gemeldeten Stellen aktuell als rückläufig erweisen, so konnte doch insgesamt weiterhin eine hohe Nachfrage vor allem nach qualifizierten Arbeitskräften in Ostwürttemberg verzeichnet werden. Das Verhältnis zwischen gemeldeten Stellen und Arbeitslosen in Ostwürttemberg hat sich allerdings sehr unterschiedlich entwickelt. Positiv entwickelte sich in Ostwürttemberg im Berichtsmonat, rein quantitativ betrachtet, die Marktsituation im Bereich der Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung. Hier verbesserte sich die Relation von 3,0 Arbeitslose pro offener Stelle auf 2,7 Arbeitslose je offener Stelle. Im Bereich Produktion/ Fertigung konnte sich die Relation stabil halten. Hier liegt das Verhältnis nach wie vor bei 1,3 Arbeitslose pro offener Stelle. In allen anderen Bereichen hat sich die Situation zu Ungunsten der Arbeitslosen entwickelt. Insgesamt kamen auf jede offene Stelle rein rechnerisch 2,2 Arbeitslose. Vor Jahresfrist kamen noch 2,0 Arbeitslose auf eine offene Stelle.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im August waren alle Personengruppen betroffen. Den stärksten Zuwachs haben wir bei den unter 25-Jährigen zu verzeichnen. Hier stieg die Zahl der Arbeitslosen im Berichtsmonat um 31,7 Prozent auf nun 1.001 Personen an. Damit stieg die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen in Ostwürttemberg im Berichtsmonat stärker als im Durchschnitt des Landes Baden-Württemberg an. Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen ist von 2,6 auf 3,4 Prozent angestiegen. Auch die anderen Personengruppen haben im zurückliegenden Berichtsmonat einen leichten Anstieg verzeichnen müssen. Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen erhöhte sich um 150 auf 2.150 Menschen, was einem Anstieg um 7,8 Prozent gegenüber Juli entspricht. Bedingt ist dies durch die Situation im Bereich Flucht und Asyl. Endende Sprach- und Integrationskurse führen zu einem vermehrten Einmünden der betroffenen Personen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt. Auch die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahren ist im Berichtsmonat stärker angestiegen als im Landesdurchschnitt. Ihre Zahl erhöhte sich um 88 auf nunmehr 2.928 Menschen, was ein Plus um 3,1 Prozent gegenüber dem Vormonat bedeutet. Im Land wurde lediglich ein Anstieg der Zahlen um 2,5 Prozent verzeichnet. Sehr verhalten zeigte sich auch die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen. Während sich ihre Zahl in den vergangenen Monaten reduzierte, erhöhte sie sich im August um 27 auf 2.218 Personen. Im Versicherungsbereich (Arbeitslosengeld 1) stieg die Zahl der Langzeitarbeitslosen zum ersten Mal seit drei Jahren. Insgesamt belief sich der Anstieg in Ostwürttemberg auf 1,2 Prozent, während BadenWürttemberg nur ein Plus von 0,8 Prozent verzeichnet.

Vergleicht man allerdings die Zahlen des aktuellen Berichtsmonats mit denen des Vorjahres, dann kann man feststellen, dass bei allen Personengruppen geringere Zahlen in der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen sind. Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich um fast 13 Prozent zurückgegangen. Das sind 1.148 Arbeitslose weniger, als noch vor einem Jahr. Baden-Württemberg verzeichnet im Vergleich nur einen Rückgang an Arbeitslosen um 8,2 Prozent.

Beim Vergleich der beiden Rechtskreise in der Region, zeichnet sich folgendes Bild ab: Während im Ostalbkreis im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV) mit 127 Personen und im Landkreis Heidenheim mit 33 Personen auf 3.874 Arbeitslose insgesamt nur ein sehr moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen war, erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Versicherungsbereich (Arbeitslosengeld 1) um 517 auf 4.098.

Im regionalen Vergleich stieg die Arbeitslosenquote im Landkreis Heidenheim von zuletzt 3,6 Prozent im Juli auf 3,9 Prozent an. Im Ostalbkreis erhöhte sich die Quote um 0,2 auf 2,9 Prozent. Mit einem Anstieg um 0,3 Prozent entwickelte sich die Arbeitslosenquote in der Geschäftsstelle Schwäbisch Gmünd parallel zum Gesamtbezirk Ostwürttemberg. Einen Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte gegenüber Juli mussten der Bezirk Bopfingen und Ellwangen verzeichnen. Aalen hat mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,4 Prozent die stärkste Erhöhung zu verzeichnen. „Da die fundamentalen Daten des Marktes stimmen und die Auftragsbücher der Unternehmen in unserer Region gut gefüllt sind, gehen wir in den kommenden Monaten wieder von einer deutlichen Reduzierung der Arbeitslosigkeit aus“, so Zillert.

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Am Montag, 18. Juni 2018, fand in der Agentur für Arbeit Aalen der 3. „Frauenaktionstag“, eine Veranstaltung speziell für Frauen, die sich gerade in einer beruflichen Orientierungsphase befinden, statt. Dieser wurde in Kooperation zwischen Sabine Kunert, Leiterin des Regionalbüros für berufliche Fortbildung Ostwürttemberg, den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt Daniela Masur vom Jobcenter Ostalbkreis und Barbara Markus von der Arbeitsagentur Aalen, organisiert.

Nach Begrüßung und gemeinsamem Frühstück folgte der Vortrag zum Thema „Mut zum Konflikt - wie Sie in Beruf und Privatleben profitieren“. Anschließend bestand die Möglichkeit, sich in den Workshops „Farb- und Stilberatung“ und „Einblicke in das Bewerbungsverfahren aus Arbeitgebersicht“ zu informieren und auszutauschen.

Parallel dazu gab es ein durchgehendes Rahmenprogramm mit Bewerbungsmappencheck, Vor-Ort-Fotografie für Bewerbungsfotos und individuellen Beratungen rund um das Thema „Beruflicher Wiedereinstieg“.

Rund sechzig Frauen waren den Einladungen der Organisatorinnen gefolgt und erlebten einen informativen Vormittag. So äußerte sich Frau Z. begeistert über die wertvollen Anregungen für ihre nächsten Vorstellungsgespräche und Frau W. möchte die Tipps bei ihren Bewerbungsschreiben umsetzen.

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In Ostwürttemberg waren mit 7.295 Arbeitslosen im Berichtsmonat Juli 228 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen lag im Juli des Vorjahres um 1.330 Personen oder 15,4 Prozent deutlich höher. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk liegt unverändert bei 2,9 Prozent. In BadenWürttemberg nahm die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht zu. Hier stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an.

 

Ostalbkreis  Juli 2018  Juni 2018 Juli 2017
Arbeitslosenzahl 4.653 4.418 5.310
Arbeitslosenquote in % 2,7 2,5  3,0 
SGB III (Arbeitslosenversicherung) 2.372 2.098 2.596
SGB II (Grundsicherung 2.281 2.320 2.714

 

 

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Berichtsmonat in den Landkreisen unterschiedlich entwickelt. 2.642 Personen waren im Kreis Heidenheim arbeitslos gemeldet. Das sind 7 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 20,3 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote des Monats Juli ging um 0,1 Prozentpunkt auf 3,6 Prozent zurück. Agenturchef Elmar Zillert bewertet diese Zahlen positiv, denn „damit trotzt der Kreis Heidenheim dem für einen Juli normalerweise üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit und setzt den positiven Trend der letzten Monate fort.“

Im Ostalbkreis stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um 235 auf 4.653. Dies bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vormonat um 5,3 Prozent. Im Vorjahr waren zum gleichen Termin aber 12,4 Prozent mehr Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote im Ostalbkreis stieg saisonbedingt um 0,2 Prozentpunkte und lag zum Ende des Berichtsmonats bei 2,7 Prozent.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in diesem Monat ist fast ausschließlich auf die Entwicklung der Gruppe der unter 25-Jährigen zurückzuführen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Juni um 230 Personen auf 760 Arbeitslose an. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber Vormonat um 40,7 Prozent. Im Vorjahr waren mit 859 Personen zum gleichen Zeitpunkt 9,4 Prozent mehr Jugendliche in Ostwürttemberg arbeitslos gemeldet. Diese Entwicklung ist typisch für einen Juli. In diesem Monat endeten sehr viele Ausbildungsverhältnisse. Und der Übergang von einer Ausbildung ins Erwerbsleben klappt nicht immer nahtlos. Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig und liegen häufig auch bei den Jugendlichen selbst, die aufgrund der guten Arbeitsmarktlage nach der Ausbildung die Branche oder den Betrieb wechseln oder ein Studium bzw. eine Aufstiegsfortbildung anstreben. Doch Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur in Aalen, kennt seinen Arbeitsmarkt und gibt sich zuversichtlich. „Wir haben in nahezu allen Bereichen einen Mangel an Fachkräften. Die gut qualifizierten Ausbildungsabsolventen werden dringend gebraucht. Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass die Firmen der Region die gut ausgebildeten neuen Fachkräfte, die kein Studium bzw. Weiterqualifizierung anstreben, schon sehr bald aufnehmen werden.“

 

Die Entwicklung bei anderen Personengruppen zeigte sich hingegen eher stabil. So stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten im Berichtsmonat um 5 auf 440 Personen an. Bei den ausländischen Mitbürgern war eine Person mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Derzeit sind in Ostwürttemberg 1.995 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Positiv ist, dass sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 66 auf 2.191 verringerte. Der Rückgang dieser Personengruppe fiel mit 2,9 Prozent mehr als doppelt so hoch aus wie im Land. Trotzdem liegt ihr Anteil an allen Arbeitslosen mit 30,0 Prozent noch höher als im Land mit 28,6 Prozent.

Unterschiedlich verlief die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen. So nahm die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung gegenüber Juni um 320 Personen zu. Zum Ende des Berichtsmonats waren bei der Arbeitsagentur 3.581 Personen arbeitslos gemeldet. Im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV) war ein Rückgang zu verzeichnen. Hier waren 92 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Vormonat. 3.714 Arbeitslose waren in den Jobcentern zum Stichtag registriert.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Juli weiterhin dynamisch. So wurden in der Arbeitsagentur und den Jobcentern 2.479 Zugänge in Arbeitslosigkeit aber auch 2.258 Abgänge aus Arbeitslosigkeit verzeichnet. Erfreulich ist, dass die Zahl der neu gemeldeten Stellen in diesem Monat ordentlich zugelegt hat. 1.682 neue Stellen wurden der Arbeitsagentur und den Jobcentern gemeldet. Im Berichtsmonat standen den Vermittlungs- und Beratungsfachkräften 5.081 Stellenangebote zur Besetzung zur Verfügung. Mit 212 neu zu besetzenden Stellen meldete das verarbeitende Gewerbe die meisten Vermittlungsaufträge gefolgt vom Handel, der 133 neue Arbeitsstellen anzubieten hatte.

Auch der Ausbildungsmarkt zeigt noch eine große Dynamik. So wurden im laufenden Berichtsjahr von den Betrieben bisher 3.811 Ausbildungsstellen angeboten. Das sind 81 Ausbildungsangebote weniger als im Vorjahreszeitraum. Zum Ende des Berichtsmonats waren noch 1.384 Lehrstellen unbesetzt. Demgegenüber waren im Bisherigen Berichtsjahr 2.862 Jugendliche als Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung vorgemerkt. Dies sind 293 Bewerber oder 9,3 Prozent Ausbildungsinteressenten weniger als im Vorjahresvergleich.

„Der Trend der Vorjahre zum Bewerbermarkt setzt sich mit zunehmender Tendenz fort. Wir verzeichnen in diesem Jahr in Ostwürttemberg ein Drittel mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Dies freut die Ausbildungsinteressierten, wird aber zunehmend zum Problem für unsere Betriebe und unsere Region.

Deshalb müssen sich die Betriebe darauf einstellen, dass der künftige Fachkräftebedarf auf absehbare Zeit nicht mehr ausschließlich über Auszubildende gedeckt werden kann,“ so Elmar Zillert. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken werden die Arbeitsagentur und die Jobcenter an ihrem eingeschlagenen Kurs der marktorientierten Qualifizierung von Arbeitskräften festhalten. Dabei setzen wir sehr stark auf Qualifizierungsangebote, die zu einem beruflichen Abschluss führen. Aktuell nutzen 776 Personen ihre Chance, an den beruflichen Weiterbildungsangeboten teilzunehmen.

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