Freitag, 21 Dezember 2018 18:00

Landkreise und Städte im Ausbildungsverbund für angehende Vermessungstechniker - Azubis trafen sich im Ostalbkreis

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Claudia Vogel begrüßte die Auszubildenden aus elf Ausbildungsbetrieben im Landratsamt Ostalbkreis. Ina Grenz vom Landratsamt Heidenheim übernahm anschließend den Unterricht zum Thema Baulandumlegung. Claudia Vogel begrüßte die Auszubildenden aus elf Ausbildungsbetrieben im Landratsamt Ostalbkreis. Ina Grenz vom Landratsamt Heidenheim übernahm anschließend den Unterricht zum Thema Baulandumlegung. Bild: Landratsamt Ostalbkreis
Vergangene Woche trafen sich 18 Vermessungstechniker-Auszubildende beim Geschäftsbereich Geoinformation und Landentwicklung des Landratsamts Ostalbkreis. Der Einladung der Leitenden Fachbeamtin Claudia Vogel folgten Auszubildende aus sieben Landkreisen und drei Städten. Sie erhielten viele interessante Einblicke in die Themenbereiche Flurneuordnung und Baulandumlegung.

Der Beruf des Vermessungstechnikers ist ein technischer Beruf, der eine große Vielfalt an Tätigkeiten von der Landesvermessung bis hin zum Laserscanning oder der Auswertung von Geoinformationen beinhaltet. Dieses große Spektrum an Ausbildungsinhalten kann heute von einem Ausbildungsbetrieb allein nicht mehr bewältigt werden. Zusätzlich wirkt sich der bereits einsetzende bzw. sich abzeichnende Fachkräftemangel in diesem Bereich negativ aus. Um diesem Problem im Bereich der Ausbildungstätigkeiten entgegenzuwirken, schlossen sich 2010 die Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Heidenheim, Ludwigsburg, Rems-Murr- und Ostalbkreis sowie die Städte Ludwigsburg, Stuttgart und Sindelfingen zu einem Ausbildungsverbund zusammen. Diesem hat sich zwischenzeitlich auch ein privates Vermessungsbüro angeschlossen. Mit diesem Ausbildungsverbund kann den Auszubildenden trotz der knappen Ressourcen in den einzelnen Ausbildungsbetrieben eine gute Ausbildung ermöglicht werden.

Reinhard Lörcher von der Flurneuordnungsstelle in Ellwangen ging auf die vielfältigen Möglichkeiten einer Flurbereinigung ein. Er erläuterte, dass die Flurneuordnung über die Bedeutung einer agrarstrukturellen Ordnungsmaßnahme hinaus zu einem umfassenden Instrument zur Entwicklung der ländlichen Räume geworden ist und sich besonders eignet, die Ziele der Landentwicklung sozialverträglich und bürgernah umzusetzen. Neben einkommenswirksamen Verbesserungen für die Land- und Forstwirtschaft werden mit diesem Instrument Leistungen für die Allgemeinheit erbracht.

Hingegen ist die Baulandumlegung ein geregeltes Bodenordnungsverfahren zur Schaffung oder Neuordnung von Bauland. Ziel und Zweck ist es, die bisher oftmals landwirtschaftlich genutzten Grundstücke nach Lage, Form und Größe so neu zu ordnen, dass sie entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans zweckmäßig bebaut werden können. Die Leitende Fachbeamtin Ina Grenz vom Landratsamt Heidenheim vermittelte den Auszubildenden die vielen Vorteile dieses gesetzlichen Verfahrens und betonte ausdrücklich, dass ein solches Umlegungsverfahren keinesfalls die Enteignung der Eigentümer mit sich bringt.

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