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Montag, 11 September 2017 12:00

Weltkindertagsfest am Samstag, 16. September im und um das Gmünder Rathaus

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von links: Vorderer Reihe: Bärbel Blaue, Amt für Familie und Soziales, Susanne Wild-Paar, Herzenswege, Regine Kirsten, St. Canisius, Irmgard Dambacher, Caritas Ost-Württemberg. Hintere Reihe: Dominik Mader, AOK, Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, Johann Render, Freie Walddorfschule, Barbara Herzer und Lisa Hilse, Amt für Familie und Soziales und Regine Kristen, Jugendhilfe. von links: Vorderer Reihe: Bärbel Blaue, Amt für Familie und Soziales, Susanne Wild-Paar, Herzenswege, Regine Kirsten, St. Canisius, Irmgard Dambacher, Caritas Ost-Württemberg. Hintere Reihe: Dominik Mader, AOK, Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, Johann Render, Freie Walddorfschule, Barbara Herzer und Lisa Hilse, Amt für Familie und Soziales und Regine Kristen, Jugendhilfe. Bild: Schwäbisch Gmünd

Auch in diesem Jahr lädt der Arbeitskreis Weltkindertag und das Kinder- und Jugendbüro zum Weltkindertagsfest ein. Kinder, Eltern und Großeltern, sollen gemeinsam eine schöne Zeit verbringen, dass wünschen sich die Organisatoren des Weltkindertagsfestes am Samstag, 16. September, ab 11 Uhr, im Rathaus.

Schwäbisch Gmünd (sv). Der Arbeitskreis Weltkindertag hat es sich 1995 zur Aufgabe gemacht, die Bedürfnisse der Kinder sowie deren Rechte in den Vordergrund seines Engagements zu stellen und im Rahmen des Weltkindertags der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Fest zum Weltkindertag im Rathaus und am Oberen Marktplatz macht dieses für die Familien sichtbar und erlebbar. Die Schirmherrschaft übernimmt auch in diesem Jahr wieder Oberbürgermeister Richard Arnold. Das Weltkindertagsfest ist schon lange fester Bestandteil des Stadtgeschehens. Das Weltkindertagsfest wird pünktlich um 11 Uhr durch die Rathausglocken eingeläutet und mit dem Begrüßungslied „Halli, Hallo, Herzlich Willkommen“ vom Kinderchor Lindach eröffnet. Danach begrüßt Bürgermeister Julius Mihm alle Kinder und Besucher zum 23. Weltkindertagsfest in Schwäbisch Gmünd.

Die Veranstalter freuen sich schon auf ein tolles Fest mit vielen Gästen und einem schönen Miteinander bei allen Aktionen und Programmpunkten. Geboten werden zahlreiche Angebote im Rathaus und bei gutem Wetter auch ums Rathaus herum. Der Arbeitskreis möchte noch darauf hinweisen, dass alle Angebote im Rathaus für Menschen mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer und Kinderwagenschieber mit dem Fahrstuhl problemlos zugänglich sind und bittet gleichzeitig darum, den Fahrstuhl für diese Besucherinnen und Besucher freizuhalten. 

Aktionen am Weltkindertag: 

• Glitzertatoos, Kindergarten Sterntaler
• Kinderschminken, Kinderschutzbund 
• Luftballons rasieren (Wettbewerb), Wippdu
• Schwungbälle basteln, Caritas
• Kräutersalz herstellen, Freie Waldorfschule 
• Schatzsuche, Klosterbergschule
• Wassertropfen saugen, Montesorri Initiative
• Glücksrad, AOK
• Stockbrot und „Gute-Tat-Männchen“ basteln, Pfadfinder
• Bastelangebot, Jugendhaus
• Hände bedrucken, Aktion Familie
• Dosenwerfen, Mobile Jugendarbeit
• Informationen zur Biene, Bienenzüchterverein
• Gerd Duda der Drehorgelspieler 

Für die Stärkung ist auch gesorgt. Es gibt:
• Kaffee und Kuchen, St. Canisius
• Getränke, AhA
• Pizza, Italienische Gemeinde

Informationen zum Arbeitskreis Weltkindertag

Der Arbeitskreis Weltkindertag wurde im Jahre 1995 gegründet. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal am Weltkindertag selbst, dem 20. September, ein großes Familienfest auf dem Johannisplatz und im Prediger in Schwäbisch Gmünd gefeiert. Mittlerweile besteht der Arbeitskreis aus 10 Mitgliedern: Caritas Ostwürttemberg, Eltern-Kind-Zentrum Wippidu, Klosterbergschule, Freie Waldorfschule, Deutscher Kinderschutzbund OV Schwäbisch Gmünd, Schulkindergarten Sterntaler der Lebenshilfe, „Aktion Familie“, der Verein „AhA“ (Aussiedler helfen Aussiedlern) und der Montessori Initiative, die mit Unterstützung des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Schwäbisch Gmünd erfolgreich zusammenarbeiten. Sie nehmen sich der Belange und Bedürfnisse der Kinder aus Schwäbisch Gmünd an und veranstalten mittlerweile jährlich das bereits etablierte und sehr erfolgreiche Weltkindertagsfest in Schwäbisch Gmünd. Informationen zum Weltkindertag und der Kinderrechtskonvention (aus: Wikipedia). 

Der Kindertag ist heute in vielen Kulturen der Erde ein Feiertag speziell für die Kinder und zugleich ein politischer Kampftag, der die Bedürfnisse der Kinder in das öffentliche Bewusstsein rücken soll. Er geht zurück auf die Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder, zu welcher im August 1925 54 Vertreter verschiedener Staaten zusammenkamen und die Genfer Erklärung zum Schutze der Kinder verabschiedeten. Im Anschluss an die Konferenz führten diverse Regierungen einen Kindertag ein. Als erster Staat der Moderne führte die Türkei unter Mustafa Kemal Atatürk schon 1920 einen "Tag des Kindes" ein. 1954 gab das Weltkinderhilfswerk der Vereinten Nationen eine Empfehlung heraus, der zufolge jeder Staat einen Tag zum so genannten Weltkindertag („Universal Children's Day“) erklären sollte. Damit sollte ein weltweites Zeichen für Kinderrechte gesetzt werden. Der Termin des Kindertages variiert sehr stark zwischen den einzelnen Staaten. Über 30 Staaten übernahmen jedoch von China und den USA den 1. Juni als Termin. Dieser wird auch als internationaler Kindertag bezeichnet. Die UNO feiert den Weltkindertag am 20. November, dem Datum, an welchem sie im Jahre 1959 die Erklärung der Kinderrechte und im Jahre 1989 die Konvention der Kinderrechte beschlossen hat. Die Kinderrechtskonvention hat die größte Akzeptanz aller UN-Konventionen. Mit Ausnahme von zwei Staaten (USA und Somalia) haben weltweit alle Länder dieser Erde die Kinderrechtskonvention ratifiziert (193 mit Stand 6. Dezember 2006). (In den USA gab es übrigens die Todesstrafe auch für Kinder, was im Widerspruch zur Konvention steht. 2005 entschied der US Supreme Court, dass die Todesstrafe für Kinder verfassungswidrig ist.) Allerdings bedeutet die Tatsache der Ratifizierung nicht, dass es in den unterzeichnenden Staaten nicht noch immer massive Verletzungen der Kinderrechte gäbe. 

Die Kinderrechtskonvention

Im Originaltext braucht es 40 Artikel in sehr komplizierter und sicher nicht kindergerechter Sprache. Die UNICEF, die Kinderrechtsorganisation der UNO, fasst den 20 Seiten langen Text in zehn Grundrechten zusammen:

1. Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht
2. Das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit
3. Das Recht auf Gesundheit
4. Das Recht auf Bildung und Ausbildung
5. Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung
6. Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln
7. Das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens
8. Das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung
9. Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause
10. Das Recht auf Betreuung bei Behinderung
In der Praxis heißt das, die Kinder haben das Recht in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung, Ausbildung und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen. In einem Zusatzprotokoll wird die Rekrutierung Minderjähriger (Kindersoldaten) geächtet.

Der Kindertag in Deutschland 


Während des kalten Krieges gestaltete sich der Kindertag in Ost und West sehr unterschiedlich, fand zu verschiedenen Terminen statt (DDR: 1. Juni, BRD: 20. September), hatte verschiedene Namen (DDR: „Internationaler Kindertag“, BRD: „Weltkindertag“) und unterschiedlichen Charakter: In der DDR wurde der Kindertag im Jahre 1950 eingeführt und war fortan üblicherweise ein herausragendes jährliches Ereignis im Leben der Kinder. So gab es üblicherweise Gratulationen und Geschenke von den Eltern, Schulausflüge und dergleichen. Im Westen hatte der Kindertag hingegen keinen so hohen Stellenwert im Leben der Kinder und auch keinen besonders großen Bekanntheitsgrad in der erwachsenen Bevölkerung, war also von der kulturellen Bedeutung her in etwa vergleichbar mit dem Tag des Wassers oder dem Tag des Baumes. Erst seit 1989 veranstaltet das Deutsche Kinderhilfswerk an diesem Tag öffentliche Kinderfeste. Seitdem die DDR im Zuge der Wiedervereinigung in der Bundesrepublik Deutschland aufging, gilt als offizieller Termin des Kindertags der 20. September. Das wurde jedoch von der Bevölkerung der ehemaligen DDR nicht akzeptiert, so dass viele Eltern weiterhin mit ihren Kindern am 1. Juni feiern und auch öffentliche Kindertagsveranstaltungen zu diesem Termin stattfinden.

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