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Freitag, 02 Juni 2017 18:00

Oberbürgermeister Richard Arnold beim „Marsch der Versöhnung“ in Brünn

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Oberbürgermeister Richard Arnold beim „Marsch der Versöhnung“ in Brünn Bild: Schwäbisch Gmünd
Tief bewegt kehrte Oberbürgermeister Richard Arnold am Samstag, 20. Mai, von einer Kurzreise aus Brünn zurück. Dort hatte er auf Einladung seines Brünner Kollegen, Primator Petr Vokál, am „Marsch der Versöhnung“ teilgenommen. Seit nunmehr zehn Jahren erinnert eine tschechische Bürgerinitiative rund um Jaroslav Ostr?ilík an das Schicksal der Deutschen, die von Brünn aus vertrieben wurden und auf dem Todesmarsch unsagbares Leid erfahren mussten.
 
Zum 70. Jahrestag im Jahr 2015 hatte erstmals auch der Brünner Oberbürgermeister, Petr Vok?ál an der Gedenkveranstaltung teilgenommen, damals vertrat der Erste Bürgermeister Dr. Joachim Bläse die Stadt Schwäbisch Gmünd. Lange war die Vertreibung der Deutschen in Brünn totgeschwiegen worden, die Opfer und ihre Nachkommen warteten jahrzehntelang vergeblich auf eine Entschuldigung. Erst in den letzten Jahren gab es auch auf der politischen Ebene der Stadt ein Umdenken. Nach langen Debatten verabschiedete der Stadtrat von Brünn eine Erklärung mit der Bitte um Vergebung und Primator Vok?ál entschuldigte sich öffentlich für die Vertreibung. Der aufrichtige Umgang mit der Vergangenheit ist die Grundlage der deutsch-tschechischen Freundschaft.

Die Geste der Versöhnung hat eine europaweite Strahlkraft und bemerkenswert sei, dass dieser Impuls von der kommunalen Ebene ausgeht: „Die Kommunen sind die Bausteine für das Haus Europa“ so Oberbürgermeister Richard Arnold. Die Initiative werde auch gerade von jungen Menschen sehr positiv aufgenommen und so freue es ihn besonders, dass auch das Hans-Baldung-Gymnasium aus Schwäbisch Gmünd mit 44 Schülerinnen und Schülern und drei Lehrkräften auf Einladung der Stadt Brünn am Marsch der Versöhnung teilgenommen haben. Einen besonderen Dank sprach Oberbürgermeister Richard Arnold denjenigen aus, die sich auf beiden Seiten für Vergebung und Versöhnung einsetzen. „Die Vergebung ist die Voraussetzung für eine kraftvolle Gestaltung der Zukunft.“

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