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Jun 28, 2017, 21:15

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung für Menschen mit Behinderung - Ab 15. Juni ist Antragstellung möglich
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Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung für Menschen mit Behinderung - Ab 15. Juni ist Antragstellung möglich

11 Juni 2017

Mit dem Bundesteilhabegesetz wird zum 1. Januar 2018 auch in Baden-Württemberg die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung zur Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung und von Behinderung bedrohter Menschen eingeführt. Hierzu soll eine durch den Bund geförderte flächendeckende niedrigschwellige Beratungsstruktur aufgebaut werden. Die Beratungsangebote sollen möglichst vielfältig gestaltet sein. Die Behindertenbeauftragte des Ostalbkreises Petra Pachner informiert über diese neue Förderrichtlinie des Bundes und das Bewerbungsverfahren.

Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen wollen mehr Selbstbestimmung für eine individuelle und ihren persönlichen Wünschen entsprechende Lebensplanung und -gestaltung. Gute Beratung kann sie dabei nachhaltig unterstützen. Deshalb hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am vergangenen Dienstag (30. Mai 2017) die Förderrichtlinie zur Durchführung der "Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung" für Menschen mit Behinderungen veröffentlicht.

Beginnend ab dem 1. Januar 2018 für die Dauer von bis zu fünf Jahren stellt der Bund jährlich insgesamt 58 Millionen Euro für die Umsetzung und Förderung der Teilhabeberatung sowie deren Evaluation zur Verfügung. Mit den Fördermitteln werden Beratungsangebote unterstützt, die ratsuchenden behinderten Menschen und ihren Angehörigen zur Verfügung stehen - kompetent, unentgeltlich, neutral und objektiv. Die neue Teilhabeberatung soll insbesondere im Vorfeld der Beantragung von konkreten Leistungen Information und Orientierung geben, vor allem zu individuellen Teilhabemöglichkeiten und -leistungen sowie zum Teilhabeprozess und Verfahrensablauf. Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung erfüllt damit eine Wegweiserfunktion im gegliederten System und tritt neben die gesetzlichen Beratungspflichten der Rehabilitationsträger und ergänzt diese. Ein wichtiges Anliegen der Förderung ist es, die Beratung durch Menschen mit Behinderungen oder betroffene Angehörige, das sogenannte Peer Counseling, auszubauen, weil die Betroffenen selbst aus eigenen Erfahrungen heraus gute Kenntnisse über das System haben und diese partnerschaftlich vermitteln können.

Zuwendungsfähig sind insbesondere Personal- und Verwaltungsausgaben. Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts mit Sitz in Deutschland. Der Förderzeitraum beginnt frühestens zum 1. Januar 2018. Anträge für die erste Förderperiode (das Beratungsangebot und die Förderung beginnt am 1. Januar 2018) können ab 15. Juni 2017 bis zum 31. August 2017 an die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales beauftragte Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub) gerichtet werden. Die Förderanträge sind über die webbasierte Fördermitteldatenbank ProDaBa.2020 der gsub elektronisch zu stellen und der ausgedruckte Antrag ist mit rechtsverbindlicher Unterschrift unmittelbar an die gsub zu richten.

Weitere Informationen unter www.gemeinsam-einfach-machen.de, Suchstichwort "Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung" oder unter www.ostalbkreis.de bei der Behindertenbeauftragten des Ostalbkreises Petra Pachner.

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