Mittwoch, 10 Oktober 2018 15:00

Kino am Kocher: Programm ab 11.10.2018

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Die Frau, die vorausgeht
11. Oktober, Donnerstag 20:00 Uhr (OmU)
12. Oktober, Freitag 22:30 Uhr
14. Oktober, Sonntag 20:00 Uhr
15. Oktober, Montag 19:00 Uhr

USA 2017, 106 Min.
Regie Susanna White
Frei ab 12 Jahren
Mit Jessica Chastain, Sam Rockwell, Michael Greyeyes, Ciarán Hinds

Im Frühjahr 1889 reist die verwitwete Malerin Catherine Weldon, dargestellt von Jessica Chastain, von New York nach Dakota, um im Reservat niemand Geringeren als Sitting Bull zu porträtieren – zum Unwillen der Soldaten, die sie der Spionage verdächtigen. Schlimmer noch: Sie muss erleben, wie die Armee die Indianer mit hinterlistigen Intrigen vernichten will. Eine wahre Geschichte, die sich so oder ähnlich zugetragen hat, Catherine Weldon hat es wirklich gegeben (ihr richtiger Vorname ist Caroline), zwei ihrer vier Ölgemälde von Sitting Bull hängen in amerikanischen Museen. Die Gespräche zwischen ihr und dem Häuptling nehmen im Film einen großen Raum ein.

Drehbuchautor Steven Knight vermittelt interessante Einsichten in die Kultur der Ureinwohner und das Leid, das sie erdulden mussten; er zeigt Sitting Bull als zwar machtlosen, aber immer noch stolzen Mann. Catherine hingegen ahnt, dass sie ihre Beobachterrolle aufgeben und sich engagieren muss, um eine Katastrophe zu vermeiden.


Foxtrot
12. Oktober, Freitag 20:00 Uhr
13. Oktober, Samstag 20:00 Uhr
16. Oktober, Dienstag 20:00 Uhr

Israel, D, F 2017, 108 Min.
Regie Samuel Maoz,
Frei ab 12 Jahren
Mit Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonatan Shiray, Gefen Barkai, Dekel Adin, Shaul Amir, Itay Exlroad

Ein Klopfen an der Tür verändert das Leben des wohlsituierten Tel Aviver Architekten Michael und seiner Frau Dafna. Die Nachricht vom Tod ihres 19-jährigen Sohnes Jonathan, der gerade seinen Militärdienst leistet, wirft Leben, Psyche und Ehe des Paars aus der Bahn. Getrieben von tiefer Trauer und Verständnislosigkeit entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut, geprägt von Unsicherheiten und Traumata. Doch plötzlich nimmt die Geschichte eine unvorhersehbare Wendung, die das Schicksal der anzen Familie in eine neue Richtung lenkt. FOXTROT, der neue Kinofilm
des Regisseurs Samuel Maoz – von der Kritik gefeiert, beim Filmfestival in Venedig mit dem Großen Preis der Jury, dem Silbernen Löwen, ausgezeichnet, wurde in Israel sehr kontrovers diskutiert.

Silberner Löwe Venedig 2017


Mercedes Sosa – Die Stimme Lateinamerikas
13. Oktober, Samstag 22:30 Uhr (JÜRGEN SPECIAL- OmU)
14. Oktober, Sonntag 17:00 Uhr

Argentinien 2014, 110 Min.
Regie Rodrigo H. Vila
Keine Altersbeschränkung
Mit Chico Buarque de Hollanda, David Byrne, Milton Nascimento u.a.

Eine bewegende Dokumentation über das Leben und Wirken einer der bekanntesten lateinamerikanischen Sängerinnen mit einer großen Fangemeinde in Deutschland. Mercedes Sosa, die Stimme Lateinamerikas: Das Porträt einer großen Musikerin und ein Kapitel lateinamerikanischer Politik. Vilas Film lässt Mercedes Sosas musikalisches Genie, ihre vielschichtige Persönlichkeit und ihre Rolle als Stimme des Volkes im Widerstand gegen die diktatorischen Regime in Lateinamerika wieder ufleben. Mercedes Sosa begründete 1963 zusammen mit anderen jungen argentinischen Künstlern das Manifest des »Nuevo Cancionero«, des »Neuen Liedermachers«, das Teil der politischen Bewegung gegen die Diktaturen in Lateinamerika wurde.

Jürgen Special


Madame Aurore und der Duft von Frühling
14. Oktober, Sonntag 11:00 Uhr (FRAUEN-FILM-FRÜHSTÜCK)

F 2017, 90 Min.
Regie Blandine Lenoir
Keine Altersbeschränkung
Mit Agnès Jaoui, Pascale Arbillot, Thibault de Montalembert, Sarah Suco, Lou Roy-Lecollinet

Aurore, die bald Großmutter wird, lebt von ihrem Mann getrennt, war bislang jedoch immer ganz glücklich mit ihrem Leben und ihren beiden erwachsenen Töchtern Sarah und Lucie. Doch nun hat sie ihren Job verloren, leidet an den Wechseljahren und alles in allem könnte es besser in ihrem Leben laufen. Zunehmend sieht sie sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Doch da trifft sie zufällig ihre große Jugendliebe Christophe wieder und beschließt, sich nicht länger vom Schicksal herumschubsen zu lassen, sondern ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es ist Zeit für einen Neustart! Dabei helfen Aurores Freundin Mano und ihre beiden Töchter sehr…

Frauen-Film-Frühstück in Kooperation mit der VHS Aalen und dem Büro für Chancengleichheit


Kindheit
17. Oktober, Mittwoch 20:00 Uhr (KOOPERATION)

Norwegen 2017, 89 Min.
Regie Margreth Olin
Keine Altersbeschränkung*

Ein idyllischer Ort mitten im Wald – Lebenswelt einer Gemeinschaft von Kindern. Kurz vermittelt sich sogar der Eindruck, dass sie hier ganz auf sich gestellt sind. Doch das Gelände gehört zu einem Kindergarten, der ganz ohne verquere Vorstellungen von frühkindlicher Bildung auskommt. Es gilt das Prinzip, dass Kinder von ganz allein lernen. Ein idyllischer Ort mitten im Wald – Lebenswelt einer Gemeinschaft von Kindern. Kurz vermittelt sich sogar der Eindruck, dass sie hier ganz auf sich gestellt sind. Doch das Gelände gehört zu einem Kindergarten, der ganz ohne verquere Vorstellungen von frühkindlicher Bildung auskommt. Es gilt das Prinzip, dass Kinder von ganz allein lernen. Mit allem, was der Wald hergibt, werden Fantasiefiguren gebaut, Steckenpferde eschnitzt, ganze Küchen eingerichtet. Sie haben keine andere Aufgabe, als zu spielen – mit den anderen und mit der Natur. Die Kinder vor Margreth Olins Kamera sind zwischen einem und sieben Jahren alt. Sie spielen, basteln, feiern Geburtstag, tragen ihre Konflikte aus – immer liebevoll begleitet von den Erzieherinnen und Erziehern, die eben gerade nicht erziehen, sondern den Kindern stattdessen erlauben, sich zu entfalten. KINDHEIT dokumentiert einen Blick auf Kinder und einen Umgang mit ihnen, der selbstverständlich sein könnte, inzwischen aber als Ausnahme auffällt. Kompetenzerwerb und Schulwissen sind bereits in den meisten Kindergärten Thema. KINDHEIT zeigt dagegen einen Ort, an dem die Kinder von den Erwachsenen so weit wie möglich in Frieden gelassen werden. Was es bedeutet zu wachsen, lernt man hier in den Wäldern. Ein stiller Protest sei ihr Film, sagt Margreth Olin. Still vielleicht, aber äußerst wirksam. Man sieht Erziehungsinstitutionen danach mit anderen Augen.

Nach dem Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Kooperation mit P.A.T.E. e.V.

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