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Mittwoch, 17 Januar 2018 12:05

Jetzt offiziell: Zusammenarbeit mit Cheftrainer Vollmann endet nach dieser Saison

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Jörg Mangold und Hermann Olschewski leiten aktuell Sportliches und Marketing Jörg Mangold und Hermann Olschewski leiten aktuell Sportliches und Marketing Bild: VfR Aalen

Nachdem heute (Mittwoch) die Schwäbische Post bereits über das Aus von Cheftrainer Peter Vollmann berichtet hatte, zieht der Verein nun mit einer offiziellen Stellungnahme nach. Damit bestätigen Vorstand und Aufsichtsrat die Trennung vom Cheftrainer. Zum neuen Sportdirektor und Marketingleiter hingegen wird in der Pressemitteilung (siehe unten) keine Stellung bezogen. 

Nach der erfolgreich durchgeführten Planinsolvenz wird der VfR Aalen nach wie vor nicht in Geld schwimmen. Das zumindest wäre eine mögliche Begründung dafür, dass man bisher noch keinen neuen Sportdirektor oder Marketingchef vermeldet hatte. Klar, zwei leitende Angestellte gehen da richtig ins finanzielle Kontor. Und nachdem man als Verein insgesamt in ruhige Fahrwasser kommt, lassen sich die anstehenden Spielerentscheidungen auch vom Vorstand abarbeiten. Zumindest vorerst, denn dauerhaft kann dies keine Lösung sein. Aspekte der Lizenzierung, ein funktionierendes Scouting oder überhaupt ein gutes Netzwerk auf dem Spielermarkt... all das lässt sich von ehrenamtlichen Vorständen sicherlich nicht nachhaltig umsetzen. Dazu sind motivierte Mitarbeiter von Nöten, die sich im Hauptamt darum kümmern können. Dennoch, die Gehaltseinsparung in der Zeit ohne Manager könnte möglicherweise ein Signal in Richtung DFB sein, dass man damit eben konsequent am Konsolidierungskurs festhält. Denn je nach ursprünglicher Planung im Lizenzantrag gleicht man so eventuell fehlende Zuschauereinnahmen aus. Finanziell wäre dies dann auch nachvollziehbar. Allerdings könnte es gerade der DFB sein, der über Kurz oder Lang nach den Namen der beiden unbesetzten Stellen fragt. Denn die Lizenzbestimmungen werden sicherlich entsprechendes Personal auf diesen Positionen fordern. Alles in allem ist die jetzige Situation hier also sicherlich keine Dauerlösung.  

Und auch beim Ende für den eigentlich erfolgreichen Cheftrainer kann man die alleinige Argumentation im Sinne "neue Besen kehren gut" nicht als ausreichend hinnehmen. Denn die bisherige Konstanz des VfR Aalen war es eben gerade, die den Verein auch in der Öffentlichkeit wieder positives Gehör verschafft hat. Das wissen auch Vorstand und Aufsichtsrat und diese würden sicherlich einen Teufel tun und wieder in die Entlassungswellen der vergangenen Jahrzehnte verfallen. Das war und wäre noch heute imageschädigend. 

Da muss also noch was anderes kochen. Vielleicht ruft ein Trainer nach einigen Jahren Leidensweg nun - für viele auch nachvollziehbar - eine entsprechende (Entschädigungs-)Summe für den neuen Vertrag auf. In diesem Fall muss ein Verein schauen, wie das bezahlbar ist. Dies allerdings bleibt vorerst im Raum der Spekulation. Und leider bietet die aktuelle Begründung eben diesen Raum. Vollmann-Freunden gibt es die Möglichkeit, den VfR Aalen nun erneut zu verteufeln für eine augenscheinliche Fehlentscheidung und für die fehlende Treue gegenüber seinen Leistungsträgern. Gegner des Trainers dagegen sehen Durchsetzungsfähigkeit des Vorstandes und damit eben ein "Kurs halten" der Verantwortlichen. 

So kann ein jeder wieder einmal die jeweilige Lieblingsinterpretation nutzen. Zeigen wird es sich dann im Herbst 2018. Wenn ein neuer Trainer an der Seitenlinie seine Erfolge feiert und damit dem VfR Aalen in seiner Entscheidung Recht gibt.  

Pressemeldung des VfR Aalen vom 17.01.2018 

"Nach der Spielzeit 2017/2018 endet die Zusammenarbeit zwischen dem VfR Aalen und Cheftrainer Peter Vollmann. Präsidium und Aufsichtsrat haben entschieden, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

„Peter Vollmann hat den VfR Aalen in einer schwierigen Situation übernommen und in den letzten drei Jahren sehr gute Arbeit geleistet, dafür gebührt ihm unser Dank und Respekt. Dennoch sind Präsidium und Aufsichtsrat zur Überzeugung gelangt, dass nun der richtige Zeitpunkt ist, neue Impulse zu setzen und mit einem neuen Trainer in die Spielzeit 2018/2019 zu gehen. Wir sind uns sicher, dass Mannschaft und Trainerteam in den noch verbleibenden 18 Partien weiter alles in die Waagschale werfen werden, um die Runde erfolgreich zu beenden“, so VfR-Präsidiumsprecher Roland Vogt.

Die Planungen bezüglich der Nachfolge von Peter Vollmann sind ebenso im Gange wie die Gespräche mit den Spielern, deren Verträge am Rundenende auslaufen."

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