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Mittwoch, 26 Juli 2017 12:00

Jugendgemeinderat und Schüler Union werben für mehr Engagement unter Jugendlichen

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Jugendgemeinderat und Schüler Union werben für mehr Engagement unter Jugendlichen Bild: Schwäbisch Gmünd

Nach dem Auftakt in der Friedensschule am 1. Juni, mit dem Projekt des Jugendgemeinderats Schwäbisch Gmünd und der Schüler Union Ostalb „Schüler für Gmünd“, weitete das Projektteam vergangene Woche unter der Leitung von Reinhard Langer, Kreisvorsitzender der Schüler Union Ostalb und Jugendgemeinderat, das Projekt auf das Parler-Gymnasium und auf die Adalbert-Stifter-Realschule aus.

 
Schwäbisch Gmünd (sv).
Am ersten Projekttag wurde den knapp 70 Schülerinnen und Schülern der Friedensschule in zwei Runden, mit teils zwei Klassen gleichzeitig, der Jugendgemeinderat und dessen Strukturen präsentiert. Danach erläuterten die Mitglieder des Projektteams, bestehend aus Jugendgemeinderäten und Schüler Unions Mitgliedern, in den Klassen was ihr Antrieb ist, sich politisch zu engagieren. Ein oft genanntes Anliegen war die sinkende Beteiligung der Jugendlichen in politischen Bereichen, wie es auch der Vorsitzende des Jugendgemeinderats und ehemaliger Schüler der Friedensschule, Berkant Öztürk, betonte. Ein weiterer Bestandteil des eineinhalb stündigen Schulbesuchs, war die Erläuterung des Projekts „Schüler für Gmünd“. Es sei wichtig, wieder das Feuer in den Jugendlichen für die Politik, also gerade für Veränderungen zu entfachen. Außerdem sollte aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten sie haben um sich politisch zu engagieren, wie beispielsweise im Jugendgemeinderat. Das Projekt „Schüler für Gmünd“ zielt darauf ab, eben dies zu fördern. Langer erklärte vor den Schülern wie wichtig der Interessenausgleich zwischen Jung und Alt ist, ganz besonders in der heutigen, sehr von älteren Semestern geprägten, Politwelt. Außerdem ist es das Recht der Jugendlichen, dass ihnen die Möglichkeit geboten wird, sich politisch zu engagieren. Diese Möglichkeit sei in Schwäbisch Gmünd durch den Jugendgemeinderat zwar gegeben, aber was nutze es, wenn sich kaum Jugendliche für Politik begeistern lassen und sich nicht zu Wort melden, obwohl so viele Ideen zur Mitgestaltung vorhanden sind? Ganz besonders zu Zeiten von größeren Veränderungen des Stadtbildes wie jetzt zur Remstalgartenschau 2019.
 
Kritisch hinterfragt wurden an dieser Stelle die geplanten Hot Spots der Remstalgartenschau. Anders als bei der Landesgartenschau 2014 gibt es dieses Mal keine Veränderungen zu Gunsten der Jugendlichen, wie die Jugendmeile hinter dem Bahnhof. Stattdessen wird ein Friedhof restauriert und ein Glaubensweg durch die Stadt geplant. Um dem ein Gegengewicht zu verleihen, sammelten die Jugendvertreter gemeinsam mit den Schülern Ideen zu den Leitfragen „Wie sieht mein Gmünd der Zukunft aus?“ und „Was soll in Schwäbisch Gmünd für Jugendliche getan werden?“. Die Ergebnisse werden dem Gemeinderat nach der Sommerpause in einem Paket präsentiert und der Jugendgemeinderat wird sich dafür einsetzen, dass diese umgesetzt werden. Abgeschlossen wurden die aufschlussreichen Projektstunden mit einer kurzen Präsentation über Jugendorganisationen aller Parteien, Stadt- und Kreisjugendring und Vereinen aller Art, von Sportvereinen bis zu Natur-Verbänden. Dabei wurde klar, dass auch Vereine je nach Mitgliederstärke Politik machen können und man selbst auch als Sportvereinsmitglied dazu beiträgt. Nicht nur die großen Themen wie die in der Runde diskutierte Flüchtlingskrise sind Teil der Politik, sondern auch schon die kleinen Dinge die jeden im Alltag betreffen. Mehr Sitzmöglichkeiten in der Innenstadt gehören beispielsweise dazu und es lohnt sich, auch dafür selbst Politik zu betreiben. Daher ist auch für die Jugendlichen die Politik allgegenwärtig.

Sowohl an der Friedensschule wie auch am Parler-Gymnasium und der Adalbert-Stifter-Realschule, wo die Schulleiter Daniela Maschka-Dengler, Thomas Eich und Adelheid Singer-Luschka sehr herzlich begrüßten, verlief das Projekt sehr ertragreich und die Schüler arbeiteten hervorragend mit dem Projektteam zusammen. Bis nach den Sommerferien wird es aber erstmal keine neuen Termine geben, so Reinhard Langer. Man würde sich jedoch freuen, wenn man für den Zeitraum nach den Sommerferien neue Projektpartner in den verbleibenden weiterführenden Schulen finden würde.

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