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Dienstag, 06 Februar 2018 06:00

Bildungsbüro Ostalbkreis initiiert Schülerpatenprojekt KommMit

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Bildungsbüro Ostalbkreis initiiert Schülerpatenprojekt KommMit Bild: Landratsamt Ostalbkreis

Auf Initiative des Bildungsbüros Ostalbkreis startete Mitte Januar im Rahmen einer Kooperation des Parler Gymnasiums und der Schiller-Realschule Schwäbisch Gmünd ein erstes Pilotprojekt des Schülerpatenprogramms "KommMit". Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsklassen (VKL) der Schiller-Realschule besuchten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Parler Gymnasiums, um sich kennenzulernen und auszutauschen.

Auf Anregung des Kreistages und auf der Grundlage des Integrationskonzeptes des Landkreises entwickelte das Bildungsbüro das Schülerpatenprojekt "KommMit" für VKL-Klassen. An vielen allgemein bildenden Schulen im Ostalbkreis wurden sogenannte VKL-Klassen für Schülerinnen und Schüler mit Migrations- oder Fluchthintergrund und keinen oder geringen Deutschkenntnissen eingerichtet. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die deutsche Sprache lernen, einen guten Einstieg in Alltag und Schule in Deutschland finden und möglichst schnell in Regelklassen integriert werden. Dabei ist es nicht einfach, bei deutschen Jugendlichen Anschluss zu finden und auch der Fachunterricht stellt die zugewanderten Jugendlichen vor so manche Herausforderungen.

Hier setzt das Schülerpatenprojekt "KommMit" an und fördert einen Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern des Parler Gymnasiums mit denen der Schiller-Realschule. Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten übernehmen dabei Patenschaften für Schülerinnen und Schüler der VKL-Klassen. In Tandems werden dabei bis zu den Sommerferien einmal pro Woche Deutsch, Mathe und andere Fächer geübt. Gemeinsame Gruppenaktivitäten runden das Programm ab. Am Ende erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zertifikate. Die Teilnahme ist ein Gewinn für beide Seiten. Die Jugendlichen mit Migrations- und Fluchthintergrund erhalten individuelle Förderung, während die Patinnen und Paten wertvolle interkulturelle Erfahrungen sammeln und sich durch ehrenamtliches Engagement auszeichnen. 

Thomas Eich, Schulleiter des Parler Gymnasiums, begrüßte bei der Auftaktveranstaltung die beteiligten Schülerinnen und Schüler beider Schulen. Die Neuntklässlerinnen des Parler Gymnasiums mit ihren Lehrerinnen Doris Pfleiderer und Katharina Vogl sowie eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Schiller-Realschule mit Migrations- und Fluchthintergrund aus Ländern wie dem Irak, Kolumbien, der Ukraine, Weißrussland, dem Kosovo und Rumänien mit ihrer Lehrerin Dorothee Kutzner konnten sich bei diesem ersten Treffen kennenlernen und merkten, dass es zwischen ihnen nicht nur Unterschiede, sondern vor allem Gemeinsamkeiten gibt. Ähnliche Hobbys wie Singen, Fußball und Playstation spielen, aber auch ähnliche Fremdsprachenkenntnisse wie Englisch, Spanisch und Italienisch wurden festgestellt. Der schnelle Deutschlernerfolg, aber auch die teils bewegenden Schicksale der VKL-Schülerinnen und Schülern hinterließen einen bleibenden Eindruck bei den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten. 

Die Schülerinnen und Schüler des Parler Gymnasiums werden noch Ende Januar durch die Bildungskoordinatorin Miriam Zeilinger vom Bildungsbüro Ostalb interkulturell geschult. Dann können die Schülertandems starten. Dass beide Seiten von diesem Austausch profitieren werden, zeigte sich bereits am Ende der Auftaktveranstaltung. Erste Telefonnummern wurden ausgetauscht und die Schüler und Schülerinnen verabschiedeten sich mit den für Jugendliche typischen Handshakes.

Das Projekt wird nachhaltig vom Bildungsbüro begleitet und soll auf weitere Schulen im Ostalbkreis ausgeweitet werden. Interessierte Schulen können sich mit der Leiterin des Bildungsbüros Ostalb, Hermine Nowottnick, unter 07361 503-1684 oder per E-Mail bildungsregion[at]ostalbkreis.de in Verbindung setzen.

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