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Freitag, 08 Dezember 2017 18:00

Auszeichnung vom Land für eingereichtes Konzept

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Auszeichnung vom Land für eingereichtes Konzept Bild: Schwäbisch Gmünd

Unter 53 Kommunen wurden Preisgelder vom Ministerium für Soziales und Integration für Ideen und Konzepte zur Quartiersentwicklung verteilt. Darunter wurde die Stadt Schwäbisch Gmünd vor einigen Tagen für das eingereichte Konzept: „Ressourcenorientierte Hausbesuche und sorgengerechte Hausgemeinschaft“ ausgezeichnet im Neuen Schloss in Stuttgart. Der Erste Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und Amtsleiter Dieter Lehmann vom Amt für Familie und Soziales nahmen die Auszeichnung entgegen. Bürgermeister Bläse sagte: „Das zeigt einmal mehr, dass sich Schwäbisch Gmünd mit der Entwicklung der Quartiersarbeit auf dem richtigen Weg befindet“.

Ingesamt haben sich 147 Kommunen aus dem ganzen Land an den Wettbewerb beteiligt. Insgesamt wurden 12 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2018/2019 für die Landesstrategie eingestellt um die Quartiersentwicklung in den Ballungsgebieten sowie im ländlichen Raum in den nächsten Jahren zu entwickeln und fortzuführen, sagte der Minister Manne Lucha. Der Ideenwettbewerb ist der Startschuss für „Quartier 2020“. Aus den zahlreich eingereichten Ideen und Konzepte geht es in die nächste Phase der strategischen Quartiersentwicklung und dabei hat die Stadt Schwäbisch Gmünd einen Beitrag geleistet.

Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 2,7 Millionen Euro wurden für Ideen und Konzepte zur generationengerechte Quartiersentwicklung verwenden. Minister Manne Lucha und Staatssekretärin Bärbl Mielich sind sich einig: „Die Peisträger zeigten, dass alters- und generationengerechte Quartiersentwicklung eine Chance für alle Kommunen ist, das Zusammenleben der Generationen neu zu gestalten“ und haben mit den eingereichten Bewerbungen einmal mehr beweisen, wie viel Kreativität, Innovation und Gestaltungswille dahintersteckt. 

Ab 2018 entwickelt das Land flächendeckend Beratungs- und Unterstützungsangebote. Aufbauend auf bestehenden Strukturen entstehen zum einen Anlaufstellen zu Quartiersentwicklung. Zum anderen erhalten Kommunen, Landkreise und Zivilgesellschaften Akteure kostenlose Fach- und Prozessberatung für ihre Aktivität vor Ort. Umfangreiche Informationen zum Ideenwettbewerb sowie zum Thema Quartiersentwicklung mit Praxisbeispielen, Arbeitshilfen und einem Newsletter unter quartier2020-bw.de zur Verfügung. Weitere geplante Maßnahmen sind unter anderem regelmäßige Konferenzen im ganzen Land, Netzwerktreffen, Exkursionen zu Good-Practice-Beispielen, Förderung des interkommunalen Austauschs und der Aufbau von Schulungs- und Qualifizierungsangeboten im Bereich der Quartierskoordination. 

Was ist eigentlich gemeint mit „Quartier“ oder „Quartiersentwicklung“?
Quartiere sind lebendige soziale Räume, in die Mensch sich einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Die Grenzen eines Quartiers sind somit nicht klar fixiert. Vielmehr ist es ein persönlich-räumlicher Bezugsrahmen, mit dem sich die Menschen identifizieren - das kann beispielsweise ein Straßenzug, eine Nachbarschaft, ein Stadtteil oder ein ganzes Dorf sein.

Ziel der Quartiersentwicklung ist es, den sozialen Lebensraum in den Nachbarschaften, Stadtvierteln, Dörfern und Gemeinden zu stärken und eine hohe Lebensqualität sowie Teilhabe für alle dort lebenden Menschen zu ermöglichen. Quartiersentwicklung eröffnet die Chance, das Zusammenleben der Generationen und das Leben im Alter neu zu organisieren und dem steigenden Bedarf an Pflege- und Unterstützungsstrukturen gerecht zu werden. Die Kommune ist dabei als „Motor im Sozialraum“ federführend. Wichtige lokalen Partnern der federführenden Kommunen sind zum Beispiel bürgerschaftliche Initiativen, Sozialunternehmen, Kirchen, lokale Wirtschaft, ÖPNV und Gesundheitsanbieter. 

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