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Hochschule Aalen

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Aus dem Reallabor Aalen in die innovative Lehre!

 

Wie setzt man praxisnahe Projekte erfolgreich in der Hochschullehre um? Vier Jahre lang haben Prof. Dr. Ulrich Holzbaur, Monika Bühr, Daniela Dorrer, Ariane Kropp, Evamaria Walter-Barthle und Dr. Talea Wenzel an der Hochschule Aalen studentische Projekte begleitet und analysiert. Die Ergebnisse der Analyse sind jetzt im Fachverlag Springer Gabler erschienen: „Die Projekt-Methode – Leitfaden zum erfolgreichen Einsatz von Projekten in der innovativen Hochschullehre“ richtet sich aber nicht nur an Lehrende im Hochschulbereich, sondern ist für alle Bildungsbereiche relevant.

In dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt „Wissenschaft erleben, Praxisrelevanz erfahren und nachhaltig lernen mit Projekten“ an der Hochschule Aalen wurden von 2012 bis 2016 die Erfolgsfaktoren studentischer Projekte in der Studieneingangsphase analysiert. Die Methode basiert auf dem Einsatz von Lehrprojekten in den Lehrveranstaltungen zu Projektmanagement, Qualität, Nachhaltigkeit, Informatik und Mathematik von Prof. Dr. Ulrich Holzbaur, der an der Hochschule Aalen Wirtschaftsingenieurwesen lehrt. „Die Ergebnisse haben wir in einem Leitfaden zusammengefasst, mit dem wir uns ausdrücklich nicht nur an Hochschullehrer richten wollen, sondern an alle, die im Bildungsbereiche tätig sind“, betont Holzbaur.

Am Beispiel der Hochschullehre stellen die sechs Autoren Grundlagen und Methodik zusammen, um Projekte ergebnisorientiert und zielgerichtet einzusetzen. „Durch die wachsende Bedeutung von Projekten im Beruf und in der Wissenschaft werden diese als Lehrinhalt immer wichtiger“, sagt Prof. Dr. Ulrich Holzbaur. Für Lehrende an Hochschulen stelle sich damit die Herausforderung, Projekte optimal für die Vermittlung von Kompetenzen und Inhalten einzusetzen und den Aufwand für die Vorbereitung, Betreuung und Bewertung von Projekten in einen akzeptablen Rahmen zu halten. Das Werk vermittelt die erfolgreiche Planung und Vorbereitung von Projekten sowie die Begleitung und Betreuung, Benotung und Ergebnissicherung. Die zahlreichen Hilfsmittel und Beispiele erleichtern die Umsetzung. Der Leitfaden solle den Lehrenden beim Einsatz von Projekten in der Lehre unterstützen und eine gute Wirkung der Projekte für die Stoff- und Kompetenzvermittlung, die Hinführung an die Wissenschaft, die Berufsbefähigung der Absolventen und für die gesellschaftliche Weiterentwicklung hin zu einer lebenswerten Zukunft ermöglichen, so Holzbaur.

Neben den Grundlagen und praktischen Hinweisen enthält der Leitfaden umfangreiche Projektbeispiele. Viele der Projekte wurden mit Akteuren der Region, in der Stadt Aalen und an der Hochschule selbst umgesetzt. Die Projekte im „Reallabor Aalen“ zur Umsetzung von Nachhaltiger Entwicklung sind beispielsweise mit dem Umweltmanagementsystem „Grüner Aal“ vertreten. Auch Projekte zum nachhaltigen Einzelhandel, die „Repair Night“ oder der Bopfinger Bildungs-Bus werden beschrieben. Außerdem beschäftigen sich viele Projekte mit dem Wecken von Interesse und der Wissensvermittlung im Bereich der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). „Alle diese Projekte können auch an anderen Hochschulen und in anderen Bildungsbereichen umgesetzt werden“, betont Prof. Dr. Ulrich Holzbaur den Transfercharakter des Leitfadens.

Zum Buch:

Die Projekt-Methode – Leitfaden zum erfolgreichen Einsatz von Projekten in der innovativen Hochschullehre

Autoren: Prof. Dr. Ulrich Holzbaur, Monika Bühr, Daniela Dorrer, Ariane Kropp, Evamaria Walter-Barthle und Dr. Talea Wenzel

Springer Wissenschaftsverlag, Springer Gabler                                                      

Softcover: 44,99 Euro, eBook: 34,99 Euro

 

Über gute Lehre wird viel diskutiert. Sie stellt hohe Anforderungen an die Lehrenden und geht weit darüber hinaus, Fachinhalte korrekt wiederzugeben. Doch was bedeutet gute Lehre eigentlich? Wir haben darüber mit Prof. Dr. Peter Eichinger und Prof. Dr. Bernhard Höfig gesprochen, die Mechatronik an der Hochschule Aalen lehren – und jetzt für ihr Engagement mit dem Lehrpreis der Hochschule Aalen gewürdigt wurden.

„Lehren heißt, ein Feuer entfachen, und nicht, einen leeren Eimer zu füllen“, lautet ein berühmtes Zitat des griechischen Philosophen Heraklit. Herr Prof. Dr. Eichinger, Herr Prof. Dr. Höfig, was macht Ihrer Meinung nach gute Hochschulausbildung aus?

 

Prof. Dr. Eichinger: Gute Lehre bedeutet für mich, den einzelnen Menschen zu sehen und den Raum zu schaffen, dass jeder seine Potenziale entfalten kann. Wir möchten unsere Studierenden zum „lebenslangen Lernen“ befähigen – und natürlich Begeisterung wecken. Heraklit ist da mit seinem Bonmot zeitlos aktuell.
Prof. Dr. Höfig: Aktualität ist ganz wichtig, wir müssen mit der Lehre auf der Höhe der Zeit sein. Umso mehr, als wir uns mit der fortschreitenden Digitalisierung gerade in einem evolutionären Transformationsprozess befinden. Die Menschen, die wir heute ausbilden, sind die Entwickler und Entscheider von morgen. Und sie sollen dann in der Lage sein, die Entwicklung von Produkten und Prozessen zu gestalten.

Wenn Sie sich an Ihre eigene Schul- bzw. Studienzeit zurückerinnern: Was hat Sie begeistert, was abgeschreckt?
Prof. Dr. Höfig: Abschreckend war das Auswendiglernen, das reine Abfragen von Fakten, das stupide Pauken von Wissen. Großen Spaß hat das Lernen immer dann gemacht, wenn man damit verbinden konnte, wofür man das Ganze braucht. Also ganz konkrete Anwendungsbeispiele, verbunden mit dem Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen. Mein Mechanik-Professor damals an der Universität hat uns immer herausgefordert, darüber nachzudenken, was in der Welt passiert. Begeistert hat mich auch, wenn anspruchsvolle Themen mit Leichtigkeit und einer guten Portion Humor vermittelt wurden. Lachen hilft beim Lernen – das ist wissenschaftlich erwiesen. Lachen ist also sozusagen Doping fürs Gehirn. (lacht)

Für Ihr besonderes Engagement in der Lehre sind Sie beide jetzt mit dem Lehrpreis der Hochschule Aalen ausgezeichnet worden. Nominiert wurden Sie dafür von Studierenden. Was ist Ihr Geheimnis? Haben Sie da eine Art Patenrezept?
Prof. Dr. Eichinger: Uns sind anwendungsorientierte Projekte sehr wichtig. Wir möchten jungen Menschen die Möglichkeit geben, an Aufgaben zu wachsen. Deshalb bieten wir unseren Studierenden beispielswiese jedes Semester einen „Makeathon“ (von „to make“ und „Marathon“) an – ein interaktives Format, wo in Teams zusammen gedacht, konstruiert und programmiert wird. In drei Tagen müssen die Teilnehmer aus einer Idee einen Prototypen fertigen. „Make, Create & Have Fun!“ lautet unser Motto, und tatsächlich haben unsere Studierenden sichtlich viel Spaß  dabei. Ein tolles Beispiel für anwendungsorientierte Projekte ist auch unser „smart4i Industry Demonstrator“, mit dem wir jetzt auf der Messe interpack 2017 waren: Für den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat ein interdisziplinäres und internationales Team aus 36 Studierenden in Kooperation mit Industriepartnern den Demonstrator umgesetzt. Er zeigt, wie man Konzepte der Vision Industrie 4.0 bereits heute mit der richtigen Zusammenstellung von Elementen des Stands der Technik realisieren kann. Besucher können eine in Farbe, Verpackung und Beschriftung individualisierte Powerbank über das Internet bestellen und unmittelbar darauffolgend den Prozess live am smart4i Demonstrator verfolgen. Was uns darüber hinaus begeistert,  ist die extrem kurze Entwicklungszeit von nur 36 Wochen für das gesamte Projekt von der ersten Idee bis zur Realisierung auf der Messe. Alle Projektpartner haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um diesen Demonstrator erfolgreich in Betrieb zu nehmen.
Prof. Dr. Höfig: Ein einfaches Patentrezept für gute Lehre gibt es natürlich nicht. Aber ich bin ein Freund von „Fördern durch Fordern“.

Wie muss sich die Hochschullehre in Zeiten der Digitalisierung Ihrer Ansicht nach weiterentwickeln?
Prof. Dr. Eichinger: Unter dem Einfluss der Digitalisierung verändern sich die Strukturen der Lehr- und Lernsituation grundlegend. Es entstehen neue didaktische Möglichkeiten der Wissens- und Kompetenzentwicklung. Wir müssen neue Lehrformen entwickeln, die es uns  ermöglichen, aktuelle technische Neuerungen und Entwicklungsprozesse praxisnah zu vermitteln. Dazu eignen sich sehr gut kostengünstige Starter-Kits für IoT-Anwendungen oder auch Bausätze für einfache Roboter, die wir beispielsweise bei den Makeathons einsetzen. Wichtig ist auch die Verstärkung der interdisziplinären und internationalen Ausrichtung.
Prof. Dr. Höfig: Nicht zuletzt möchten wir positive Erfahrungen ermöglichen, damit unsere Studierenden mutig und zuversichtlich neue Herausforderungen angehen können. Mit der Erfahrung „Das haben wir gut hingekriegt!“ geht das doch alles viel leichter.

 

Herr Prof. Dr. Eichinger, Herr Prof. Dr. Höfig, vielen Dank für das Gespräch!

 

Auch in diesem Semester gibt es an der Hochschule Aalen wieder die Gelegenheit, neu berufene Professoren und deren Fachgebiete näher kennenzulernen. Den Auftakt macht Prof. Dr.-Ing. Jürgen Trost aus der Fakultät Maschinenbau und Werkstofftechnik am Mittwoch, 26. April, um 18.00 Uhr.

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Trost, Professor für Autonome Systeme und Messtechnik, referiert am Mittwoch, 26. April, um 18.00 Uhr im Hörsaal 0.01 des Aula- und Hörsaalgebäudes auf dem Campus-Teil Beethovenstraße.

Autonomes Fahren – Inkrementelle Entwicklung oder technologischer Umbruch

Nach dem überraschenden US-Patent für ein autonomes Fahrzeug aus dem Hause Google und der Markteinführung der Autopilot-Funktion im Tesla erhielt das Autonome Fahren einen völlig anderen Stellenwert in der öffentlichen Diskussion. Zwar waren die technischen Systeme, die für das Autonome Fahren notwendig sind, schon seit Jahren von und mit der Automobilindustrie entwickelt worden. Die Vorlesung stellt hier aber die Frage, ob die Automobilindustrie nicht vor einem technologischen Umbruch steht, der Fahrzeuge und Fahrzeugindustrie strukturell verändern wird.

„Moderne Verhandlungen – Wie können Verhandler durch IT-Systeme unterstützt werden?“ und „Einkauf und Vertrieb auf Business-to-Business-Märkten: Partner oder Antagonisten?“

Am Mittwoch, 3. Mai, stellt Prof. Dr. Marc Fernandes, Professor im Bereich Wirtschaftsinformatik in seiner Antrittsvorlesung die Frage: „Moderne Verhandlungen – Wie können Verhandler durch IT-Systeme unterstützt werden?“. Anschließend referiert Prof. Dr. Ingmar Geiger zum Thema „Einkauf und Vertrieb auf Business-to-Business-Märkten: Partner oder Antagonisten?“. Als Business-to-Business-Forscher wird Professor Geiger in seiner Antrittsvorlesung der Frage nachgehen, inwieweit Einkauf und Vertrieb Partner oder Antagonisten oder beides sein können. Aus seiner Bestandsaufname wird er Implikationen für Forschung, Ausbildung und Praxis ableiten und diskutieren.

Die Antrittsvorlesungen beginnen ebenfalls um 18.00 Uhr im Hörsaal 0.01 des Aula- und Hörsaalgebäudes auf dem Campus-Teil Beethovenstraße.

Kürzlich diskutierte der Beirat des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Vision Science and Business (Optometry) der Hochschule Aalen über die für die Weiterentwicklung des Berufsstands relevanten Entwicklungen. Anschließend gab es einen intensiven Erfahrungsaustausch zwischen Beiratsmitglieder und Studierenden.

Die gute Nachricht gleich vorab: Der berufsbegleitende Optometrie-Masterstudiengang der Hochschule Aalen wird mit mindestens 20 Studierenden ins Wintersemester 2017/18 starten. Interessant ist dabei, dass die Zusammensetzung der Studierenden stark international geprägt sein wird. Die Hälfte der neuen Masterstudierenden kommt aus dem Ausland. In Deutschland ist momentan trotz oder aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation eine gewisse „Fortbildungsmüdigkeit“ festzustellen. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage zum Thema „Fortbildung in der Augenoptik“ von Prof. Dr. Anna Nagl. Und selbst – so die Umfrageergebnisse – wenn der Gewinn des Augenoptikers auch in Zukunft überwiegend über die „Gleitsichtbrille“ erwirtschaftet werden wird, werden optometrische Dienstleistungen zur Kundenbindung und als zusätzliche Einnahmequelle ein sehr wichtiges zukunftsfähiges und lukratives Standbein der selbstständigen Augenoptiker darstellen.

Weiteres Thema im Beirat war der Verbleib des Berufsstands „Augenoptik“ in der Handwerksorganisation und das Für und Wider der Aufspaltung in „handwerklich geprägte Brillenoptiker“ und „refraktionierende und die Augen untersuchende Optometristen“. Inwiefern die Wiedereinführung von Krankenkassenleistungen Auswirkungen auf die Berufsausübung und das Image von Augenoptikern haben wird, bleibt abzuwarten. Das Basieren der Kassenleistungen auf ärztlichen Verordnungen könnte bei den Kunden den Eindruck erwecken, dass der Augenarzt für eine Augenprüfung der bessere Ansprechpartner ist. „Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) wird sich auch weiterhin dafür stark machen, dass Folgeversorgungen weiterhin von Augenoptikern durchgeführt werden können“, sagte ZVA-Vizepräsident Christian Müller in dem Beiratsmeeting.

Eine Chance für sehr gut ausgebildete Augenoptiker und Optometristen könnte die zunehmende Konzentration von augenärztlichen Praxen in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) sein. Da die MVZ versuchen, vor allem finanziell attraktive Katarakt-Operationen anzubieten, werden sich möglicherweise die augenärztliche Grundversorgung und das augenärztliche Screening verschlechtern – diese Lücke könnten gut ausgebildete Optometristen mittelfristig schließen, so das Schlusswort der Beiratssitzung des berufsbegleitenden Optometrie-Masterstudiengangs.

Die Beiratsmitglieder tauschten sich beim anschließenden „Get-togehter“ intensiv mit den aktuellen Masterstudierenden aus. Abgerundet wurde das Treffen der hochkarätigen Beiratsmitglieder mit einem Studium Generale Vortrag zum Thema „Cataract Operation – Anspruch und Wirklichkeit“ von Prof. Dr. Gangolf Sauder, dem Chefarzt der Charlottenklinik für Augenheilkunde in Stuttgart.

Studierende als Ostwürttemberg-Botschafter!

Ab sofort können ausländische Studierende der vier staatlichen Hochschulen Ostwürttembergs ein wichtiges Zertifikat erwerben: Die Akademischen Auslandsämter der vier Hochschulen bilden sie durch spielerische Integrationsmaßnahmen zu Botschaftern ehrenhalber der Region Ostwürttemberg aus.

Die rund 900 ausländischen Studierenden der vier staatlichen Hochschulen - Hochschule Aalen, DHBW Heidenheim, Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd - stellen ein enormes Potential an Fachkräften für die zahlreichen international agierenden Unternehmen der Region dar. Viele ausländische Studierende finden Gefallen an der hochattraktiven Region Ostwürttemberg und entscheiden sich für einen Karrierestart bei einem der hiesigen Unternehmen.

Studierende, die nach ihrem Studienaufenthalt wieder zurück in ihre Heimat gehen, bleiben der Region Ostwürttemberg jetzt ebenfalls auf besondere Weise verbunden. Als Botschafter der Region Ostwürttemberg ehrenhalber können sie aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen und den ihnen näher gebrachten Möglichkeiten auf den verschiedensten Ebenen wie Kultur, Freizeit, Sport aber eben auch Wirtschaftskraft, Berufschancen und Karriere über die Vorteile der Region berichten.

An dieser Stelle kommt der Botschafter-Pass Ostwürttemberg ins Spiel, den die vier Hochschulen ab sofort ihren ausländischen Studierenden zur Verfügung stellen. Vergleichbar zu einem richtigen Reisepass, in den bei Reisen Visa eingetragen werden, können Studierende an Aktivitäten der Hochschulen, der Städte und Region aus den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport, Wirtschaft, fachlicher Natur teilnehmen und Stempel sammeln (oder aber Eintrittskarten, Selfies usw.). Diese können sie dann am Ende eines Semesters bei ihrem Akademischen Auslandsamt nachweisen. Die Landräte der Region verleihen den Studierenden, die mindestens sieben von zehn Nachweisen erbringen, in einer feierlichen Zeremonie ein Zertifikat: Sie sind damit Botschafter ehrenhalber der Region Ostwürttemberg.

Durch den Botschafter-Pass können sich ausländische Studierende schneller integrieren. Bei Aktivitäten verschiedenster Art kommen sie mit Menschen aus der Region zusammen. Gleichzeitig soll durch das intensivere Kennenlernen des Studien- und Lebensumfeldes eine tiefere Bindung zur Region entstehen. Städte, Vereine, Kultureinrichtungen, Verbände und Unternehmen können ausländische Studierende der vier staatlichen Hochschulen Ostwürttembergs im Bedarfsfall mit einem Stempelnachweise unterstützen. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es auf der Projektwebseite www.tie-talents.de der Akademischen Auslandsämter der Hochschulen.

Der Botschafter-Pass Ostwürttemberg ist ein Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) im Rahmen der Fachkräftekampagne Erstaunliches Ostwürttemberg.

Begleitet auf dem persönlichen Karriereweg!

 

KarMen Plus ist ein Mentoring-Programm für Studentinnen an der Hochschule Aalen. Erfahrene Mentorinnen und Mentoren aus regionalen und überregionalen Unternehmen begleiten und unterstützen die Mentees dabei auf ihrem persönlichen Karriereweg. 13 Teilnehmerinnen wurden jetzt verabschiedet – 15 neue Mentees starteten in das Programm.

44 Studentinnen haben sich seit dem Start von KarMen Plus im Januar 2016 auf ihrem persönlichen Karriereweg von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren begleiten und unterstützen lassen. Jetzt wurde die erste Gruppe mit 13 Teilnehmerinnen verabschiedet. Nach zehn Monaten individuellem Mentoring, Gruppencoaching, Netzwerktreffen und Stammtischen blicken die Studentinnen positiv auf ihre Erfahrungen und ihre persönliche Entwicklung zurück. „Noch nie hatte ich zuvor an einer solchen Persönlichkeitsförderung teilgenommen“, sagt eine Mentee begeistert.

Zeitgleich begrüßte die Hochschule 15 neue Mentees, die für die kommenden zehn Monate am KarMen Plus Programm teilnehmen und von Mentorinnen und Mentoren aus regionalen und überregionalen Unternehmen unterschiedlicher Branchen begleitet werden. Dabei ist die gemeinsame Zeit nicht nur für die Studentinnen bereichernd. Auch die Mentorinnen und Mentoren schätzen den Mehrwert durch den Austausch mit der nachfolgenden Generation, die Gelegenheit zur Reflexion der eigenen Karriere- und Lebenswege und das Miterleben der persönlichen Weiterentwicklung der Studentinnen.

Für das Mentoring-Programm KarMen Plus ist die Hochschule Aalen immer auf der Suche nach neuen Mentorinnen und Mentoren. Gefragt sind Führungskräfte, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Studentinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen weitergeben wollen. Ansprechpartnerin an der Hochschule Aalen ist Sabine Braun (07361 576-2518; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).


Info:

„KarMen“ setzt sich aus Karriere und Mentoring zusammen. Das Plus steht für das Wissenschaftsmentoring, welches das Mentoring-Programm der Hochschule Aalen seit 2016 ergänzt. „KarMen Plus“ wird für 34 Monate durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Europäischen Sozial Fond (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.

Mit dem Modellprojekt „Studium & Ausbildung DUAL“ können Auszubildende kaufmännischer Berufe schon während ihrer Ausbildungszeit ein berufsbegleitendes BWL-Studium zum Bachelor of Arts (B.A.) beginnen. Der Kooperationsvertrag für das neue Modellprojekt wurde jetzt von Vertretern der Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen (WBA), der Hochschule Aalen, der Kaufmännischen Schulen Aalen, Schwäbisch Gmünd und Ellwangen sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Heidenheim und dem Ostalbkreis unterzeichnet.

Das Modellprojekt „Studium & Ausbildung DUAL“ ist ein neues Ausbildungskonzept. Es ermöglicht Auszubildenden von kaufmännischen Berufen, parallel zur ihrer Berufsausbildung ein berufsbegleitendes BWL-Studium zum Bachelor of Arts (B.A.) zu beginnen. Hierbei handelt es sich um die Ausbildungsberufe zur Bankkauffrau/-mann, Industriekauffrau/-mann sowie Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel. Das berufsbegleitende Bachelorstudium findet an der Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen statt. Im letzten Ausbildungsjahr beginnen die Auszubildenden neben der Berufsausbildung mit dem berufsbegleitenden Studium. In den ersten beiden Semestern findet ein reduziertes Studienprogramm statt, da die Ausbildungsinhalte angerechnet werden. Nach Abschluss der Berufsausbildung steigt dann der Anteil an Vorlesungen.

„Die berufsbegleitenden Studienprogramme der Weiterbildungsakademie sind hervorragend nachgefragt. Diese Erweiterung des Studienangebots für Auszubildende ist ein bedeutender Schritt in die Zukunft“, sagt Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der Hochschule Aalen, bei der Vertragsunterschrift des Kooperationsvertrages. Auch Landrat Klaus Pavel freut sich über dieses einzigartige Projekt: „Studium und Ausbildung DUAL ist eine hervorragende Ergänzung des bisherigen Bildungsangebotes und findet bereits jetzt großen Zuspruch“.


Weitere Informationen

Interessenten finden weitere Informationen unter www.wba-aalen.de. Die nächste Informationsveranstaltung zum neuen Studienangebot Studium & Ausbildung DUAL findet am Dienstag, 20. Juni 2017 um 18 Uhr an der Hochschule Aalen statt.

Am Mittwoch, 19. April können von 15 bis 18 Uhr defekte Fahrräder wieder fit gemacht werden. Die Hochschule Aalen bietet in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) und explorhino, der Werkstatt junger Forscher an der Hochschule Aalen, Reparaturmöglichkeiten und viel Wissenswertes rund ums Thema Fahrrad an.

Es wird Frühling. Das Fahrrad hat seit vergangenem Herbst aber noch platte Reifen oder ein defektes Licht? Am Mittwoch, 19. April 2017 gibt es an der Hochschule Aalen vor dem Audimax im Campus-Teil Beethovenstraße die Möglichkeit, sein Fahrrad wieder fit zu machen. Von 15 bis 18 Uhr unterstützt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) alle großen und kleinen Besucher bei der Reparatur ihres Fahrrads. In Kurz-Vorträgen wird verständlich und unterhaltsam erklärt, wie eine Schaltung funktioniert, welche Kräfte wirken und was es mit den unterschiedlichen Bremssystemen auf sich hat. Auch explorhino, die Werkstatt junger Forscher an der Hochschule Aalen, ist dabei und bietet spannende Experimente zu den physikalischen Grundlagen an. Die Veranstaltung ist kostenlos und für Radfreunde jeden Alters gedacht. Die Ersatzteile müssen selbst mitgebracht werden. Das notwendige Werkzeug wird vor Ort zur Verfügung gestellt. Weitere Infos gibt es unter www.hs-aalen.de/nachhaltigkeit.

Warum Ausgeglichenheit so wichtig ist!

 „Lebe Balance“-Psychologin Lisa Lyssenko begeisterte mehr als 400 Mitarbeitende und Studierenden der Hochschule Aalen: Sie schilderte plastisch, wie man das Leben besser im seelischen Gleichgewicht halten kann. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung der Hochschule Aalen referierte die Resilienz-Forscherin über die Stärkung psychischer Widerstandskraft.

Kennen Sie Neurasthenie? Diese Krankheit befiel Anfang des 20. Jahrhunderts viele Männer. Es waren auch damals harte Zeiten des Wandels: Die Eisenbahn, der Telegraf und die damit verbundene schnelle Übermittlung von Nachrichten und Informationen sorgten für eine Beschleunigung des Lebens. Und dann auch noch das: Die Frauen wollten plötzlich mitdenken und mitreden. Zuviel für den Mann. Er wurde krank. Damals hieß es Neurasthenie – heute würde man Burn-out sagen.

Lisa Lyssenko stellte die provokante These auf, ob sich die Gesellschaft heute nicht wieder in einem Zeitalter der Beschleunigung befindet: Ständige Abrufbereitschaft dank Smartphone, immer schnellere Informationsübermittlung durch das Internet und Nachrichtendienste wie Twitter. Eine immer härter werdende Arbeitswelt, in der sich Mann und Frau jeden Tag neu beweisen und flexibel reagieren müssen.

Unter den 400 Zuhörern in der Aula der Hochschule waren viele, die sich zunächst nicht recht vorstellen konnten, was hinter dem Titel „Lebe Balance“ steckt. „Es geht um die Stärkung unserer psychischen Widerstandskraft“, erklärte Lyssenko den Zuhörern. „Das kann man lernen.“ Das Grübeln über die Vergangenheit oder die Sorgen um die Zukunft sorge für Stress im Kopf, so die Psychologin. „Wir arbeiten mit voller Energie, um die Anforderungen in der Arbeitswelt, aber auch im Privaten zu meistern. Diese Anforderungen steigen ständig“, sagte die Wissenschaftlerin aus Freiburg. „Aber unsere Gehirnleistung nimmt ab dem 25. Lebensjahr nachweislich ab."

Damit es erst gar nicht zu den Symptomen kommt, die schon Ärzte zur Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieben hatten − allgemeines Krankheitsgefühl, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzattacken – hat das wissenschaftliche Lebe-Balance-Team, dem Lyssenko angehört, ein Lern- und Erlebnismodell entwickelt. Die Inhalte: Achtsamkeit, Selbstfürsorge, Werte, soziale Netze und Balance schaffen. Gespräche in der Gruppe, Selbstreflexion aber auch Übungen sollen den Teilnehmern helfen, ihren Umgang mit sich selbst, ihr Wertesystem und ihren sozialen Status zu hinterfragen und Konsequenzen abzuleiten. „Die Fähigkeit abzuschalten, ist entscheidend für die psychische Gesundheit“, erklärte Lyssenko.

Anja Mäurer, Koordinatorin des Betriebliches Gesundheitsmanagementbei der AOK Ostwürttemberg und Prof. Dr. Kerstin Rieder von der Hochschule Aalen bedankten sich bei der Psychologin für den hochinteressanten Vortrag. „Bei Lebe Balance ist für jeden – ob jung oder alt – etwas dabei, um die eigenen psychischen Kräfte zu stärken“, sagte Mäurer, die demnächst mit Mitarbeitern der Hochschule im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung den Kurs ‚Lebe Balance‘ durchführt – damit diese das Gehörte noch besser verinnerlichen können. „Ich freue mich über den großen Zuspruch bei der heutigen Veranstaltung. Das waren sehr gute Anregungen“, sagte Prof. Dr. Kerstin Rieder vom Studiengang Gesundheitsmanagement an der Hochschule Aalen. „Wir wollen damit unseren Mitarbeitern wie auch den Studierenden Wege aufzeigen, um Stresssituationen besser zu meistern – in Zeiten des digitalen Wandels hin zur Arbeitswelt 4.0 brauchen wird dieses Rüstzeug.“ 

Von 3D-Druck über Brückenbau bis Papierschöpfen - die Osterferien versprechen bunt zu werden. explorhino, die Werkstatt junger Forscher an der Hochschule Aalen, bietet ein abwechslungsreiches Programm für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren an.

Langeweile über Ostern? Nicht mit explorhino, der Werkstatt junger Forscher an der Hochschule Aalen. Das Ferienprogramm bietet wieder spannende Themen und Projekte für die schulfreie Zeit. Kinder und Jugendliche können beispielsweise ihr eigenes Puzzle erstellen. Sie konstruieren und zeichnen am Computer die Vorlage für das Puzzle selbst und drucken es dann mit einem 3D-Drucker aus. Bei einem anderen Programmpunkt beschäftigen sich die Kinder mit dem Thema Brückenbau. Die Jungkonstrukteure lernen, welche Brücken es gibt und machen dazu spannende Experimente zur Bauart und Festigkeit der verschiedenen Brücken. Beim Papierschöpfen lernen die Kinder und Jugendlichen, was Recycling ist. Dazu machen sie aus alten Zeitungen neues Papier, das sie dann auch mit nach Hause nehmen dürfen.

Eine Übersicht aller Programmpunkte und weitere Informationen gibt es unter www.explorhino.de. Das Ferienprogramm richtet sich an alle Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren.