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Donnerstag, 05 Oktober 2017 15:00

Kino am Kocher: Programm ab 05.09.2017

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Die Verführten

05. Oktober, Donnerstag 20:00 Uhr (OmU)
06. Oktober, Freitag 22:30 Uhr
08. Oktober, Sonntag 20:00 Uhr
09. Oktober, Montag 19:00 Uhr

USA 2017, 93 Min.
Regie Sophia Coppola
Frei ab 12 Jahren
Mit Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Colin Farrell, Elle Fanning,
Angourie Rice

Mit dem dunklen Charme einer Southern-Gothic-Geschichte kommt »Die Verführten« daher und erzählt von einem Haus voller Frauen in Virginia. Um sie herum tobt der Sezessionskrieg (1861–65), im Haus selbst herrscht Ruhe und Ordnung. Es ist ein Mädcheninternat, geleitet von Martha Farnsworth, einer resoluten Frau, die ihr Haus offen hält für Mädchen, die kein Zuhause haben oder eines, in das sie wegen des Krieges nicht ohne Gefahren zurückkehren können. Die Mädchen lernen Sticken, Gartenarbeit, Französisch und alles, was eine feine Südstaatendame noch
wissen muss. Bis in diese vom Krieg abgekapselte Idylle eines Tages ein Soldat einbricht. John McBurney ist ein Yankee, ein Feindessoldat, der im Mädchenpensionat wieder zusammengeflickt wird. Aus christlicher Nächstenliebe. Doch bei aller christlichen Nächstenliebe und Südstaaten-Manieren ist der Film keineswegs trocken. Im Gegenteil, er ist das perfekte Lamento weiblicher Lust auf Freiheit und Sexualität. Die Atmosphäre, die Coppola erschafft, ist nahezu perfekt. Zeichnet sich die erste Hälfte durch Herzhaftigkeit und Melancholie aus, so macht der Film alsbald eine wunderbare Kehrtwende in Richtung Thriller, die dem Ganzen eine ganz neue Atmosphäre gibt und den klugen Witz in Humor der schwärzesten Art verwandelt.


Meine glückliche Familie

06. Oktober, Freitag 20:00 Uhr
07. Oktober, Samstag 20:00 Uhr
10. Oktober, Dienstag 20:00 Uhr

Georgien/D 2016
Regie: Nana Ekvtimishvili und Simon Groß, 120 Min.
Ohne Altersbeschränkung
Mit Ia Shugliashvili, Merab Ninidze, Berta Khapava

»Ich will nicht mehr mit euch zusammen wohnen«. Mit dieser Ankündigung überrascht die Literaturlehrerin Manana ihre Familie an ihrem 52. Geburtstag. In einer 3-Zimmer-Wohnung in Tiflis lebt sie zusammen mit drei Generationen, es herrschen Enge, Alltagstrott und Rücksichtslosigkeiten. Ständig wird sie in Anspruch genommen, doch was sie möchte, fragt keiner. Nicht ihr Mann Soso, nicht ihre Mutter Lamara, nicht ihre verheiratete Tochter Nino. Manana zieht kurzerhand aus. Eine Erklärung dafür bleibt sie schuldig. Die Familie ist schockiert. Was sollen die Leute sagen? Eine verheiratete Frau kann doch nicht einfach alleine leben! Mananas Bruder droht ihr unverhohlen. In ihrer neuen Wohnung kann Manana endlich durchatmen, zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie allein.Der georgische Film lief bei der diesjährigen Berlinale und beim Sundance Festival und wurde als großartiger Familienfilm über die Emanzipation einer Mutter und Ehefrau gefeiert.


Revolution of Sound: Tangerine Dream

07. Oktober, Samstag 22:30 Uhr (JÜRGEN SPECIAL)
08. Oktober, Sonntag 17:00 Uhr (JÜRGEN SPECIAL)

D 2017, 90 Min.
Regie Margarete Kreuzer
Ohne Altersbeschränkung

Mit seiner Band »Tangerine Dream« ging Edgar Froese, der Pionier der elektronischen Musik, auf eine lebenslange Suche nach dem ultimativen Sound. Er verarbeitete Herzschläge und temlaute, Experimente mit Synthesizern und Geräuschen, die NASA und ESA im All fanden. Aus der Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Michael Mann oder Kathryn Bigelow entstanden einige der ungewöhnlichsten Soundtracks der 80er. Im Januar 2015 starb Edgar Froese überraschend. Der Film zeigt bisher unveröffentlichte Filmaufnahmen, gedreht vom Bandleader persönlich.
Erstmals sehen wir die Band hinter den Kulissen, sowohl auf Touren als auch beim ausgelassenen Fotoshooting.


The End Of Meat

11. Oktober, Mittwoch 20:00 Uhr (KOOPERATION)

D 2017, 94 Min.
Regie: Marc Pierschel 

In seiner Dokumentation »The End Of Meat« beschäftigt sich Regisseur Marc Pierschel mit der Frage, wie eine Gesellschaft ohne Fleischverzehr und der damit einhergehenden Ausbeutung von Tieren aussehen könnte. Dazu interviewt Pierschel Philosophen, Wissenschaftler, Künstler und Aktivisten und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge darzulegen. Er trifft zwei Kanadier, die mit einem Hausschwein leben, trifft die Pioniere der veganen Revolution in Deutschland und reist in die erste vegetarische Stadt Indiens. Außerdem beschäftigt Pierschel sich mit einer Reihe Fragen, die geklärt werden müssen, bevor eine fleischfreie Gesellschaft Realität werden kann: Was tun mit den vielen Millionen Nutztieren, die auf der Welt leben? Wie wird ünstliches Fleisch hergestellt? Wovon soll sich die Menschheit ernähren, wenn Fleisch als Lebensmittel wegfällt? Und wie hängen Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren mit der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen zusammen?

Kooperation mit Animal Right Watch

Der Regisseur Marc Pierschel wird an diesem Abend zu Gast im Kino sein.
– Und anschließend an den Film gibt es vegane Snacks!

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