MeineOstalb
News & Events aus der Region
Mittwoch, 23 August 2017 18:00

Kino am Kocher: Programm ab 24.08.2017

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Rosemari

24. August, Donnerstag 20:00 Uhr
25. August, Freitag 22:30 Uhr
27. August, Sonntag 20:00 Uhr
28. August, Montag 19:00 Uhr
30. August, Mittwoch 20:00 Uhr

D/Dänemark/Norwegen 2016, 95 Min. Regie Sara Johnsen - Frei ab 12 Jahren - Mit Tommy Kenter, Emil Johnsen, Laila Goody, Ruby Dagnall, Kristian Fjord

 

Unn Tove (Tuva Novotny) weiß schon am Tag ihrer Hochzeit, dass sie den falschen Mann heiratet. Eigentlich liebt sie nämlich Klaus (Tommy Kenter), doch die Affäre mit diesem führt zu nichts. Auf der Hochzeitsfeier rücken die Sorgen der Fernsehjournalistin in den Hintergrund, als sie auf der Restaurant-Toilette ein zurückgelassenes Neugeborenes findet und den Behörden übergibt. Sechzehn Jahre später ist Unn Tove kinderlos geschieden und das Baby von damals bei Pflegeeltern zur Teenagerin Rosemari (Ruby Dagnall) herangewachsen. Mithilfe von Krankenhausakten macht Rosemari Unn Tove ausfindig, die sie irrtümlich für ihre leibliche Mutter hält. Trotz der Einwände ihrer besten Freundin und Kollegin Hilde (Laila Goody) begleitet Unn Tove die Suche nach Rosemaris Mutter mit der Kamera. Unterwegs decken die Frauen eine tragische Lebensgeschichte auf und stellen sich ihren eigenen, konfusen Gefühlswelten. 


In Zeiten des abnehmenden Lichts

25. August, Freitag 20:00 Uhr
26. August, Samstag 20:00 Uhr
29. August, Dienstag 20:00 Uhr

D 2017, Regie Matti Geschonneck, 101 Min., FSK o.A., mit Bruno Ganz, Sylvester Groth, Alexander Fehling, Hildegard Schmahl 

Am Ende passt der Mensch in eine Kiste und sein Leben in eine Schachtel. Wilhelm Powileit hebt den Deckel eines Pappkartons hoch und betrachtet die vielen Orden darin.  Er ist ein Held des Sozialismus; in Ostberlin wurde eine Brigade nach ihm benannt. Heute wird er 90. Es ist der 1. Oktober 1989. Neben den Familienangehörigen sind auch Funktionäre auf seiner Feier. Noch ahnt niemand, dass sein Enkel Sascha in den Westen geflüchtet ist und nur dessen Vater ahnt, dass sich in der nächsten Zeit einiges für das Land und eben auch die Familie ändern wird. Der Film macht aus dem fünf Jahrzehnte umspannenden Roman von Eugen Ruge eine Momentaufnahme, einen brillanten Jahrhundert-Schnappschuss. Nein, es ist keine Verfilmung. Es ist eine Dekonstruktion. Eine Unverschämtheit. Ein Hasardeurstück, vorgetragen mit beglückender Chuzpe. Wir sehen, was alle ahnen, dass der sieche Jubilar, um den es hier wirklich geht, der Kommunismus ist. Der Kehraus hat schon begonnen, bevor die ersten Gäste kommen, der Kater schon eingesetzt, bevor das erste Glas getrunken ist. Der Film fängt diese Untergangsstimmung mit scharfem Blick, bösem Humor und einer gewissen Melancholie ein. Sehenswert, wie fast alle Filme von Matti Geschonnek.

Weitere Informationen

  • Unterstützt von:: Unterstützt von:
Gelesen 96 mal

Schreibe einen Kommentar