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Montag, 17 Juli 2017 18:00

Mitgliederversammlung der VHS Aalen: Zukunft der Erwachsenenbildung Empfehlung

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Bei der jährliche Mitgliederversammlung der Volkshochschule Aalen e.V.am 12.07.2017 zog der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Roderich Kiesewetter, MdB, eine sehr gemischte Bilanz: Zwar kann die Aalener vhs einen  positiven Jahresabschluss für  2016 von fast 80.000 Euro ausweisen, dem allerdings ein negativer kalkulatorischer Haushaltsansatz von 52.000 Euro für das Folgejahr entgegensteht.

Gründe dafür seien periodenfremde Überträge, aber auch zunehmende finanzielle Belastungen durch Kostensteigerungen, z.B. bei den Mieten und Unterhaltskosten, die nicht mehr vollständig über die Kursgebühren gedeckt werden können.  Trotzdem die vhs bestrebt sei, sozialverträgliche Kursgebühren aufrecht zu erhalten, sei deshalb eine Gebührenerhöhung im nächsten Herbstsemester nicht zu vermeiden.

Roderich Kiesewetter nutzte seinen Jahresbericht zu einer Gesamtschau der gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen für die Erwachsenenbildung in Aalen: Die aktuelle Situation sei von einem enormen Anstieg der Kurs- und Teilnehmerzahlen in den Deutsch-Integrationskursen gekennzeichnet. Um den überproportional großen Aufwand für deren Verwaltung weiterhin leisten zu können, begrüßt die vhs Aalen die für 2017 angekündigte städtische Sonderförderung zur zweckgebunden Personalaufstockung für diese gesellschaftlich wichtige Integrationsaufgabe. Gleichzeitig ließe sich aber in fast allen anderen Fächern ein kontinuierlicher Rückgang der Teilnehmerzahlen feststellen, besonders in Kernbereichen wie Kreativitätskursen und berufsbildenden Angeboten.  Dies bedeute: Die traditionelle Stammkundschaft der vhs wird kontinuierlich kleiner.

Vhs-Geschäftsführer Dr. Jürgen Wasella skizzierte anschließend Strategien zur Gewinnung neuer Zielgruppen. Zunächst sei die Öffentlichkeitsarbeit auf den Prüfstand zu stellen, wobei schnell deutlich werde, dass in Zukunft sowohl die Druckversion des Programmhefts, deren Auflage deutlich zurückgegangen sei, als auch der Internet-Auftritt,  über den inzwischen mehr als die Hälfte der Anmeldungen eingingen, gleichermaßen gepflegt werden müssten. Wasella verwies auf die neue Homepage, die für mobile Geräte optimiert wurde und auf die intensive Präsenz der vhs in den sozialen Netzwerken.

Der vhs-Leiter wandte sich dann der Bedeutung von Kooperationen zu und nannte als Bespiel das gemeinsame Studium Generale mit der Hochschule Aalen, das bereits von mehr als 20.000 Teilnehmern besucht worden sei,  sowie die Vortragsreihen zu Gesundheitsthemen in Kooperation mit dem Ostalbklinikum und dem Förderverein Psychosomatik.  

Als wichtiges Zukunftsthema stellt Jürgen Wasella abschließend das bundesweite Projekt „Erweiterte Lernwelten“ vor, mit dem der Deutsche vhs-Verband sich auch an jüngere Zielgruppen wende, für die Digitalisierung längst selbstverständlich sei.  Die vhs Aalen fasse die neuen Internet-basierten Formen des zeit- und ortsunabhängigen Lernen als große Chance auf und sehe darin eine Möglichkeit, die Erwachsenbildung neu aufzustellen.

Der Vorstandvorsitzende Roderich Kiesewetter gab abschließend zu bedenken, dass Digitalisierung auch viele Ängste und Unsicherheiten auslöse und forderte dazu auf, alle Beteiligten auf diesem zukunftsweisenden Weg mitzunehmen. Die Volkshochschulen seien auch das  ideale Forum, um die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der neuen Technologien zu diskutieren.

Wolfgang Nußbaumer als Vorsitzender des vhs-Beirats schloss die Veranstaltung mit einem Lob der hervorragenden Zusammenarbeit aller Gremien und  sicherte die Unterstützung des neu gewählten Beirats bei der Bewältigung der anstehenden Zukunftsaufgaben zu.

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