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Samstag, 13 Mai 2017 06:00

Erster Technologietag Leichtbau in Ostwürttemberg

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Die Referenten des Technologietags Leichtbau (v. l.): Marcel Spadaro, Hochschule Aalen; Axel Waidmann, INNEO Solutions GmbH; Florian Gerstner, voestalpine Automotive Components Schwäbisch Gmünd GmbH & Co. KG; Peter Schmidt, IHK Ostwürttemberg; Stefan Schmidt, Prototechnik GmbH & Co. KG; Prof. Dr. Markus Merkel, Hochschule Aalen; Dr. Matthias Gölke, ALTAIR Engineering GmbH; Dr. Wolfgang Rimkus, Technologiezentrum Leichtbau und Sarah Wörz, IHK Ostwürttemberg. Die Referenten des Technologietags Leichtbau (v. l.): Marcel Spadaro, Hochschule Aalen; Axel Waidmann, INNEO Solutions GmbH; Florian Gerstner, voestalpine Automotive Components Schwäbisch Gmünd GmbH & Co. KG; Peter Schmidt, IHK Ostwürttemberg; Stefan Schmidt, Prototechnik GmbH & Co. KG; Prof. Dr. Markus Merkel, Hochschule Aalen; Dr. Matthias Gölke, ALTAIR Engineering GmbH; Dr. Wolfgang Rimkus, Technologiezentrum Leichtbau und Sarah Wörz, IHK Ostwürttemberg. Bild: Hochschule Aalen

Großen Zuspruch fand der von der Hochschule Aalen und der IHK Ostwürttemberg organisierte Technologietag Leichtbau Ende April 2017 in Schwäbisch Gmünd. 90 Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft informierten sich bei Fachvorträgen über die vielfältigen Möglichkeiten und branchenübergreifenden Anwendungen des Leichtbaus.

Mit dem Technologietag Leichtbau möchten die beiden Veranstalter neue Impulse zum Thema Leichtbau in Ostwürttemberg geben. Bei der Auftaktveranstaltung der neuen Reihe informierten Unternehmen, wie voestalpine Automotive Components und Prototechnik, beide aus Schwäbisch Gmünd, die INNEO Solutions, Ellwangen, und weitere Leichtbauspezialisten über die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich und zeigten Best-Practice-Beispiele. Der Leiter des Technologiezentrums Leichtbau (TZL) der Hochschule Aalen, Dr. Wolfgang Rimkus, erläuterte den Impuls-Charakter dieser ersten Veranstaltung zum Thema Leichtbau in der Region. Rimkus: „Leichtbau nimmt als Effizienztechnologie eine zentrale Rolle im Fahrzeugbau ein. Automobile Megatrends, wie die E-Mobilität, forcieren zudem die Leichtbautechnologien.“ Rimkus ist sich sicher, dass intelligenter Leichtbau in der Automobilbranche dazu führen wird, die nach oben gerichtete Gewichtsspirale bei neuen Fahrzeugmodellen umzukehren.

Aus diesem Grund entwickelte die voestalpine Automotive Components leichte Strukturbauteile für Volkswagen. Florian Gerstner, Leiter New Innovations bei voestalpine, berichtete, dass aufgrund neuer Leichtbaukonzepte beim VW-Golf der Gewichtszunahme mit jeder neuen Modellgeneration entgegengewirkt werden konnte. Gerstner hob die hohen Anforderungen an Leichtbaukonzepte in der Automobilindustrie hervor. Denn diese benötigt leichtere Bauteile bei ständig steigenden Anforderungen an Fahrzeugsicherheit, Komfort und Funktionsumfang.

Dass der Leichtbau auch bei Abgaskomponenten von Fahrzeugen eine wesentliche Rolle spielt, erklärte Stefan Schmidt von Prototechnik. „Weniger Gewicht bedeutet, weniger bewegte Masse und somit weniger Kraftstoffbedarf, mit dem Ergebnis einer Reduktion des CO2 Ausstoßes“, so der Geschäftsführer des Gmünder Unternehmens. Um leichtere Bauteile wie Krümmer, Katalysatoren oder auch Abgasreinigungskomponenten zu entwickeln, setzt Prototechnik verschiedene Leichtbaulösungen, wie die Dünnwandtechnologie, alternative Werkstoffe aber auch innovative Fertigungsprozesse ein.

Um die Potentiale der Leichtbautechnologien voll ausschöpfen zu können, bedarf es viel Know-how. So präsentierte Professor Markus Merkel von der Fakultät Maschinenbau und Werkstofftechnik der Hochschule Aalen die Vorteile von Metallbauteilen aus dem Drucker. Durch die hohen Freiheitsgrade des 3D-Druckens können leichtere Bauteile hergestellt und dadurch auch herkömmliche Zerspanungsarbeiten eingespart werden. Leichtere Bauteile aus dem Drucker finden neben der Luft- und Raumfahrt zunehmend auch in der Automobilindustrie vielfältige Anwendungen.

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