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Samstag, 29 Juli 2017 15:57

VfR Aalen feiert Premieren-Feuerwerk mit einem Sieg

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Endlich war es so weit: nach Wochen des Wartens kamen heute die offiziell 3.866 Fußball-Freunde auf der Ostalb wieder in den Genuß von hochklassigem Fußball. Wobei die Hochklassigkeit erst noch in den folgenden 90 Minuten unter Beweis zu stellen war. Der VfR Aalen lud zum ersten Heimspiel der neuen Saison 2017/2018 ein. Und der Spieltag stand unter dem Motto „Tag der Premieren“.

Denn davon gab es genug. Das Stadion hat eine wesentliche Veränderung erlebt. Aus der Sponsoring-Ehe mit dem früheren Hauptsponsor Scholz AG wurde eine Marketing-Maschine, die eben auch einen neuen Stadionnamen zur Folge hat: Die Ostalb Arena soll künftig zeigen, dass es nicht nur um den VfR Aalen alleine geht. Sondern eben immer auch um die gesamte Region; um den Schulterschluss zwischen Sport, Unternehmen und den politischen Entscheidern der Region. Der Schwung für diesen Neuanfang ist momentan da. Die Öffentlichkeit honoriert die gute Arbeit der Club-Macher. Allerdings hat sich der neue Stadionname im Verein selbst noch nicht herumgesprochen ? Die Aufstellung könnte bis zum nächsten Heimspiel also noch ein kleines Facelift vertragen. Aber gerade kleine Fehler machen die ganze Sache vielleicht sogar sympathisch. Denn wichtig ist das, was heute auf dem Rasen geboten wird.  

Zudem ist aber auch eine echte Premiere, dass die Telekom neuerdings alle Spiele der Dritten Liga live aus den jeweiligen Stadien überträgt. Auf der einen Seite könnten nun einige der Besucher die Spiele zuhause anschauen und eben nicht mehr ins Stadion kommen. Aber an das echte Stadionerlebnis kommt man zuhause vor dem Fernseher oder dem Laptop niemals heran. Insofern ist diese TV-Entwicklung also sehr positiv zu bewerten. Das Interesse an der dritten Liga ist da, ansonsten hätte ein Unternehmen wir die Telekom einen solchen Deal sicher nicht durchgeführt. Und wer sich über den heimischen Laptop für den VfR-Fußball „anfixen“ lässt, der wird die Droge früher oder später sicherlich auch live im Stadion erleben wollen. So könnten dies also ein kleiner Mosaikstein hin zu mehr Zuschauern im Stadion sein.

Ostalb-Arena mit Schriftzug und LED-Bande

Aber die vielleicht wichtigste Premiere beim heutigen Spiel war die neu angeschaffte LED-Werbebande auf der Nordtribüne. Dies ist der beste Beweis, dass eben gerade bei der Geldgewinnung ein echter Schwung da ist. Denn eine solche Anschaffung ist ein finanzielles Risiko, zumindest, wenn man nicht sicher weiß, ob sich dies auch in Finanzmittel umsetzen lässt. Wir haben im Vorfeld der heutigen Begegnung mit den Managern Markus Thiele und Holger Hadek gesprochen. „Es war an der Zeit hier zu investieren, denn wir müssen uns weiterentwickeln“, so beide. Dass sie dabei gar kein Risiko eingegangen sind, darüber freuen sich beide sehr. Man kann erst durch diese neue Darstellungsform mehr Geld gewinnen. Und ein Verein darf eben, wie auch Unternehmen, nicht einschlafen, nicht stehen bleiben. Die Manager und der Vorstand haben dies verstanden.

Es tut sich also viel beim Aalener Spitzenclub. Doch neben all diesen Premieren gab es ja auch noch ein Fußballspiel:  

Die erste Viertelstunde fing eher verhalten los. Zwar konnte der VFR Aalen den Ball lange halten, aber zu nennenswerten Szenen kam es nicht. In der 19. Minute dann die erste echte Torchance für die Aalener. Weizmüller holt sich im eigenen Strafraum den Ball und sprintet zum Konter. Auf Höhe der Mittellinie gibt er dann in den Raum der Vorrückenden Spieler unter denen sich wie gewohnt Morys den Weg bahnt. Er nimmt den Ball gekonnt an und geht noch 2-3 Schritte, bevor er dann aber im Schuss vom Gegner abgefangen wird. Jetzt sollte der Schwung endlich im bisher eher verschlafenen Spiel sein. Während der VfR fortan immer mehr Druck aufbauen konnte, war vom HFC nicht viel zu sehen. Dann in der 28. Minute ein Eckball der Aalener. Welzmüller gibt in den 16-er auf Rehfel. Dieser köpft zum Tor, aber ein Haller rettet gerade noch ins Aus. Erneut Eckball, gleich Situation. Erst nach dem dritten Eckstoß schaffen es die Haller endlich, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen.

Die Standards aber scheinen auf Seiten des VfR Aalen gefährlich zu sein für die Haller Gegner. Sie kommen präzise und die Köpfe der VfR´ler sind genau richtig positioniert. Nach einer halben Stunde konnte man also deutlich eine Übermacht der Aalener erkennen. Sie waren aufgewacht und endlich agil genug, um den Gegner zu beherrschen. Kurz vor der Pause dann noch eine Schrecksekunde. Der VfR Aalen vertendelt den Ball an der eigenen Eckfahne. Röser kommt an den Ball und zieht aus ungefähr 20 Meter Richtung Bernhardt ab. Glücklicherweise platzierte er denn Ball einige Zentimeter neben das Tor. So ging es dann mit einem doch recht munteren Spiel der Aalener in die Halbzeitpause. Die Aalener waren sehr organisiert und bauten das Spiel stets über die Abwehrkette auf. Alleine die Belohnung mit einem Tor blieb bisher aus.

Aalen spielt die zweite Hälfte mit der Sonne im Rücken. Und wie aus dem Nichts schickt Wegkamp in der 48. Minute Ball zu Morys, der direkt am Elfmeterpunkt abzieht. Doch der Haller Keeper Schnitzler hat seinen Schenkel an richtigen Fleck und kann den Ball gerade noch ablenken. Dann die 59. Spielminute. Der VfR Aalen wird endlich für seinen Kampfgeist mit einem Tor belohnt. Nach einem endlosen Gestocher um den Ball im eigenen Strafraum der Aalener kommt der Ball mit einem weiten Pass nach links Außen zu Neuzugang Marcel Bär. Dieser geht entlang der Seitenauslinie und bringt ihn dann an die Strafraumgrenze zu Wegkamp. Dieser zieht durch und verwandelt zum längst verdienten 1:0 für die Aalener.

In der 67. Minute dann ein Eckball gegen Aalen. Aus diesem aber bekommt Bär den Ball und sprintet rechts Richtung Hallenser Tor. Dort läuft zentral Morys mit, der nur auf den Ball wartet. Bär spielt gekonnt ab und Morys muss sich noch gegen 2 Haller Spieler durchtänzeln. Dann drückt er das Leder aus spitzem Winkel von links ins Netz. 2:0 für den VfR Aalen. Nur 2 Minuten später verkürzt dann Halle nach einem Eckball zum 2:1. Torschütze war Petar Sliskovic. Und nur zwei weitere Minuten später spielt Manu den Aalener Rehfeldt mit einem waschechten Hakentrick aus und gibt den Ball in den Strafraum. Doch Kleinehansmann köpft die Flanke nur wenige Zentimeter an der Aalener Latte vorbei. Jetzt war richtig Pfeffer in der Partie. Halle roch nochmals eine Chance auf einen Dreier und baute durch schnelles Umschaltspiel mächtig Druck auf. Aalen begann zu rotieren und konnte hier nichts entgegensetzen. Dem Schiedsrichter schien´s zu gefallen und gab aufgrund zahlreicher Unterbrechungen vier Minuten Nachspielzeit. Und Halle war bemüht aus diesem Geschenk Profit zu schlagen. Doch die Aalener konnten sich dann mit dem Schlusspfiff über den ersten Dreier in dieser Saison freuen. So war es ein echtes Fußballfest vor einer nicht ganz befriedigenden Zuschauer-Kulisse.  

 


Aufstellung:


VfR Aalen:
Daniel Bernhardt, Rico Preißinger, Matthias Morys, Gerrit Wegkamp, Thomas Geyer, Robert Müller, Maximilian Weizmüller, Patrick Schorr, Daniel Stanese, Marcel Bär, Torben Rehfeldt (Bank: Raif Husic, Mattia Trianni, Cagatay Kader, Sebastian Vasiliadis, Sascha Traut, Luca Schnellbacher, Noah Feil)

Hallescher FC:
Oliver Schnitzler, Tobias Schilk, Hendrik Starostzik, Martin Röser, Daniel Bohl, Mathias Fetsch, S. Kleineheismann, R. Fennell, Marvin Ajani, Petar Sliskovic, Fabian Baumgärtl (Bank: Tim Müller, Toni Lindenhahn, Hilal El-Helwe, Pascal Pannier, Braydon Marvin Manu, Tobias Müller, Max Rico Barnofsky)    

 

Zuschauer: 3.866

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