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Mittwoch, 08 Februar 2017 06:00

Schwäbisch Gmünd wird Pilotregion für mehr Inklusion Empfehlung

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Schwäbisch Gmünd wird Pilotregion für mehr Inklusion Bild: Schwäbisch Gmünd

 

Schwäbisch Gmünd ist seit heute Modell-Kommune für die neue Initiative der Aktion Mensch: Kommune Inklusiv. Mit diesem auf fünf Jahre ausgelegten Projekt engagiert sich Deutschlands größte Soziallotterie für die Umsetzung von Inklusion in Kommunen bundesweit. Ziel ist, dass alle Menschen mit und ohne Behinderung an den gesellschaftlichen Prozessen ihrer Gemeinde teilhaben können – gemeinsam wohnen, arbeiten, die Schule besuchen oder ganz selbstverständlich die Freizeit gestalten. Für dieses Vorhaben hat die Aktion Mensch fünf Modell-Kommunen gesucht und gefunden, die auf ihrem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft von der Soziallotterie begleitet werden: Neben zahlreichen Angeboten wie Beratung und Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit sind auch Maßnahmen für die Professionalisierung und Wissensmanagement vorgesehen.

Ein Aktionsplan für mehr Inklusion
Schwäbisch Gmünd weist traditionell überdurchschnittlich viele Einrichtungen für Menschen mit Behinderung auf. Für eine selbstbestimmte Teilhabe an der Gesellschaft sorgen auch Einrichtungen mit überregionaler Bedeutung, wie zum Beispiel eine Schule für Gehörlose und ein Blindenheim. Sandra Sanwald, Inklusionsbeauftragte der Stadt Schwäbisch Gmünd, ist Hauptansprechpartnerin für das Projekt Kommune Inklusiv: „Ich wünsche mir, dass das Zusammenleben in Schwäbisch Gmünd noch selbstverständlicher wird, als es ohnehin schon ist. Meine Vision sind mehr authentische und zugewandte Begegnungen, in denen die Menschen mit Unterschieden auf Augenhöhe umgehen.“ Aus diesem Grund hat die Verwaltung in Schwäbisch Gmünd einen Aktionsplan für Inklusion erarbeitet. Das Ziel lautet: Mehr Beteiligung und Vielfalt. Weitere Hintergründe und Vorhaben stellt die Stadt Schwäbisch Gmünd bei der regionalen Auftaktveranstaltung von Kommune Inklusiv am 10. Februar vor.

Fast 130 Gemeinden hatten sich für die Initiative Kommune Inklusiv beworben. Neben Schwäbisch Gmünd wurden daraus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), Schneverdingen (Niedersachsen), Erlangen (Bayern) und Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz) ausgewählt. Kriterien für die Auswahl waren unter anderem: unterschiedliche Erfahrungen mit Inklusion sowie ein erkennbarer Wille in den Verwaltungen, Inklusion weiter voranzutreiben. Schwerpunkt der Unterstützung ist der Aufbau lokaler Inklusions-Netzwerke mit Handelnden aus Verwaltung, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Selbsthilfe und Unternehmen. Die Universität Frankfurt am Main begleitet die Entwicklungen und wertet die Erfolge laufend aus.

Ein bundesweites Netzwerk für Inklusion
Auf der Online-Plattform www.aktion-mensch.de/kommune-inklusiv können sich auch Kommunen, die nicht Teil der Initiative sind, über den laufenden Inklusionsprozess und die Ergebnisse informieren. Langfristig sollen darauf auch Foren für den Austausch der Netzwerke in den Pilotregionen eingerichtet werden. „Wir wollen, dass alle Gemeinden von den Erfahrungen unserer Modell-Kommunen profitieren: Was läuft gut, was kann verbessert werden? Deshalb ist uns der Austausch besonders wichtig“, erklärt Christina Marx, Leiterin des Bereichs Aufklärung der Aktion Mensch. „Mit unserer Initiative schaffen wir eine Hilfestellung für Inklusion, an der bundesweit alle teilhaben können.“




Weitere Informationen über die Initiative Kommune Inklusiv finden Sie unter: www.aktion-mensch.de/presse  


Über die Aktion Mensch e.V. 


Die Aktion Mensch e.V. ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 hat sie rund 3,9 Milliarden Euro an soziale Projekte weitergegeben. Ziel der Aktion Mensch ist, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. Mit den Einnahmen aus ihrer Lotterie unterstützt die Aktion Mensch jeden Monat bis zu 1.000 Projekte. Möglich machen dies rund vier Millionen Loskäufer. Zu den Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Gesamtverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Seit Anfang 2014 ist Rudi Cerne ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch.

Weitere Informationen gibt Aktion Mensch, Ulrike Pfaff, Pressereferentin, Heinemannstraße 36, 53175 Bonn, Telefon: 0228 2092-359, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd, Sandra Sanwald, Amt für Familie und Soziales, Bereich Inklusion, Marktplatz 37, Spitalgebäude Zimmer 1.11, 73525 Schwäbisch Gmünd, Telefon: 07171/603-5071, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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