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Montag, 29 Januar 2018 06:00

Ostwürttembergs Wirtschaft blickt optimistisch in das neue Jahr Empfehlung

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Die aktuelle Geschäftslage bewerten 58 Prozent mit „gut“, dies ist deutlich mehr als zu Jahresbeginn 2017 (vgl. Vorjahr nur 43 Prozent). Die aktuelle Geschäftslage bewerten 58 Prozent mit „gut“, dies ist deutlich mehr als zu Jahresbeginn 2017 (vgl. Vorjahr nur 43 Prozent). Bild: IHK Ostwürttemberg

Die jüngsten Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2018 zeigen: Die regionale Wirtschaft bewertet die aktuelle Lage überwiegend positiv und blickt optimistisch in die Zukunft. Sowohl die Umsätze als auch die Erträge konnten gesteigert werden. Positiv hervorzuheben ist zudem, dass die Digitalisierung bereits für über ein Drittel der Betreibe ein Hauptmotiv für Inlandsinvestitionen ist. Ein weiteres erfreuliches Zeichen: steigende Auslandsinvestitionen in der Euro-Zone. Das höchste Risiko jedoch stellt für die befragten Unternehmen nach wie vor zunehmend der Fachkräftemangel dar.

Die aktuelle Geschäftslage bewerten knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen in Ostwürttemberg mit „gut“. Im Landesvergleich sind dies zwar 5 Prozentpunkte weniger, jedoch ist der Anteil derer, die die aktuelle Lage in Ostwürttemberg mit „gut“ bewerten im Vergleich zum Vorjahr um satte 15 Prozentpunkte gestiegen. Der Geschäftslageindikator ist damit annähernd doppelt so hoch als noch vor fünf Jahren. „Mit dieser positiven Entwicklung beweist Ostwürttemberg mit seiner starken Wirtschaft aus Industrie, Handel und Dienstleistung einmal mehr, dass es zum attraktiven Arbeits- und Lebensstandort mit Strahlkraft geworden ist“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle erfreut fest. 40 Prozent der befragten Unternehmen in Ostwürttemberg bewerten ihre Lage zudem mit „befriedigend“ und lediglich zwei Prozent schätzen ihre aktuelle Lage als „schlecht“ ein. Erfreulich ist, dass dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr um weitere drei Prozent gesunken ist. Die sonst eher vorsichtigen Ostwürttemberger blicken sogar positiver als der Landesdurchschnitt in die Zukunft. So erwarten über 60 Prozent der Befragten, dass sich ihre Geschäfte noch weiter verbessern werden, und nur sechs Prozent gehen von schlechteren Geschäften aus. Über die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern konnten. Auch die Ertragslage wird zunehmend positiver bewertet. Zudem erwarten fast 50 Prozent der Befragten steigende Exporte.

Bei den Inlandsinvestitionen gehen knapp 40 Prozent der Befragten davon aus, diese in den nächsten zwölf Monaten zu steigern werden. Bei den Hauptmotiven für Investitionen liegt der Ersatzbedarf mit 72 Prozent auf Platz eins. Erfreulich dabei ist, dass bereits knapp 40 Prozent der befragten Unternehmen die Digitalisierung als Grund für Investitionen angeben.

Weitere gute Nachricht: Mehr als ein Viertel der Betriebe rechnet mit steigenden Beschäftigtenzahlen vor Ort in den nächsten zwölf Monaten. Allerdings stellt der Fachkräftemangel für die meisten Unternehmen nach wie vor das größte Risiko dar. Risiko Nummer zwei sind die Arbeitskosten, gefolgt von den Energie- und Rohstoffpreisen auf Platz drei.

Bei den Investitionen im Ausland planen 23 Prozent der Befragten, diese in 2018 zu erhöhen. Funktionsschwerpunkt ist dabei für fast Dreiviertel die Produktion zwecks Markterschließung. Allerdings geben 65 Prozent der Befragten an, das sind 20 Prozentpunkte mehr als noch zu Jahresbeginn 2017, in 2018 keine Auslandsinvestitionen zu planen. Als Hauptziel für Auslandsinvestitionen bleibt die Euro-Zone weiterhin beliebt. So planen rund 67 Prozent dort Investitionen zu tätigen. In der sonstigen EU, mit Norwegen und der Schweiz planen ebenso über 60 Prozent Investitionen und jeweils über die Hälfte wollen sowohl in Russland als auch in China investieren. Interessant ist, dass trotz des drohenden Brexit, 45 Prozent mit höheren Investitionen in UK für das Jahr 2018 rechnen. Investitionen in den USA planen dagegen nur noch 17 Prozent. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2018 unter mehreren hundert Unternehmen aller Branchen und Größenklassen in Ostwürttemberg.

Der vollständige Konjunkturbericht mit Branchendetails und Vergleichswerten steht im Internet auf www.ostwuerttemberg.ihk.de zum Download bereit.

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