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Freitag, 01 September 2017 18:00

Neubau IHK-Bildungszentrum: Nur noch 100 Tage bis zur Eröffnung - Arbeiten voll im Zeit- und Kostenplan Empfehlung

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Noch 100 Tage, dann startet im modernen IHK-Bildungszentrum die Zukunft der dualen Ausbildung. Noch 100 Tage, dann startet im modernen IHK-Bildungszentrum die Zukunft der dualen Ausbildung. Bild: Kruppa/IHK.

In 100 Tagen wird das neue Bildungszentrum der IHK Ostwürttemberg in Aalen eröffnet. Der Neubau wird neue Maßstäbe in der dualen Ausbildung in der Region setzen. Die Arbeiten hierfür liegen voll im Zeit- und Kostenplan, so dass ab 9. Dezember 2017 ideale Voraussetzungen für die Auszubildenden in den gewerblich-technischen Berufe bestehen.


Die IHK Ostwürttemberg investiert dank Unterstützung durch Bund und Land rund 19 Mio. Euro in ihr neues Bildungszentrum für die Ausbildung sämtlicher Metall- und Elektroberufe. Ein ganz neues Elektrolabor schafft dabei beispielsweise die Voraussetzung zur Verzahnung von Automatisierungstechnik mit den Informations- und Kommunikationstechnologien. Im Erdgeschoss werden hierfür Werkstätten eingerichtet, in denen die beruflichen Kompetenzen Schweißen, Kleben, Pneumatik sowie Hydraulik vermittelt werden. Auch wird wieder eine Werkstatt für die klassische Metall-Grundausbildung zu finden sein, jedoch wird auch diese in Zukunft weitaus moderner vermittelt. Auch die Schweißwerkstatt wird nach modernsten Kriterien ausgestattet. Dies betrifft insbesondere die Schweißkabinen und die Absaugtechnik. Hier werden also auch künftig Schweißkurse nach Zertifizierung durch den Deutschen Verband für Schweißen (DVS) durchgeführt. Nuri Övüc, Ausbilder für die Schweißtechnik im IHK Bildungszentrum, freut sich über die neue Ausstattung. „In der neuen Schweißwerkstatt ist es uns möglich Schweißkurse auf sehr hohem Niveau anzubieten. Zudem bieten wir Kurse zu allen gängigen Schweißverfahren, die wir am Ende auch zertifizieren.“ Das Thema Pneumatik wird im neuen IHK-Bildungszentrum einen ganz neuen Stellenwert erhalten. Neben den klassischen Steckbrettern, an denen die Kunststoffschläuche, Ventile und Druckzylinder ihren Einsatz finden, wird der komplette Unterricht in Zukunft in digitaler Form stattfinden. „Die ‚Kreidezeit‘ ist vorbei“, witzelt Bernd Schrimpf, Leiter des IHK-Bildungszentrums. Tafel und Kreide wird man im neuen Bildungszentrum vergeblich suchen, stattdessen wird der Unterricht in digitalen Klassenzimmern stattfinden. „Mit großen interaktiven Displays an der Wand sowie auch fahrbaren Touch-Displays ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung und der Verzahnung von Theorie und Praxis“, so Schrimpf.

Nicht nur das Gebäude und die Klassenzimmer werden in Zukunft moderner und innovativer sein, auch ein Großteil der Maschinen wird erneuert. Zwölf Dreh- und Fräsmaschinen werden vom alten Bestand übernommen und um 18 neue Maschinen ergänzt. Auch die in die Jahre gekommenen Bohrmaschinen werden nicht mehr mit ins neue Bildungszentrum umziehen, sondern komplett durch 37 neue Maschinen aus dem Hause Alzmetall ersetzt. „In Zukunft wird es zu keinen Engpässen bei der Maschinenausbildung mehr kommen. Jeder Auszubildende kann zu jeder Zeit mindestens an einer Maschine ausgebildet werden. Dadurch kann künftig die Grund- und Maschinenausbildung nahtlos ineinander übergehen.“, freut sich Schrimpf über die zusätzlichen Möglichkeiten.

Durch die Architektur des neuen Bildungszentrums sind der Werkstatt- und Schulungsbereich über eine Treppe verbunden. So finden die Teilnehmer im oberen Stockwerk die großzügigen und hellen Schulungsräume, die auch mit modernster Technik ausgestattet sind. Hier werden zukünftig auch verschiedene Kurse der IHK-Weiterbildung, wie beispielsweise der IT-Fachwirt, angeboten. Ein auf demselben Stock befindlicher EDV-Raum dient für CAD-, oder Office-Schulungen. Doch das Highlight auf dieser Etage wird sicherlich das bereits angesprochene großzügige und völlig neue Elektrolabor sein. Nicht nur die tolle Aussicht macht dieses Labor zu etwas Besonderem, sondern auch die komplett ausgetauschte Laboreinrichtung mit den didaktischen Elementen laden regelrecht zum Lernen ein. „Viele reden über Industrie 4.0 – hier wird es in der Praxis für die Auszubildenden angewandt“, so Elektroausbilder Jürgen Geywitz vom IHK-Bildungszentrum. Durch dieses nach heutigem Stand modernste Labor, verschmelzen Automatisierungstechnik und aktuellste Informations- und Kommunikationstechnologien. „So sind wir gerüstet, der digitalen Revolution in der Ausbildung zu begegnen“, ist Schrimpf sich sicher.

IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle: "Wir freuen uns jeden Tag ein Stück mehr auf die Eröffnung und hoffen, dass das Bildungszentrum seinen Teil zur Wertschätzung der dualen Berufsausbildung beiträgt. Denn neben Inhalten und Didaktik schätzen junge Menschen und Auszubildende doch auch, wo und in welchem Umfeld sie lernen dürfen". Noch 100 Tage, dann ist es soweit und das neue Bildungszentrum öffnet seine Pforten. Die Einweihungsfeier findet am Samstag, 9. Dezember 2017 statt und das IHK-Bildungszentrum in der Blezingerstr. 3 wird ganztags für Interessierte geöffnet sein.

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