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Mittwoch, 26 Juli 2017 06:00

Alle Jahre wieder - Gefährdung durch Eichenprozessionsspinnerraupe Empfehlung

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Alle Jahre wieder - Gefährdung durch Eichenprozessionsspinnerraupe Bild: Landratsamt Ostalbkreis

 

In vielen Städten und Gemeinden des Ostalbkreises treten sie wieder verstärkt auf, die Eichenprozessionsspinner. Der Name dieser Schmetterlinge kommt von der Fortbewegung der Raupen im "Gänsemarsch". Als wärmeliebende Art bevorzugen sie zur Eiablage freistehende, besonnte Eichen, wie Bäume an Waldrändern, in Parks, Ortsbegrünungen, Gärten, an Sportplätzen, Schwimmbädern oder Spielplätzen. Man findet den Eichenprozessionsspinner also zumeist gerade dort, wo Menschen sich gerne aufhalten.


Neben den Fraßschäden an Bäumen liegt seine weitere Schadwirkung in den gesundheitlichen Gefahren. Die feinen Haare der Raupen (auch "Brennhaare" genannt), welche ein Eiweißgift enthalten, können beim Menschen zu toxischen und/oder allergischen Reaktionen wie Nesselausschlägen, Reizerscheinungen an Bindehaut und Atemwegen bis zu Asthmaanfällen Führen. Begleitend können Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auftreten. Hierzu muss man mit der Raupe selbst gar nicht in Kontakt gelangen, da die Haare leicht brechen und bei entsprechender Witterung über weite Strecken verteilt werden. Bei Auftreten entsprechender Symptome sollte der Hausarzt aufgesucht werden.

Das Gesundheitsamt des Ostalbkreises empfiehlt folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Befallsgebiete meiden, also z.B. Wege in Eichenwäldern nicht verlassen, kein Picknick unter befallenen Eichen. Auch über Hunde kann ein Eintrag der Härchen in den häuslichen Raum stattfinden.

  • Vorhandene Sperrungen in eigenem Interesse beachten.

  • Raupen und Gespinste nicht anfassen, hierbei insbesondere auch auf Kinder achten.

  • Nach möglichem Kontakt ist ein sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung ratsam.

  • Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme sollten bei empfindlichen Personen durch Kleidung geschützt werden.


Da die Raupen dieses Jahr bereits sehr weit entwickelt und verpuppt sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt keine vorsorgliche Behandlung der Befallsschwerpunkte mit einem Pflanzenschutzmittel mehr durchgeführt werden. In diesem Fall hat sich in den vergangenen Jahren das Absaugen der Gespinstnester als effektive Maßnahme bewährt. Die Bekämpfung und Entsorgung der Schädlinge sollte Spezialisten überlassen werden, da es bei der Beseitigung der Nester unbedingt erforderlich ist, Schutzausrüstung inklusiv Atemschutz zu tragen. 

Als Ansprechpartner für betreffende Bäume in Orts- und Ortsrandlagen stehen Gemeindeverwaltungen und Feuerwehren zur Verfügung. 



Bei befallenen Bäumen im Wald wenden Sie sich an das Forstdezernat im Landratsamt Ostalbkreis unter Tel. 07361 503-1662. Nähere Auskünfte zu den gesundheitlichen Auswirkungen gibt der Geschäftsbereich Gesundheit des Landratsamts unter Tel. 07361 503- 1120. Ausführliche Informationen sind auch im Internet unter http://www.wald.ostalbkreis.de zu finden. 

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