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Mittwoch, 27 September 2017 09:00

Eine Gedenktafel für Matthias Erzberger

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Eine Gedenktafel für Matthias Erzberger Bild: Schwäbisch Gmünd

Matthias Erzberger, ein „Architekt der Demokratie“, bekam am Montag, den 18. September, eine Gedenktafel, fast 100 Jahre nach seinem Tod.

Schwäbisch Gmünd (sv). In Gedenken an den ehemaligen Reichsfinanzminister und Gmünder Matthias Erzberger, enthüllte Oberbürgermeister Richard Arnold am Montag, 18. September, eine Gedenktafel am Franziskaner. 
Matthias Erzberger wurde 1875 in Buttenhausen geboren und besuchte nach der Schule eine Präparandenanstalt im Franziskaner in Schwäbisch Gmünd. Auf einem Lehrerseminar entdeckte er sein politisches Interesse und war von 1903 an für die Zentrumspartei im Reichstag. Im Auftrag der Obersten Heeresleitung unterzeichnete er, als erster Vertreter der Regierung, 1918 den Waffenstillstand von Compiège und somit ein Ende des 1. Weltkriegs. 1919 wurde Matthias Erzberger Finanzminister. Mit diesem Amt revolutionierte er das deutsche Steuerwesen in nur neun Monaten so gründlich, dass sie sogar heute noch Grundlage für das Deutsche Steuerwesen bildet. Er musste jedoch auch mit vielen Gegnern kämpfen, da er unter anderem den Versailler Vertrag befürwortete. 1920 trat er jedoch zurück, wollte hingegen im Sommer 1921 wieder einsteigen. Das konnte er allerdings nicht mehr verwirklichen, da er noch während seines Urlaubs von zwei ehemaligen Marine Offizieren ermordet wurde. 
Die nach seinem Tod errichteten Gedenkstätten wurden in der NS-Zeit zerstört, weshalb heute das Vergessen droht. Um das zu verhindern, machten sich die Mitglieder des Arbeitskreises Erinnerungskultur für die Erzberger-Tafel stark. Dies würdigte der Oberbürgermeister Richard Arnold bei der Enthüllung der Gedenktafel. „Was Erzberger gemacht hat, erforderte viel Mut“.

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