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Sonntag, 11 Februar 2018 18:00

VfR Aalen zertifiziert erfolgreich sein Sicherheitsmanagement Empfehlung

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Die Beteiligten der Zertifizierung Die Beteiligten der Zertifizierung Bild: VfR Aalen

Es wird viel "geschumpfen" über den VfR Aalen. Wann immer sich die Gelegenheit bietet, wird als Aufreger mal eine Aufkleber-Aktion von sogenannten "Fans" herangezogen oder auch Pyrotechnik während einem Spiel. Nun sind diese Aktionen tatsächlich nicht gerade positiv zu bewerten, allerdings kann der VfR Aalen recht wenig für die Entgleisungen der Fans und Zuschauer. Jetzt aber wurde der VfR Aalen für seine Sicherheitskonzepte offiziell zertifiziert und damit bestätigt, dass hier gute Arbeit geleistet wird.

Das Bekleben von Lichtmasten und Bushaltestellen liegt außerhalb des Einflussbereiches des VfR Aalen. Auch wenn manche Gemeinden sich hier vielleicht mehr Engagement des Vereines wünschen, so sprechen sie mit dem VfR den Falschen an. Die Verantwortlichen verweisen gebetsmühlenartig darauf, dass sie von solchen Aktionen nicht viel halten. Das ist gut - mehr ist da aus Sicht des Clubs auch nicht machbar. Denn selbst wenn die Verantwortlichen in der Planung und Vorbereitung eines Spieles alles richtig machen, lassen sich die Verhaltensweisen der Fans eben nicht beeinflussen. Die verbotene Pyrotechnik im Stadion ist da schon ein anderes Thema. Hier befinden sich Fans im unmittelbaren Einflussbereich des VfR Aalen. Nun würde man auf den ersten Blick meinen, es sei ein Leichtes, das Einschleusen von Pulvern und Brennmaterial zu verhindern. Aber auch dies zu verhindern ist leichter gesagt als getan. Wer sich schon mal damit beschäftigt hat weiß, wie Fans die notwendigen Stoffe ins Stadion bringen (diverse Körperöffnungen könnten hierzu genutzt werden). Dann wird schnell klar, dass auch hier ein Verein an Grenzen stößt.  

Doch Sicherheit bei Fußballspielen umfasst wesentlich mehr, als nur das Verhindern von Pyrotechnik. Allgemein spricht der DFB hier von der Verpflichtung der Vereine, "alle organisatorischen und betrieblichen Maßnahmen zu treffen, die geeignet und erforderlich sind, Gefahren für die Platzanlage, die Zuschauer und den Spielbetrieb vorzubeugen sowie diese bei Entstehen abzuwehren." Klingt vielleicht auf den ersten Blick sperrig und sehr allgemein gehalten. Aber genau darin liegt die große Verantwortung und auch das Risiko für einen Verein. Wie will man alles Erdenkliche unternehmen, damit nichts passiert? Geht eigentlich nicht. 100%-ige Sicherheit, das weiß man allgemein, gibt es nicht. Der DFB setzt jetzt aber seit 01. Juli 2016 auf verpflichtende Maßnahmen. So ist seither jeder Verein der 3. Liga verpflichtet, über das Sicherheitszertifikat entsprechende Standards einzuführen und diese auch nachhaltig umzusetzen.  

Nun ist es nicht so, dass der VfR Aalen in der Vergangenheit hier nachlässig gewesen wäre. Im Gegenteil: trotz der einen oder anderen Strafe durch den DFB kann man feststellen, dass hier bereits gute Arbeit geleistet wurde. Dennoch reiht sich auch der VfR Aalen erfolgreich in die Liste der Vereine mit einem zertifizierten Sicherheitsmanagement im Profifußball ein. Die Schwarz-Weißen erhielten im Januar das offizielle Zertifikat. Die Zertifizierung erfolgte hierbei in zwei Schritten: Im Rahmen des Heimspiels gegen den FC Carl Zeiss Jena führte die unabhängige Prüfstelle DEKRA eine „spieltagsbegleitende Beobachtung“ durch, verbunden mit einem mehrtägigen Qualitätsmanagement-Check in der VfR-Geschäftsstelle. Alle Checks hat der VfR Aalen bestanden. Ein Sicherheitskonzept beinhaltet allerdings nie nur die Maßnahmen eines Vereines, sondern erfordert eine enge Zusammenarbeit von verschiedenen Beteiligten. Dieses Netzwerk scheint hier gut zu funktionieren. Dies zumindest stellt Sebastian Garmatter, der VfR-Sicherheitsbeauftragte fest: „Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern und Netzwerkpartnern für die gute Zusammenarbeit und freuen uns über die erfolgreiche Zertifizierung. Diese ist zum einen eine herausragende Bestätigung unserer gemeinsamen täglichen Arbeit, zugleich aber auch ein Ansporn, das bestehende Niveau nicht nur zu halten, sondern kontinuierlich zu verbessern“. Diesen Erfolg konnte er sich nun offiziell bei der Zertifikats-Übergabe im Rahmen einer Sitzung des  Arbeitskreis Sport und Sicherheit der Stadt Aalen bestätigen lassen.

Geschäftsführer Holger Hadek ergänzte: „Das ist eine tolle Bestätigung für alle Beteiligten, die zum erfolgreichen Spieltagsablauf beitragen, speziell im Bereich Sicherheit. Wir können nun auch nachweisen, dass uns das Thema Sicherheit sehr wichtig ist und dass wir unsererseits die entsprechenden Vorkehrungen hierfür treffen.“ Der mittlerweile alleinige Geschäftsführer sieht sich also erneut im guten Weg des Vereins bestätigt. Für Zuschauer und Fans sollte das Thema Sicherheit beim Spiel eher nicht spürbar sein. Die Zertifizierung zeigt nun allerdings wie ernsthaft und umfangreich dieses Thema hinter den Kulissen gemanagt werden muss. 

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