MeineOstalb
News & Events aus der Region
Dienstag, 09 Mai 2017 06:00

Neuer Bahnanbieter auf der Remsbahn: Go-Ahead und Landkreise vereinbaren Partnerschaft

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Vertreter des Ostalbkreises und des Rems-Murr-Kreises trafen sich kürzlich mit der Geschäftsführung von Go-Ahead. V. l. n. r.: Thomas Wagenblast (Verkehrsdezernent Ostalbkreis), Landrat Klaus Pavel (Ostalbkreis), Stefan Krispin (Geschäftsführer Go-Ahead), Gabriel Garreis (Regionalverband Ostwürttemberg), Erik Bethkenhagen (künftiger Leiter Kommunikation Go-Ahead), Erste Landesbeamtin Gabriele Seefried (Ostalbkreis), Landrat Dr. Richard Sigel (Rems-Murr-Kreis), Dr. Peter Zaar Verkehrsdezernent Rems-Murr-Kreis), Thomas Eble (Verbandsdirektor Regionalverband Ostwürttemberg), Ingo-Benedikt Gehlhaus (Geschäftsbereichsleiter Nahverkehr Ostalbkreis). Vertreter des Ostalbkreises und des Rems-Murr-Kreises trafen sich kürzlich mit der Geschäftsführung von Go-Ahead. V. l. n. r.: Thomas Wagenblast (Verkehrsdezernent Ostalbkreis), Landrat Klaus Pavel (Ostalbkreis), Stefan Krispin (Geschäftsführer Go-Ahead), Gabriel Garreis (Regionalverband Ostwürttemberg), Erik Bethkenhagen (künftiger Leiter Kommunikation Go-Ahead), Erste Landesbeamtin Gabriele Seefried (Ostalbkreis), Landrat Dr. Richard Sigel (Rems-Murr-Kreis), Dr. Peter Zaar Verkehrsdezernent Rems-Murr-Kreis), Thomas Eble (Verbandsdirektor Regionalverband Ostwürttemberg), Ingo-Benedikt Gehlhaus (Geschäftsbereichsleiter Nahverkehr Ostalbkreis). Bild: Landratsamt Ostalbkreis

Vertreter von Go-Ahead, dem künftigen Bahnanbieter auf der Remsbahn, des Ostalbkreises, des Rems-Murr-Kreises und des Regionalverbands Ostwürttemberg trafen sich am vergangenen Freitag im Aalener Landratsamt, um sich über das Beförderungsangebot auf der Remsbahn ab dem Jahr 2019 auszutauschen.

"Wenn es so läuft wie angekündigt, werden wir und die Fahrgäste viel Freude mit dem künftigen Angebot auf der Remsbahn haben", fasste Ostalb-Landrat Klaus Pavel zusammen. Für die vielen Fahrgäste der Remsbahn war es schließlich eine Überraschung, als das bisher in Deutschland unbekannte Unternehmen Go-Ahead aus Großbritannien den Zuschlag für die Nahverkehrsleistungen auf der Remsbahn erhielt. Ab dem 9. Juni 2019 wird Go-Ahead für mindestens 13 Jahre alle bisher von der Deutschen Bahn bedienten Leistungen im Regionalverkehr zwischen Aalen und Stuttgart anbieten, auch den abwechselnd mit dem Intercity fahrenden Interregio-Express bis Karlsruhe. Um sich möglichst frühzeitig auszutauschen, trafen sich Landrat Klaus Pavel, Dr. Richard Sigel, Landrat des Rems-Murr-Kreises, und Verbandsdirektor Thomas Eble vom Regionalverband Ostwürttemberg mit dem Go-Ahead Geschäftsführer Stefan Krispin.

"Dann fahren in der Stunde vier moderne Züge von der Ostalb nach Stuttgart. Besser geht es kaum noch."
Landrat Klaus Pavel



Höchste Priorität für alle Beteiligte hat ein reibungsloser Betriebsübergang der Verkehrsleistungen im Sommer 2019, mitten während der Remstalgartenschau. "Wir sind gut im Plan und positiv gestimmt", gibt sich Krispin zuversichtlich. Anstrengungen werden vor allem unternommen, um Personal zu gewinnen. Aus diesem Grund findet am 23. Mai in Aalen ein Bewerbertag statt. Mit der Bahn ist zudem eine sukzessive Übertragung der Betriebsleitungen vereinbart.
Große Vorfreude und Erwartungen werden hinsichtlich der neuen Fahrzeuge vom Typ FLIRT formuliert. Was die Qualität des Wagenmaterials anbelangt, sind die Remsbahn-Pendler schließlich leiderprobt. Gemäß den Landesvorgaben werden barrierefreie Wagen angeschafft, welche über großzügige Fahrradstellplätze verfügen und Toiletten besitzen, "welche schlichtweg nicht ausfallen sollen", verspricht Krispin. Um hohen Leistungsansprüchen zu genügen, investiert Go-Ahead einen zweistelligen Millionenbetrag für ein Logistikzentrum mit Werkstatt in Essingen, "schließlich sind wir gekommen um zu bleiben", so Krispin weiter.

Noch Diskussionsbedarf gibt es bei den vom Land bestellten Kapazitäten. Nach Auffassung vieler, auch der Landkreise, muss gewährleistet sein, dass Aufwertungen möglich sind. Hier sehen die Beteiligten den Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr, das Land Baden-Württemberg, in der Pflicht sicherzustellen, dass das künftige Angebot auch der Nachfrage entsprechen wird. Mit den Worten: "Ich bin deutlich zuversichtlicher als zuvor", resümierte Landrat Dr. Sigel die Erkenntnisse der Unterredung.

Die Partner vereinbarten schließlich eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. "Auch wenn das Land als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr zuständig ist, bieten wir uns als Gesprächspartner an. Die Remsbahn stellt für tausende Berufspendler eine Lebensader Richtung Landeshauptstadt dar. Wenn wir einen Beitrag zur Leistungssteigerung leisten können, wollen wir das gerne tun", sind sich beide Landräte einig. Landrat Pavel verwies hierbei etwa auf den durch den Ostalbkreis mitfinanzierten durchgängigen Halbstundentakt. Ab 2019 werden jährlich 300.000 Euro in die Hand genommen, um das Angebot weiter aufzuwerten. "Dann fahren in der Stunde vier moderne Züge von der Ostalb nach Stuttgart. Besser geht es kaum noch", freut sich Pavel.

Weitere Informationen

  • Unterstützt von:: Unterstützt von:
Gelesen 281 mal

Schreibe einen Kommentar