MeineOstalb
News & Events aus der Region
Sonntag, 10 September 2017 06:00

IHK Ostwürttemberg: Investitionen in Forschung und Entwicklung gestiegen Empfehlung

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Die IHK Ostwürttemberg wertet die jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg hinsichtlich der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) als eine sehr erfreuliche Entwicklung für die Region. Denn in den letzten zehn Jahren haben sich die FuE-Ausgaben in Ostwürttemberg nahezu verdoppelt. Die Unternehmen der Region bleiben also bedeutendste Forschungsträger. Dennoch, es besteht auch eine FuE-Innovationsschere zwischen größeren und kleineren Unternehmen.


Baden-Württemberg ist eine Ideenschmiede auf Weltniveau. „Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass in Regionen, wie Ostwürttemberg, der Forschung und Entwicklung ein sehr hoher Stellenwert beigemessen wird“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle. Denn aktuelle Zahlen belegen, dass Unternehmen in der Region in den letzten Jahren deutlich mehr in Forschung und Entwicklung investiert haben. So sind die FuE-Investition um 37 Prozent gestiegen: von rund 440 Mio. Euro im Jahr 2013 auf rund 602 Mio. Euro im Jahr 2015. Im Verlauf der letzten zehn Jahre haben sich die Investitionen der Wirtschaft in FuE insgesamt sogar verdoppelt.

Im Jahr 2015 investierten die Unternehmen im Landkreis Heidenheim rund 181 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. Die Aufwendungen des Landkreises Heidenheim sind damit im Vergleich zum Jahr 2013 um knapp 26 Mio. Euro und damit um 16 Prozent gestiegen. Betriebe im Ostalbkreis gaben im gleichen Jahr 421 Mio. Euro für Entwicklungsaktivitäten aus. Im Ostalbkreis verdoppelten sich die Investitionen im gleichen Zeitraum damit sogar fast.

Neben den Investitionen baute die Wirtschaft ihre Innovationsstärke durch die Beschäftigung von Personal im Bereich Forschung und Entwicklung nachhaltig aus, argumentiert die IHK Ostwürttemberg. Wurden im Jahr 2013 noch 3.074 Fachkräfte für FuE in der Region beschäftigt, so waren es in 2015 bereits 4.998 Beschäftigte. Das entspricht einer Steigerung von 63 Prozent. Im Zehnjahreszeitraum 2005 bis 2015 hat sich die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten in Forschung und Entwicklung sogar mehr als verdoppelt. Und dies in beiden Landkreisen der Region: im Landkreis Heidenheim von 513 auf 1.364 Vollzeitstellen (plus 166 Prozent) und im Ostalbkreis von 1.737 auf 3.634 (109 Prozent).


FuE-Innovationsschere geht auf


Dass die Unternehmen in Ostwürttemberg hinsichtlich ihrer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit gut aufgestellt sind, würden die jüngsten Zahlen nach Meinung der IHK Ostwürttemberg gut belegen. So gelinge es einer zunehmenden Zahl an Unternehmen in der Region, das eigene Innovationspotential durch höhere FuE-Investitionen zu steigern. Dennoch hätten oft die kleineren und mittleren Unternehmen Schwierigkeiten, in Forschung und Entwicklung angemessen investieren zu können, hält die Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg, Michaela Eberle, fest. Eberle: "Tendenziell entwickelt sich eine FuE-Innovationsschere, die sich hoffentlich nicht weiter öffnen wird. Dies macht uns insbesondere Sorgen bei den kleineren Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern.“

Mitverantwortlich für diese Entwicklung sieht Michaela Eberle in erster Linie die noch immer teilweise überbordende Bürokratie im förderfähigen Bereich sowie in hohen Steuer- und Abgabenlasten. Beides sei für die Unternehmen der größte Hemmschuh für Innovationen Denn es werden Zeit und Kapital gebunden, die in Forschung und Entwicklung investiert werden können. Deshalb sieht die IHK auch neben den zahlreichen Beratungs- und Informationsangeboten, die in den einzelnen Industrie- und Handelskammern angeboten und sehr gut nachgefragt sind, auch weitere Möglichkeiten im politischen Umfeld. „Wir können uns dabei auch eine steuerliche Absetzbarkeit von Innovationsprozessausgaben vorstellen. Arbeitgebergutscheine für Innovationsblaupausen und mehr, damit die Region Ostwürttemberg auch weiterhin Innovationstreiber bleibt und die Wirtschaft in Ostwürttemberg erfinderisch ist, auch ohne Not“, so Eberle.

Weitere Informationen

  • Unterstützt von:: Unterstützt von:
Gelesen 108 mal

Schreibe einen Kommentar