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Freitag, 21 April 2017 12:00

Erfahrungsaustausch im berufsbegleitenden Optometrie-Masterstudiengang Empfehlung

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Der wissenschaftliche Beirat beim Erfahrungsaustausch mit Studierenden des Masterstudiengangs Vision Science and Business (Optometry). Der wissenschaftliche Beirat beim Erfahrungsaustausch mit Studierenden des Masterstudiengangs Vision Science and Business (Optometry). Bild: Hochschule Aalen

Kürzlich diskutierte der Beirat des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Vision Science and Business (Optometry) der Hochschule Aalen über die für die Weiterentwicklung des Berufsstands relevanten Entwicklungen. Anschließend gab es einen intensiven Erfahrungsaustausch zwischen Beiratsmitglieder und Studierenden.

Die gute Nachricht gleich vorab: Der berufsbegleitende Optometrie-Masterstudiengang der Hochschule Aalen wird mit mindestens 20 Studierenden ins Wintersemester 2017/18 starten. Interessant ist dabei, dass die Zusammensetzung der Studierenden stark international geprägt sein wird. Die Hälfte der neuen Masterstudierenden kommt aus dem Ausland. In Deutschland ist momentan trotz oder aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation eine gewisse „Fortbildungsmüdigkeit“ festzustellen. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage zum Thema „Fortbildung in der Augenoptik“ von Prof. Dr. Anna Nagl. Und selbst – so die Umfrageergebnisse – wenn der Gewinn des Augenoptikers auch in Zukunft überwiegend über die „Gleitsichtbrille“ erwirtschaftet werden wird, werden optometrische Dienstleistungen zur Kundenbindung und als zusätzliche Einnahmequelle ein sehr wichtiges zukunftsfähiges und lukratives Standbein der selbstständigen Augenoptiker darstellen.

Weiteres Thema im Beirat war der Verbleib des Berufsstands „Augenoptik“ in der Handwerksorganisation und das Für und Wider der Aufspaltung in „handwerklich geprägte Brillenoptiker“ und „refraktionierende und die Augen untersuchende Optometristen“. Inwiefern die Wiedereinführung von Krankenkassenleistungen Auswirkungen auf die Berufsausübung und das Image von Augenoptikern haben wird, bleibt abzuwarten. Das Basieren der Kassenleistungen auf ärztlichen Verordnungen könnte bei den Kunden den Eindruck erwecken, dass der Augenarzt für eine Augenprüfung der bessere Ansprechpartner ist. „Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) wird sich auch weiterhin dafür stark machen, dass Folgeversorgungen weiterhin von Augenoptikern durchgeführt werden können“, sagte ZVA-Vizepräsident Christian Müller in dem Beiratsmeeting.

Eine Chance für sehr gut ausgebildete Augenoptiker und Optometristen könnte die zunehmende Konzentration von augenärztlichen Praxen in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) sein. Da die MVZ versuchen, vor allem finanziell attraktive Katarakt-Operationen anzubieten, werden sich möglicherweise die augenärztliche Grundversorgung und das augenärztliche Screening verschlechtern – diese Lücke könnten gut ausgebildete Optometristen mittelfristig schließen, so das Schlusswort der Beiratssitzung des berufsbegleitenden Optometrie-Masterstudiengangs.

Die Beiratsmitglieder tauschten sich beim anschließenden „Get-togehter“ intensiv mit den aktuellen Masterstudierenden aus. Abgerundet wurde das Treffen der hochkarätigen Beiratsmitglieder mit einem Studium Generale Vortrag zum Thema „Cataract Operation – Anspruch und Wirklichkeit“ von Prof. Dr. Gangolf Sauder, dem Chefarzt der Charlottenklinik für Augenheilkunde in Stuttgart.

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