MeineOstalb
News & Events aus der Region
Dienstag, 27 Juni 2017 06:00

Gesundheitsamt initiiert mit Kliniken Ostalb und AOK Ostwürttemberg Projekt zur Bekämpfung von MRSA

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Jeder Mensch ist mit einer Vielzahl von Keimen besiedelt. Das Bakterium "Stapphylococcus aureus" ist auf der Schleimhaut im vorderen Nasenabschnitt und zum Teil auf der Haut vieler gesunder Menschen zu finden, ohne dass es seinen Träger krank macht. Ist es jedoch gegen verschiedene Antibiotika widerstandsfähig geworden, nennt man es MRSA. Dieser multiresistente Erreger ist für gesunde Personen zumeist ungefährlich, im Kontakt mit erkrankten Personen besteht jedoch ein Übertragungs- und Infektionsrisiko. Dies kann bei Patienten mit schwachem Immunsystem tödliche Folgen haben, da viele Antibiotika nicht mehr wirksam sind.


Das "Projekt zur MRSA Sanierung" holt nun viele Partner ins Boot, die gemeinsam der Verbreitung dieser Keime die Stirn bieten. Die Finanzierung wird durch den Ostalbkreis sichergestellt, an der Förderung des Projekts beteiligen sich zusätzlich die Kliniken Ostalb und die AOK Ostwürttemberg. Das Gesundheitsamt und die Krankenhausapotheke stellen gemeinsam ein "Sanierungsset" zusammen, das ab sofort auf den Krankenstationen der Kliniken Ostalb bei Bedarf an in stationärer Behandlung befindliche Patienten ausgeben wird.

Fünf Tage dauert die systematische Bekämpfung von MRSA, die bereits im Krankenhaus beginnen kann. Nach Entlassung der Patienten erhält der behandelnde Arzt alle nötigen Informationen und nimmt bei Bedarf weitere Abstriche vor, die vom Landesgesundheitsamt im Rahmen dieses Projektes freundlicherweise kostenlos untersucht werden. Über den genauen Ablauf dieser sogenannten Sanierungsmaßnahmen sowie die erforderlichen Kontrollabstriche erhalten Patienten und deren Behandler ausführliches Informationsmaterial. Die Dokumentation erfolgt auf einem "Aktionsplan", das Gesundheitsamt wertet die Ergebnisse aus.

Die wichtigste Voraussetzung zum Gelingen des Vorhabens ist allerdings der Patient selbst. Nur durch seine disziplinierte Mitarbeit bei der täglichen Versorgung und Behandlung kann der konzentrierte Angriff gegen multiresistente Keime zu einem gesundheitlichen Erfolgsprojekt im Ostalbkreis werden.

Weitere Informationen

  • Unterstützt von:: Unterstützt von:
Gelesen 77 mal

Schreibe einen Kommentar