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Dienstag, 03 Oktober 2017 18:00

Teilzeitausbildung für alleinerziehende Frauen der AJO e.V. Empfehlung

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von links nach rechts – Karin Kirchner (Projektleitung TAFF 2.0), Ursula König (Fallmanagerin Jobcenter Ostalbkreis), Frau Swoboda (Auszubildende Erzieherin), Anja Hacker (Leitung Secondhand-Shop), Frau Stahl (Auszubildende Kauffrau im Einzelhandel), Bettina Strempel (Projektleitung Frauenprojekt), Doris Schneider (Projektleitung Esperanza), Daniela Masur (Beauftragte für Chancengleichheit Jobcenter Ostalbkreis) von links nach rechts – Karin Kirchner (Projektleitung TAFF 2.0), Ursula König (Fallmanagerin Jobcenter Ostalbkreis), Frau Swoboda (Auszubildende Erzieherin), Anja Hacker (Leitung Secondhand-Shop), Frau Stahl (Auszubildende Kauffrau im Einzelhandel), Bettina Strempel (Projektleitung Frauenprojekt), Doris Schneider (Projektleitung Esperanza), Daniela Masur (Beauftragte für Chancengleichheit Jobcenter Ostalbkreis) Bild: AJO e.V.

„Teilzeitausbildung! „Ach, das geht?!“ – Ja, und das schon seit 2005! Seit diesem Jahr besteht die Möglichkeit für Erziehende und Pflegende, eine Berufsausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Viele, für die eine Ausbildung in Teilzeit in Frage kommt, wissen aber bisher nur wenig oder gar nichts über dieses Ausbildungsmodell.

Um die Teilzeitausbildung voranzutreiben, finanziert das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg das Programm „Teilzeitausbildung für Alleinerziehende“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Während der zweiten Förderperiode von 2015 bis 2017 haben fünf Projektverbünde mit insgesamt 26 Standorten im Baden-Württemberg ca. 660 Ausbildungsinteressierte beraten. Die Projektträger vor Ort sind für die Beratung, Qualifizierung und Vermittlung der Alleinerziehenden zuständig.

Die AJO e.V. ist in Aalen mit dem Projekt TAFF 2.0 – Teilzeitausbildung für alleinerziehende Frauen erfolgreich dabei. Mit TAFF 2.0 unterstützen sie Alleinerziehende in allen Themen rund um die Teilzeitausbildung, und das schon seit fast sechs Jahren. Alleine in den letzten drei Jahren nahmen 59 Frauen am Projekt teil. Fast 60% von ihnen wurde in eine Ausbildung vermittelt. Dadurch wurde das Vermittlungsziel des Ministeriums sogar übertroffen. „Oft erzählen unsere Projektteilnehmerinnen, dass sie diesen Schritt ohne die Unterstützung durch TAFF 2.0 nicht geschafft hätten. Da sind zu viele Themen zu organisieren – angefangen von der Berufsorientierung und der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz bis hin zur Regelung der Kinderbetreuung und der Ausbildungsfinanzierung.“, berichtet die Projektleiterin Karin Kirchner.

Am vergangenen Mittwoch hat die AJO e.V. zusammen mit den anderen Projektverbünden und dem Netzwerk Teilzeitausbildung Baden-Württemberg rund 20 Teilzeitauszubildende aus dem Programm in die Straßenbahnwelt Stuttgart eingeladen. Bei einem „Brunch & Talk“ berichteten sie in ungewöhnlicher Atmosphäre aus erster Hand von ihren Erfahrungen. Ihre Zuhörer waren Gäste aus Politik, Verwaltung, Betrieben, Ämtern und Projektverantwortliche. Die Auszubildenden standen Rede und Antwort bei Fragen wie welche Chancen die Berufsausbildung in Teilzeit bringe, welche Herausforderungen aufgetreten seien und wie sich ihr Leben durch die Ausbildungsaufnahme verändert habe.

Auch Sandra Stahl war in Stuttgart mit dabei. Sie macht eine Teilzeitausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel beim Secondhand-Shop der AJO e.V. im zweiten Ausbildungsjahr. Sie ist 36 Jahre alt, hat drei Kinder und wohnt in Bopfingen. „Am Anfang hatte ich Angst die Ausbildung nicht zu schaffen. Ich war schon sehr lange nicht mehr in der Schule und wusste nicht genau was auf mich zukommen würde. Daher habe ich von Anfang an viel gelernt, war im Unterricht und bei der Arbeit konzentriert und habe meine Zeit gut genutzt. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden - meine Schulnoten sind sehr gut und ich bekomme viel Lob von meiner Ausbilderin. Ich bin viel selbstbewusster geworden und bin froh, dass ich das gewagt habe.“

Die verantwortlichen Leitungen aus dem Projektverbünden haben deutlich gemacht, dass die gute Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern wesentlich zum Projekterfolg beiträgt. Ein besonders wichtiger Partner der AJO e.V. vor Ort ist das Jobcenter Ostalbkreis. Das Jobcenter wurde vertreten von der Fallmanagerin Ursula König und der Beauftragten für Chancengleichheit, Daniela Masur.

Der rege Austausch mit den Teilzeitauszubildenden zeigt den Erfolg dieses Programms. Birgit Hölzer, Inhaberin der Apotheke im Kaufland Aalen, macht anderen Ausbildungsbetrieben Mut: „Wir können nur vorankommen, wenn wir Vorbilder für die nachfolgenden Generationen sind, sowohl als Mutter als auch als Unternehmer. Die Betriebe brauchen keine Scheu davor haben, eine Teilzeitausbildung anzubieten.“

Erfreulich ist, dass die AJO e.V. den Zuschlag für eine weitere Förderperiode erhalten hat und somit im Anschluss an TAFF 2.0 ab dem neuen Jahr die Alleinerziehenden im Projekt TAFF 3.0 unterstützen kann. Da es derzeit noch freie Plätze gibt, können interessierte alleinerziehende Mütter gerne mit der AJO e.V. Kontakt aufnehmen.


Ihre Ansprechpartnerinnen bei der AJO e.V.:

Projekt TAFF 2.0 – Teilzeitausbildung für alleinerziehende Frauen 

Tarla Naffin

Tel        07361/556195-23

Fax       07361/556195-19

Mail     Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

AJO e.V., Aalstraße 14/1, 73430 Aalen

www.ajoev.de

 

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