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Donnerstag, 12 Oktober 2017 12:00

IHK Ostwürttemberg: Erster IHK-Lehrerkongress beleuchtet neues Schulfach Wirtschaft Empfehlung

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(v.l.) IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Andreas Stoch, MdL, und Monika Schmid-Ritz, verantwortlich für die Bildungsprojekte bei der IHK Ostwürttemberg. (v.l.) IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Andreas Stoch, MdL, und Monika Schmid-Ritz, verantwortlich für die Bildungsprojekte bei der IHK Ostwürttemberg. Bild: IHK Ostwürttemberg

Ende September 2017 fand der erste Lehrerkongress der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg statt. Über die Hintergründe und Inhalte des neuen Schulfachs Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung informierte der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Andreas Stoch, MdL, rund 40 Gäste aus weiterführenden Schulen der Region. Darüber hinaus stellte die IHK ihre neuen Bildungsangebote für Lehrer in diesem Bereich vor.

Nachdem das Schulfach Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung nun eingeführt sei, würde auch die Wirtschaft ihre Verantwortung gerne übernehmen und die Schulen bei ihrer Arbeit unterstützen, betonte IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle in ihren einführenden Worten.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Andreas Stoch, MdL, der in seiner Funktion als Kultusminister des Landes Baden-Württemberg maßgeblich an der Entstehung des neuen Schulfachs und dem neuen Bildungsplan beteiligt war, übernahm sehr gerne die Schirmherrschaft für den ersten IHK-Lehrerkongress. Ihm sei zwar nicht bewusst gewesen, dass er damit auch Hauptreferent des ersten IHK-Lehrerkongresses sei, aber die Gelegenheit wolle er natürlich sehr gerne nutzen, um über die Entstehung des Schulfachs und die Gedanken und Konzepte bei der Entwicklung zu erzählen, so Stoch. In seinen Ausführungen unterstrich Stoch, was Schulen heute leisten müssen, und welcher Auftrag ihnen dabei auch zukommt. Stoch: „Schule ist ein Ort, an dem Bildung gelebt wird. Schulen sind für die Jugendlichen heute mehr prägend als je zuvor. Sie müssen sich daher den Veränderungen und Anforderungen anpassen.“ Und dazu zähle eben das neue Schulfach Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung. Die Diskussionen über ein neues zusätzliches Schulfach seien im Vorfeld bei der Erarbeitung des neuen Bildungsplans 2016 durchaus auch kontrovers geführt worden. Die Inhalte des Fachs sollen übergreifend im Unterricht ganzheitlich einfließen und dies mit dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern kontinuierlich Unterstützung und Orientierung zu geben. Stoch: „Dabei galt es vor allem, auch die schulische Belastung der Jugendlichen im Blick zu behalten.“ Die jungen Menschen sollen den beruflichen Einstieg bewusst wählen und dabei soll ihnen das neue Schulfach in jeder Phase des Schullebens bereits Orientierung geben können Damit die Jugendlichen eigenständig und für sich die richtige Wahl treffen können, ist es wichtig, über mehrere Jahre hinweg Unterstützung bei Fragen und das Heranführen an Fragestellungen zu geben, wie „welche der vielfältigen Möglichkeiten, die in der beruflichen Entwicklung existieren, sind die Richtigen für mich“, oder „welcher Weg passt zu mir“.

Genau deshalb bestehe auch die Leitperspektive „Ökonomie“ und dabei die berufliche Orientierung, die alle Schulfächer gleichermaßen betrifft. Der  Bezug zu ökonomischen Prozessen und zu Berufs- und Studienorientierung soll fächerübergreifend damit auf ein breites Fundament gestellt werden.

So werden bereits im neuen Schulfach auch die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf dargestellt und den Schülern erläutert. Stoch betonte, ihm sei in diesem Zusammenhang enorm wichtig, im Verständnis, dass der Schulabschluss nicht den Wert eines Menschen bestimme, auch das Verständnis, dass eine duale Ausbildung nicht weniger wert ist, als ein Studium, weit mehr ausgeprägt werden müsse. Denn viel mehr sollen die individuellen Neigungen und Stärken den Ausschlag bei der Berufswahl der jungen Menschen geben.

Die neuen Bildungsangebote der IHK Ostwürttemberg für die Lehrer der weiterführenden Schulen, die den neuen Bildungsplan das Schulfach „Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung“ einfließen lassen und unterrichten, sollen die Lehrer dabei unterstützen. Hierzu zähle auch das Lehrerseminar, das nun zum ersten Mal angeboten wurde. Monika Schmid-Ritz, Leitung Bildungsprojekte bei der IHK, stellte die zahlreichen Module vor. Diese reichen von Beruflicher Bildung über Angebote der Berufsorientierung und Eignungstests bis zu Umsetzung, Durchführung und Nachbereitung von Schülerpraktika. In der abschließenden Diskussion betonten die Lehrkräfte die Notwendigkeit eines entsprechenden ganztägigen Lehrerseminars über die Angebote zur Berufsorientierung und deren Umsetzung.

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