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Montag, 01 Januar 2018 12:00

Ausländische Studierende als Ostwürttemberg-Botschafter

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Landrat Pavel überreichte das Ehrenbotschafter-Zertifikat an die Austauschstudentin der Hochschule Aalen Aalen, Tlabola Maggy Matlala von der Central University of Technology, Bloemfontein, Südafrika. Landrat Pavel überreichte das Ehrenbotschafter-Zertifikat an die Austauschstudentin der Hochschule Aalen Aalen, Tlabola Maggy Matlala von der Central University of Technology, Bloemfontein, Südafrika. Bild: Hochschule Aalen/ Pascal Cromm

Ehrenbotschafter für die Region Ostwürttemberg: Diese Auszeichnung hat jetzt Landrat Klaus Pavel feierlich an ausländische Studierende der Region Ostwürttemberg im Landratsamt Aalen verliehen. Im Rahmen eines Projekts der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) mit den Akademischen Auslandsämtern der Hochschule Aalen, der DHBW Heidenheim, der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd und der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd werden ausländische Studierende durch spielerische Integrationsmaßnahmen zu Botschaftern der Region ausgebildet. Im Zuge der Fachkräftekampagne „Erstaunliches Ostwürttemberg“ wird das Projekt auch von den Landkreisen, den großen Kreisstädten sowie den wirtschaftsbezogenen Netzwerken und Wirtschaftsorganisationen maßgeblich unterstützt.  

Die rund 900 ausländischen Studierenden der vier staatlichen Hochschulen der Region stellen ein enormes Potenzial an Fachkräften für die zahlreichen international agierenden Unternehmen der Region dar. Und viele ausländische Studierende finden Gefallen an der hochattraktiven Region Ostwürttemberg mit guten Berufschancen, einem reizvollen interkulturellem Klima und einer stark ausgeprägten Willkommenskultur. Oftmals entscheiden sich für einen Karrierestart bei einem der hiesigen Unternehmen.

Alle ausländischen Studierenden, die sich nach ihrem Studienaufenthalt für den Weg zurück in die Heimat entscheiden, können jedoch ebenfalls in einem besonderen Maße zur Entwicklung der Region Ostwürttemberg beitragen: Als Botschafter der Region Ostwürttemberg ehrenhalber können die Studierenden durch ihre eigenen Erfahrungen auf den verschiedensten Ebenen wie Kultur, Freizeit, Sport aber eben auch Wirtschaftskraft, Berufschancen und Karriere für die Vorteile der Region in aller Welt werben. Und vielleicht entscheiden sie sich ja auch zu einem späteren Zeitpunkt für eine Position in einem regionalen Unternehmen in Ostwürttemberg oder an einem ausländischen Standort.

Das Programm läuft seit dem Frühjahr 2017 – inzwischen haben insgesamt zwanzig ausländische Studierende aus Belgien, Costa Rica, Frankreich, Italien, Kolumbien, Nepal, Russland, Südafrika, Tschechien, Ungarn und den USA die Voraussetzungen zum Erhalt des Zertifikats erfüllt. Nun hat Landrat Klaus Pavel im Beisein von WiRO- Geschäftsführerin Dr. Ursula Bilger und Vertretern der Akademischen Auslandsämter elf Zertifikate verliehen. Wie Pavel betonte, war ein Auslandsstudium zu seiner Zeit noch der absolute Ausnahmefall. Heutzutage böten sich den Studierenden in einer zunehmend globalisierten Welt jedoch hervorragende Möglichkeiten, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. „Diese Möglichkeiten müssen im Interesse der Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit genutzt werden“, sagte der Landrat. 

Das Botschafter-Programm der Region Ostwürttemberg basiert auf dem Wissen, dass ausländische Studierende sich möglichst schnell in ihr neues Studien- und Lebensumfeld integrieren und vor allem wohl fühlen müssen, um erfolgreich studieren zu können. An dieser Stelle kommt der Ostwürttemberg Botschafter-Pass ins Spiel, der von allen vier staatlichen Hochschulen seit diesem Frühjahr ausländischen Studierenden zur Verfügung gestellt wird. Analog wie in einem richtigen Reisepass im Fall von Länderreisen und notwendigen Visa, können Studierende, wenn sie an Aktivitäten der Hochschulen, der Städte und Region – beispielsweise aus den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport, Wirtschaft oder fachlicher Natur – teilnehmen, Stempel sammeln. Auch Eintrittskarten, Selfies und andere Belege zählen, um am Ende eines Semesters bei ihrem Akademischen Auslandsamt   eine Reihe von Aktivitäten nachzuweisen. Wer mindestens sechs von acht Nachweisen erbringt, bekommt anschließend im Rahmen einer feierlichen Verleihungszeremonie durch die Landräte der Region ein Zertifikat zum Botschafter ehrenhalber der Region Ostwürttemberg verliehen.

Ausländische Studierende können sich so schneller integrieren, da sie durch die verschiedenen Aktivitäten auch verstärkt mit Menschen aus der Region zusammentreffen. Indem sie das Studien- und Lebensfeld schätzen lernen, entsteht gleichzeitig auch eine tiefere Bindung zur Region – was sie wiederum als Botschafter der Region Ostwürttemberg im Ausland prädestiniert. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Projektwebseite der Akademischen Auslandsämter der Hochschulen www.tie-talents.de.   

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