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Samstag, 26 August 2017 15:57

VfR Aalen ergattert Punkt in der Hitzeschlacht gegen Erfurt Empfehlung

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Trainer Peter Vollmann zeigt wie das Spiel verlief: Langweilig, Chaotisch aber mit zwei Toren gekrönt Trainer Peter Vollmann zeigt wie das Spiel verlief: Langweilig, Chaotisch aber mit zwei Toren gekrönt

Eine hervorragende Bilanz hat der VfR Aalen in der noch frischen Saison vorzuweisen. Darauf können die Verantwortlichen stolz sein…. Der heutige Gegner, Rot-Weiß Erfurt, hat dagegen einen eher schlechten Start erwischt und diese sollten bald anfangen, Punkte auf deren Konto zu schaufeln. Doch aus Sicht der Aalener sollte das nicht unbedingt heute geschehen. In diesem Sinne halten sich natürlich zumindest für heute die Glückwünsche für den vom Ex-Aalener Torsten Traub gemanagten Erfurter in Grenzen. Die Erfurter in roten Trikots mit der Sonne im Rücken hatten zu Beginn einen kleinen Vorteil: üblicherweise gibt es zuhause mehr Fans, die einen den Rücken stärken. Heute aber schien die Fangruppe der Erfurter mindestens genauso stark vertreten – und diese machten von Beginn an mächtig Lärm. Die Aalener Fangruppen dagegen scheinbar mit einer Protestaktion und zahlreichen auf dem Kopf hängenden Bannern.

 

Erste Hälfte beginnt schwach und wird noch schwächer

 

Ähnlich ausgeglichen wie die Fanpräsenz zeigte sich dann auch das Spiel selbst. Die beiden Teams spielten offen auftretend und konnten beide schnell Räume erobern. Gefährlich wurde es dann in der 13. Minute, als Carsten Kammlott mit dem Ball in den 16-er der Aalener geht und den Ball auf Bernhardt abzieht. Doch dieser ging knapp am Tor vorbei. Eine erste motivierende Duftmarke der Erfurter? Nicht wirklich, denn das Spiel gestaltete sich danach auch weiterhin eher zäh. Bisher zumindest war der bisherige unterschiedliche Saisonverlauf der beiden Kontrahenten nicht zu erkennen. Aalen schaffte es nicht, seine bisherige Stärke unter Beweis zu stellen. Im Gegensatz dazu bestätigte aber auch Erfurt nicht die bisherigen Schwächen, sondern konnte sich gut behaupten. Dennoch: der beste Aktivposten blieben die beiden Fangruppen.

Vor Anpfiff sollte der Regenbogen den Aalener Glück bringen. Doch die Leistung ließ anfangs zu Wünschen übrig.


In der 28. Minute dann eine kurze Schrecksekunde für die Aalener. Kammlott bekam den Ball im Fünfer vor die Füße und wurde dann vom Aalener Gegner geblockt und zu Boden gebracht. Kein Elfer zwar aber eben fast die Führung für die Gäste. Jetzt sollte Aalen aber aufwachen. Sie waren bemüht, aber bisher reichte es keineswegs. Dann eine Unaufmerksamkeit, die beinahe erneut zum Tor der Erfurter geführt hätte. Der schwache Rückpass von Schulz konnte sich erneut Kammlott im 16er der Aalener greifen. Er lief dann noch zwei Schritte auf Bernhardt zu, doch der Ball landete direkt in seinen Beinen. Wären die Erfurter etwas geschickter, dann stünde es bereits 2:0 für die Gäste. Hätte, wenn und aber… Glück für die Aalener also bisher, dass Schlimmeres verhindert werden konnte. Man sehnte sich fast die Pause herbei. Und die kam dann glücklicherweise auch bald. Vollmann hat also einen Auftrag für die Kabine bekommen. Er musste seine Jungs aufbauen und ihnen gleichzeitig die Schwere der ersten Hälfte bei knapp 30 Grad aus den Beinen treiben.  

 

Hitzekampf und Tore in der zweiten Hälfte

 

In der 49. Minute gab der eingewechselte Aalener Schorr den Ball zurück zu Bernhardt und übersah dabei den gegnerischen Biankadi, dem der Bal vor die Füße gelegt wurde. Doch erneut konnte Bernhardt das schlimmste verhindern. Eine Minute später bekam Morys den Ball im Strafraum der Erfurter. Diesmal parierte Torwart Klewin geschickt. Auf den ersten Blick schien jetzt wesentlich mehr Leben in der Begegnung zu sein. Bianki schnappte sich dann in der 53. Minute nach einem Aalener Eckball das Leder und sprintete bis zum 16-er der Aalener. Dort gab er den Ball an Razeek, der ihn aber über die Latte setze. Endlich – die Chancen gab es links wie rechts….. So wollten das die Zuschauer sehen. Und als das Spiel gerade begann, langweilig zu werden, da schoss Welzmüller einfach mal aus gut 30 Metern Richtung Tor. Und der Schuss landete so was von gekonnt flach rechts im Tor. Keine Chance für Klewin, der sich noch lang streckte. 1:0 also in der 55. Minute für die Gastgeber. Auf diese Szene folgte dann beinahe der Ausgleich nach einem Kopfball an die Latte der Aalener durch Elias Huth.

Mehr Leistung brachten die Aalener trotz großer Hitze in Hälfte zwei

Trotz der gnadenlosen Hitze lief das Spiel munter weiter. Aalen kontrollierte den Ball nun zusehends. Erfurt schien mit sich selbst und der Sonne zu kämpfen. Doch als es gerade lief wurde das Spiel mehr und mehr von unnötigen Fouls und Reibereien unterbrochen. Die zahlreichen Pausen nutzten die Fangruppen um in wechselseitigen Sprechchören ihren Unmut über den DFB kund zu tun. Doch plötzlich fiel aus einem wirren Hin und Her der Ball dem Aalener Bär vor die Füße. Doch obwohl er vier Meter frei vor dem Tor stand suchte er sich als Ziel gerade die Beine des Keepers aus. Erfurt bedankte sich in der 81. Minute beinahe mit dem Gegentreffer und fabrizierte aber die gleiche Szene auf der Gegenseite. Razeek erhält den Ball von links außen und steht seinerseits nur wenige Meter frei vor dem Aalener Tor. Doch er suchte sich als Ziel lieber die Anzeigentafel aus. Vollmann konnte sich kaum mehr in der Coaching Zone halten. Das Spiel war wieder munter und der Aalener Trainer kurz vor dem Kollaps. Dann folgte in der 87. Minute der eigentlich verdiente Ausgleich. Nach einem Eckball der Erfurter war es der Abwehrspezialist Laurito, der mit dem Kopf einnetzen wollte. Doch Bernhardt pariert mit einer Glanzleistung. Die Chance zum  Nachschuss geht an Razeek, der ihn dann zum Ausgleichstreffer verwandelt. Dann noch drei Minuten Nachspielzeit. Welche Mannschaft sollte die letzten Sekunden für einen Sieg nutzen? Der Aalener Mattia Trianni hatte es mit seinem Lattentreffer aus ca. 20 Metern Entfernung auf dem Fuß. Und auch die Erfurter hätten beim anschließende Eckball nochmals den Sack zu machen können. Doch der Fußballgott wollte es so: Er belohnte beide Teams mit einem Punkt. Das Spiel hatte vieles zu bieten: Langeweile, Chaos und zahlreiche Fouls aber auch spritzige Szenen bei unglaublicher Hitze auf dem Rasen. Bei so einer Anstrengung wünschten sich sicherlich beide den Sieg. Und Erfurt hatte insbesondere in der ersten Hälfte ein klares Chancenplus. Die zweite Hälfte gehörte aber den Aalenern. Insofern ist die Punkteteilung gerecht.           

 


Aufstellung:
VfR Aalen
Daniel Bernhardt, Rico Preißinger, Matthias Morys, Thomas Geyer, Robert Müller, Maximilian Welzmüller, Thorsten Schulz, Luca Schnellbacher, Daniel Stanese, Marcel Bär, Torben Rehfeld

RW Erfurt
Philipp Klewin, Berkay Tolga Dabanli, Andre Laurito, Daniel Brückner, Alexander Ludwig, Luka Odaka, A. Razeek, Merveille Biankadi, Christoph Menz, Carsten Kammlott, Samir Benamar

Zuschauer: 3.892

Schiedsrichter:
Bastian Börner, Christopher Schwarzmann, Jörn Schäfer

 

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