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Sonntag, 11 März 2018 12:00

Schüler aus Wasseralfingen erreichte mit seiner Geschäftsidee Blindbot beim Jugend gründet Pitch in Ulm Platz 1 Empfehlung

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Der Wasseralfinger Preisträger Der Wasseralfinger Preisträger Bild: Jugend gründet

Sieben spannende Geschäftsideen bekam die Jury am Montag beim „Jugend gründet“-Pitch in Ulm präsentiert. Jede Geschäftsidee für sich hatte das Potenzial Herausforderungen im Alltag für ganz unterschiedliche Lebensbereiche künftig besser lösen zu können. Da wurden beispielsweise Ideen für eine diebstahlsichere Handtasche präsentiert, für die Neukreation einer Kleidermarke mit innovativem, selbstreinigendem Stoffgewebe zur stylischen Stromversorgung, ein System zur Vernetzung von Fahrzeugen im Straßenverkehr, eine elektronische Snowboardbindung, ein System zur individuellen automatischen Düngung und einen in der Jacke integrierten Rucksack.

Alexander Bayer, Schüler des Kopernikus-Gymnasiums Wasseralfingen bei Aalen, hatte einen Businessplan für seine Geschäftsidee Blindbot für den Wettbewerb „Jugend gründet“ eingereicht. Blindbot rollt auf einer elektrisch angetriebenen Kugel und kann sich damit auf jedem Untergrund fortbewegen. Er erkennt und analysiert Hindernisse automatisch und liest auch Schilder oder Texte vor. Blindbot ist ein Assistenzroboter, der Blindenhund und Blindenstock gleichermaßen ersetzen kann, „der digitale Assistent für Sehbehinderte". Mit seinem Pitch vor der „Jugend gründet“-Jury erreichte Alexander Bayer als Team Blindbot Technologies in Ulm Platz 1.

Die Jury lobte den Schüler für seinen souveränen Auftritt. „Seine Präsentation war eine runde Sache,“ erklärte die Jury. Auf jede Frage habe er eine gute Antwort geliefert und auch die genauen Recherchen im Vorfeld haben die Jury beeindruckt.

„Die Fähigkeit, Veränderungen als Chance zu begreifen, Probleme eher als eine Herausforderung zu sehen, neue Lösungen zu entwickeln und dann die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, haben die Teilnehmer hier alle schon bewiesen,“ lobte Prof. Dr. Barbara Burkhardt-Reich als Vertreterin von „Jugend gründet“ bei der Siegerehrung die Leistungen der Schüler hervor. Sie würdigte das Bestreben der Schüler, mit ihren Geschäftsideen „die Welt im Großen oder Kleinen besser zu machen, bequemer, schöner oder überhaupt lebenswert und zugänglich“ und die Leidenschaft, mit der sie ans Werk gingen.

Zur Siegerehrung in den Räumen des Unternehmens Hensoldt mit einer Festrede von Robert Barthel (Projektleiter) über "Business Cases in der Praxis: Das Beispiel Xpeller Drohnenabwehrsystem" konnten auch die Ulmer Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer und Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch begrüßt werden.

Die Schülerinnen und Schüler kamen aus sechs Städten Baden-Württembergs nach Ulm angereist, aus Wasseralfingen, Bruchsal, Sachsenheim, Offenburg, Nagold und zwei Teams aus Achern. Sie hatten sich mit ihren im letzten Schulhalbjahr entwickelten Businessplänen für diesen Pitch qualifiziert, weil ihre Businesspläne zu den bundesweit besten von 718 in der ersten Phase des bundesweiten Online-Wettbewerbs für Schüler und Auszubildende eingereichten Geschäftsideen gehörten. 

Am zweiten Tag der Veranstaltung machten sich alle Teilnehmer und die sie begleitenden Lehrkräfte auf zu einer geführten Erkundung der Ulmer Altstadt und einer Besichtigung des Ulmer Münsters, der größten evangelischen Kirche Deutschlands mit dem höchsten Kirchturm der Welt. Anschließend standen ein Kennenlernen und der Austausch mit der Ulmer Gründerszene in die Industrie- und Handelskammer auf dem Programm. Zum Gespräch erwartet wurden die Gründer von Day4Solutions (day4solutions.de), Rainer Taglang, und Mathias Heinzler von Baupilot (baupilot.com). Day4Solutions hat ein Verfahren zur Erstellung von Software entwickelt, das auf Forschungsergebnissen am Institut für Datenbanken und Informationssysteme (DBIS) der Universität Ulm basiert. Die Software passt sich ohne Programmierung automatisch an die Prozessdokumentation an. Baupilot.com wurde mit der Zielsetzung gegründet, den Kommunen eine bedarfsorientierte Lösung für die Vermarktung von Bauplätzen zu schaffen. Hieraus entstand in enger Zusammenarbeit mit Kommunen und Bauämtern ein Internetportal, welches nicht nur den Kommunen eine professionelle Web-Anwendung bietet, sondern auch dem Bauplatzinteressenten den Grunderwerb so einfach und transparent wie möglich machen soll. Im Gegenzug präsentieren die 20 „Jugend gründet“-Teilnehmer ihre Geschäftsideen, mit denen sie in der ersten Wettbewerbsphase bei „Jugend gründet“ erfolgreich waren, den Gründern und Vertretern der IHK.

Die Veranstaltung in Ulm war die erste von drei Veranstaltungen, mit denen Wettbewerbsteilnehmer mit den bestbewerteten Businessplänen belohnt wurden. Neben den sieben Teams in Ulm wurden sechzehn weitere Teams zu Präsentationsveranstaltungen in Hamburg (15. und 16. März) und in Leipzig (21. und 22. März) eingeladen.

Zweite Wettbewerbsphase: Das Planspiel

Seit Ende Januar läuft bereits die zweite Wettbewerbsphase, das „Jugend gründet“-Planspiel. Dabei heißt es, den richtigen Standort auswählen, Mitarbeiter motivieren, qualifizieren, neue Mitarbeiter auswählen, sich Gedanken über Werbestrategien, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und natürlich auch über Preis und Kosten von Produkten zu machen. Das alles ohne Risiko, aber mit der Gewissheit, Wirtschaftswissen zu erlangen. Die einzige Gefahr dabei ist, vom Unternehmergeistfieber gepackt zu werden.

Bei der hochwertigen Unternehmenssimulation versuchen alle Wettbewerbsteilnehmer, unabhängig von ihrem Abschneiden in der Businessplanphase, über acht Spielperioden hinweg ihr virtuelles Unternehmen mit unternehmerischen Entscheidungen durch die Höhen und Tiefen der Konjunktur zu führen. Auch wer keinen eigenen Businessplan eingereicht hat, kann zeitlich flexibel ab sofort in das Planspiel einsteigen.

Die Gesamtbesten aus beiden Wettbewerbsphasen (Businessplan- und Planspielphase) werden am 20. Juni 2018 zum Bundesfinale nach Stuttgart eingeladen.

Der bundesweite Online-Wettbewerb „Jugend gründet“ wird seit 2003 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und steht auf der Liste der von der Kultusministerkonferenz (KMK) empfohlenen Schülerwettbewerbe. Für Konzeption und Umsetzung des Wettbewerbs ist das Pforzheimer Steinbeis-Innovationszentrum verantwortlich.

Sponsoren und Förderer

„Jugend gründet“ wird von einer Reihe namhafter Förderer bei der Bekanntmachung des Wettbewerbs, bei den Preisen sowie bei den Events unterstützt. Hauptsponsor ist Porsche. Die Präsentations-Veranstaltung in Ulm, die im zweiten Jahr in Folge in Ulm stattfindet, wird von der Industrie- und Handelskammer Ulm und Hensoldt unterstützt.

Ausführliche Informationen zum Bundeswettbewerb gibt es auf www.jugend-gruendet.de Informationen zum Event und eine Teamübersicht finden Sie auch auf:

https://www.jugend-gruendet.de/presse/veranstaltungen-downloads/

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