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Donnerstag, 12 Oktober 2017 18:00

Aktion der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz auf dem Krämermarkt

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Die „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz in Schwäbisch Gmünd“ präsentiert sich am Freitag, 13. Oktober, von 13 bis 16 Uhr, auf dem Krämermarkt in der Gmünder Innenstadt. Die Allianz ist mit einem Demenzparcours, mit zahlreichen zweckentfremdeten Gegenständen, einem Glücksrad und Informationsmaterial vertreten.

Schwäbisch Gmünd (sv).  Der interaktive Demenzparcours von Hands-on Dementia, wird vom DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd e.V. zur Verfügung gestellt und ermöglicht einen Einblick in die Hürden des Alltags von an Demenz erkrankten Menschen. Die Erfahrungen, die auf diesem interaktiven Weg gesammelt werden, lösen Gefühle aus, die das Verständnis und das Einfühlungsvermögen für Menschen mit Demenz erhöhen sollen.

In zehn Alltagssituationen werden Interessierte durch einen gewöhnlichen Tag geführt. Vom Anziehen bis zum Abendessen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben, wie sich die Krankheitszeichen einer Demenz anfühlt. Die etwas andere Nutzung von Alltagsgegenständen zeigt auf, wie alltägliche Gegenstände in der Welt von an Demenz erkrankten Menschen einer anderen Bedeutung zugeführt werden. Beim Glücksrad, welches von den Kliniken Ostalb, Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd organisiert wird, können Gegenstände gewonnen werden, die im Zusammenhang mit der Erkrankung Demenz stehen. 

Ziel der Aktion auf dem Krämermarkt ist, statt einem Vortrag zur Aufklärung über das Thema Demenz, die Menschen auf der Straße ansprechen, und Ihnen mit dem Glücksrad und dem Demenz Parcours eine ansprechende Möglichkeit bieten, sich dem Thema zu nähern. Viele Deutsche werden im Alltag, zum Beispiel im Bekanntenkreis, beim Einkauf, in Bus oder Bahn mit Demenz konfrontiert. Doch etwa die Hälfte der über 18-jährigen fühlen sich unsicher, wie sie einem Mensch mit Demenz helfen kann, wenn er Hilfe benötigt. Dabei wollen 44 Prozent mehr über Umgang und Kommunikation mit Menschen mit Demenz wissen. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das ZQP (Zentrum für Qualität in der Pflege) anlässlich der „Woche der Demenz“ im September vorlegte.

„Demnach erinnert sich jeder Dritte Befragte (37 Prozent), innerhalb der letzten drei Monate eine Person in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu haben, bei der er sich vorstellen könnte, dass diese von Demenz betroffen war. Knapp ein Viertel von ihnen (23 Prozent) hatte dabei den Eindruck, dass die Person allein unterwegs war und nicht gut zurechtkam. Zudem macht die ZQP-Analyse auch die Betroffenheit im privaten Umfeld deutlich. Knapp zwei Drittel (61 Prozent) der Befragten gaben an, mindestens einen Menschen mit Demenz persönlich zu kennen oder gekannt zu haben. Jeder Zehnte (11 Prozent) unterstützt sogar einen Nahestehenden mit Demenz oder hat dies früher getan.

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