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Montag, 25 September 2017 18:00

Aalener Nähcafé auf gewinnt beim Wettbewerb "Leuchttürme der Bürgerbeteiligung.

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v. l. n. r.: Bruni Jäger und Ute Hommel von Nähcafé der Kulturküche, Landrat Klaus Pavel und Hans-Michael Betz, Leiter des Geschäftsbereichs Integration und Versorgung des Landratsamts Ostalbkreis, mit den Schwäbisch Gmünder Preisträgern (rechts im Bild) v. l. n. r.: Bruni Jäger und Ute Hommel von Nähcafé der Kulturküche, Landrat Klaus Pavel und Hans-Michael Betz, Leiter des Geschäftsbereichs Integration und Versorgung des Landratsamts Ostalbkreis, mit den Schwäbisch Gmünder Preisträgern (rechts im Bild) Bild: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg

Bereits zum dritten Mal hat der Staatsanzeiger-Verlag den Wettbewerb "Leuchttürme der Bürgerbeteiligung" ausgerufen und leuchtende Beispiele für bürgerschaftliches Engagement, lokale Bündnisse und Ehrenamt mit kommunaler Beteiligung gesucht, die sich mit den Themen Flüchtlingsarbeit, Armut, Obdachlosigkeit und Integration auseinandersetzen. Den ersten Platz in der Kategorie "Landkreise" belegte in diesem Jahr das Nähcafé in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in der Ulmer Straße in Aalen. Im Marmorsaal des Stuttgarter Neuen Schlosses und im Beisein von Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, fand kürzlich die Preisverleihung statt.

Schon seit seiner Gründung im Jahr 2000 fördert der Verein Kulturküche Aalen e. V. die kulturelle Vielfalt und die Begegnung verschiedenartiger Gruppen in Aalen. Als ein besonderes Projekt wurde im Februar 2016 gemeinsam mit der Landkreisverwaltung des Ostalbkreises ein Nähcafé in einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Aalen eingerichtet. Dort treffen sich Bewohnerinnen und Ehrenamtliche, um in gemütlicher Atmosphäre zu nähe, zu reden und Zeit miteinander zu verbringen. In dem großen Zimmer dienen zwei Schränke als Stofflager, es gibt vier Nähmaschinen, ein Bügelbrett, Regale mit Zubehör und eine Overlock-Maschine. Eine kleine Küchenzeile und eine gemütliche Sofagarnitur ergänzen das Nähcafé, dessen Einrichtung großteils gespendet wurde. Jeweils mittwochs und donnerstags alle 14 Tage schneidern und nähen zwölf ehrenamtlich tätige Frauen mit den Bewohnerinnen der Gemeinschaftsunterkunft in der Ulmer Straße in Aalen Kissen, Schürzen, Taschen und Kleider. Besonders beeindruckend war, dass dieses Projekt die meisten Stimmen aller insgesamt 83 Bewerbungen erhielt.

Im Stuttgarter Marmorsaal nahmen Landrat Klaus Pavel und Amtsleiter Hans-Michael Betz sowie - stellvertretend für die zwölf Ehrenamtlichen im Nähcafé - Brunhilde Jäger und Ute Hommel den Preis in Höhe von 2.500 Euro sowie symbolisch einen Leuchtturm entgegen. Landrat Klaus Pavel freute sich sehr, dass neben dem Aalener Nähcafé auch eine weitere Bewerbung aus dem Ostalbkreis Erfolg hatte. Das Projekt "Beteiligungsorientierte Erstellung des Aktionsplans Inklusion" der Stadt Schwäbisch Gmünd erhielt in der Kategorie "Städte und Gemeinden von 20.000 - 75.000 Einwohner" ebenfalls den ersten Preis. 

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