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Donnerstag, 19 Oktober 2017 18:00

Veranstaltung "Führungskompetenzen" erntet positives Feedback Empfehlung

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Landrat Klaus Pavel begrüßte die Teilnehmenden im Großen Sitzungssaal des Ostalbkreishauses. Landrat Klaus Pavel begrüßte die Teilnehmenden im Großen Sitzungssaal des Ostalbkreishauses. Bild: Landratsamt Ostalbkreis

Über 50 Teilnehmende kamen am vergangenen Samstag bei schönstem Herbstwetter zur Veranstaltung der Kontaktstelle Frau und Beruf ins Aalener Landratsamt, um sich mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen: "Wie trete ich überzeugend auf und welche Führungskompetenzen brauchen Unternehmen, um zukunftsfähig zu sein?"


Landrat Klaus Pavel begrüßte die Teilnehmenden und erläuterte aufgrund der aktuellsten Datenlage, Frauen seien trotz ihres hohen Anteils in den Unternehmen nach wie vor in den Führungsetagen unterrepräsentiert. Auch ging er auf die Gründe in den Organisationen dafür ein. Carolin Morlock, Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf, erklärte eingehender, was Organisationen und Frauen brauchen, um die Zahl von Frauen in Führungsrollen zu erhöhen. So brauche es zur Veränderung eine absolute Klarheit der Geschäftsführung und eindeutige Vorgaben und Zielzahlen, welche seitens Personal und im Schulterschluss aller Entscheidungsmächtigen umgesetzt werden. Dazu zähle auch der Umgang mit unbewusster Voreingenommenheit bei Stellenbesetzung und -bewertung. Auch Teilzeit für Väter, Home-Office, flexible Arbeitszeiten, Lebensarbeitszeitkonten oder Führen ohne Präsenzkultur seien, neben Vorbildern und Erfolgsgeschichten, Maßnahmen, um eine frauenkarrierefreundliche Kultur zu fördern. Weiterhin könnten Frauen und Führungskräfte durch Selbstführung diese Themen für sich bearbeiten oder in die eigene Organisation tragen.

Maria Hof-Glatz, Diplom-Psychologin und Mediatorin, gab in ihrem Vortrag den Teilnehmenden Impulse, wie sie überzeugend auftreten und situationsspezifisch mit Hierarchie, Macht und Status in Unternehmen und Organisationen umgehen können. So würden Frauen beispielsweise eher auf Augenhöhe führen und Status im Gespräch immer neu verhandeln. Gleichzeitig könne die Führung auf Augenhöhe auch "gefährlich" sein und unter Umständen je nach Situation und Gegenüber zu Problemen führen. Diese Inhalte wurden anschließend in ihrem Workshop vertieft. Petra-Alexandra Buhl, Coach, Supervisorin und Organisationsentwicklerin, bot im anderen Workshop die Möglichkeit, die eigene Rolle im Unternehmen zu reflektieren und Handlungsoptionen gedanklich durchzuspielen.

In der Feedbackrunde fassten die Teilnehmenden die Veranstaltung mit positivem Feedback folgendermaßen zusammen: "Ich habe mir meine eigenen Stärken bewusst machen können und einen Motivationsschub bekommen dranzubleiben!", "Ich habe gute Anstöße für eine regelmäßige Selbstreflexion und Zielsetzung erhalten", "Die Veranstaltung hat mir gezeigt, wo ich beruflich stehe“, „Ich weiß jetzt, dass ich nicht stoisch weiblich lieb und nett sein, sondern konkurrieren und mich durchsetzen muss!", "Ich habe Einsicht in hierarchische Strukturen und das ´Machtgehabe´ bekommen und wie ich als Frau mitmachen kann."

Die Kontaktstelle Frau und Beruf bietet im Nachgang zu dieser Veranstaltung verschiedene Gruppencoachings zum Themenspektrum Frauen in Führung an. Interessierte können sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! über diese Veranstaltungen informieren und anmelden.


INFO:

Für inhaltliche Fragen zum Thema steht die Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf, Carolin Morlock, unter 0162 2170404 gerne zur Verfügung.

Über die Kontaktstelle Frau und Beruf:

Die Kontaktstelle Frau und Beruf Ostwürttemberg, eine von zwölf Kontaktstellen in Baden-Württemberg, ist in zwei Geschäftsstellen Ostalbkreis und Kreis Heidenheim gegliedert. Die Kontaktstelle wird im Rahmen des Landesprogramms www.frauundberuf-bw.de vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau gefördert und mit Mitteln der Landkreise Heidenheim und Ostalbkreis finanziert. Die Kontaktstelle bietet Frauen in Einzelgesprächen eine vertrauliche, individuelle und neutrale Orientierungsberatung zu allen beruflichen Themen an sieben Standorten in Ostwürttemberg: Aalen, Ellwangen, Dischingen, Giengen, Heidenheim, Niederstotzingen und Schwäbisch Gmünd. Weiterhin werden Veranstaltungen, Vorträge, Workshops, Gruppenberatungen und Fachgespräche mit Unternehmen initiiert und in und mit Netzwerken gearbeitet. Bei ihrer Arbeit kooperiert die Kontaktstelle mit unterschiedlichen Institutionen in der Region, wie z. B. der IHK Ostwürttemberg, der Agentur für Arbeit, den Jobcentern und dem Regionalbüro für berufliche Fortbildung Ostwürttemberg.
Kontakt unter: http://frau-beruf.info/

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