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Donnerstag, 18 Mai 2017 06:00

Mitglieder der Interessensgemeinschaft für den Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg treffen sich in Aalen

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Das Bild zeigt die Mitglieder der Interessensgemeinschaft für den Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg anlässlich ihres Treffens am Mittwoch im Rathaus in Aalen. Das Bild zeigt die Mitglieder der Interessensgemeinschaft für den Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg anlässlich ihres Treffens am Mittwoch im Rathaus in Aalen. Bild: Landratsamt Ostalbkreis

Die Mitglieder der Interessensgemeinschaft für den Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg sind am vergangenen Mittwoch im Rathaus der Stadt Aalen zu einer erneuten Sitzung zusammengetroffen. Der Vorsitzende der Interessensgemeinschaft, Landrat Klaus Pavel, konnte hierzu den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Norbert Barthle MdB, besonders begrüßen. Das Treffen diente der weiteren Absprache von Aktivitäten der Interessensgemeinschaft, um die Verkehrsbeziehungen zwischen Stuttgart und Nürnberg, aber auch darüber hinaus Richtung Zürich und Richtung Berlin weiter zu verbessern.

In seinen Ausführungen ging Staatssekretär Norbert Barthle zunächst darauf ein, dass die Schienenstrecken zwischen Stuttgart und Nürnberg in den weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen werden konnten. Es käme jetzt besonders darauf an, durch eine fachliche Untermauerung dafür zu sorgen, dass die Schienenstrecken genauer in Bezug auf ihre Ausbaunotwendigkeiten und ihre Ertüchtigungserfordernisse bewertet werden, so Barthle. So könne der Bund die Strecken während der Laufzeit des Bundesverkehrswegeplans in den vordringlichen Bedarf aufnehmen, da der Bund für solche aufzustufenden Schienenausbaumaßnahmen besondere Mittel reserviert habe.
Die Diskussion mit Staatssekretär Norbert Barthle vertiefte insbesondere die Fragen der jeweiligen Bewertung der Murr-, der Rems- und der Jagstbahn sowie die Überlegungen und Notwendigkeiten, auf den Schienenstrecken mit Neigetechnikzügen zu fahren, um den Fahrplan stabil zu erhalten. Staatssekretär Norbert Barthle sicherte auch zu, auf Fachebene Gespräche zwischen der Interessensgemeinschaft für den Schienenkorridor und dem Bundesverkehrsministerium zu ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens waren die Möglichkeiten eines langfristigen und flexiblen Ausbaus des Schienenkorridors sowie die nächsten durch DB Fernverkehr vorgesehenen Angebotsverbesserungen auf den Schienenstrecken zwischen Stuttgart und Nürnberg. Hier ergibt sich bereits voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres eine Perspektive für eine weitere Verbesserung von Fernverkehrsverbindungen zwischen Stuttgart und Nürnberg.
Zusammen mit der Inbetriebnahme der Schnellverkehrsstrecke zwischen Nürnberg und Erfurt führt dies zu einer noch besseren Anbindung der Region Ostwürttemberg und des Ostalbkreises sowohl Richtung Berlin als auch Richtung Stuttgart und damit in alle von dort erreichbaren Fernverkehrsrelationen. Zusammen mit den weiteren Verbesserungen der Riesbahn Richtung Donauwörth und München sowie der Brenzbahn Richtung Ulm entwickelt sich in Aalen ein neuer starker Eisenbahnknotenpunkt.

Die Vertreter der Interessensgemeinschaft für den Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg, die berührten Landkreise und Regionalverbände, die Industrie- und Handelskammern und die großen Kreisstädte mit IC-Haltepunkten bewerteten die neuesten Entwicklungen und absehbaren Perspektiven für die Schienenverkehrsverbindung zwischen Stuttgart und Nürnberg überaus positiv, waren aber auch darin überein gekommen, dass es hinsichtlich des zweigleisigen Ausbaus auf den bisher eingleisigen Abschnitten weiterer eigener Anstrengungen, Untersuchungen und Ausarbeitungen bedarf. Es gelte, die zahlreichen Argumente, weshalb die Schienenstrecken in Ostwürttemberg und im Ostalbkreis für die Bevölkerung und für die Wirtschaft von immenser Bedeutung sind, für die Bahn und den Bund exakt aufzuarbeiten. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft gehen davon aus, dass die Gründe für einen Ausbau der Strecken in der Zukunft noch zunehmen werden.

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