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Donnerstag, 01 Februar 2018 18:00

Das Arbeitsmarktjahr 2018 startet mit einem leichten Dämpfer

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Das Arbeitsmarktjahr 2018 startet mit einem leichten Dämpfer Bild: Agentur für Arbeit

Erstmals seit August 2017 sind die Arbeitslosenzahlen in Ostwürttemberg wieder leicht angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen nahm gegenüber Dezember um 521 auf 8.077 Personen zu. Doch das ist für Elmar Zillert,  den Chef der Aalener Arbeitsagentur eine erwartete Entwicklung. „Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in einem Januar ist durchaus üblich und wir hatten eine Zunahme bei den Arbeitslosen bereits für den Dezember erwartet“. Und er untermauert diese Position mit den Worten: “Die Arbeitslosenquote lag mit 3,3 Prozent in einem Januar deutlich unter der vier Prozent-Marke und damit so niedrig, wie noch nie.“ Nur zum Vergleich – im Januar des letzten Jahres lag die Arbeitslosenquote bei 4,0 Prozent und es waren 1.644 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen, als heute. 

 

Ostalbkreis   Januar 2018  Dezember 2017  Januar 2017
 Arbeitslosenzahl   5.009   4.656   5.915 
 Arbeitslosenquote in %   2,9   2,7   3,4 
 SGB III (Arbeitslosenversicherung)   2.563   2.280   3.096 
 SGB II (Grundsicherung)   2.446   2.376   2.819


Die Arbeitslosenquote ist seit Dezember in Ostwürttemberg um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent gestiegen. Der Anstieg fiel damit moderater aus als in Baden-Württemberg. Dort legte die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent zu. 

Von der Zunahme der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Dezember waren beide Landkreise betroffen. So waren im Kreis Heidenheim 168 Personen mehr arbeitslos gemeldet, als im Vormonat. Im Ostalbkreis nahm die Zahl um 353 Personen zu.

Betrachtet man die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen, ist folgendes festzustellen: Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld I) waren zum Ende des Berichtsmonats 425 Personen mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Dies entspricht einer Zunahme von 11,4 Prozent.

Im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV) fiel die Steigerung deutlich geringer aus. Hier stieg die Zahl um insgesamt 96 Personen oder 2,5 Prozent an.

Insgesamt war der Arbeitsmarkt im Januar von einer geringeren Dynamik geprägt als noch in den Vormonaten. Es meldeten sich 1.295 Menschen aus Erwerbstätigkeit arbeitslos. Diese Zahl lag um 451 Arbeitslose höher als noch im Vormonat. Demgegenüber konnten lediglich 607 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Arbeit beenden. Wirkt diese Zahl auf den ersten Blick im Vergleich zu den Zugängen eher schwach, übersteigt diese mit 26 Personen oder 4,5 Prozent den Wert des Monats Dezember und liegt sogar um 10,0 Prozent über dem Januar des Vorjahres.

In diesem Zusammenhang ist auch festzustellen, dass der Stellenzugang im Januar mit 965 neu gemeldeten Stellen gegenüber dem Vormonat deutlich zurückgegangen ist. Im Vergleich mit dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 8,3 Prozent. „Dieser Wert ist auch verglichen mit den letzten Jahren sehr schwach. Wir gehen aber davon aus, dass die Zahl der gemeldeten Stellen saisonbedingt bald wieder steigt“, bewertet Elmar Zillert die aktuelle Situation.

Wir setzen weiterhin auf die erfolgreiche Strategie des Vorjahres, Arbeitslose im Beratungs- und Vermittlungsprozess sehr eng zu begleiten. Des Weiteren werden wir auch in diesem noch jungen Jahr den arbeitslos gemeldeten Menschen ein großes Angebot an marktnahen Qualifizierungen anbieten, damit niemand wegen fehlender Kenntnisse und Fertigkeiten länger arbeitslos bleiben muss, als unbedingt erforderlich. „Denn“, so Zillert, „ jeder Tag der Arbeitslosigkeit ist ein Tag zu viel.“

 

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