MeineOstalb
News & Events aus der Region
Mittwoch, 22 März 2017 18:00

DAV-Kletterer befreien Ruine Rosenstein vom Müll Empfehlung

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Sportler müssen mühevoll den Unrat respektloser Zeitgenossen einsammeln!

(rz). Seit fast einem Jahr sind sie an der Ruine montiert, die Schilder, die auf die Gefahren hinweisen, die von heruntergeworfenen Gegenständen für die Kletterer ausgehen. Aber, es scheint, als würden alle Appelle nichts nützen, denn was die 19 Kletterer am vergangenen Sonntag rund um die Ruine Rosenstein an Müll zusammengesammelt haben, das spricht Bände.


„Jetzt beginnt wieder die Freiluftsaison für die Klettersportler, nicht nur in der Kletterschmiede klettern, sondern auch an den tollen Felsen des Rosensteins. Aber was wir hier am Fuße des Westfelsens finden, lässt am Respekt und Verstand mancher Zeitgenossen zweifeln“, empört sich Markus Urbanowski, der mit an der Sammelaktion beteiligt war. Vielfach wird an der und auf der Ruine gefeiert, getrunken, gegessen und der Müll einfach über die Mauer entsorgt. „Von Schnapsflaschen über Getränkedosen, Getränkekartons über leere Feuerzeuge bis hin zu gefüllten Hundekottüten, Zigarettenstummel und viele Glasscherben mussten mühsam aus dem Gestrüpp und den zwischen den Felsen herausgesammelt werden.“ Müllsack um Müllsack füllte sich, alleine unter der imposanten Brücke zur Ruine hin waren es zwei prallvolle Säcke. Auch auf den Felsvorsprüngen lag alles voller Scherben, die geübten Kletterer konnten nur mit Seilsicherung an diesen Stellen Müll sammeln.


„Vor allen Dingen die leeren Flaschen sind tickende Zeitbomben, ein Windstoß treibt sie in den Abgrund, wo sie wie Splitterbomben in tausende Teile zerlegt werden. Trifft solch eine Flasche nach 30 Metern Flug einen Kletterer, durchschlägt sie den Helm oder zertrümmert die Schulter. Viele Kollegen klettern aus Furcht vor diesen lebensgefährlichen Situationen nicht mehr an diesen Stellen. Leider geht das nicht in alle Köpfe der Ruinenbesucher, die achtlos und gedankenlos handeln“, fasst Markus Urbanowski den Ärger, aber auch das Unverständnis der Kletterer zusammen. Denn, neben den Gefahren für die Kletterer, mit dem Müll wird eine der schönsten Felslandschaften in der Region und das Wahrzeichen der Stadt Heubach verschandelt. Bei schlechtem Wetter haben nun die 19 an der Säuberungsaktion beteiligten Kletterer alles getan, damit die Ruine und das Umfeld wieder müllfrei ist. Unterstützt von der Stadt Heubach, die den gesammelten Müll entsorgt hat. Gefreut hat die Aktion auch Stephan Mezger, den Wirt der Waldschenke. Er hat den fleißigen Helfern sponton eine Runde ausgegeben. Nun hoffen alle Beteiligten, dass bei den Ruinenbesuchern die Einsicht einkehrt, den produzierten Müll wieder mitzunehmen und nicht in der Landschaft zu entsorgen oder in einer für Kletterer lebensgefährlichen Situation über die Ruinenmauern zu werfen. 

Weitere Informationen

  • Unterstützt von:: Unterstützt von:
Gelesen 294 mal

Schreibe einen Kommentar