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Mittwoch, 19 Juli 2017 18:00

Aalener Arbeitsagentur: Neue Wege der Qualifizierung gehen Empfehlung

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Aalener Arbeitsagentur Aalener Arbeitsagentur Bild: Agentur für Arbeit Aalen

Die Aalener Arbeitsagentur geht neue Wege in der Qualifizierung. Das Modell richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund, Flüchtlinge und Asylbewerber und der gesamten Personengruppe der Geringqualifizierten.

Chancen eröffnen – Schritt für Schritt Fachkräfte gewinnen!

„Es ist ja kein Geheimnis, dass viele Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund keinen formalen Berufsabschluss haben, obwohl sie vielfach das Potenzial dazu hätten. Und auch unter den hiesigen Beschäftigten schlummert ein nicht unerheblicher Anteil von Menschen, die über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen“, so Elmar Zillert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aalen.

Um die geflüchteten Menschen, die längere Zeit oder sogar für immer in Deutschland bleiben, bestmöglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren und die Chancen Geringqualifizierter auf einen nachhaltigen (Wieder-)Einstieg zu verbessern, sind erhebliche Anstrengungen und eine gute Zusammenarbeit vor Ort erforderlich. Vor-stand und Verwaltungsrat der BA, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sind sich einig: Wesentlicher Schlüssel zum Erfolg ist eine enge und frühzeitige Verzahnung von Sprachförderung, betrieblicher Praxis und Qualifizierung.

Deshalb haben sich die Partner auf ein Kooperationsmodell (KommiT) verständigt, das auf bewährten Förderansätzen aufbaut. Ziel ist es, in einem stufenweisen Aufbau sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit Qualifizierung zu verknüpfen. Die Qualifizierungsschritte sollen möglichst viele Geflüchtete und Geringqualifizierte zum Berufsabschluss führen.

Das Kooperationsmodell hat im Idealfall vier Phasen, die eng miteinander verzahnt sind. Es ist für Arbeitssuchende und Arbeitgeber flexibel gestaltet, ein Einstieg ist in jeder Phase möglich.

  • Phase I: Spracherwerb
  • Phase II: Sprachkurs plus erste Praxiserfahrung im Betrieb
  • Phase III: Einstieg in Arbeit
  • Phase IV: berufliche Qualifizierung

 

„Für die Region Ostwürttemberg haben wir eine erste Bedarfsanalyse durchgeführt und freuen uns sehr, dass wir dank der guten Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern im Herbst mit den ersten beiden Maßnahmen starten können“, so Martin Mayer, Bereichsleiter der Aalener Arbeitsagentur.

„Zum einen haben wir gemeinsam mit dem Bildungsträger Donner & Partner eine Teilqualifizierung zum Berufskraftfahrer konzipiert und gemeinsam mit dem Berufsausbildungswerk Aalen werden wir eine Maßnahme zur Fachkraft für Metall beginnen. Alle Maßnahmen sind abschlussorientiert. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen derzeit in Planung.

Sämtliche Kosten der Förderung werden durch die Agentur für Arbeit erstattet. Dies sind Maßnahmekosten und Kosten für den Arbeitsausfall im Betrieb.

„Wir erwarten, dass die Maßnahmen ihren Teil dazu beitragen Menschen zu einem beruflichen Abschluss zu bringen und sie somit dauerhaft beruflich einzugliedern. Gleichzeitig gelingt es uns einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftegewinnung zu leisten“, so Mayer.

Sind auch Sie als Arbeitgeber an dem Modell interessiert?

Ansprechpartner für das Kooperationsmodell ist die Agentur für Arbeit Aalen. Die Arbeitgeber-Services vor Ort beraten interessierte Unternehmen gerne. Service-Rufnummer für Arbeitgeber: 0800 4 5555 20

Haben Sie Interesse an einer Qualifizierung zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft für Metall? Melden Sie sich bei Ihrer Agentur für Arbeit unter der kostenfreien Service-Rufnummer: 0800 4 5555 00

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