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Samstag, 13 Mai 2017 12:00

IHK-Forum Wirtschaft International Offener Austausch mit Hauptzollamt Ulm

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Das neue IHK-Netzwerk Forum International mit dessen Vorsitzenden Dieter Scheer (l.) und den Vertretern des Hauptzollamts Ulm in der Mitte. Das neue IHK-Netzwerk Forum International mit dessen Vorsitzenden Dieter Scheer (l.) und den Vertretern des Hauptzollamts Ulm in der Mitte. Bild: IHK Ostwürttemberg

Neues Netzwerk für Zoll und Außenwirtschaft etabliert!


Ende April 2017 trafen sich die Mitglieder des neuen Forums Wirtschaft International der IHK Ostwürttemberg zum ersten Mal. Dieter Scheer, Leiter Exportkontrolle/Zoll der Carl Zeiss AG, wurde in der Sitzung einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Schwerpunkt des Treffens war ein offener und zugleich konstruktiver Austausch mit Vertretern des Hauptzollamts Ulm. Dabei konnten zum heiklen Thema der Abfrage von Steueridentifikationsnummern bei zollrechtlichen Bewilligungen gute Lösungsmöglichkeiten für die zahlreichen betroffenen Unternehmen definiert werden.

Das neue Forum Wirtschaft International ist aus dem ehemaligen IHK-Außenwirtschaftsausschuss hervor gegangenen. Hier bietet die IHK Ostwürttemberg für Zoll- und Außenhandelsspezialisten eine Plattform zum Netzwerken sowie zum Informations- und Erfahrungsaustausch. Beim ersten Netzwerktreffen wählten die 15 Mitglieder Dieter Scheer, Leiter Exportkontrolle/Zoll der Carl Zeiss AG, einstimmig zu ihrem Vorsitzenden. Scheer betonte, dass insbesondere die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch über das Tagesgeschäft in den Bereichen Zoll und Außenwirtschaft im Vordergrund der künftigen Treffen stehen werden. Ergänzend sind auch aktuelle Themenvorträge angedacht.

Auf Initiative der IHK Ostwürttemberg stellten sich Oberregierungsrat Jörg Soravia sowie die Zolloberamtsräte Christoph Birk und Walter Senn als Vertreter des Hauptzollamts Ulm der Kritik zur zusätzlichen Abfrage von Steueridentifikationsnummern (ID). Zum Hintergrund: Die persönliche Steuer-ID verantwortlicher Unternehmensmitarbeiter wird aktuell bei der Neubewertung zollrechtlicher Bewilligungen von den deutschen Hauptzollämtern zusätzlich verlangt. Grundlage hierfür ist der neue Unionszollkodex der EU. Die IHKs hatten über den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hierzu bereits ihre zoll- und datenschutzrechtlichen Bedenken gegenüber der Generalzolldirektion auf Bundesebene angemeldet. In einem nächsten Schritt wird der DIHK zudem auf die Bundesdatenschutzbeauftragte zugehen.

„Im konstruktiven und offenen Austausch mit den Teilnehmern des Hauptzollamts konnten in der Sitzung nun Lösungsmöglichkeiten definiert werden, die einigen Zündstoff aus diesem sensiblen Thema genommen haben“, sagte Katja Bierbaum, Leiterin des IHK-Geschäftsfelds International. „Weiterhin war die Zusicherung des Hauptzollamts, dass eine Nichtangabe der relevanten Steuer-ID nicht automatisch zum Widerruf einer Bewilligung führt; eine wichtige Klarstellung für unsere Unternehmen. Auch mit Blick auf die gesetzten Rückmeldefristen wurde uns Flexibilität signalisiert, was den zeitlichen Druck zur Einreichung der verlangten Angaben deutlich mindert.“ Für Bierbaum ist mit dem durchweg positiven Feedback zur Initiative und deren Ergebnissen der Start des neuen Netzwerks sehr gut gelungen.

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