Freitag, 14 September 2018 12:00

Weltkindertagsfest am 15. September im und um das Gmünder Rathaus

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von links: Sonja Wahl (Canisius Haus), Saskia Kucher (AOK), Gerhard Jäger (Gemeindepsychatrie), Irmgard Dambacher (Caritas), Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, Barbara Herzer (Leitung Abtielung Jugendarbeit, Amt für Familie und Soziales), Sandra Sanwald (Fachkraft Inklusion), Lisa-Marie Hilse (Amt für Familie und Soziales, Inklusion) und Dieter Lehmann (Leiter des Amtes für Familie und Soziales). von links: Sonja Wahl (Canisius Haus), Saskia Kucher (AOK), Gerhard Jäger (Gemeindepsychatrie), Irmgard Dambacher (Caritas), Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, Barbara Herzer (Leitung Abtielung Jugendarbeit, Amt für Familie und Soziales), Sandra Sanwald (Fachkraft Inklusion), Lisa-Marie Hilse (Amt für Familie und Soziales, Inklusion) und Dieter Lehmann (Leiter des Amtes für Familie und Soziales). Bild: Schwäbisch Gmünd
Schwäbisch Gmünd (sv). Auch in diesem Jahr lädt der Arbeitskreis Weltkindertag und das Kinder- und Jugendbüro wieder zum Weltkindertagsfest ein. Der Arbeitskreis Weltkindertag hat es sich 1995 zur Aufgabe gemacht, die Bedürfnisse der Kinder sowie deren Rechte in den Vordergrund seines Engagements zu stellen und im Rahmen des Weltkindertags der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Fest zum Weltkindertag im Rathaus und am Oberen Marktplatz macht das für die Familien auch sicht- und erlebbar. Die Schirmherrschaft übernimmt auch in diesem Jahr wieder Oberbürgermeister Richard Arnold. Das Weltkindertagsfest ist schon lange fester Bestandteil des Stadtgeschehens. 
Das Weltkindertagsfest wird um 11 Uhr durch die Rathausglocken eingeläutet. Der Erste Bürgermeister Dr. Joachim Bläse eröffnet das Weltkindertagsfest und begrüßt alle Kinder, Besucherinnen und Besucher zum 24. Weltkindertagsfest in Schwäbisch Gmünd.

Um 12 Uhr wird das Projekt „Kommune Inklusiv“ gefeiert mit vielen Gmünder sozialen Trägern, dem Verein zur Förderung der Inklusion in Schwäbisch Gmünd e.V., Landrat Klaus Pavel, Oberbürgermeister Richard Arnold und dem Ersten Bürgermeister Dr.Joachim Bläse. Das „Gmünder Kinderlied“ – Kinder mit und ohne Behinderung haben über Wochen gemeinsam geprobt- feiert Premiere. Eine gemeinsame Kunstaktion – Jugendarbeit und Inklusion- schlägt symbolisch die Brücke zwischen Weltkindertagsfest und dem Projekt „ Kommune Inklusiv Schwäbisch Gmünd gemäß dem Motto“ Gemeinsam von Anfang an“.

Die Veranstalter freuen sich schon heute auf ein tolles Fest mit vielen Gästen und einem schönen Miteinander bei allen Aktionen und Programmpunkten. Geboten werden zahlreiche Angebote im Rathaus und bei gutem Wetter auch ums Rathaus herum. Der Arbeitskreis möchte darauf hinweisen, dass alle Angebote im Rathaus für Menschen mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer und Kinderwagenschieber mit dem Fahrstuhl problemlos zugänglich sind und bittet gleichzeitig darum, den Fahrstuhl für diese Besucherinnen und Besucher freizuhalten. 
Aktionen am Weltkindertag: 
Neu dabei:
- Remstalgartenschau, Remsi anmalen
- AG Zahngesundheit, Angelspiel
- Jugendkunstschule
- SJR
- Mobile Jugendarbeit, Getränkeverkauf
- Jugendarbeit mit dem Lesezelt
- Kunstaktion der Jugendarbeit- Bannergestaltung durch die Besucher*innen als symbolischer Brückenschlag zum
- Projekt „Kommune Inklusiv“
• Glitzertatoos, Kindergarten Sterntaler
• Kinderschminken, Kinderschutzbund 
• Luftballons rasieren ( Wettbewerb), Wippdu
• Caritas
• Kräutersalz herstellen, Freie Waldorfschule 
• Schatzsuche, Klosterbergschule
• Montesorri Initiative
• Glücksrad, AOK
• Stockbrot und „Gute-Tat-Männchen“ basteln, Pfadfinder
• Hände bedrucken, Aktion Familie
• Informationen zur Biene, Bienenzüchterverein
• Herr Duda der Drehorgelspieler 

Für die Stärkung ist auch gesorgt. Es gibt:
• Kaffee und Kuchen, St. Canisius
• Getränke, Mobile Jugendarbeit
• Pizza, Italienische Gemeinde
Informationen zum Arbeitskreis Weltkindertag
Der Arbeitskreis Weltkindertag wurde im Jahre 1995 gegründet. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal am Weltkindertag selbst, dem 20. September, ein großes Familienfest auf dem Johannisplatz und im Prediger in Schwäbisch Gmünd gefeiert. Mittlerweile besteht der Arbeitskreis aus 10 Mitgliedern: Caritas Ostwürttemberg, Eltern-Kind-Zentrum Wippidu, Klosterbergschule, Freie Waldorfschule, Deutscher Kinderschutzbund OV Schwäbisch Gmünd, Schulkindergarten Sterntaler der Lebenshilfe, „Aktion Familie“, der Verein „AhA“ (Aussiedler helfen Aussiedlern) und der Montessori Initiative, die mit Unterstützung des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Schwäbisch Gmünd erfolgreich zusammenarbeiten. Sie nehmen sich der Belange und Bedürfnisse der Kinder aus Schwäbisch Gmünd an und veranstalten mittlerweile jährlich das bereits etablierte und sehr erfolgreiche Weltkindertagsfest in Schwäbisch Gmünd.
Informationen zum Weltkindertag und der Kinderrechts-konvention (aus: Wikipedia)
Der Kindertag ist heute in vielen Kulturen der Erde ein Feiertag speziell für die Kinder und zugleich ein politischer Kampftag, der die Bedürfnisse der Kinder in das öffentliche Bewusstsein rücken soll.
Er geht zurück auf die Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder, zu welcher im August 1925 54 Vertreter verschiedener Staaten zusammenkamen und die Genfer Erklärung zum Schutze der Kinder verabschiedeten. Im Anschluss an die Konferenz führten diverse Regierungen einen Kindertag ein.
Als erster Staat der Moderne führte die Türkei unter Mustafa Kemal Atatürk schon 1920 einen "Tag des Kindes" ein.
1954 gab das Weltkinderhilfswerk der Vereinten Nationen eine Empfehlung heraus, der zufolge jeder Staat einen Tag zum so genannten Weltkindertag („Universal Children's Day“) erklären sollte. Damit sollte ein weltweites Zeichen für Kinderrechte gesetzt werden. Der Termin des Kindertages variiert sehr stark zwischen den einzelnen Staaten. Über 30 Staaten übernahmen jedoch von China und den USA den 1. Juni als Termin. Dieser wird auch als internationaler Kindertag bezeichnet.

Die UNO feiert den Weltkindertag am 20. November, dem Datum, an welchem sie im Jahre 1959 die Erklärung der Kinderrechte und im Jahre 1989 die Konvention der Kinderrechte beschlossen hat. Die Kinderrechtskonvention hat die größte Akzeptanz aller UN-Konventionen. Mit Ausnahme von zwei Staaten (USA und Somalia) haben weltweit alle Länder dieser Erde die Kinderrechtskonvention ratifiziert (193 mit Stand 6. Dezember 2006). (In den USA gab es übrigens die Todesstrafe auch für Kinder, was im Widerspruch zur Konvention steht. 2005 entschied der US Supreme Court, dass die Todesstrafe für Kinder verfassungswidrig ist.) Allerdings bedeutet die Tatsache der Ratifizierung nicht, dass es in den unterzeichnenden Staaten nicht noch immer massive Verletzungen der Kinderrechte gäbe. 
Die Kinderrechtskonvention
Im Originaltext braucht es 40 Artikel in sehr komplizierter und sicher nicht kindergerechter Sprache. Die UNICEF, die Kinderrechtsorganisation der UNO, fasst den 20 Seiten langen Text in zehn Grundrechten zusammen:
1. Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht
2. Das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit
3. Das Recht auf Gesundheit
4. Das Recht auf Bildung und Ausbildung
5. Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung
6. Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln
7. Das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens
8. Das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung
9. Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause
10. Das Recht auf Betreuung bei Behinderung
In der Praxis heißt das, die Kinder haben das Recht in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung, Ausbildung und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen.
In einem Zusatzprotokoll wird die Rekrutierung Minderjähriger (Kindersoldaten) geächtet.
Der Kindertag in Deutschland 
Während des kalten Krieges gestaltete sich der Kindertag in Ost und West sehr unterschiedlich, fand zu verschiedenen Terminen statt (DDR: 1. Juni, BRD: 20. September), hatte verschiedene Namen (DDR: „Internationaler Kindertag“, BRD: „Weltkindertag“) und unterschiedlichen Charakter: In der DDR wurde der Kindertag im Jahre 1950 eingeführt und war fortan üblicherweise ein herausragendes jährliches Ereignis im Leben der Kinder. So gab es üblicherweise Gratulationen und Geschenke von den Eltern, Schulausflüge und dergleichen. Im Westen hatte der Kindertag hingegen keinen so hohen Stellenwert im Leben der Kinder und auch keinen besonders großen Bekanntheitsgrad in der erwachsenen Bevölkerung, war also von der kulturellen Bedeutung her in etwa vergleichbar mit dem Tag des Wassers oder dem Tag des Baumes. Erst seit 1989 veranstaltet das Deutsche Kinderhilfswerk an diesem Tag öffentliche Kinderfeste.
Seitdem die DDR im Zuge der Wiedervereinigung in der Bundesrepublik Deutschland aufging, gilt als offizieller Termin des Kindertags der 20. September. Das wurde jedoch von der Bevölkerung der ehemaligen DDR nicht akzeptiert, so dass viele Eltern weiterhin mit ihren Kindern am 1. Juni feiern und auch öffentliche Kindertags-Veranstaltungen zu diesem Termin stattfinden.
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