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Freitag, 12 Januar 2018 17:08

Heubach: 70-jähriger Lkw-Fahrer stirbt bei Glätteunfall

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Heubach: 70-jähriger Lkw-Fahrer stirbt bei Glätteunfall Bild: Bernd Kasper @Pixelio.de

Auf plötzlich und auftretender überfrorener Nässe auf der Landesstraße 1162 ereigneten sich am Donnerstagmorgen innerhalb weniger Minuten zwei Verkehrsunfälle auf der Hochfläche nach der Heubacher Steige. Während der erste der beiden Unfälle komplett glimpflich verlief, verlor beim zweiten Unfall ein Lkw-Fahrer sein Leben.  Kurz nach 7.30 Uhr war ein Pkw Mazda in Richtung Heubach unterwegs, als dessen Fahrer auf der unvermittelt glatten Straße das Auto verlor und nach rechts von der Straße abkam, wo er im angrenzenden Acker stehen blieb. Er hatte seinen Pkw gerade verlassen und suchte im dortigen Netzschatten nach einer Möglichkeit sein Handy zu benutzen, als er mit ansehen musste, wie ein Lkw, der in Gegenrichtung, also Richtung Bartholomä, fuhr, im selben Bereich ins Schlingern geriet und dabei über rund einhundert Meter im Bankett fuhr. Beim Versuch den mit Erde beladenen 32-Tonner wieder zu stabilisieren, kippte der Lkw auf die Beifahrerseite, rutschte so noch eine Strecke auf der Straße entlang und blieb dann quer zur Fahrbahn an einem Baum liegen. Der Fahrer fiel dadurch auf den Boden der Beifahrerseite, wo er so eingeklemmt wurde, dass er nicht einfach befreit werden konnte. Nach der Alarmierung fuhren neben der Polizei auch der Rettungsdienst mit einer Rettungswagenbesatzung und zwei Notärzten und die Feuerwehren aus Heubach und Bartholomä mit zusammen 31 Wehrmännern an die Unfallstelle. Später wurden zwei Mann der Böbinger Wehr nachalarmiert. Der Notarzt konnte an der Unfallstelle allerdings nicht mehr helfen, sondern musste den Tod des Lkw-Fahrers feststellen. Um den Fahrer aus dem Führerhaus zu bergen, musste es durch die Feuerwehr mittels einer Seilwinde angehoben werden. Beim verstorbenen Lkw-Fahrer handelt es sich um einen 70 Jahre alten Mann aus einer Kreisgemeinde. Die Polizei sperrte die Strecke bei Bartholomä und in Heubach, bis durch die Straßenmeisterei eine stationäre Umleitungsbeschilderung aufgebaut werden konnte.

Zur Betreuung von Unfallfallzeugen und des Firmeninhabers des verunglückten Lkw-Fahrers, der kurze Zeit nach dem Unfall  bei einer eigenen Fahrt an der Unfallstelle eintraf, wurden Mitglieder des Kriseninterventionsteams Schwäbisch Gmünd an die Unfallstelle gerufen. Da sich die beförderte Erde fast vollständig auf der Straße verteilt hatte, musste sie von der Fahrbahn abgetragen werden. Die Straßenmeisterei Schwäbisch Gmünd und der Bartholomäer Bauhof, unterstützt durch die Feuerwehr reinigten die Straße. Zur Bergung, Aufrichtung und Abtransport des Lkws wurden drei Abschleppfahrzeuge eingesetzt. Da aus dem beschädigten Fahrzeug Betriebsstoffe ausgelaufen waren, wurde das Umweltamt des Landratsamtes an der Unfallstelle benötigt, um festzustellen, ob und welche Maßnahmen dadurch erforderlich waren. Vor Ort wurde entschieden das kontaminierte Erdreich abzutragen, auch hier wurden Straßenmeisterei und Bauhof tätig. Der Sachschaden durch den Unfall wurde vorläufig auf rund 65.000 Euro geschätzt. Die Landesstraße war bis 14.50 Uhr voll gesperrt.

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